VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)
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Neuausrichtung der VDI-Fachgesellschaften
Die VDI-Gesellschaft Energietechnik (VDI-GET) und die VDI-Koordinierungsstelle Umwelttechnik (VDI-KUT) sind zu der neuen VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) verschmolzen. Die fachlichen Aktivitäten der VDI-GEU gliedern sich in sechs Fachbereiche, denen die einzelnen Fach- und Arbeitsausschüsse zugeordnet sind.
Ziele der VDI-Fachgesellschaft Energie und Umwelt
Energie und Umwelt sind die beherrschenden Themen unserer Zeit. Von den richtungsweisenden Inhalten hängt die Zukunft der Industriegesellschaft und unserer Lebensform ab. Die VDI-GEU erstellt fundierte Empfehlungen auf der Grundlage allen verfügbaren technischen und naturwissenschaftlichen Wissens. Die VDI-GEU hat derzeit etwa 18400 zugeordnete VDI-Mitglieder und betreut in sechs Fachbereichen und zahlreichen Fachausschüssen und Arbeitsgremien ca. 1150 Ingenieure und Naturwissenschaftler in ihrer Funktion zum Beispiel als Umweltgutachter, Energietechniker oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.
In den sechs Fachbereichen und 48 Arbeitsgremien der VDI-GEU wird die eigentliche Sach- und Feinarbeit geleistet. Diese Gremien sind die Zukunftswerkstätten, in denen die Fachleute im Erfahrungsaustausch stehen und den Boden für innovative Lösungen vorbereiten. Die Mitglieder bilden ein Netzwerk, in dem sie sich fachlich und beruflich orientieren und austauschen können.
Fachbereich Management und Sicherheit in der Energie- und Umwelttechnik
Die Anforderungen an Unternehmen in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und Arbeitssicherheit sind hoch und müssen aufeinander abgestimmt werden. Managementsysteme müssen diese Felder integrieren, damit Unternehmen die gesetzlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen erfüllen können.
Fachausschüsse des Fachbereiches sind:
- Betriebliche Sicherheit
- Risikomanagement
- Betriebsmanagementsysteme
- Integriertes Management
- Systemtechnische Methodik in der Umwelttechnik
Fachbereich Ressourcenmanagement in der Energie- und Umwelttechnik
Schon aus Kosten- und Wettbewerbsgründen sind Unternehmen gefordert, ihre Produktionsprozesse so zu gestalten, dass Energie effizient eingesetzt wird und Abfälle vermieden werden. Jedes Zuviel an verbrauchten Ressourcen führt zu erhöhten Abfallmengen und Emissionen. Entsprechend aufwändiger wird der nachsorgende Umweltschutz, der zusätzliche Auf- und Verarbeitungsprozesse erfordert.
Dem Fachbereich sind folgende Ausschüsse zugeordnet:
- Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS)
- Produktintegrierter Umweltschutz
- Wirtschaften in Kreisläufen
>> Entsorgungslogistik
>> Recycling
>> Methodik - Gütesicherung für Wärme- und Kälteschutz
- Abfallbehandlung und Wertstoffrückgewinnung
Fachbereich Energiewandlung und -anwendung
Mit knapper werdenden fossilen Ressourcen rücken Fragen der Energieeffizienz und alternative Formen der Energiegewinnung in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen und technischen Diskussion. An dieser Diskussion nimmt der Fachbereich mit Stellungnahmen und Analysen teil. Mit seinen Ausschüssen deckt er das gesamte Spektrum unterschiedlicher Formen der Energiewandlung und -anwendung ab.
- Brennstoffzellen
- Kerntechnik
- CO2-arme Energietechnik
- Verbrennung und Feuerung
- Strömungsmaschinen
- Energieanwendung
- Verbrennungskraft-Maschinen
- Regenerative Energien
- Thermodynamik
Fachbereich Strategische Energie- und Umweltfragen
Wie soll eine nachhaltige zukünftige Energieversorgung der Industriegesellschaft aussehen? In welcher Weise können die Klima- und Umweltprobleme gelöst werden, die auch durch die gegenwärtigen Formen der Energienutzung verursacht worden sind? Wie müssen Produktionsstrukturen geändert werden, um Umweltgesichtspunkte von vorneherein zu integrieren?
Grundsätzliche Fragen werden in drei Ausschüssen besprochen:
- Nachhaltigkeit von Energiesystemen
- Primärenergie und Ressourcen
- Wasser
Fachbereich Luftreinhaltung
Umweltschutztechnik
Im Vordergrund steht die Emissionswertfindung und die Beschreibung von Verfahren zur Erfassung und Abscheidung von festen und flüssigen Partikeln, Gasen und Geruchsstoffen.
Umweltmeteorologie
Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Beschreibung der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das kleinräumige und regionale Klima.
Umweltqualität
Die Beschreibung der Wirkungen von Luftverunreinigungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Werkstoffe und Böden bilden hier den Tätigkeitsschwerpunkt.
Umweltmesstechnik
Entsprechend den Zielvorgaben der Messtechnik in der Luftreinhaltung und den Anforderungen der messtechnischen Praxis werden Themen wie die Beschreibung vollständiger Messverfahren, die Entwicklung von automatischen Messeinrichtungen oder die Erarbeitung von Grundlagen zur Qualitätssicherung bearbeitet.
Fachbereich Lärmminderung
Akustik
- Terminologie und Einheiten der Akustik
- Geräuschemission – Grundlagen, Ermittlung, Beurteilung
- Schallmessgeräte
- Geräuschemission von Maschinen und Anlagen
- Geräuschemissionsmessungen an Fahrzeugen einschließlich Messungen im Fahrgastraum und am Arbeitsplatz
- Messung der Schalldämmung von Gehörschützern
Lärmminderung
- Maschinenakustik – Konstruktion lärmarmer Maschinen und Anlagen
- Schallschutzeinrichtungen (Schalldämpfer, Kapseln, elastische Lagerung)
- Schallausbreitung und Lärmminderung in Gebäuden, in Arbeitsstätten und im Freien
Schwingungstechnik
- Schwingungsmesstechnik
- Schwingungsminderung und Schwingungsbeurteilung an Maschinen
- Schwingungseinwirkung auf den Menschen
- Messung von Schwingungsimmissionen
- Schwingungsminderung in der Umgebung von Verkehrswegen
Fachbereich Luftreinhaltung
Aufgrund der institutionellen Förderung der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL durch das Umweltbundesamt können sich VDI-Mitglieder mit Interesse an der Luftreinhaltethematik nicht direkt der KRdL fachlich zuordnen. Der Zugriff zu Themen der Luftreinhaltung gelingt umfassend über die VDI-GEU.
Die Aktivitäten umfassen alle relevanten Fragestellungen der Luftreinhaltung in folgenden Fachbereichen:
Umweltschutztechnik
Arbeitsschwerpunkte des Fachbereichs sind u.a. Emissionswertfindung und die Beschreibung von Verfahren zur Erfassung und Abscheidung von festen und flüssigen Partikeln, Gasen und Geruchsstoffen. Die Arbeit des Fachbereichs dient auch dem Ziel, Produktionsverfahren und Umwelttechniken zu beschreiben, die Abgase und Abfälle möglichst vermeiden.
Umweltmeteorologie
Die Arbeit des Fachbereichs beschreibt die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das kleinräumige und regionale Klima. Weitere Themenschwerpunkte bilden u.a. die Ausbreitung und der Transport von Gasen, Stäuben und Gerüchen in der Atmosphäre sowie meteorologische Messverfahren. Im Rahmen der Qualitätssicherung werden z.B. zu Strömungsmodellen Standards erarbeitet und dem Anwender in VDI-Richtlinien und DIN-Normen zur Verfügung gestellt.
Umweltqualität
Aufgabe des Fachbereichs ist die Beschreibung der Wirkungen von Luftverunreinigungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Werkstoffe und Böden. Es werden Technische Regeln erstellt auf den Gebieten der wirkungsbezogenen Mess- und Erhebungsverfahren (Bioindikation), der Umweltsimulation, zu geruchsintensiven Stoffen und zum Themenkomplex Bioaerosole und biologische Agenzien.
Umweltmesstechnik
In diesem Fachbereich werden entsprechend den Zielvorgaben der Messtechnik in der Luftreinhaltung und den Anforderungen der messtechnischen Praxis Themen wie die Beschreibung vollständiger Messverfahren, die Entwicklung von automatischen Messeinrichtungen oder die Erarbeitung von Grundlagen zur Qualitätssicherung bearbeitet.
Seit 1990 hat die KRdL das Sekretariat des ISO/TC 146 „Luftbeschaffenheit“ und seit 1991 das Sekretariat des CEN/TC 264 „Luftbeschaffenheit“ inne. Damit liegt die Zuständigkeit für die nationale, die europäische und die internationale Regelsetzung im Bereich der Luftreinhaltung in einer Hand.
In der KRdL sind mehr als 150 Arbeitsgruppen mit ca. 1.300 Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit tätig. In Veranstaltungen und Workshops werden zudem die von den Arbeitsgruppen erzielten Ergebnisse in zusammengefassten Themenbereichen den interessierten Fachkreisen vorgestellt.







