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23.10.2012
Jobs in der Welt des Lichts
 

Zukunftsbranche Photonik

Am Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sind Forscher den Geheimnissen des Lichts auf der Spur.

Zukunftsbranche Photonik . (Bild: Fraunhofer IOF/Thomas Ernsting)

Das Licht gibt es nicht erst seit gestern. Die Möglichkeiten, Licht für technische Entwicklungen nutzbar zu machen, stecken indes erst in den Anfängen. Die Photonik eröffnet völlig neue Dimensionen – und schafft für Ingenieure und Naturwissenschaftler neue Herausforderungen und Arbeitsplätze.

 

Licht erhellt die Welt und schafft gänzlich neue technische Möglichkeiten. Ultrakurzpulslaser, die mit mehreren Millionen Pulsen pro Sekunde mikrochirurgisch ein Auge lasern oder Mikrostrukturen in Metallen herstellen, fluoreszierende Marker, die Krebszellen erkennen und Krankheiten verhindern helfen, Lichtpulse in Glasfaserkabeln, die gigantische Datenmengen austauschen, Sensoren und Kameras im Smartphone bis hin zur biegsamen organischen Leuchtdiode, dem tapezierbaren Licht oder dem OLED-Folienfernseher: Das alles und noch vieles mehr ist die neue Welt des Lichts.

Die Photonik ist heute nicht mehr nur in reinen Highend-Industrieanwendungen anzutreffen. „Fasst alles was wir über die Welt wissen, haben wir durch das Licht gelernt“, so Prof. Theodor W. Hänsch, Physik-Nobelpreisträger von 2005. Die Photonik zählt zu den entscheidenden Innovationstreibern unserer Zeit. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus dem Photon, dem Lichtteilchen, und der Elektronik. Die Photonik macht die schlichtweg einzigartigen Eigenschaften des Photons für den Menschen technisch nutzbar. Nur das Licht als technischer Rekordhalter spannt einen Bogen von Attosekunde über Petawatt bis Terabit pro Sekunde – und dies auch noch berührungslos.

Warum Photonik?
Auf dem Weltmarkt spielen deutsche Unternehmen und Institute ganz weit vorne mit und führen diesen in einigen Bereichen, wie etwa in der Herstellung von Lasermaschinen, an. Andere Bereiche befinden sich noch in den Kinderschuhen wie beispielsweise die Organische Elektronik (organischen Solarzellen und den OLEDs) oder das „optical computing“. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird die Photonik deutlich an Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt zählt die Europäische Kommission die Hightech-Industrie rund ums Licht zu den fünf großen „Schlüsseltechnologien“ für die europäische Wirtschaft.

Die Branche ist stark interdisziplinär geprägt und so sind die Aufgabenbereiche dabei vielseitig und breit gefächert. Egal ob Physiker, Mathematiker, Chemiker, Biologe, Informatiker, Mediziner, Betriebswissenschaftler, Maschinenbauer oder Ingenieur - in dieser spannenden Zukunftsbranche gibt es noch viel zu tun. Gute Aussichten für jeden, der in der Photonik arbeitet oder sich überlegt, beruflich neu einzusteigen. Und: Neun von zehn Photoniker sind glücklich mit ihrem Job. Das sagt jedenfalls eine im Sommer 2012 erschienene US-Studie, in der 7.500 Photoniker weltweit befragt wurden.


Wanted: Licht-Nachwuchs

Trotzdem ist die unter hohem Innovationsdruck stehende Photonik für viele eine unsichtbare Branche, der der Fachkräftemangel zu schaffen macht. Die Photonik-Branche hat sich deshalb in Deutschland zusammengeschlossen, um Nachwuchs zu gewinnen und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie viel Power und Zukunftspotential in ihrer Branche steckt. Unternehmen und Institute, die großen Wirtschaftsverbände der Branche und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben dazu kürzlich die branchenweite Initiative „Photonik Campus Deutschland“ gestartet.

Im Rahmen der Initiative werden Schüler, Auszubildende und Studierende auf die Photonik als Berufsfeld aufmerksam gemacht. Hier zeigen Studierende Schülern in kurzen Videoclips, wie ihr Uni-Alltag in einem Photonik-Studiengang überhaupt aussieht, mit der „Make L!ght“-Initiative wird die FabLab- und Maker-Szene angesprochen und für Lehrer bietet die Lichtwerkstatt fertiges Material für Photonik-Experimente im Unterricht und interessante Toutorial-Videos zu den einzelnen Lichtexperimenten. In der „Photonik-Akademie“ erleben ca. 40 junge Studenten eine spannende Praxis-Woche und knüpfen direkt Kontakte zu Photonik-Unternehmen und –Instituten.

Ihre Ansprechpartnerin im VDI Technologiezentrum

Daniela Metz

Telefon: +49 211 6214-376
Telefax: +49 211 6214-159
E-Mail: metz@vdi.de 

 
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