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23.10.2012
Zu Gast bei der TÜV Rheinland AG in Köln
 

18. Treffen des Conrad-Matschoß-Kreises

18. Treffen des Conrad-Matschoß-Kreises am 9. und 10. Oktober 2012

1981 wurde ein hochkarätiger Kreis ins Leben gerufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tradition des VDI zu pflegen und durch Empfehlungen und Vorschläge zur lebendigen Weiterentwicklung der Gemeinschaftsarbeit beizutragen – der Conrad-Matschoß-Kreis des VDI. Die Liste der Mitglieder dieses Kreises liest sich wie das Who’s who der deutschen Technik-Elite: Es sind die Inhaber der Grashof-Denkmünze, die Ehrenmitglieder und die Präsidiumsmitglieder des VDI.

 

Am 9. und 10. Oktober trafen sich die Mitglieder des Kreises auf Einladung des Präsidiums in den Räumen der TÜV Rheinland AG in Köln, der beruflichen Heimstatt unseres Präsidenten, Prof. Dr.-Ing. habil. Bruno O. Braun.


Seit 140 Jahren steht der TÜV Rheinland für technische Sicherheit. Seit den Anfängen als Überwachungsverein für Dampfkessel hat sich das Geschäftsfeld deutlich erweitert, wie Dr. Manfred Bayerlein, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, den Gästen erläuterte. Das Spektrum der Prüfaktivitäten umfasst heute neben Kraftfahrzeugen und Verbraucherprodukten auch komplexe Infrastruktur- und Energieprojekte, Mobilitätssysteme, moderne IT-Anwendungen und Managementsysteme. Neben technischer Sicherheit bewertet und zertifiziert der TÜV Rheinland auch die Einhaltung von ökologischen und Sozialstandards. Ressourceneffizienz spielt bei der Zertifizierung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten eine entscheidende Rolle. Und die Zusammenarbeit mit den Kunden hat sich stetig vertieft: Der TÜV Rheinland prüft nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sondern entwickelt mit den Kunden relevante Produktanforderungen und Kriterien.


Die Expansion des Unternehmens hat sich mit der konsequenten Internationalisierung der Aktivitäten seit den 1990er Jahren dynamisch entwickelt. Heute ist der TÜV Rheinland in 61 Ländern aktiv und beschäftigt 17.000 Mitarbeiter. Der Anteil des internationalen Geschäfts wird weiter wachsen, erläuterte Dr. Bayerlein. Und als globaler Dienstleister eröffnet der TÜV Rheinland Herstellern den Zugang zu allen relevanten Absatzmärkten weltweit mit einer Fülle individueller Produktstandards.


Die praktischen Aspekte der Arbeit im TÜV Rheinland konnten die Teilnehmer bei Führungen durch das Chemie- und das Photovoltaiklabor am Standort Köln in Augenschein nehmen. Begleitet wurde die Gruppe von Technikvorstand Volker Klosowski, der sich den interessierten Fragen zu technischen und wirtschaftspolitischen Aspekten stellte. Das Chemielabor prüft mit modernsten Analysemethoden Produkte auf Schadstoffbelastungen. Neben gesetzlichen Anforderungen werden dabei auch kundenspezifische Kriterien angelegt. Präzision und Geschwindigkeit sind gefordert, damit vor allem Verbraucherprodukte rechtzeitig und in verlässlicher Qualität in den Verkauf gelangen können. Bei der Prüfung von Photovoltaikanlagen ist der TÜV Rheinland Weltmarktführer mit über 500 Herstellern als Kunden. Erarbeitet hat man sich diese Position als early mover: Bereits 1995 wurden die ersten Laborprüfungen aufgenommen. Neben der Sicherheit wird auch die Leistungsfähigkeit der Module geprüft – ein Beitrag auch zum effizienten Einsatz erneuerbarer Energien.


Wenn sich der Conrad-Matschoß-Kreis zusammensetzt, geht es eigentlich nur um eins – um den VDI. Dr. Fuchs stellte dem Kreis die neuesten Entwicklungen im VDI vor. Es wurde ausgiebig und lebhaft diskutiert.

 

Wer aber war eigentlich Conrad Matschoß, nach dem der Kreis benannt wurde? Matschoß, 1871 in der Provinz Posen geboren, lernte mit 27 Jahren Julius Springer kennen, der damals auch der Verleger des VDI war. Der diplomierte Ingenieur und spätere Professor Matschoß bot Springer an, „kurzgefaßte allgemeinverständliche Beschreibungen solcher technischer Erzeugnisse oder Betriebe zu verfassen, mit denen das allgemeine Publikum mehr oder weniger in Berührung kommt“. Für Matschoß und den VDI war dies eine schicksalhafte Bindung. Denn Matschoß verfasste nicht nur sein Standardwerk „Die Geschichte der Dampfmaschine“ in Kooperation mit dem Verein, er entwickelte auch die Reihe „Technikgeschichte“ und wurde 1913 zunächst zum stellvertretenden und ab 1916 für 18 Jahre zum Direktor des VDI berufen. Er half dem Verein über die schweren Nachkriegsjahre hinweg und führte ihn zu einer neuen Blütezeit. Im Alter von 71 Jahren starb er am 21. März 1942. Mit der Namensgebung des Geehrtenkreises erweist der VDI der hervorragenden Persönlichkeit Conrad Matschoß seinen besonderen Respekt.

 

Am 24. Mai 2011 wurden Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. mult. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger und Dr.-Ing. E. h. Bernard Krone als neue Inhaber der Grashof-Denkmünze sowie Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl und Prof. Dipl. rer. pol. (techn.) Helmut Schulte als Ehrenmitglieder neu in den Conrad-Matschoß-Kreis aufgenommen.

 

Ihre Ansprechpartnerin im VDI

Frau Gisela Laalej

Telefon: 0211 6214-422

Telefax: 0211 6214-143

E-Mail: laalej@vdi.de

 

 
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