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16.10.2012
VDI-Zukunftskongress 2012
 

VDI setzt sich ein für neue Dialogkultur bei großen Infrastrukturprojekten

Zukunftskongress 2012: VDI fordert neue Dialogkultur bei großen Infrastrukturprojekten (Bild: Fotolia)

Zukunftskongress 2012: VDI fordert neue Dialogkultur bei großen Infrastrukturprojekten (Bild: Fotolia)

Spätestens seit „Stuttgart 21“ haben Großprojekte in Deutschland einen schweren Stand. Und das zu einer Zeit, in der die Modernisierung der Infrastrukturen nicht nur aufgrund der Energiewende unbedingt notwendig ist. Aus diesem Grund hat der VDI gemeinsam mit anderen Ingenieurvereinen und –verbänden die Initiative „Infrastruktur für unsere Zukunft – Gesellschaftlich tragfähige Lösungen entwickeln“ ins Leben gerufen. Auf dem Zukunftskongress in Frankfurt wurden jetzt erste Ergebnisse der Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentiert.

 

Einhellige Meinung der Experten: Ein höheres Maß an Kommunikation und Kooperation aller Akteure ist dringend erforderlich. „Wir brauchen in Deutschland eine neue, offene Dialogkultur bei der Planung und Durchführung von Infrastrukturvorhaben. Nur eine effektive Bürgerbeteiligung und bessere Kommunikation zwischen Vorhabenträgern, Politik, Verwaltung, Ingenieuren und Öffentlichkeit schafft mehr Transparenz und damit Akzeptanz für solche Großprojekte“, erklärte Dr.-Ing. Willi Fuchs, Direktor des VDI, im Rahmen eines Pressegesprächs auf dem Zukunftskongress. Nur wer es schaffe, den Nutzen eines Vorhabens glaubhaft zu vermitteln, könne die Öffentlichkeit überzeugen und Widerstände vor Ort abbauen.


Ein früher und offener Dialog zwischen allen Beteiligten schafft Vertrauen und Akzeptanz für neue Projekte und verhindert Missverständnisse. Gemeinsam mit Unternehmen erarbeitet der VDI derzeit einen Managementleitfaden „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“. Er soll Unternehmen besser befähigen, die Beteiligung der Öffentlichkeit in ihre Managementstrukturen einzubinden und Chancen und Nutzen von Infrastrukturprojekten klarer in den Vordergrund zu stellen.


Neue Schlüsselrolle für Ingenieure

„Sinnvoll ist zudem, auch die Ingenieure während der Planungsphase aktiv in die Kommunikation einzubeziehen: Sie stehen für Glaubwürdigkeit und Authentizität“, so Fuchs. Er sieht für die Ingenieure eine Schlüsselrolle im Bürgerbeteiligungsprozess. Ingenieure haben die Sachkenntnis und das technische Know-how und können damit Brücken bauen zwischen Vorhabenträgern und Behörden auf der einen und Bürgern auf der anderen Seite. Auf diese, bis dato für Ingenieure ungewohnte Rolle, müssen sie vorbereitet werden. Dazu gehört, dass diese auch in der Ausbildung von Ingenieuren reflektiert und Aufnahme in die entsprechenden Curricula finden.


Der VDI wird im Rahmen einer Stellungnahme sowie einer Veranstaltung in Berlin Anfang 2013 auch weiterhin den Austausch mit der Politik suchen. Die vollständigen Ergebnisse der VDI-Initiative „Infrastruktur für unsere Zukunft – Gesellschaftlich tragfähige Lösungen entwickeln“ zu den Themen Kommunikation, Bürgerbeteiligung, Planungsrecht sowie Ingenieure und Gesellschaftwerden auf dem Deutschen Ingenieurtag 2013 vorgestellt.

 

 

Ihr Ansprechpartner in der VDI-Pressestelle:
Marco Dadomo
Telefon: +49 211 6214-383
Telefax: +49 211 6214-156
E-Mail: presse@vdi.de

 
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