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19.11.2012
Anhörung zum Entwurf der Energieeinsparverordnung
 

VDI fordert Verschärfung der Anforderungen beim Energiesparen

Der VDI fordert, dass Angaben zur Energieeffizienz von Gebäuden verpflichtend werden. (Bild: Thorben Wengert/pixelio.de)

Der VDI fordert, dass Angaben zur Energieeffizienz von Gebäuden verpflichtend werden. (Bild: Thorben Wengert/pixelio.de)

Das Bundeswirtschafts- und das Bundesbauministerium haben die Verbände für heute zur Anhörung über den Novellierungsentwurf der Energieeinsparverordnung (EnEV) eingeladen. Im Rahmen der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sowie der Beschlüsse der Bundesregierung zur Energiewende muss die EnEV überarbeitet werden.

 

Der VDI Verein Deutscher Ingenieure fordert, dass Angaben zur Energieeffizienz von Gebäuden bei Verkaufs- und Vermietungsanzeigen verpflichtend werden. Dies würde die Transparenz auf dem Wohngebäudemarkt erhöhen.

Auch macht der VDI in seiner Kommentierung zum Entwurf u.a. deutlich, dass die Energieeffizienz- und Klimaschutzziele der Bundesregierung nur erreicht werden können, wenn der Verbrauch an Wärmeenergie in den Gebäuden weiterhin deutlich reduziert wird. Im aktuellen Novellierungsentwurf sind nach Auffassung des VDI jedoch dringend Änderungen notwendig, um einen für die Zukunft geeigneten Rahmen zur Energieeinsparung zu setzen.

Der Entwurf sieht lediglich eine geringe Verschärfung der Anforderungen an den Primärenergiebedarf um 12,5 Prozent vor. Dies würde aber de facto kaum zur Veränderung der energetischen Konzeptionen, weder im Neubau noch im Bestand, führen. Um den Primärenergiebedarf tatsächlich zu reduzieren, sollten die Anforderungen der EnEV 2013 gegenüber der EnEV 2009 für Wohn- und Nichtwohngebäude um 20 Prozent verschärft werden. Dies ist wirtschaftlich vertretbar und technologisch machbar.

Desweiteren spricht sich der VDI dafür aus, dezentral erzeugten Strom unabhängig von der Eigennutzung im Energieausweis und im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) zu berücksichtigen. Es macht aus Sicht des VDI im Hinblick auf eine ganzheitliche Betrachtung und auf die CO2 Reduktion keinen Sinn, eine Unterscheidung zwischen dem Eigenverbrauch des regenerativ erzeugten Stroms und der Einspeisung ins Netz zu treffen.

Die Bevorteilung des Einsatzes von Solarthermie gegenüber Photovoltaik in EnEV 2009 und EEWärmeG 2011 sollte beseitigt werden. Geschieht dies nicht, führt dies zu einer Bedeckung von Flächen mit Solarthermieanlagen, die primärenergetisch und aus wirtschaftlicher Sicht des Investors effizienter mit Photovoltaikanlagen bestückt werden könnten.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Christian Krause
Büro Berlin
Telefon: +49  30 275957-13
E-Mail: krause_c@vdi.de

 

Ihr Ansprechpartner im Berteich Bautechnik und TGA:

Frank Jansen
Telefon: +49 211 6214-313
E-mail: jansen_f@vdi.de

 

 

Zugehörige Dateien
12-11_VDI_Kommentierungen_EnEV.pdf46 K
 
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