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29.09.2011
VDI-Symposium zur Energiewende in Berlin
 

Was tun, wenn der Wind nicht weht?

VDI-Symposium zur Energiewende in Berlin: Keynote-Speakerin PSts im BMU, Katherina Reiche mit VDI-Präsident Braun und VDI-Direktor Fuchs (Bild: VDI/Sebastian Gabsch)

VDI-Symposium zur Energiewende in Berlin: Keynote-Speakerin PSts im BMU, Katherina Reiche mit VDI-Präsident Braun und VDI-Direktor Fuchs (Bild: VDI/Sebastian Gabsch)

Mit seinem Symposium „Was tun, wenn der Wind nicht weht?“ griff der VDI am 27. September in Berlin die gesellschaftliche Debatte zur beschlossenen Energiewende der Bundesregierung auf, rückte die praktische Umsetzung in den Fokus und diskutierte mit rund 100 Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Machbarkeit der Energiewende.

 

Unter dem Eindruck der Katastrophe von Fukushima haben Bundeskabinett und Bundestag im Sommer das Gesetz zur Neufassung des Atomgesetzes verabschiedet. Außerdem wurden die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, des Energiewirtschaftsgesetzes sowie des Energie- und Klimafondsgesetzes beschlossen. In den kommenden Monaten und Jahren wird es nun konkret um die Umsetzung der politischen Entscheidungen gehen. Wie kann das neue Energiekonzept aus technischer Sicht am sinnvollsten verwirklicht werden?


VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun betonte in seiner Begrüßungsrede vor allem das Thema Akzeptanz: „Windkraftanlagen, Netzausbau, Pumpspeicherkraftwerke, Biogasanlagen oder der Ausbau konventioneller Kraftwerke: Die Sorgen und Bedenken der Menschen vor Ort gegen diese Technologien und Infrastrukturprojekte drohen zum Risikofaktor Nummer 1 beim Umbau unseres Energiesystems zu werden.“ Die großen Herausforderungen bestünden darin, einerseits die gesellschaftliche Akzeptanz für das Notwendige durch effektivere Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz zu schaffen. Andererseits müssten die oftmals sehr langen Zeiträume von der Planung bis zur Fertigstellung von Projekten verkürzt werden, so Braun.

 

Neben der Schaffung breiter Akzeptanz sieht Braun weiterhin das klassische Zieldreieck der Energiepolitik als Maßstab für den Erfolg: Energie muss für bezahlbare Preise angeboten werden, die Umwelt- und Klimaverträglichkeit der Energieversorgung muss garantiert sein und die Versorgungssicherheit muss jederzeit gewährleistet werden. Dem pflichtete auch die Keynote-Rednerin des Abends bei. Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, erläuterte zudem in Ihrer Rede die Sichtweisen und Planungen der Bundesregierung.

Den Abschluss des Symposiums bildete eine kontrovers geführte Podiumsdiskussion über die verstärkte Nutzung der Regenerativen Energien und den Ausbau der Stromnetze mit Thomas Bareiß (MdB, Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Hans-Josef Fell (MdB, Sprecher für Energiepolitik der Fraktion Bündnis90/Die Grünen), Dr. Felix Matthes (Öko-Institut, Forschungskoordinator für Energie- und Klimapolitik), Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch (VDI Gesellschaft Energie und Umwelt) sowie Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (Vorsitzender der Geschäftsführung, RWE Innogy).

 

 

Ihre Ansprechpartner im VDI (Büro Berlin):

Christian Krause
Tel: +49 30 27 59 57-13
Fax +49 30 27 59 57-10
E-Mail: krause_c@vdi.de

 
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