Jugend forscht - Der Bundeswettbewerb
Rückblick 2012

- Jugend forscht - Rückblick 2012 (Bild: Jugend forscht)
Beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Erfurt zeigten 187 junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland ihre kreativen Meisterleistungen. Der VDI vergab die Preise an die besten Nachwuchstalente im Fachgebiet Technik. Bundessieger wurde Niklas Demel. Der 18-jährige Gymnasiast aus Verl überzeugte die Technikjury mit der Umrüstung eines Bobby Cars zum selbstfahrenden Elektromobil.
Eine auf der Front des Fahrzeugs installierte Webcam nimmt während der Fahrt Bilder auf und bestimmt mittels eines vom Erfinder selbst erstellten Bildanalyseprogramms den Straßenverlauf. Dank einer eingebauten Verkehrsschilderkennung kommt Demels „Robby Car“ zudem vor Stoppschildern ordnungsgemäß zum Stehen. „Niklas Demel hat die Aufgaben eines autonomen Fahrzeuges, inklusive der Beobachtung der Umgebung, konsequent ausgearbeitet und ingenieurgemäß umgesetzt“, begründete VDI-Präsident Bruno O. Braun die Entscheidung der Technikjury bei „Jugend forscht“.
Den zweiten Platz belegte Arthur Silber. Er entwickelte ein Gerät, das die Anzeige des grafikfähigen Taschenrechners TI-84 Plus auf einen Etikettendrucker überträgt. Seine Erfindung vertreibt er bereits erfolgreich im Internet. Bernhard Dendorfer konstruierte ein Transportfahrzeug, das dank einer besonderen Radaufhängung selbst steiles und unwegsames Gelände problemlos meistert. Mittels verschiedener Sensoren erkennt es zudem selbstständig Hindernisse und weicht ihnen aus. Mit dieser Erfindung konnte er sich Platz drei sichern.
Zwei Sonderpreise des VDI-Präsidenten für besonders innovative technische Arbeiten wurden zudem vergeben. Den ersten erhielt ein Tüftler-Duo aus Hamburg. Jonas Danne und Till Pertzborn setzten sich mit dem Megathema Energiewende auseinander. Ihre Suche nach erneuerbaren Energiequellen, die auch in der Herstellung energiesparend sind, führte die beiden zur Solarthermie, welche sie zur Ethanol-Destillation einsetzen. Der zweite Sonderpreis ging an Robin Scheich und Nicolas Alberti aus Bad Homburg. Die beiden konstruierten ein kostengünstiges Bremslichtsystem mit LEDs für Fahrräder, welches den nachfolgenden Verkehrsteilnehmer darauf hinweist, dass das Fahrzeug abbremst – wie beim Auto. Das mikroprozessorgesteuerte System ist leicht an handelsüblichen Fahrrädern zu montieren und erlaubt zudem aus Aufladen eines Mobiltelefons während der Fahrt.



