Technikgeschichtliche Jahrestagungen
Historiker und Ingenieure erörtern Erfolg und Scheitern technischer Entwicklungen

- Technikgeschichtliche Tagung (Bild: Günther Schad / pixelio.de)
Jeweils im Frühjahr führt der VDI in Bochum die zweitägige Technikgeschichtliche Tagung zu einem Schwerpunktthema durch. Hier informieren namhafte Experten aus den Geschichts- und Technikwissenschaften und aus der technischen Praxis über Ergebnisse ihrer Forschungen und vertiefen in einer Podiumsdiskussion die Erörterungen.
Die Tagung ist alle zwei Jahre verbunden mit der Vergabe des renommierten, mit 3.000 Euro dotierten Conrad-Matschoß-Preis des VDI für Technikgeschichte. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, erfordert aber die rechtzeitige Anmeldung.
Technikgeschichtliche Tagung des VDI 2011
Ideologie und Innovation - Die Technik und der nationalsozialistische Vierjahresplan
2011 stand die Technikgeschichtliche Jahrestagung unter dem Motto „Ideologie und Innovation – Die Technik und der Nationalsozialistische Vierjahresplan“.
Sie hatte sich zur Aufgabe gemacht, die Rolle der Technik zur "Wehrhaftmachung" Deutschlands durch die Herstellung weitgehender Autarkie und Erweiterung der Rüstung zu diskutieren. Wie wirkte sich die staatliche Technologiepolitik auf das nationale Innovationssystem aus? Handelte es sich lediglich um den NS-typischen ideologischen Aktionismus und beim Reichsamt um eine aufgeblähte Sonderbehörde? Oder lassen sich Bereiche der Technik vor und nach 1945 identifizieren, die von dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm profitierten? Und schließlich: Wie prägte das autarkistische Denken die Ingenieure in der mittelfristigen Perspektive?




