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VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung

Richtlinienreihe VDI 2067 "Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen"

Die Konzeption der alten, 1957 erschienen Richtlinie VDI 2067 reicht bis in die dreißiger Jahre zurück und war zunächst nur auf Heizanlagen gerichtet oder sogar weiter eingeschränkt auf die Auswahl der wirtschaftlich günstigsten Kessel-Brennstoff-Kombination. Die Restanlage mit Heizkörpern und Verteilung hielt man für weitgehend einheitlich, also für einen Vergleich, insbesondere in energetischer Hinsicht, unergiebig. Man orientierte sich mangels analytischer Verfahren zur Bedarfsrechnung an zwei zweifelsfrei bekannten Größen, dem nach Normen gerechneten Wärme(-leistungs-)bedarf und einem in ausgeführten Anlagen gemessenen Brennstoffverbrauch. Das Verhältnis dieser Größen multipliziert mit dem Gesamtwirkungsgrad der Heizanlage liefert die sog. Jahresbenutzungsdauer "b", einem aus der Messung gewonnenen Erfahrungwert. Für die Größe "b" wurde eine Abhängigkeit von den Gradtagen und drei, die Heizanlage und ihren Betrieb kennzeichnende, Berichtigungsfaktoren hergestellt. Hierdurch sollte Allgemeingültigkeit erreicht werden. Umgekehrt kann nun im Planungsfall von einem Normwärmebedarf über die Größe "b" und den Gesamtwirkungsgrad auf einen wahrscheinlichen Anlagenverbrauch hochgerechnet werden. Bei dieser Vorgehensweise können sich die Rechenergebnisse nur im Rahmen der in der Richtlihnie festgelegten Korrekturfaktoren und Wirkungsgrade unterscheiden. Dies mag für Anlagen innerhalb des erfassten Erfahrungsspektrums in etwa richtige Ergebnisse bringen. Aber abgesehen davon, dass auf diese Weise Neuentwicklungen oder Besonderheiten, wie die Anpassungsfähigkeit an dynamische Vorgänge, und auch spezielle Nutzanforderungen unberücksichtigt bleiben, erhöht das zunehmende Gewicht der Innenlasten gegenüber dem Klimaeinfluss die Diskrepanz zwischen erfahrungsbasierten Rechenwerten und realistischen Aufwandswerten.
Das neue Konzept der Richtlinie VDI 2067 geht den Weg der Bedarfsentwicklung vom Gebäude mit der vorgesehenen Nutzung und den sich hieraus sowie aus dem Klima ergebenen Lasten über die Nutzenübergabe (von Wärme, Kälte, aufbereiteter Luft u. a.) und die Verteilung hin zum Erzeugungssystem für Wärme und Kälte. Da alle diese Systembereiche - Nutzenübergabe, Verteilung, Erzeugung - nicht ideal realisierbar sind, entsteht in ihnen jeweils ein zusätzlicher Energieaufwand. Zusammen mit dem für das Gebäude und seine Nutzung typischen Referenzenergiebedarf ergibt dies den Gesamtenergiebedarf, der beim Erzeugungssystem auftritt.
(Quelle: VDI- Bericht 1657, Prof. Bach)

Mit der Überarbeitung der Richtlinie VDI 2067 wurde eine neue Gliederung der Richtlinie erforderlich.

 

Derzeit erschienene Blätter der Richtlinie:

Vorsitzender:
Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer

Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH
Obere Waldplätze 11

70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 687070-354

Telefax: +49 711 687070-368

E-Mail: michael.bauer@dreso.com rh@ib-rh.de
 
Stellvertretender Vorsitzender:
Prof. Dr.- Ing. Michael Schmidt
Universität Stuttgart
Pfaffenwaldring 35
70569 Stuttgart

Telefon: +49 711 685-62084
Telefax: +49 711 685-62096
E-Mail: michael.schmidt@ige.uni-stuttgart.de
 
Geschäftsstelle:
Verein Deutscher Ingenieure VDI e.V.
Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung
Dipl.-Phys. Thomas Wollstein
40002 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6214-500
Telefax: +49 211 6214-177
E-Mail: tga@vdi.de

Mitglieder im Richtlinienausschuss VDI 2067 sind zurzeit:

Bach, Heinz; Prof. Dr.-Ing.; Stuttgart
Bauer, Michael; Prof. Dr.-Ing.; Stuttgart (Vorsitzender)
Detzer, Rüdiger, Prof. Dr.-Ing.; Hamburg
Hardkop, Guido; Neu-Isenburg
Hirschberg, Rainer; Prof. Dr.-Ing.; Wiesbaden
Kranz; Hans R.; Dipl.-Ing.; Forst
Meermann, Friedhelm; Herbolzheim
Schmidt, Michael; Prof. Dr.-Ing.; Stuttgart (Stellvertretender Vorsitzender)

 
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