Eigene Stärken, Schwächen, Ziele
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Mein zukünftiger Arbeitgeber wird mich auch im Ausland einsetzen. Was soll ich beachten?
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Welchen Umfang Auslandseinsätze eines Mitarbeiters aus dessen Sicht maximal haben dürfen, unterliegt ohne ausdrückliche Vereinbarung grundsätzlich dem "Direktionsrecht" des Arbeitgebers. Will der Arbeitnehmer eine verbindliche Begrenzung erreichen, so muss er eine entsprechende Vereinbarung aushandeln. Da hier die "Schmerzgrenzen" sehr unterschiedlich sind, gibt es hierfür naturgemäß keine "Muster"; das Maximum sollte deshalb schon individuell (ggf. als Vertragsergänzung) vereinbart werden (z.B. "Pro Kalenderjahr wird der Mitarbeiter insgesamt höchstens für ... Kalendertage im Ausland eingesetzt").
Ähnliches gilt für "gefährliche" Länder. Hier tritt aber noch die "Fürsorgepflicht" des Arbeitgebers hinzu, Mitarbeiter nicht in "hochgefährliche" Länder zu schicken. Da es hierfür keine allgemeingültige Definition gibt, wäre eine individuelle Vereinbarung denkbar, wonach ein Einsatz in bestimmte Länder (Definieren, z.B. entsprechend aufgeführter Reise- oder Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes) nur mit Einverständnis des betroffenen Mitarbeiters erfolgen kann.Kategorie: Arbeitsvertrag, Ausland-Gehen -
Lässt sich die Vorstellung von Kindern und Karriere verwirklichen?
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Dazu Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin, stellv. Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
"Zuerst sollte man für sich klären, was die Karrierevorstellung ist. Wo sehe ich mich in 10 Jahren? Wo sehe ich meine Kinder? Wer seine Ziele kennt, kann den Weg auch planen.
Natürlich ist es nicht einfach und es kostet Kraft, beiden Seiten und vor allem sich selbst gerecht zu werden. Es kommt darauf an, es zu wollen und wirklich dahinter zu stehen, am besten mit dem persönlichen Umfeld zusammen. Und es gibt genügend Erfolgsbeispiele, die zeigen, dass es funktionieren kann, und Kinder zum Leben dazu gehören."Kategorie: Vor der Familienplanung -
Frau Schüssler, gibt es ein besonderes „Versicherungskonzept“ für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger?
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Patentlösungen gibt es leider nicht, wie immer steht die individuelle Situation der bzw. des Einzelnen im Vordergrund. Aber grundsätzlich lassen sich beim Einritt ins Berufsleben zum Thema Absicherung zwei Kernaussagen treffen: Erstens sollte man sich nur gegen Existenz bedrohende Gefahren versichern. Und zweitens gilt: Wer sich allein auf die staatlichen Versorgungssysteme verlässt, ist ganz schlecht beraten. Gerade in den ersten Jahren der Berufstätigkeit haben junge Leute mittlerweile so gut wie keinen Anspruch mehr auf gesetzliche Leistungen.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Meinen Sie damit in erster Linie die eingeschränkten Leistungen bei einer Berufsunfähigkeit?
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Der Schutz gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit nimmt bei der persönlichen Absicherung tatsächlich eine zentrale Rolle ein. Stellen Sie sich vor: Wer in den ersten fünf Jahren seines Berufslebens aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig wird, erhält vom Staat keinen Cent mehr. Deshalb kann man jedem nur raten, so früh wie möglich hier privat vorzusorgen. Verbraucherschützerinnen und -schützer sehen das übrigens genauso: Sie bewerten die Berufsunfähigkeitsversicherung heute als eine der wichtigsten privaten Vorsorgemaßnahmen.
Ebenfalls empfehlenswert ist ein privater Unfallschutz. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen, die meisten Unfälle ereignen sich jedoch in der Freizeit. Außerdem erhält man gesetzlichen Leistungen nur, wenn man mindestens 60 Monate Beiträge eingezahlt hat. Das ist für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger faktisch nicht möglich.Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Stichwort private Vorsorge. Eigeninitiative ist heute ja heute auch bei der Altersversorgung mehr denn je gefragt.
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Absolut richtig. Es dürfte inzwischen jedem bewusst sein, dass die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer weiter reduziert werden. Ohne den Aufbau einer privaten Zusatzrente lässt sich der Lebensstandard im Ruhestand nicht aufrechterhalten. Berufsanfängerinnen und -anfängern kann man nur ans Herz legen, zeitig die Initiative zu ergreifen. Denn je früher man beginnt, umso günstiger sind die Beiträge. Steuerlich vorteilhaft sind zudem die staatlich geförderten Vorsorgemaßnahmen, wie die Riester- und die Rürup-Rente. Wer fest angestellt ist, hat außerdem ein Recht auf betriebliche Altersversorgung und kann mit Hilfe seines Arbeitgebers auf diesem Weg seine Altersrente optimieren.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Wie sieht es mit dem Krankenschutz aus?
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Normalerweise sind Ingenieurinnen und Ingenieure, die gerade ihre berufliche Karriere starten, gesetzlich krankenversichert. Mit steigender Gehaltsentwicklung ist es überlegenswert, sich privat zu versichern, da die gesetzlichen Leistungen auch in diesem Bereich erheblich reduziert worden sind.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Gibt es weitere Versicherungen, die für Berufsanfängerinnen und -anfänger höchste Priorität haben?
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Eine private Haftpflichtversicherung ist unverzichtbar, um die eigene Existenz zu schützen. Denn wer Dritten einen Schaden zufügt, haftet in unbegrenzter Höhe. Auszubildende, Schülerinnen und Schüler oder Studierende sind zumeist noch über ihre Eltern mitversichert. Nach dem Abschluss einer Ausbildung ist für jede Berufsanfängerin und jeden Berufsanfänger aber ein eigener Vertrag erforderlich.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Was empfehlen Sie zur Absicherung von Sachwerten?
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In den meisten Fällen haben Berufseinsteigerinnen und -einsteiger noch kein Wohneigentum. Aber den Hausstand – wie klein oder groß er auch sein mag - kann man mit einer Hausratversicherung rundum sichern: Hab und Gut sind so gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus etc. geschützt. Tarife gibt es auch für so genannte Elementarschäden, wie etwa Erdbeben oder Überschwemmungen. Kombiniert werden kann die Hausratversicherung unter Umständen mit einer Glasversicherung. Das ist sinnvoll, wenn z.B. Wohnungen mit großen Glasflächen oder Wintergärten gemietet werden.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ratsam?
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Auch hier gilt: Man sollte nur Existenz bedrohende Risiken absichern. Und nicht jede rechtliche Auseinandersetzung gefährdet sofort die Existenz. Beispielsweise kann ein Führerschein für manche Menschen existenziell wichtig sein, wenn man ihn für seine Arbeit dringend braucht. In solchen Fällen ist dann ein Verkehrs-Rechtsschutz hilfreich.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Was sollten junge Ingenieurinnen und Ingenieure beachten, die bereits eine Familie haben?
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Wer eine Familie hat, braucht eine Absicherung für den Todesfall, die etwa in einer attraktiven Fondspolice enthalten ist. Darüber hinaus sollte man erwägen, eine Risikoversicherung abzuschließen, die es schon zu günstigen Beiträgen gibt.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Was geben Sie Existenzgründerinnen und Existenzgründern mit auf den Weg?
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Existenzgründung ist ein komplexes Thema, das man gesondert und von Fall zu Fall individuell behandeln muss. Schließlich machen sich ja nicht nur Berufsanfängerinnen und -anfänger selbstständig, sondern auch erfahrene Ingenieurinnen und Ingenieure. Bei dieser Gelegenheit möchte ich betonen, dass Versicherungsschutz und Vorsorge nicht statisch zu betrachten sind. Wenn sich die Lebensumstände andern, etwa durch Heirat, Kinder, Hausbau, Selbstständigkeit, ändert sich der Versicherungsbedarf. Und dann empfiehlt es sich, die Vorsorge zu überprüfen und an die neue Situation anzupassen.
Kategorie: VDI-Versicherungsdienst -
Wie viel Sicherheit brauchen Familien?
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Für Ingenieurinnen und Ingenieure, für junge Familien sind die Themen der Absicherung und Altersversorgung besonders wichtig. Doch welche Versicherung ist wirklich notwendig, und auf welche kann ich verzichten?
Der Bedarf hängt dabei hauptsächlich von der persönlichen und/oder beruflichen Situation und vom Familienstand ab.
Als Beispiel eine kleine Übersicht:Beruflicher Bereich
Ausbildung / Studium
Angestellt
Freiberuflerin oder Freiberufler / Selbstständig
Rentnerin oder RentnerFamilienstand
Single
Lebensgemeinschaft
Familie mit Kindern
Getrennt/geschiedenSpezielle Vorhaben
Erste Wohnung
Hausbau
Reise
Kauf eines KfzKategorie: Familie und Versicherung -
Gibt es ein besonderes „Versicherungskonzept“ für Familien?
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Patentlösungen gibt es leider nicht, wie immer steht die individuelle Situation der bzw. des Einzelnen im Vordergrund. Aber grundsätzlich lassen sich zum Thema Absicherung zwei Kernaussagen treffen: Erstens sollte man sich nur gegen Existenz bedrohende Gefahren versichern. Und zweitens gilt: Wer sich allein auf die staatlichen Versorgungssysteme verlässt, ist ganz schlecht beraten. Die Arbeitskraft ist hier das größte Vermögen – ein zerbrechliches Kapital. Deshalb sollten Sie frühzeitig dafür sorgen, dass Ihr Einkommen geschützt ist.Wichtig zu wissen ist, dass Sie in den ersten fünf Jahren der Berufstätigkeit überhaupt keinen Anspruch auf eine Rente wegen einer Berufsunfähigkeit haben. Wer krank wird oder einen Unfall erleidet, erhält nicht mal einen Euro vom Staat. Aber auch später sind die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei weitem nicht ausreichend. Wer bei Berufsunfähigkeit nicht auf einen Großteil seines Einkommens verzichten möchte oder den Gang zum Sozialamt meiden will, der sollte privat Vorsorge treffen. Ebenfalls empfehlenswert ist ein privater Unfallschutz. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen, die meisten Unfälle ereignen sich jedoch in der Freizeit. Außerdem erhält man gesetzlichen Leistungen nur, wenn man mindestens 60 Monate Beiträge eingezahlt hat. Für junge Ingenieurinnen oder Ingenieure ist dies faktisch nicht möglich.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Stichwort private Vorsorge. Eigeninitiative ist heute ja heute auch bei der Altersversorgung mehr denn je gefragt.
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Absolut richtig. Es dürfte inzwischen jedem bewusst sein, dass die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer weiter reduziert werden. Ohne den Aufbau einer privaten Zusatzrente lässt sich der Lebensstandard im Ruhestand nicht aufrechterhalten. Jeder bzw. jedem Einzelnen kann man nur ans Herz legen, zeitig die Initiative zu ergreifen. Denn je früher man beginnt, umso günstiger sind die Beiträge. Steuerlich vorteilhaft sind zudem die staatlich geförderten Vorsorgemaßnahmen, wie die Riester- und die Rürup-Rente. Wer fest angestellt ist, hat außerdem ein Recht auf betriebliche Altersversorgung und kann mit Hilfe seiner Arbeitgeberin bzw. seines Arbeitgebers auf diesem Weg seine Altersrente optimieren.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Wie sieht es mit dem Krankenschutz aus?
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Mit steigender Gehaltsentwicklung ist es überlegenswert, sich privat zu versichern, da die gesetzlichen Leistungen auch in diesem Bereich erheblich reduziert worden sind.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung garantiert die Private ihren Kunden die Leistungen vertraglich zu. Die Beiträge richten sich nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem ausgewählten Versicherungsschutz sowie Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand der versicherten Person. Durch eine Art Baukasten-System kann jeder Kunde seinen Versicherungsschutz individuell an seine Bedürfnisse anpassen. So gibt es zum Beispiel Tarife mit einer hohen Eigenbeteiligung, deren monatliche Beiträge aber dementsprechend niedrig sind. Ein weiterer Vorteil ist die freie Ärztinnen/Arzt- und Krankenhauswahl. Ganz wichtig ist das Prinzip der Alterungsrückstellung: Dadurch werden die Beiträge auch im Alter stabil und bezahlbar gehalten.Kategorie: Familie und Versicherung -
Gibt es weitere Versicherungen, die höchste Priorität haben?
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Eine Privathaftpflicht ist unverzichtbar, um die eigene Existenz zu schützen. Sie ist die wichtigste Versicherung in jedem Haushalt und sollte auf keinen Fall fehlen – egal ob Single, Lebensgemeinschaft, Familie oder Seniorin/Senior. Denn bei einem durch Sie verschuldeten Schaden haften Sie dafür in unbegrenzter Höhe. Falls es sein muss – ein Leben lang!
Kategorie: Familie und Versicherung -
Was empfehlen Sie zur Absicherung von Sachwerten?
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Den Hausstand – wie klein oder groß er auch sein mag - kann man mit einer Hausratversicherung rundum sichern: Hab und Gut sind so gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus etc. geschützt. Tarife gibt es auch für so genannte Elementarschäden, wie etwa Erdbeben oder Überschwemmungen. Kombiniert werden kann die Hausratversicherung unter Umständen mit einer Glasversicherung. Das ist sinnvoll, wenn z.B. Wohnungen mit großen Glasflächen oder Wintergärten gemietet werden.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ratsam?
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Auch hier gilt: Man sollte nur Existenz bedrohende Risiken absichern. Und nicht jede rechtliche Auseinandersetzung gefährdet sofort die Existenz. Beispielsweise kann ein Führerschein für manche Menschen existenziell wichtig sein, wenn man ihn für seine Arbeit dringend braucht. In solchen Fällen ist dann ein Verkehrs-Rechtsschutz hilfreich.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Was sollten junge Ingenieurinnen und Ingenieure beachten, die bereits eine Familie haben?
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Wer eine Familie hat, braucht eine Absicherung für den Todesfall, die z. B. in einer attraktiven Fondspolice enthalten ist. Darüber hinaus sollte man erwägen, eine Risikoversicherung abzuschließen, die es schon zu günstigen Beiträgen gibt.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Was geben Sie Existenzgründerinnen und Existenzgründern mit auf den Weg?
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Existenzgründung ist ein komplexes Thema, das man gesondert und von Fall zu Fall individuell behandeln muss. Bei dieser Gelegenheit möchte ich betonen, dass Versicherungsschutz und Vorsorge nicht statisch zu betrachten sind. Wenn sich die Lebensumstände ändern, etwa durch Heirat, Kinder, Hausbau, Selbstständigkeit, ändert sich der Versicherungsbedarf. Und dann empfiehlt es sich, die Vorsorge zu überprüfen und an die neue Situation anzupassen.
Kategorie: Familie und Versicherung -
Was kann ich tun, um den beruflichen Wiedereinstieg gut vorzubereiten?
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Ein wesentlicher Punkt ist die Weiterqualifizierung. Ein Drittel der betroffenen Personen erwerben während der Familienphase zusätzliche Kenntnisse.
Kleinere Projekte in Ihrem Beruf können beim Wiedereinstieg sehr hilfreich sein, da Sie wesentliche Änderungen mitbekommen, Kontakte halten und knüpfen können.
Dazu Michael Fraunholz, Coach bei stefan müller personalperspektiven:
"Die Gründe, weshalb es überhaupt zu einem Wiedereinstieg bzw. Ausstieg aus dem Beruf mit anschließender Rückkehr kommt, sind oft sehr unterschiedlich. Sie reichen z.B. vom Erziehungsurlaub, einem akuten Pflegefall in der Familie bis hin zum Sabbatical.
Entscheidend für einen gelungenen Wiedereinstieg ist ein gut vorbereiteter Ausstieg. Bereiten Sie den Ausstieg so vor, dass dieser Schritt schlüssig und erklärbar ist, wenn Sie wieder ins Berufsleben zurück wollen.
Wichtig ist besonders die Pflege von Kontaktnetzwerken. Man muss dafür sorgen, dass man präsent und im Gedächtnis bleibt. Damit man z.B. nach einer Babypause nicht zurück ins Unternehmen kommt und plötzlich das Netzwerk weg ist, sollte man hin und wieder sich per Mail bemerkbar machen, sich sehen lassen oder anrufen und soweit möglich, einen Mentor im Auge behalten.
Eine weitere Voraussetzung für einen gelungenen Wiedereinstieg ist es, ihr Wissen up to date zu halten. Informieren Sie sich fortlaufend, was in ihrem Berufsfeld verlangt wird. Je nach Beruf, gibt es unterschiedliche Wege, um am Ball zu bleiben. Hierbei sind Schulungen, aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten ein guter Weg, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Zusätzlich sollten Sie sich informieren, wo die Entwicklung der Aufgaben speziell in Ihrer Firma hingeht. Suchen Sie sich Gesprächspartner wie z.B. Vorgesetzte, die Personalabteilung einen Mentor oder eine Mentorin, um rechtzeitig ein Gefühl zu entwickeln, welche Aufgaben in welchen Bereichen relevant sind."Kategorie: Wiedereinstieg -
Inwieweit kann man den Wiedereinstieg durch Netzwerke gestalten?
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Dazu Sylke Pageler, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Natürlich lassen sich bestehende Kontakte für den Wiedereinstieg nutzen. Ich selber habe ehrenamtlich für den VDI gearbeitet und dadurch auf einer Veranstaltung den Personaler meines heutigen Wirkungskreises kennen gelernt. Sechs Wochen später hatte ich den Arbeitsvertrag auf meinem Schreibtisch.
Der VDI Bereich „Frauen im Ingenieurberuf“ legt seinen Schwerpunkt unter anderem auf den Wiedereinstieg. Hierzu werden spezielle Beratungen angeboten, in denen es gezielte Tipps für die Bewerbungen gibt oder beispielsweise Antworten für Bewerbungsgespräche diskutiert werden. Aber auch Fragen, ob ein voller Ausstieg oder eher eine Teilzeitanstellung geeigneter sind, können dort individuell besprochen werden.
Hierfür stehen z.B. am VDI-Stand auf der Hannover Messe jeden Tag Personalreferentinnen zur Verfügung, die speziell nur Frauen beraten.
Dieses Angebot stieß bislang auf eine sehr große Nachfrage und die Resonanz war positiv."Kategorie: Wiedereinstieg -
Welche Fragen werden kurz vor dem Wiedereinstieg wichtig?
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Vor Ihrem geplanten Wiedereinstieg, sollten Sie folgende Fragen für sich durchgehen:
Inwieweit sind berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten noch aus der Zeit vor der Familienphase vorhanden?
Müssen bestimmte Fertigkeiten und Kenntnisse aus meinem Beruf aufgefrischt werden?
Welche Zusatzqualifikationen habe ich während der Familienphase erworben und können nun genutzt werden?
Habe ich Rückhalt von meiner Familie für den beruflichen Wiedereinstieg?
Welche Arbeitszeiten kann ich mir vorstellen und sind für mich realisierbar?
Inwieweit ist die Kinderbetreuung abgesichert?
In welchem Umkreis sollte der Arbeitsplatz sein, damit die Fahrzeiten zur Arbeitsstelle realisierbar sind?
Dazu Michael Fraunholz, Coach bei stefan müller personalperspektiven:
"Oft hat sich im ursprünglichen Tätigkeitsfeld oder der eigenen Interessenslage einiges geändert, so dass die Pläne nicht unbedingt noch zu einem passen. Vor dem Einstieg sollte man sich mit folgenden Punkten auseinander setzen:
Was kommt auf mich zu, wenn ich wieder einsteige?
Wo will ich wieder einsteigen und zu welchen Konditionen?
Wie sieht mein Wertesystem heute aus, was kann und will ich leisten?
Möchte ich noch im selben Bereich arbeiten, wie vor dem Ausstieg?
Steht eher etwas neues an z.B. ein Branchenwechsel?
Passt eher eine Selbständigkeit zu mir?
Es ist oft sehr sinnvoll, hier mit Personalberaterinnen und Personalberatern zusammen zu arbeiten. Eine rechtzeitige gute Planung und strukturiertes Vorgehen ist Erfolg versprechender."Kategorie: Wiedereinstieg -
Wo werden Informationsveranstaltungen angeboten?
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Diesbezüglich sollten Sie sich in der Arbeitsagentur in Ihrer Nähe informieren. Oft werden dort Informationsveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer angeboten. Gerade für Frauen wird meist von der Beauftragten für Gleichstellung am Arbeitsmarkt der Wiedereinstieg erleichtert.
Kategorie: Wiedereinstieg -
Welche Informationen und Hilfe bekommt man bei den Arbeitsagenturen?
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Sie können Informationen und Hilfe z.B. bei der Vermittlung in Arbeit, Arbeitsmarktsituation, Bewerbungstraining (bietet auch der VDI in seinen Bezirksvereinen vor Ort an) und Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten erhalten. Zusätzlich können Sie Hilfe beim Weg durch die Institution Arbeitsagentur bekommen.
Kategorie: Wiedereinstieg -
Welche Vorteile hat eine Halbtagsstelle bzw. eine zwei Tage-Woche?
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Die Vorteile wirken sich in beiden Bereichen aus. Einerseits haben Sie die Möglichkeit, die Familie zu managen und andererseits den Anschluss im Berufsleben nicht zu verlieren.
Sie kommen nach der beruflichen Pause, die oft durch die Familienplanung eintritt, langsam wieder in den beruflichen Alltag. Oder Sie können einer längeren Auszeit so aus dem Wege gehen.
Kategorie: Wiedereinstieg -
Wie werden die Teilzeitmodelle von den Arbeitgebern gesehen?
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Möchten Sie zurück an Ihren jetzigen Arbeitsplatz, suchen Sie das Gespräch, um mit Ihrer Chefin bzw. Ihrem Chef die Vor- und Nachteile für beide Seiten abzuklären.
Viele Arbeitgeber befürchten, dass die Lohnnebenkosten durch diese Modelle ansteigen, da sich die Arbeit auf mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt. Unterbreiten Sie Lösungsvorschläge, die für das Unternehmen gut tragbar sind und vielleicht auch Vorteile für beide Seiten bringen.Kategorie: Wiedereinstieg -
Welche Fragen sollte ich im Vorfeld für mich klären, wenn ich überlege in Teilzeit zu arbeiten?
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Folgende Fragen können Ihnen vielleicht Vorfeld als Richtlinie dienen, um sich ein passendes Konzept auszuarbeiten:
Wie viel Stunden möchte bzw. muss ich arbeiten?
Was ist mein Minimum und was ist mein Maximum an Stunden?
Welche Aufgaben, vor bzw. während meiner Schwangerschaft kann ich weiter ausüben? Welche muss ich abgeben?
Kann oder muss ich mir Rahmenbedingungen schaffen, wie z.B. die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben von zu Hause aus zu erledigen?
Ist mein Kind ausreichend versorgt, so dass ich meine Arbeitskraft auch wirklich zusichern kann?Kategorie: Wiedereinstieg -
Welche Maßnahmen sollten schon im Vorhinein getroffen werden, damit der Wiedereinstieg gelingt?
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Sie sollten versuchen, den Anschluss durch Kollegen, Freunde und Bekannte zu behalten. Dadurch verlieren Sie die Arbeitswelt nicht ganz aus den Augen, und haben die Möglichkeit, relevante Informationen mitzubekommen.
Eine weitere Möglichkeit für Frauen sind Frauennetzwerke. Diese sind häufig regional organisiert. Wiedereinsteigerinnen tauschen dort ihre Erfahrungen aus, die für Sie durchaus von Nutzen sein können.
Fort- und Weiterbildungen bieten immer eine gute Gelegenheit, sich fachlich zu aktualisieren und nützliche Kontakte zu knüpfen.
Dazu Jutta Tschoepe, Abteilungsleiterin Entwicklungscontrolling bei der Linde Material Handling GmbH & Co KG:
"Alles Planbare sollte geplant sein.
In meinem Fall heißt das:
Dem Arbeitgeber mehrere konkrete Modelle zum Wiedereinstieg vorschlagen, d.h. jeweils mit Arbeitszeit- und Entgeldmodell hinterlegt.
Die Initiative frühzeitig ergreifen und alles Vereinbarte vertraglich absichern.
Signalisieren, dass der Arbeitgeber sich nicht nach Ersatz-/Ergänzungspersonal umsehen muss.
Für den Arbeitgeber ist es wichtig, sehr früh über den Status anstehender Arbeiten und den vorgeschlagenen Umgang damit informiert zu werden.
Große Projekte vor der Elternzeit-Phase sollte man zu Ende führen bzw. ruhen lassen oder Kolleginnen, Kollegen oder Mitarbeitern übergeben.
Frühzeitig nach der optimalen Kinderbetreuungsmöglichkeit suchen und dies auch dem Vorgesetzten mitteilen. Nur beruhigte Eltern können gut arbeiten gehen.
Möglichst "Reserve"-Betreuer zur Verfügung haben. Leicht gesagt, schwer realisierbar; insbesondere in ländlichen Gegenden. In der allergrößten Not das Kind mit in den Betrieb nehmen (kam bei mir bislang 4 x vor)."
Außerdem dazu Martina Rost, Vorstandsbeauftragte für Chancengleichheit bei der Fraport AG:
„Ich empfehle intensiven Kontakt zum Unternehmen, weil man bei der heutigen Dynamik und Geschwindigkeit von den vielen Veränderungen andernfalls nur sehr wenig mitbekommt. Außerdem ist es wichtig, dass die Person in Elternzeit dafür sorgt, dass Vorgesetzte sie im Blick behalten, damit sie für künftige Projekte auch eingeplant werden.
Ich biete selbst Seminare für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit an. Hier werden z.B. mit Personalexpertinnen und -experten viele Fragen und Themen besprochen und spezielle Weiterbildungen empfohlen. In unserem Unternehmen haben z.B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die Möglichkeit für 600 Euro pro Jahr Weiterbildungsangebote in Anspruch zu nehmen (Q-Card). Das gilt natürlich auch für den Zeitraum der Elternzeit. Während die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter sich fortbildet, haben sie bzw. er die Möglichkeit, das Kind in unsere Kindernotbetreuung zu geben. Diese ist jeden Tag, auch am Wochenende, zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr geöffnet. Mit einer großen Vielfalt an Angeboten bieten wir unseren Beschäftigten gute Möglichkeiten Beruf und Familie zu vereinbaren.“
Und dazu Michael Neuwirth, Dipl.-Ing. Maschinenbau bei der DaimlerChrysler AG:
"Es ist wichtig, dass vor Beginn in die Elternzeit ein verbindlicher Wiedereinstiegstermin mit Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten abgestimmt wird. Reden Sie auch mit Ihren Kolleginnen und Kollegen über Ihre bevorstehende Elternzeit und teilen Sie Ihnen ruhig Ihre Beweggründe mit. Sprechen Sie mit Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten darüber, welche Vorstellungen Sie im Hinblick auf Ihren Wiedereinstieg haben. Kalkulieren Sie ein, dass sie nicht dort weitermachen können, wo sie vor der Elternzeit aufgehört haben. Während der Elternzeit empfehle ich regelmäßige Besuche im Unternehmen, um im Gedächtnis zu bleiben. Sie können Ihr Kind ja auch mal mitnehmen, um Ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen zu zeigen, um wen es sich in Ihrer Elternzeit dreht. Wenn Sie nach der Elternzeit in Ihren Job zurückkehren, empfehle ich Ihnen einen Einstieg mit einer zeitlich befristete Teilzeitarbeit, um den neuen Anforderungen besser gerecht zu werden. Wie es vor dem Einstieg in die Elternzeit hilfreich war, die Aufgabenverteilung eindeutig abzustimmen, sollte dies auch jetzt vor dem Wiedereinstieg in den Job erfolgen."
Kategorie: Wiedereinstieg -
Verfällt der Anspruch auf das Erziehungsgeld, wenn ich arbeite?
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Nein. Eltern haben die Möglichkeit, bis zu 30 Stunden in der Woche im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung zu arbeiten, ohne dass der Anspruch auf das Erziehungsgeld verfällt.
Kategorie: Wiedereinstieg -
Ich habe Angst, für den Arbeitsmarkt nach meiner langen Pause nicht mehr interessant zu sein!
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Dazu Michael Fraunholz, Coach bei stefan müller personalperspektiven:
"Hierbei sollte man sich erst mit der Frage auseinandersetzen, wodurch das Angstgefühl entstanden ist. Ist es beispielsweise das Empfinden, „weit weg“ von der Praxis zu sein oder etwa die Gewissheit, dass man auch nichts getan hat um fachlich am Ball zu bleiben oder sogar ein Scheitern eines Unterfangens, für das man die Auszeit verwendet hat.
Wichtig ist es, sich gut auf Fragen vorzubereiten, die die eigenen „Schwachstellen“ betreffen. „Warum hat man eine Auszeit hinter sich und erwägt den Wiedereinstieg?“ oder „Wie steht es mit der Aktualität des Fachwissens?“.
Sinnvoll ist es, an dieser Stelle mit Beraterinnen und Beratern zu arbeiten, die das Ohr auf der Schiene haben und den Arbeitsmarkt gut einschätzen können. Sie bieten eine gute Hilfestellung, um Botschaften schlüssig zu formulieren."Kategorie: Wiedereinstieg -
Was sollte ich beachten, wenn ich Karriere und Familie plane?
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Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Gedanken, wie Sie Ihren Beruf und Ihre Familie miteinander vereinbaren können und wollen, ist auf jeden Fall von Vorteil.
Überlegen Sie sich, wie lange eine Babypause dauern soll und ob bzw. wie lange Sie und/oder Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner in die Elternzeit gehen möchten. Prüfen Sie außerdem, wie Sie die Kinderbetreuung am besten sichern können. Wichtig ist auch beruflich auf dem Laufenden zu bleiben. Kommen für Sie eventuell Weiterbildung oder Umschulung infrage? Wie stellen Sie sich Ihre Rückkehr in den Beruf vor? Können Sie im Vorfeld den Wiedereinstieg mit Ihrer Chefin oder meinem Chef vorbereiten? Möchten Sie wieder Vollzeit arbeiten oder nur für eine bestimmte Stundenzahl? Können Sie sich Teilzeitarbeit vorstellen? Wenn ja, welche Form? Gibt es für Sie auch die Möglichkeit der beruflichen Selbständigkeit?
Dazu Jutta Tschoepe, Abteilungsleiterin Entwicklungscontrolling bei der Linde Material Handling GmbH & Co KG:
"Man sollte sich über die höhere Belastung aller Familienmitglieder im Klaren sein.
Auf den Punkt gebracht: Die Summe der Arbeit ist einfach größer.
Karriere und Familie zu vereinbaren, erfordert Disziplin, Rücksichtnahme und gegenseitige Unterstützung der Partner.
Wenn ein Paar sich für Kinder entscheidet, sollten beide Partner bereit sein, ihre Berufstätigkeit mit den Anforderungen des Kindes (z.B. Krankheit, Tagesmutter-Ausfall) zu vereinbaren.
Mein Mann und ich gehen gegenseitig auf unsere beruflichen Anforderungen ein. Dienstreisen und manche Termine werden bei uns nicht nur mit Geschäftspartnern, sondern zusätzlich in der Familie abgestimmt.
Wenn diese Basis gewährleistet ist, können sowohl Mutter als auch Vater beruhigt arbeiten gehen."
Und dazu Michael Neuwirth, Dipl.-Ing. Maschinenbau bei der DaimlerChrysler AG:
"Lösen Sie sich von dem Gedanken, alles besser zu können als die Mütter und Väter vor uns. Es ist, und ich denke, es bleibt eine interessante Herausforderung, Karriere und Familie miteinander zu verknüpfen. Meine Frau und ich sind beide als Führungskräfte und praktizieren die Kombination aus Beruf und Familien, nicht zuletzt durch die Akzeptanz in unserem Unternehmen, erfolgreich.
So sollten Sie mit einer Familie nicht nur besser vorausplanen, sondern auch mit mehr Störfaktoren rechnen. Die oft zitierte Gelassenheit hilft dabei Wunder.
Nach meiner Erkenntnis ist wichtig, Familie und Karriere wirklich zu wollen. Nur einen guten Job zu machen, kann langfristig nicht ausreichen.
Für mich war es auch hilfreich, dass meine Frau und ich uns über unsere neuen Rollen bzw. die Aufgabeteilung eindeutig abgestimmt haben. Wir waren uns z.B. darüber einig, dass Luca und ich möglichst viel Zeit miteinander verbringen, ohne dabei die Hausarbeiten in den Vordergrund zu stellen. D.h., es war auch in Ordnung, wenn die Betten mal erst vorm Schlafengehen gemacht wurden.
Sie sollten, so viel Ihnen Ihre Familie auch bedeutet, auch mal an
sich denken, d.h. mit Ihrem Kind auch mal das unternehmen, was Ihnen selber richtig Spaß macht, und Sie sollten auch an Ihre eigenen Freiräume denken."Kategorie: Vor der Familienplanung -
Wie lange sollte eine Babypause dauern?
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Von der Babypause sind immer noch zum Großteil Frauen betroffen. Die Umfrage der Bundesagentur für Arbeit ergab, dass mehr als die Hälfte der Berufsrückkehrerinnen max. drei Jahren ihren beruflichen Werdegang unterbrochen haben.
Wenn die Frau drei Jahre ausfällt, ist sie oftmals "raus aus dem Geschäft". Viele Ingenieurinnen empfehlen sechs Monate, auch wenn das sicher Überwindung kostet, weil das Kind noch so klein ist. Eine andere Lösung wäre, die Pause mit dem Partner zu teilen, z.B. könnte jedes Elternteil 1,5 Jahre zu Hause bleiben.
Wichtig ist, dass Ihr Fachwissen auf dem neuesten Stand bleibt. Von Vorteil ist auch, den Kontakt zum Unternehmen zu halten. Vielleicht besteht die Möglichkeit, als Urlaubsvertretung oder Teilzeit zu arbeiten?
Dazu Jutta Tschoepe, Abteilungsleiterin Entwicklungscontrolling bei der Linde Material Handling GmbH & Co KG:
"Meines Erachtens ist beim Anstreben oder Aufrechterhalten einer Position auf der Karriereleiter zumindest eine (max. 1-jährige) Teilzeit-Stelle oder noch besser die Kombination von Präsenz und Arbeit von zu Hause aus optimal.
Je kürzer die Pause, desto geringer das Risiko, einen "Nachfolger" auf seinem Platz vorzufinden."
Außerdem dazu Michael Neuwirth, Dipl.-Ing. Maschinenbau bei der DaimlerChrysler AG:
"Die optimale Dauer der Elternzeit ist auch vom Arbeitgeber
abhängig. Nach meiner Erfahrung ist die Dauer von einem Jahr empfehlenswert. Bei einem längeren Ausstieg besteht die Möglichkeit, dass Sie fachlich den Anschluss verlieren. Aber auch emotional entfernen Sie sich mit zunehmender Zeit immer mehr von der Arbeitswelt.Ganz wichtig ist meiner Ansicht nach, offen für einen früheren oder späteren Wiedereinstieg zu sein, wenn sich eine gute Gelegenheit für Sie bietet."
Außerdem dazu Martina Rost, Vorstandsbeauftragte für Chancengleichheit bei der Fraport AG:
„Meine Erfahrung ist, dass viele etwa ein Jahr aus der aktiven Tätigkeit aussteigen. Ich habe beobachtet: Je qualifizierter eine Person ist, desto früher kommt sie aus der Elternzeit zurück.“
Kategorie: Vor der Familienplanung -
Worauf sollte eine Frau achten, wenn sie Karriere und Familie verwirklichen möchte?
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Dazu Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin, stellv. Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
Planung, der richtige Partner und ein gutes familiäres Umfeld sind wichtige Faktoren, die kaum unterschätzt werden können. Dazu kommen gutes Management, wie es ja auch beruflich erforderlich ist, ein gesundes Selbstvertrauen und Vertrauen in den Nachwuchs. Vielfach ist das berufliche Umfeld hilfreicher als vorher eingeschätzt und für ungeplante Notfälle gibt es genauso unplanbare Lösungen. Wichtig erscheint mir auch, dass eine berufstätige Ingenieurin mit Kind(ern) lernt, Hilfe anzunehmen und Aufgaben zu delegieren (und hierfür auch angemessen zu bezahlen). Und gelegentlich sollte Frau sich eine Auszeit gönnen, um der Gefahr des Burn-Outs, die ja durchaus gegeben ist, rechtzeitig entgegen zu wirken.
Ein Berufsleben dauert länger als die wenigen Jahre, in denen die Kinder klein sind. In dieser Zeit im Beruf zu bleiben, ist schon eine Leistung und im Anschluss an diese Zeit kann mit voller Energie an neuen Herausforderungen gearbeitet werden.Kategorie: Vor der Familienplanung -
Was bedeutet Teilzeit Classic?
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Die tägliche Arbeitszeit wird stundenweise reduziert. Durch regelmäßige Verteilung der Arbeitsstunden ist Teilzeit classic die für Arbeitgeber am einfachsten umzusetzende Form von Teilzeit.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Classic Vario?
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Die wöchentliche Arbeitszeit wird auf 2 bis 5 Tage verteilt. Dabei kann auch die tägliche, wöchentliche oder monatliche Stundenanzahl variieren. So kann man Teilzeittage mit Vollzeittagen kombinieren.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Jobsharing?
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Zwei Arbeitnehmer teilen sich eigenverantwortlich eine Stelle. Teilzeit-Mitarbeiter können so auch Vollzeitprojekte übernehmen. Voraussetzungen sind regelmäßige Abstimmung und Informationsaustausch.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Invest?
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Es wird unverändert Vollzeit gearbeitet und Teilzeit bezahlt. Die Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben auf einem Langzeitkonto angespart. So werden mehrmonatige Urlaubsphasen, Sabbaticals oder langfristig sogar der vorgezogene Ruhestand möglich. Das Gehalt wird dabei jeweils weitergezahlt.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Team?
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Vom Arbeitgeber wird nur vorgegeben, wie viele Mitarbeiter in bestimmten Zeitabschnitten anwesend sein müssen. Im Team wird dann die jeweilige persönliche Arbeitszeit geplant und abgesprochen. Kurzfristige Änderungen sind jederzeit möglich. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist dies die flexibelste Form, Arbeitszeit bzw. Freizeit zu planen. Für Arbeitgeber ist es ein Modell zur Optimierung der Auslastung und der Kundenorientierung.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Saison?
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Zum Ausgleich von Über- bzw. Unterauslastung in Saisonbetrieben werden in Hochphasen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vollzeit beschäftigt - bei niedriger Auslastung haben sie frei. Arbeitgeber können so Entlassungen verhindern. Die kostenintensive Suche und Einarbeitung neuer Mitarbeiter für die nächste Hochsaison entfällt. Arbeitnehmer erhalten ganzjährig ein monatliches Grundgehalt. Der Sozialversicherungsschutz ist durchgehend gewährleistet.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Teilzeit Home?
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Arbeitnehmer arbeiten in Teilzeit von zu Hause. Vereinbarte Arbeitszeiten stellen die Erreichbarkeit sicher und erleichtern die Zusammenarbeit. Die Bindung ans Unternehmen wird durch einzelne Arbeitstage im Unternehmen gestärkt.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Habe ich ein Recht auf Teilzeitarbeit?
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Das Teilzeit- und Befristungsgesetz verankert einen grundsätzlichen Anspruch auf Teilzeitarbeit für Arbeitnehmer, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (§ 8 TzBfG).
Der Teilzeitanspruch gilt für Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis bereits länger als 6 Monate bestanden hat (§ 8 Abs. 1 TzBfG) und deren Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt (§ 8 Abs. 7 TzBfG). Der Arbeitnehmer muss den Wunsch nach Arbeitszeitverringerung und deren Umfang 3 Monate vorher schriftlich oder mündlich anmelden; er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben (§ 8 Abs. 2 TzBfG).
Das Gesetz legt fest, dass der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung mit dem Ziel zu erörtern hat, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Auch die Verteilung der verringerten Arbeitszeit hat der Arbeitgeber im Einvernehmen mit dem Arbeitnehmer festzulegen (§ 8 Abs. 2 TzBfG).
Es ist gesetzlich verboten, Arbeitnehmer zu benachteiligen (§ 6 TzBfG), weil sie ihre Rechte aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz wahrnehmen. Verboten ist damit jede schlechtere Behandlung bei Vereinbarungen oder jede Maßnahme (z.B. bei einem beruflichen Aufstieg), die darauf beruht, dass der Arbeitnehmer die Arbeitszeitverringerung verlangt hat. Eine darauf gestützte Kündigung wäre wegen Verstoß gegen dieses gesetzliche Verbot unwirksam (§ 134 BGB).
Der Arbeitgeber kann aber die Verringerung der Arbeitszeit oder deren gewünschte Verteilung aus betrieblichen Gründen ablehnen (§ 8 Abs. 4 Satz 1 TzBfG). Das Gesetz nennt als betriebliche Gründe insbesondere eine wesentliche Beeinträchtigung der Organisation, des Arbeitsablaufs oder der Sicherheit im Betrieb oder das Entstehen unverhältnismäßig hoher Kosten für den Arbeitgeber (§ 8 Abs. 4 Satz 2 TzBfG). ). Die Ablehnung hat schriftlich zu erfolgen. Fehlt es an dieser form- und fristgerechten Ablehnung, so verringert sich die Arbeitszeit wie gewünscht.
Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
„Wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer eine Verringerung der Arbeitszeit anstrebt, muss der Arbeitgeber diesen Wunsch gemeinsam mit der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer erörtern. Wenn betrieblich Gründe gegen eine Verringerung der Arbeitszeit oder gegen die gewünschte Arbeitszeitverteilung sprechen, kann er den Wunsch ablehnen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Abläufe im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Die betrieblichen Gründe müssen insoweit schon gewichtig sein. Dabei zeigen aktuelle Gerichtsurteile, dass die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer im Falle einer Klage häufig die Arbeitszeitverringerung erzielen. Bei der gewünschten Verteilung der Arbeitszeit wird jedoch mehr Augenmerk auf die betrieblichen Abläufe gelegt, weil die Arbeitszeitverteilung im Allgemeinen Sache des Arbeitgebers ist. Kleinbetriebe (bis 15 Arbeitnehmer) sind von dieser gesetzlichen Regelung zur Teilzeitarbeit nicht betroffen.“
Außerdem dazu Dr. Björn Otto, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht:
"Grundsätzlich gewährt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) jedem Arbeitnehmer einen Anspruch auf Verringerung seiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Voraussetzung ist lediglich, dass das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat und der Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt. Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere dann vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer seine Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung schriftlich mitteilen muss. Andernfalls verringert sich die Arbeitszeit automatisch in dem von dem Arbeitnehmer gewünschten Umfang."
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Wie viele Tage könnte ich im Krankheitsfall eines Kindes im Jahr bezahlt frei nehmen?
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Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Für kranke Kinder unter zwölf Jahren dürfen sich Eltern frei nehmen.
Alleinerziehende Mütter und Väter haben einen Anspruch auf zwanzig Tage pro Kind und Jahr, Verheirateten muss der Arbeitgeber pro Kind jeweils zehn Tage gewähren. Allerdings dürfen sich Verheiratete bei mehreren Kindern maximal 25 Tage, Alleinerziehende 50 Tage frei nehmen. Der Lohn wird dabei höchstens sechs Tage lang bezahlt, der Rest gilt als unbezahlter Urlaub.Die Frage hat eine arbeitsrechtliche und eine sozialversicherungsrechtliche
Komponente.Arbeitsrechtlich kann bei Erkrankung des Kindes ein
Entgeltfortzahlungsanspruch nach § 616 Absatz 1 BGB bestehen. Dieser ist
aber "abdingbar" (Anspruch kann eingeschränkt werden oder ganz entfallen)
und hiervon wird durch Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag häufig Gebrauch
gemacht. Wenn eine solche Einschränkung nicht besteht, geht die
Rechtsprechung im Regelfall von maximal 5 Arbeitstagen für die Betreuung
eines erkrankten Kindes aus. Es gibt jedoch insoweit keine unmittelbare
gesetzliche Festlegung.Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung eines
Kindes nach § 45 SGB V, soweit kein Anspruch ggü. dem Arbeitgeber auf
bezahlte Freistellung (es bleibt jedoch der Anspruch auf unbezahlte
Freistellung!) besteht.Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den anliegenden Informationen bzw. der folgenden Seite:
www.aachen.ihk.de/de/recht_steuern/download/kh_180.htm."Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Kann ich wieder zur Vollzeitarbeit zurückkehren?
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Wenn vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeit verringert haben, nach einiger Zeit der Teilzeitarbeit (z.B. Abschluss der Phase der Kinderbetreuung) zur früheren Vollzeitbeschäftigung zurückkehren wollen, besteht zwar kein Rechtsanspruch auf Verlängerung der Arbeitszeit. Wenn ein solcher teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer dem Arbeitgeber den Wunsch nach Arbeitszeitverlängerung angekündigt hat und mehrere gleichermaßen geeignete Bewerber für die Besetzung der Stelle in Betracht kommen, hat der Arbeitgeber ihn aber bei der Besetzung entsprechender freier Arbeitsplätze bevorzugt zu berücksichtigen. Diese Arbeitgeberpflicht kann jedoch aus dringenden betrieblichen Gründen oder wegen entsprechender Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer entfallen (§ 9 TzBfG).
Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
„Bei der Rückkehr zur Vollzeitarbeit spielen betriebliche Belange eine größere Rolle. Wenn der Arbeitgeber zum Beispiel eine Aushilfe eingestellt hat, damit die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit verringern kann, muss er dem Wunsch nach Vollzeitarbeit nicht gleich entsprechen. Wenn die Aushilfe zum Beispiel noch in der Probezeit ist oder ihr Vertrag abläuft, hat die ehemalige Teilzeitkraft Vorrang vor der befristeten Arbeitskraft. Es ist aber im Gesetz geregelt, dass der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer bevorzugt behandeln muss, wenn eine Möglichkeit auf Vollzeitarbeit besteht.“
Außerdem dazu Dr. Björn Otto, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht:
"Ein Anspruch auf Erhöhung der Arbeitszeit existiert nicht. Gemäß § 9 TzBfG ist der Arbeitgeber lediglich verpflichtet, einen Arbeitnehmer, der ihm seinen Wunsch nach einer Verlängerung seiner vertraglichen Arbeitszeit angezeigt hat, bei der Besetzung eines entsprechenden Arbeitsplatzes bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen. Voraussetzung ist jedoch, dass ein geeigneter freier Arbeitsplatz vorhanden ist. Der Arbeitnehmer kann nicht die Schaffung eines neuen, von dem Arbeitgeber nicht vorgesehenen Arbeitsplatzes verlangen."
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Habe ich als Teilbeschäftigte/r nicht Nachteile, was meine Karriere angeht?
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Das Teilzeit- und Befristungsgesetz tritt auch den Bedenken entgegen, die im Hinblick auf Karrierechancen, Höhe des Arbeitsentgelts und die Akzeptanz der Teilzeitarbeit bei vielen immer noch bestehen.
Dies verdeutlicht die an das EG-Recht angepasste Antidiskriminierungsvorschrift für alle Teilzeitbeschäftigten, einschließlich der geringfügig Beschäftigten: Ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (§ 4 Abs. 1 TzBfG).
Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
„Die Benachteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Teilzeit ist nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz, aber auch nach allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsätzen verboten. Daneben ist die Benachteiligung von Teilzeitkräften auch nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten, wenn durch sie mittelbar eine Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliegt. Da Frauen in vielen Unternehmen häufiger von Teilzeitarbeit Gebrauch machen als Männer, liegt in diesen Fällen bei Benachteiligung von Teilzeitkräften gleichzeitig eine mittelbare Frauendiskriminierung vor.“
Außerdem dazu Dr. Björn Otto, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
"Unabhängig von den Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darf ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer gemäß § 4 TzBfG wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden, als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn sachliche Gründe eine Ungleichbehandlung rechtfertigen. Der Umfang der Arbeitszeit scheidet damit als Differenzierungsmerkmal aus."
Und dazu Martina Rost, Vorstandsbeauftragte für Chancengleichheit bei der Fraport AG:
„Generell hat man dadurch keine Nachteile. Es ist aber schon schwierig, ab bestimmten Positionen in Teilzeit Karriere zu machen. Wir als Fraport sind hier auf dem Weg, individuelle Möglichkeiten zu finden, aber es gibt schon gute Beispiele z.B. unsere Leiterin der Personalentwicklung die in Teilzeit arbeitet. Unsere Leiterin der Personalentwicklung, die in Teilzeit arbeitet, ist hier ein gutes Beispiel.“
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Was bedeutet Gleitzeit?
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Bei der Gleitzeitarbeit kann der Arbeitnehmer innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Lage und Dauer seiner Arbeitszeit selbst gestalten.
Grundsätzlich lassen sich zwei Modelle unterscheiden: Bei der einfachen Gleitzeit legt der Arbeitgeber eine sogenannte Kernarbeitszeit fest, während der Anwesenheits- und Arbeitspflicht besteht. Damit ist lediglich die Zeit um die Kernarbeitszeit herum variabel.
Es gibt aber auch das Modell der Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit. Der Arbeitnehmer kann seine Arbeit grundsätzlich zu einem selbst gewählten Zeitpunkt aufnehmen und beenden. Vorgeschrieben ist lediglich die durchschnittliche Arbeitszeit in der Woche, im Monat oder im Jahr.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Bei welchen Personengruppen ist die Gleitzeit eingeschränkt anwendbar?
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Eine Einschränkung der Gleitzeitregelung betrifft insbesondere Schwangere.
Bei ihnen ist zu beachten, dass sie gemäß § 8 Abs. 1 und 2 MuSchG nicht mehr als 8 bzw. 8 ½ Stunden täglich oder 80 bzw. 90 Stunden in der Doppelwoche (jeweils abhängig vom Alter der Schwangeren) arbeiten dürfen.
Auf Grund der Begrenzung der täglichen Arbeitsdauer dieser besonders schutzwürdigen Personengruppen ist bei Vollzeitbeschäftigung kaum ein Spielraum im Hinblick auf die Arbeitszeit möglich. Bei Teilzeitarbeit besteht hier größerer Spielraum.
Kategorie: Arbeitszeitmodelle -
Wie sollten Frauen ihre Bewerbungen gestalten?
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Aus dem Anschreiben sollten möglichst aussagekräftige Informationen über die eigene Person hervorgehen. Dazu zählt nicht nur das Fachwissen, sondern auch die Bewerbungsmotivation. Im Anschreiben sollte die Möglichkeit genutzt werden, Lücken und Unstimmigkeiten im Lebenslauf zu erläutern, und soweit möglich, als wichtige Lebenserfahrungen darzustellen.
Die Bewerbung sollte so gestaltet sein, dass ein roter Faden ersichtlich ist. In wie weit wirken die beruflichen Situationen überlegt? Ist ein Stellenwechsel mit Zielen verbunden, oder wurde er vom Arbeitgeber angestoßen? Details wie z.B. das Bewerbungsfoto ist gerade bei Frauen wichtig.Dazu Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin, stellv. Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
"Grundsätzlich sollte bei Bewerbungsfotos auf die Professionalität geachtet werden. Gerade Frauen sollten auf dem Foto einen seriösen Eindruck machen und auf offene Haare etc. verzichten.
Beim Bewerbungsschreiben sollte es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen geben. Frauen neigen jedoch dazu, zu zurückhaltend zu sein. So geben beispielsweise bei gleichem Englisch-Kenntnisstand Männer eher an, dass sie die Sprache fließend sprechen, während Frauen eher Schulenglisch angeben würden.
Ein weiterer Unterschied entsteht, wenn Kinder vorhanden sind. Hier kann eine Angabe sinnvoll sein, wie die Kinder während der Arbeitszeit betreut werden."Kategorie: Bewerbungsphase -
Worauf sollten Ingenieurinnen bei Ihren Bewerbungsfotos achten?
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Dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"Gerade wenn Sie sich auf eine ernstzunehmende Position bewerben, sollten sie auf „niedliche“ Fotos verzichten. Fotografinnen und Fotografen neigen dazu, Frauen mit offenen Haaren, schräger Kopfhaltung aus einer Perspektive zu fotografieren, die den Effekt erwirkt, dass Sie von unten nach oben aus dem Foto schauen. Sagen Sie klar, dass es sich um eine Bewerbung in einem technischen Beruf, vielleicht gar um eine Führungsposition handelt. Lange Haare gehören aufgesteckt oder in einen Zopf. Ein klassisches Jacket sollte entweder mit einer Bluse, oder einem angemessenen T-Shirt mit Tuch kombiniert werden. Des Weiteren sollten Sie eine gerade Kopfhaltung einnehmen. Damit signalisieren Sie, dass Sie auf „gleicher Augenhöhe“ sind."
Kategorie: Bewerbungsphase -
Welche Punkte sollten Sie sich kurz vor dem Gespräch verdeutlichen?
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Natürlich möchten Sie gerne die Stelle haben und haben ja auch was zu bieten. Genau mit dieser Einstellung sollten Sie in ein Bewerbungsgespräch gehen. Stellen Sie den Nutzen für das Unternehmen dar, wenn sie sich für Sie entscheiden. Es macht einen anderen Eindruck, wenn Sie ihr Können anbieten und nicht als Bittstellerin kommen.
Kategorie: Bewerbungsphase -
Wie verkauft man Lücken im Lebenslauf (familienbedingte Pause)?
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Bevor man die Möglichkeit bekommt, die Lücken im Lebenslauf persönlich darzustellen, muss die erste Hürde überwunden werden. Die Bewerbung, und vor allem das Anschreiben, muss das Gegenüber neugierig machen. Lücken fallen nur dann negativ auf, wenn Sie unerklärt im Raum stehen. Nutzen Sie also die Möglichkeit, im Anschreiben Lücken anzusprechen und ins richtige Licht zu rücken.
Dazu Andrea Blase, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Grundsätzlich ist es keine Geschlechter- sondern eine Typfrage. Kleine Lücken im Lebenslauf können jedoch ruhig überspielt werden. Männer tun dieses schon eher und fahren damit recht gut!
Kurz gesagt, die Daten (wichtig ist die Übereinstimmung mit den Zeugnissen etc.) müssen stimmen."
Außerdem dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"Lücken gehören nicht in den Lebenslauf. Sind Lücken vorhanden, wird im Sinne eines „worst case“ gerne auf lange Krankheiten, Gefängnisaufenthalte u.ä. geschlussfolgert. Wenn der Anlass Ihrer beruflichen Lücke also ein anderer ist, sollten Sie das ruhig im Lebenslauf darstellen. Und: Mogeln lohnt nicht, erfahrende Personaler/innen durchschauen das sehr schnell.
In der Übergangsphase zwischen Studium und Beruf entstehen allerdings schon einmal zwei bis drei Monate „Luft“. Das können Sie ggf. überspielen, indem Sie nicht das genaue Abschlussdatum, sondern erst das Semesterende angeben."Kategorie: Bewerbungsphase -
Mit welchen Stolpersteine im Gespräch sollte man rechnen?
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Im Laufe des Berufslebens kann man immer mal wieder in die Situation geraten, Unterbrechungen im Lebenslauf darstellen, wie z.B. eine familienbedingte Unterbrechungen, erklären zu müssen. Bereiten Sie sich auf solche Fragen vor, und überlegen Sie sich Argumente, die Sie überzeugend rüberbringen können. Dies gilt auch bei beruflichen Umwegen, die im Vorstellungsgespräch thematisiert werden können.
Ein weiterer Punkt können typische Vorurteile sein, die noch durch manche Köpfe geistern. An dieser Stelle haben Sie durchaus die Möglichkeit, Ihrem Gegenüber den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sprechen Sie bestimmte Punkte von Ihrer Seite an. Ihr unkomplizierter Umgang zu dieser Thematik und eine gute Argumentation werden mit Sicherheit ihre Wirkung hinterlassen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Dazu Katrin Wellhöfer, Personalreferentin im Personalmarketing der Audi AG:
"Bei Audi sind die Personalreferenten nicht erst seit in Kraft treten des Allgemeinen Gleichstellungsgesetztes sehr gut geschult, so dass solche Fragen nicht in einem Bewerbungsgespräch zur Sprache gebracht werden."
Außerdem dazu Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin, stellv. Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
"Bestimmte Fragen werden immer wieder gestellt. Manchmal direkt, manchmal auch indirekt. Wie man sie beantwortet, ist eine Typfrage. Jedoch sollten Sie im Vorfeld intensiv darüber nachdenken, wie Sie auf Fragen z.B. nach der Partnerschaft und dem Kinderwunsch antworten würden, damit Sie im Bewerbungsgespräch souverän reagieren können.
Den Schwerpunkt der Antwort könnten Sie etwa darauf legen, dass Sie Ihr erlerntes Studienwissen nun in der Praxis umsetzen möchten. In wie weit eine Familie in den nächsten Jahren ansteht, werde sich zeigen. Und gerade Ingenieurinnen müssten doch in der Lage sein, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.
Wenn Sie in der Situation sind, dass Sie aus einer guten Position in eine noch bessere Position aufsteigen möchten, geben Sie klare Antworten. Sagen Sie gegebenenfalls nicht nur, dass Sie sich gut vorstellen können, Kinder zu bekommen, sondern auch, dass Sie beides wollen. Sie haben sich nicht soweit hochgearbeitet, um nun den beruflichen Rückzug anzutreten.
Auch auf Fragen, was sie tun würden, wenn Ihr Partner in eine andere herüber, dass Sie froh über die Chance sind, Ideen einzubringen und umzusetzen.
Unsicheren Bewerberinnen und Bewerbern würde ich raten, ein Bewerbungstraining mitzumachen. Es gibt viele Angebote, die genutzt werden können, um sich seiner Außenwirkung bewusst zu werden und daran zu arbeiten."Kategorie: Bewerbungsphase -
Wie gehe ich geschickt mit Fragen um, die mein Privatleben betreffen?
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Dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"Z.B. die Frage zur Familienplanung: Da ist es gut, wenn Sie mit sich im Reinen sind und glaubwürdig antworten können, dass Sie nach einem anspruchsvollen Studium zunächst den Wunsch haben, berufliche Erfahrungen zu sammeln und vielleicht Karriere zu machen. Bleiben Sie offen und lassen Sie sich nicht zu verbindlichen Aussagen über Ihre Familienplanung hinreißen.
Eine weitere dieser, eher unangenehmen Fragen: Was würden Sie machen, wenn Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner in eine andere Stadt versetzt wird? Hypothetische Fragen führen allerdings nicht wirklich weiter. Sie können darauf hinweisen, dass Ihnen beiden der Beruf sehr wichtig ist und sie sich gegenseitig unterstützen."
Außerdem dazu Katrin Wellhöfer, Personalreferentin im Personalmarketing der Audi AG:
"Im Allgemeinen sind solche Fragen nicht Gegenstand eines Bewerbungsgesprächs. In unserem zweistufigen Auswahlverfahren legen wir großen Wert darauf, dass jeder Bewerber und jede Bewerberin die gleichen Chancen haben. So führen unsere Personalreferenten zusammen mit den jeweiligen Fachbereichsvertretern ein persönliches Interview mit den Bewerberinnen und Bewerbern. Danach folgt ein Assessment Center. Wir legen in unserem Auswahlprozess den Fokus auf die fachliche Qualifikation und die Persönlichkeit der Bewerberinnen und Bewerber. Im Vordergrund steht, ob diese zum Unternehmen passen und für die Aufgabe geeignet sind. Bereiten Sie sich deshalb sehr gut auf das Gespräch vor. Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen und die Stelle, auf die Sie sich bewerben und stellen Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten heraus, die Sie für diese Tätigkeit qualifizieren."
Und dazu Andrea Blase, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Ich persönlich mache im Bewerbungsgespräch keine Unterschiede. Eine Bewerberin kann natürlich noch ihren Kinderwunsch verwirklichen wollen, jedoch kann auch ein Bewerber den Erziehungsurlaub antreten.
Meine persönliche Meinung ist, dass man mit Ehrlichkeit am weitesten kommt. Frauen müssen sich im Vorfeld überlegen, wie sie sich die Zukunft vorstellen. So lange nichts Konkretes vorliegt, würde ich es auch so mitteilen."Kategorie: Bewerbungsphase -
Welche typischen Vorurteile haben einige Arbeitgeber gegenüber Frauen?
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Frauen sind ...
... sehr emotional.
... zeitlich nur eingeschränkt verfügbar.Frauen sind nicht...
... so zielstrebig.
... regional so mobil.
... so belastbar.Frauen...
... können nicht logisch denken.
... versuchen immer Harmonie herzustellen.
... quatschen gerne.
... werden schwanger.
... kümmern sich erst um die Familie und dann um den Job.
... zeigen Führungsschwächen.
... sorgen für Unruhe.Aufschluss zu den Fragen, wie Sie mit solchen Vorurteilen umgehen, finden Sie in den weiteren Fragen.
Kategorie: Bewerbungsphase -
Mit welchen Stolpersteinen und Vorurteilen müssen sich gerade Frauen auseinandersetzen?
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Frauen sollten sich schon früh klar darüber werden, dass ihnen in jeder Lebensphase Vorurteile begegnen können. Vorurteile sind zum Beispiel, dass Frauen mindestens einmal im Monat bestimmt ungenießbar sind, ihre Karriere durch die Mutterrolle unterbrechen und somit Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiterinnen über Jahre aufgebaut haben, nun für einige Zeit auf diese Arbeitskräfte verzichten müssen. Diese Vorurteile werden seltener, sind aber aus manchen Köpfen noch nicht ganz verschwunden. Immer mehr Unternehmen sehen den Mehrwert von weiblichen Arbeitskräften und sind dazu übergegangen, familienfreundliche Arbeitsplätze für Frauen und Männer zu schaffen, gemischte Teams zu fördern und gerade Frauen als Führungskräfte aufzubauen.
Allerdings unterstützen manche Frauen selbst die alten Rollenklischees, da sie trotz starken Potenzials ihre eigene Karriere hinten anstellen. Karriere und Familie sind kein Widerspruch, allerdings sollte man frühzeitig planen und Unterstützung in Netzwerken wie z.B. den Frauen im Ingenieurberuf suchen.
Dazu Andrea Blase, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Der Unterschied zwischen Männern und Frauen wird oft durch Medien und auch durch das berufliche Umfeld nach außen getragen, wodurch es eine besondere Rolle bekommt. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, aber es gibt auch ein Gleichstellungsgesetz.
Wenn Frauen dazu getrimmt werden (vor allem in technischen Berufen), wie ein Mann zu sein, läuft in der Vermittlung etwas falsch. Wichtig ist, dass sie natürlich sind. Ich persönlich habe mit Frauen sehr gute Erfahrungen in technischen Berufen gemacht."Kategorie: Bewerbungsphase -
Wie baut man möglichst sinnvoll ein Netzwerk auf?
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Dazu Sylke Pageler, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Die Wege in ein Netzwerk sind oft sehr unterschiedlich. Ich selber bin in ein bestehendes Netzwerk gekommen. Hat man diese Möglichkeiten nicht, so gibt es einige Strategien, um das passende Netzwerk zu finden. Versuchen Sie Kontakt mit Leuten aufzunehmen, die die gleichen Interessen haben. Oft haben auch Freunde, Bekannte und der familiäre Umkreis Kontakte, die Sie nutzen können. Über Internetveröffentlichungen findet man schnell Adressen, die in schon bestehende Netzwerke führen. Wichtig ist immer, einen Blick zu haben, was draußen gerade passiert.
Ergreifen Sie die Initiative und kontaktieren Sie die für Sie relevanten Personen. Eine andere Möglichkeit ist auch, sich vorstellen zu lassen, wenn dies über eine dritte Person möglich ist.
Netzwerke sollten aber nicht als „Selbstbedienungsladen“ verstanden werden. Sie können nur funktionieren, wenn sich Geben und Nehmen die Waage halten.
Die Facetten, die ein gutes Netzwerk, bieten kann, sind sehr vielfältig. Vom allgemeinen Austausch bis zum fachlichen Know How ist alles möglich. Über Problemlösungen kann diskutiert werden, wodurch nächste Ansatzpunkte zum Weiterkommen entstehen.
Nimmt man beispielsweise den Bereich der Frau im Ingenieurberuf, so ist der Austausch zu Themen wie Berufseinstieg, Wiedereinstieg, Beruf und Familie oft sehr hilfreich.
Ein gutes Netzwerk kann unter anderem Hilfestellung bei dem Jobwechsel bieten, einen aber auch beruflich und persönlich weiterbringen.
Man sollte die Kontakte zu seinem Netzwerk pflegen.
Wenn man eine Mentorin bzw. einen Mentor hat, sollte dieser Kontakt selbstverständlich intensiviert werden. Meist wird diese Rolle für eine bestimmte Zeit vereinbart, aber der Kontakt sollte auch im Nachhinein aufrechterhalten werden, dann in etwas längeren Abständen.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner die einem zur Seite stehen, sollten nicht nur bei auftretenden Problemen kontaktiert werden. Zu schnell entsteht ein bitterer Beigeschmack, wenn eine Person sich nur als „Problemanlaufstelle“ fühlt.
Man selbst sollte auch als Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner zur Verfügung stehen, ohne immer nach dem persönlichen Nutzen zu schauen.
Planlos eine Anzahl von Kontakten zu knüpfen macht häufig keinen Sinn. Zu schnell hat man eine Menge Kontaktpersonen, denen man nicht mehr die notwenige Aufmerksamkeit entgegenbringen kann. Hinzu kommt, dass der eigentliche Kernbereich sich immer mehr ausdehnt und eine Struktur kaum noch erkennbar sein dürfte.
Richten Sie Ihr Netzwerk so aus, dass es nah an Ihrem Kernthema bleibt. Bei Bedarf hat man immer die Möglichkeit auf andere Netzwerke zuzugreifen."Ansprechpartnerinnen im Netzwerk der Frauen im Ingenieurberuf fib: www.vdi.de/fib
Kategorie: Bewerbungsphase -
Welche Punkte sollten Sie vor der Gehaltsverhandlung für sich klar haben?
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Wo können Sie bei den Verhandlungen nachgeben und wo nicht?
Die Klärung von unklaren Punkten, bevor die Verhandlung fortgeführt wird.
Welche Kompromisse würden Sie bezüglich Ihrer Ziele schließen?Kategorie: Bewerbungsphase -
Warum verdienen Frauen oft weniger als Ihre männlichen Kollegen?
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Ein Grund ist die mangelnde Gehaltsverhandlungs-Technik der Frauen. Frauen knicken bei dem Thema Gehalt oft ein. In den nächsten Punkten finden Sie Informationen dazu, wie Sie damit umgehen sollten.
Kategorie: Bewerbungsphase -
Inwieweit unterscheiden sich die Gehälter zwischen Mann und Frau?
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In den letzten Jahren, hat sich an diesem Punkt einiges getan. Frauen verdienen immer noch im Schnitt 15% weniger als männlichen Kollegen.
Interessanterweise zeigt sich ein Gehaltsunterschied bei hochqualifizierten Mitarbeitern. Frauen unter 30 Jahren verdienen mehr, als ihre männlichen Kollegen. Es zeigt sich jedoch, dass sich dieser Unterschied bei über 30-jährigen umkehrt.Kategorie: Bewerbungsphase -
Wie verhandelt man sein Gehalt richtig?
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Das eigene Auftreten ist nicht zu unterschätzen. Selbstbewusstsein und Sachlichkeit während der Verhandlungen sind maßgeblich.
Die richtige Gehaltsforderung ist nur individuell zu beantworten. Grundlegend ist hier eine gute Recherche, die nach oben und nach unten Spielraum offen lässt. Stehen Sie hinter Ihrer Forderung, da sie nicht überzogen ist, können Sie ihrem Gegenüber in die Augen sehen und das gewünschte Jahresgehalt mit fester Stimme unterbreiten.
Dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"Gehaltsvergleiche zeigen, dass Frauen nicht selten bis zu 25% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Eine Erklärung liegt darin, dass Frauen oft mit einem niedrigen Anfangsgehalt starten und dann kaum noch die Möglichkeit haben, an das höhere Gehalt heranzukommen.
Um das Gehalt möglichst gut auszuhandeln, ist es wichtig, den eigenen Marktwert zu kennen. Hierbei verweise ich gerne auf den Link www.ingenieurkarriere.de/gehalt
Des Weiteren sollten Sie Ihre beruflichen Erfolge hervorheben, und soweit vorhanden auch Ihre Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen."
Außerdem dazu Katrin Wellhöfer, Personalreferentin im Personalmarketing der Audi AG:
"Hierzu kann ich folgenden Tipp geben: informieren Sie sich vor dem Gespräch gut über das branchenübliche Gehalt und orientieren Sie sich bei der Formulierung Ihrer Gehaltsvorstellungen daran. Dazu werden regelmäßig Studien herausgebracht. Vielleicht kennen Sie auch Bekannte oder Verwandte, die in einem ähnlichen Gebiet arbeiten, auch diese können Ihnen wertvolle Hinweise zum Thema Gehalt geben."
Und dazu Andrea Blase, Dipl. Ing. bei der MAHLE GmbH:
"Frauen verhandeln nicht gerne, wenn es um die eigene Person geht. Wichtig ist, dass sie sich nicht unter Wert verkaufen. Demnach sollte man nicht abwarten, was einem angeboten wird, sondern realistische Forderungen stellen. Also mutig sein, aber nicht übertreiben.
Bevor die Frage über das Gehalt gestellt wird, sollte man sich Gedanken machen, was ich brauche, und was ich verlangen kann. Ein Anhaltspunkt sind die Richtlinien für Absolventen und Absolventinnen.
Während Männer dazu neigen ca. 20-30% auf das gewünschte Gehalt aufzuschlagen, wodurch sie sich einen Handlungsspielraum schaffen, neigen Frauen dazu, unten anzusetzen und zu hoffen, dass es dann schon passt."Kategorie: Bewerbungsphase -
Wann ist der richtige Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen?
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Dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"Erfolgreich abgeschlossene Projekte bieten eine wunderbare Grundlage für eine Gehaltsverhandlung. Es kann jedoch sein, dass trotzdem die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens keine Gehaltserhöhung zulässt. In so einer Situation sollten Sie dieses freundlich zur Kenntnis nehmen und einen weiteren Termin festmachen. Auf diesem Wege verhindern Sie, dass Ihr Anliegen „vergessen“ wird.
Gehaltsverhandlungen sollten schon vor der eigentlichen „Verhandlung“ starten. Zeigen Sie die guten Ergebnisse Ihrer Arbeit, und welchen Nutzen das Unternehmen dadurch hat. Während Frauen häufig erst am Termin der Gehaltsverhandlung beginnen, ihre Vorstellungen strategisch zu vertreten, fangen viele ihrer männlichen Kollegen informell deutlich früher an, ihre Leistungen zum Gehalt „gegen zu rechnen“."Kategorie: Bewerbungsphase -
Welche Arbeitszeitmodelle sind denkbar?
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Welches Arbeitszeitmodell nun am geeignetsten ist, hängt von Ihrer Qualifikation, Ihrer Einkommens- und Lebenssituation und der Art Ihrer Tätigkeit ab. Mittlerweile gibt es in vielen Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, die bessere Voraussetzungen für einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf bieten. Informieren Sie sich in jedem Fall, welche sozialen Absicherungen für die jeweilige Arbeitszeitform tariflich festgelegt sind. Hier die wichtigsten Arbeitszeitmodelle im Überblick:
Teilzeitarbeit
Laut Statistischem Bundesamt sind zurzeit 85% aller Teilzeitbeschäftigten Frauen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die Karriere und Familie unter einen Hut bringen wollen, bietet die Teilzeitarbeit eine interessante Alternative. Mit Inkrafttreten des neuen Teilzeit-Gesetzes zum 01.01.2001 wurden Unternehmen und Arbeitnehmern neue Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeitszeit eröffnet.Zeitkonten
Vor allem in großen Unternehmen besteht die Möglichkeit, Arbeitszeit auf Langzeitkonten anzusparen. Die Mitarbeiter entscheiden dann in Abstimmung mit dem Arbeitgeber, wann und wie lange sie "aussteigen".Zeit-Wertpapiere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Arbeitszeit auf einem Konto "ansparen". Der Geld-Gegenwert des Kontos wird auf dem Kapitalmarkt angelegt, meist in Fonds. Das Geld vermehrt sich und damit wächst das Zeitkonto der Mitarbeiter. Ist genügend Zeit aufgelaufen und die Mitarbeiter mindestens 55 Jahre alt sind, kann er ganztags seinem privaten Vergnügen nachgehen und bleibt offiziell bei der Firma beschäftigt. Scheidet der Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, muss das Konto ausgezahlt oder vorher abgebaut werden.Gleitzeitarbeit
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können ihre Arbeitszeit selbst organisieren. Dabei gibt es Modelle mit einer Kernarbeitszeit, aber auch Modelle, bei denen keine Kernarbeitszeit eingehalten werden muss.Job-Sharing
Zwei oder mehrere Personen teilen sich eigenverantwortlich eine Arbeitsstelle. Diese Arbeitszeitform erfordert genaue Abstimmung der Mitarbeiter. Job-Sharing gibt es auch für Teilzeitstellen.Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit
"Arbeit auf Abruf" bedeutet äußerste Flexibilisierung der Arbeitszeit, denn nur benötigte Arbeit wird geleistet und vergütet. Auf die Planung der Arbeit kann aber kein Einfluss genommen werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind mittlerweile eine viertägige Vorankündigungsfrist durch den Arbeitgeber sowie eine Beschäftigungsdauer von mindestens drei Stunden.Telearbeit/Home Office
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen per PC mit dem Betrieb in Verbindung. Heute wird diese Arbeitsform verstärkt in hochqualifizierten Jobs angeboten, meist in Verbindung mit einem betrieblichen Arbeitsplatz. Damit bietet sich eine gute Möglichkeit der Koordination von Beruf und Familie. Telearbeit gibt es auch als Teilzeitmodell.
Dazu Martina Rost, Vorstandsbeauftragte für Chancengleichheit bei der Fraport AG:
„Es gibt unzählig viele Arbeitszeitmodelle um Beruf, Karriere und Familie zu vereinbaren. Welche für die jeweiligen Eltern möglich sind, hängt davon ab, ob sie im administrativen oder im operativen Bereich arbeiten. Im administrativen Bereich ist bei Gleit- und Teilzeit im Grunde fast alles möglich. Der operative Bereich ist an Auftraggeber und Schichtpläne gebunden, sodass individuelle Dienstpläne eher schwierig ist. Aber auch hier gibt es persönliche Lösungen die mit der Vorgesetzten bzw. dem Vorgesetzten abgestimmt werden. Welches Arbeitszeitmodell am besten ist, ist von Fall zu Fall verschieden.“
Kategorie: Kinderbetreuung -
Welche staatlichen Betreuungsformen gibt es für Kinder von 0 bis 3 Jahren?
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In diesem Alter kann das Kind in einer Krippe halbtags oder ganztags (bis etwa 17 Uhr) betreut werden. Krippenplätze sind allerdings schwer zu bekommen. In den neuen Bundesländern haben 36 Prozent der unter dreijährigen Kinder einen Krippenplatz. Im Vergleich dazu können in Westdeutschland nur drei Prozent der Kinder einen Krippenplatz bekommen.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Welche staatlichen Betreuungsformen gibt es für Kinder von 3 bis 6 Jahren?
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Kinder von drei bis sechs Jahren können den Kindergarten besuchen. Die Betreuungszeit ist sehr unterschiedlich – es gibt die Möglichkeiten, dass das Kind den Kindergarten nur vormittags (8-12 Uhr) oder nachmittags besucht, aber auch eine Ganztagsbetreuung ist möglich (bis 15, 16 oder 17 Uhr). Die Versorgung mit Kindergartenplätzen ist bundesweit relativ gut. Die Ganztagesbetreuung ist jedoch noch unzureichend ausgebaut – wer sein Kind um 15 Uhr abholen muss, hat um diese Zeit häufig noch keinen „Feierabend“. Obwohl das Kindergartenangebot in Westdeutschland gut ist, haben nicht einmal eins von fünf Kindern einen Ganztagsplatz. Dagegen sind in Ostdeutschland nahezu alle Kindergärten Ganztagseinrichtungen.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Welche staatlichen Betreuungsformen gibt es für Kinder ab 6 Jahren?
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Schulkinder sind vormittags betreut. Ihr Kind kann danach in den Hort gehen, wo es Mittagessen bekommt und Hausaufgaben macht. Bis etwa 17 Uhr wird das Kind betreut. Die Nachfrage nach Hortplätzen ist aber weitaus größer als das vorhandene Angebot. Eine Alternative ist ein Platz in der Schülermittagsbetreuung, aber auch hier ist der Andrang größer als die Auswahl. Es handelt sich hier nur um eine Betreuung für die Übergangszeit zwischen Schulschluss und Heimkehr des halbtags arbeitenden Elternteils. Deshalb wird ein Mittagessen eher selten angeboten. Sachsen-Anhalt garantiert als einziges Bundesland einen Rechtsanspruch auf eine Tagesbetreuung für Kinder von der Geburt bis zum Abschluss der 6. Klasse mit mindestens zehn Stunden Versorgung pro Tag. In Ostdeutschland entspricht das Angebot an Hortplätzen insgesamt weitgehend dem Bedarf. In den alten Bundesländern bekommen nur 6 Prozent der Schulkinder einen Hortplatz.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Welche Alternativen gibt es zu den staatlichen Betreuungsmodellen?
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Ein gutes Netzwerk, bestehend aus Großeltern, Partner, Freunden, Nachbarn ist für viele berufstätige Eltern nicht nur eine Alternative zu den staatlichen Betreuungsmodellen, sondern auch eine Ergänzung zu diesen. Selbst die, die einen Kindergartenplatz, Krippenplatz oder ähnliches haben, müssen Engpässe oft mit Familienangehörigen oder Tagesmüttern überbrücken, weil die Betreuungszeit sich nicht immer mit der tatsächlichen Arbeitszeit deckt.
Das Arbeiten ist dann nur mit privater Hilfe möglich oder einem Einkommen, welches es erlaubt, Betreuungspersonal (Tagesmütter oder Aupairs) zu finanzieren.15 Prozent aller Familien bestehen aus nur einem Elternteil mit Kind (bzw. Kindern), so genannte Ein-Eltern-Familien. Aber nicht immer ist der Verdienst von zumeist Teilzeit arbeitenden Alleinerziehenden so hoch, dass sie sich eine Tagesmutter oder ein Aupair leisten können. Ein-Eltern-Familien haben sich in den letzten Jahren sehr in der Gründung von Elterninitiativen engagiert. Heute gibt es bundesweit 8600 Elterninitiativen, die sich vor allem im Kleinkind- und Hortbereich und in der Ganztagesbetreuung einsetzen. In einigen Bundesländern decken Elterninitiativen im Betreuungsbereich der unter dreijährigen Kinder 80 Prozent des Bedarfs ab.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Welche Betreuungsmöglichkeiten bieten Arbeitgeber an?
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Viele, besonders größere, Betriebe bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit eines Betriebskindergartens an. Auch hier sollten Sie sich frühzeitig bei Ihrem Arbeitgeber über Kapazitäten, Kosten und Konditionen erkundigen.
Wenn es in Ihrem Betrieb noch keine Betreuungsmöglichkeit gibt, könnten Sie sich mit anderen Eltern zusammenschließen und Ihren Arbeitgeber ansprechen.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Wer hat Anspruch auf Elternzeit?
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Eltern, deren Kinder Geburtsjahrgang 2001 oder jünger sind, können - sofern sie die Anforderungen erfüllen - eine dreijährige Elternzeit nehmen.
Einen Anspruch auf Elternzeit haben Mütter und Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, d.h. bei Verträgen über eine Vollzeitbeschäftigung und befristeten Verträgen, bei Teilzeitbeschäftigungen und bei geringfügigen Beschäftigungen. Auch Auszubildende, Umschüler, zur beruflichen Fortbildung Beschäftigte und in Heimarbeit Beschäftigte haben einen Anspruch auf Elternzeit.
Elternzeit kann geltend gemacht werden zur Betreuung
- eines Kindes, dem Personensorge zusteht
- eines Kindes des Ehepartners oder Lebenspartners
- eines Kindes des unverheirateten, nicht sorgeberechtigten Vaters, wenn die sorgeberechtigte Mutter zustimmt
- eines Kindes, das mit dem Ziel der Annahme in Obhut genommen wurde
- eines Enkelkindes, Geschwisters oder Geschwisterkindes (nur im Härtefall)wenn
- das Kind mit Ihnen im selben Haushalt lebt
- Sie das Kind überwiegend selbst betreuen und erziehen
- Sie während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten.Mutter und Vater haben je einen Anspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres eines Kindes. Bis zu 12 Monate davon können auf die Zeit bis zum 8. Geburtstag des Kindes übertragen werden, wenn der Arbeitgeber dem zustimmt.
Für Mütter beginnt die Elternzeit frühestens im Anschluss an den Mutterschutz. Für Väter kann die Elternzeit bereits während des Mutterschutzes der werdenden Mutter beginnen.Kategorie: Kinderbetreuung -
Wie beantrage ich Elternzeit?
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Elternzeit muss schriftlich beim Arbeitgeber angemeldet werden. Wenn sich die Elternzeit unmittelbar an die Geburt oder an den Mutterschutz anschließen soll, muss sie spätestens 6 Wochen vorher angemeldet werden. Soll die Elternzeit zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch genommen werden, so muss sie spätestens 8 Wochen vorher angemeldet werden.
Der Arbeitnehmer muss bei der Anmeldung verbindlich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb der folgenden zwei Jahre er die Elternzeit nehmen wird. Als Arbeitnehmer sollten Sie darum bitten, dass der Arbeitgeber die Elternzeit bescheinigt.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Wie kann ein Gespräch mit meiner Arbeitgeberin oder meinem Arbeitgeber zum Thema Elternzeit aussehen?
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Wichtig ist, dass Sie gut vorbereitet sind. Zu den folgenden Punkten sollten Sie sich Gedanken gemacht haben:
- Wie lange wird meine die Elternzeit dauern?
- Möchte ich während der Elternzeit eine Vollzeit-, Teilzeit- oder keine Beschäftigung?
- Wie sichere ich von meiner Seite, dass mein Fachwissen aktuell bleibt (Lesen von Fachliteratur, Einbindung in den Zeitschriften-Umlauf, Besuch von Informationsveranstaltungen, Messen, Seminaren etc.)?
- Möchte ich mich während der Elternzeit weiterbilden?
- Wie soll der Kontakt zum Betrieb verlaufen (Einladung zu Meetings, Kundenbesuch, Betriebsfeiern, Versand von Firmeninformationen, Intranet-Zugang etc.)?
- Können bestimmte Kunden oder Projekte während der Elternzeit kontinuierlich allein von mir betreut werden? Wie kann das konkret aussehen?
- Wie kann bei angestrebter Voll- oder Teilzeit die entsprechende Arbeitsorganisation aussehen: Was kann von zu Hause aus erledigt werden? Welche Aufgaben müssen im Büro oder beim Kunden erledigt werden? Wie wird generell während der Arbeitszeit die Kinderbetreuung organisiert?
- Wie ändert sich das Gehalt, der Urlaub, die Sozialleistungen im Fall einer Teilzeitbeschäftigung? Wie werden Gratifikationen berechnet? Wie sieht es mit möglichen Überstunden oder außerplanmäßigem Einsatz aus?Kategorie: Kinderbetreuung -
Erfahrungsberichte einer Ingenieurin und eines Ingenieurs
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Jutta Tschoepe, Abteilungsleiterin Entwicklungscontrolling bei der Linde Material Handling GmbH & Co KG :
"Mein Arbeitgeber bietet mir die Möglichkeit, eine anspruchsvolle Position mit der Kindererziehung zu vereinbaren.
Obwohl er keine Kindertagesstätte o.ä. zur Verfügung stellt, ist im Bedarfsfall immer klar, daß mein Sohn Vorrang hat.
Mein Mann und ich sind beide bei Unternehmen beschäftigt, die uns unterstützen, denn wir zeigen täglich, dass wir uns unseren Unternehmen mit sehr hohem Engagement widmen. Die geringfügige zeitliche Einschränkung durch Verpflichtungen wie Abholung unseres Sohnes vom Kindergarten wird durch telefonische und E-Mail Erreichbarkeit kompensiert.
Mein Mann und ich verbringen ausnahmslos alle Urlaube, Wochenenden und Abende mit unserem Sohn, und sowohl er als auch wir schätzen die gemeinsame Zeit sehr.
Wir sind die wichtigsten Menschen in seinem Leben, das spürt man ganz klar.
Fazit:
Man kann Vollzeit arbeiten gehen und trotzdem eine intakte, zufriedene Familie haben."
Michael Neuwirth, Dipl-Ing. Maschinenbau bei der DaimlerChrysler AG:
"Meine Frau ist auch eine Ingenieurin in einer Leitungsfunktion. Wenn beide Eltern arbeiten, würde ich spontan sagen, Familie und Karriere korrelieren nicht miteinander. Man ist immer wieder in der Situation, Kompromisse zwischen Familie und der Karriere zu schließen.
Aber es liegt auch eine große Chance darin, Familie und Beruf miteinander zu verbinden. Dann, wenn die Eltern die Chance wahrnehmen, mit ihrem Kind gemeinsam an der Aufgabe zu wachsen."Kategorie: Kinderbetreuung -
Was geschieht mit meinem Rentenanspruch durch die Elternzeit?
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Kindererziehungszeiten sind Beitragszeiten, das bedeutet, dass Beiträge zur Rentenversicherung während der Elternzeit vom Bund gezahlt werden. Orientierungswert für die Höhe der Beiträge ist der Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Für die Rentenanwartschaften heißt das, dass für jedes Jahr Kindererziehungszeit ein Entgeltpunkt gutgeschrieben wird. Für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, werden 3 Jahre bezahlt.
Wenn Sie während der Elternzeit arbeiten, werden die Entgeltpunkte aus der Beschäftigung und die aus der Elternzeit addiert. Das geht jedoch höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
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Was ist Erziehungsgeld?
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Damit Eltern mit geringem Einkommen ausreichend in Erziehung und Ausstattung ihres Kindes investieren können und nicht gezwungen sind, Vollzeit zu arbeiten, erhalten sie Erziehungsgeld vom Staat. Erziehungsgeld ist ein Zuschuss zum Einkommen und muss nicht zurückgezahlt werden. Wer glaubt, Anspruch auf Erziehungsgeld zu haben, kann bei der zuständigen Erziehungsgeldstelle einen Antrag stellen. Nicht alle Familien bekommen gleich viel und gleich lange Erziehungsgeld gezahlt. Wie viel und über welchen Zeitraum ist unter anderem abhängig vom Einkommen und von der Auszahlungsweise, für die man sich entscheidet.
Erziehungsgeld wird längstens bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes gewährt. Ob Eltern verheiratet sind oder nicht, spielt keine Rolle. Zuständig für den Antrag auf Erziehungsgeld sind die Erziehungsgeldstellen der Länder, bei denen es auch die Antragsvordrucke gibt.
Erziehungsgeld wird an die Mutter oder den Vater gezahlt, beide können sich auch abwechseln. Abgesehen von einigen Ausnahmen sind die Voraussetzungen der Wohnort in Deutschland, die persönliche Betreuung des Kindes und der Verzicht auf eine gleichzeitige Erwerbstätigkeit von mehr als 30 Stunden in der Woche. Damit Eltern Anspruch auf Erziehungsgeld haben, dürfen sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Maßgebend ist das Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt (für Erziehungsgeld im 1. Lebensjahr des Kindes) bzw. das Einkommen im Kalenderjahr der Geburt (für Erziehungsgeld im 2. Lebensjahr des Kindes). Lässt sich das voraussichtliche Einkommen nicht bestimmen, so wird vergangenes Einkommen berücksichtigt.
Erziehungsgeld wird für das erste Lebensjahr des Kindes beantragt und dann erneut vor Beginn des zweiten Lebensjahres. Die Eltern können bei ihrem Antrag auf Erziehungsgeld zwischen zwei Angeboten wählen: dem monatlichen Regelbetrag in Höhe von bis zu 300€ in den ersten beiden Lebensjahren und dem monatlichen Erziehungsgeld in Budgetform in Höhe von bis zu 450€ für das erste Lebensjahr.
Mit Ausnahme eines besonderen Härtefalles ist eine nachträgliche Korrektur dieser Entscheidung nicht möglich, sodass sich die Eltern vorher von der Erziehungsgeldstelle beraten lassen sollten.
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Was ist das Elterngeld?
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Alle Eltern, deren Kinder ab dem 01.01.2007 geboren werden, können das neue Elterngeld beantragen.
Erwerbstätige Eltern, die ihr Berufsleben unterbrechen oder ihre Erwerbstätigkeit auf höchstens 30 Stunden wöchentlich reduzieren, erhalten zwölf Monate lang einen Einkommensersatz in Höhe von mindestens zwei Dritteln des vorherigen Nettoeinkommens, höchstens 1.800 Euro.
Zwei Partnermonate werden zusätzlich als Bonus gewährt, wenn auch der Partner wegen der Kindererziehung seine Erwerbstätigkeit einschränkt oder unterbricht.
Aber auch wenn vor der Geburt keine Erwerbstätigkeit bestanden hat, ist Eltern, die nicht voll erwerbstätig sind, ein Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro garantiert,
Eltern mit kleinen Einkommen und Eltern von Geschwisterkindern werden besonders berücksichtigt.
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Wer hat Anspruch auf Elterngeld?
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Auszug aus dem vom Bundestag beschlossenen Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG):
§ 1 Berechtigte
(1) Anspruch auf Elterngeld hat, wer 1. einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, 2. mit seinem Kind in einem Haushalt lebt, 3. dieses Kind selbst betreut und erzieht und 4. keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausübt.
(2) Anspruch auf Elterngeld hat auch, wer, ohne eine der Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1 zu erfüllen, 1. nach § 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch dem deutschen Sozialversicherungsrecht unterliegt oder im Rahmen seines in Deutschland bestehenden öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnisses vorübergehend ins Ausland abgeordnet, versetzt oder kommandiert ist, oder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und nur vorübergehend bei einer zwischen- oder überstaatlichen Einrichtung tätig ist, Dies gilt auch für mit der nach Satz 1 berechtigten Person in einem Haushalt lebende Ehegatten, Ehegattinnen, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen.
(3) Anspruch auf Elterngeld hat abweichend von Absatz 1 Nr. 2 auch, wer 1. mit einem Kind in einem Haushalt lebt, das er mit dem Ziel der Annahme als Kind aufgenommen hat, 2. ein Kind des Ehegatten, der Ehegattin, des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin in seinen Haushalt aufgenommen hat, oder 3. mit einem Kind in einem Haushalt lebt und die von ihm erklärte Anerkennung der Vaterschaft nach § 1594 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch nicht wirksam oder über die von ihm beantragte Vaterschaftsfeststellung nach § 1600d des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch nicht entschieden ist. Für angenommene Kinder und Kinder im Sinne des Satzes 1 Nr. 1 sind die Vorschriften dieses Gesetzes mit der Maßgabe anzuwenden, dass statt des Zeitpunktes der Geburt der Zeitpunkt der Aufnahme des Kindes bei der berechtigten Person maßgeblich ist.
(4) Können die Eltern wegen einer schweren Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod der Eltern ihr Kind nicht betreuen, haben Verwandte bis dritten Grades und ihre Ehegatten, Ehegattinnen, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie die übrigen Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllen und von anderen Berechtigten Elterngeld nicht in Anspruch genommen wird.
(5) Der Anspruch auf Elterngeld bleibt unberührt, wenn die Betreuung und Erziehung des Kindes aus einem wichtigen Grund nicht sofort aufgenommen werden kann oder wenn sie unterbrochen werden muss.
(6) Eine Person ist nicht voll erwerbstätig, wenn ihre wöchentliche Arbeitszeit 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats nicht übersteigt, sie eine Beschäftigung zur Berufsbildung ausübt oder sie eine geeignete Tagespflegeperson im Sinne des § 23 des Achten Buches Sozialgesetzbuch ist und nicht mehr als fünf Kinder in Tagespflege betreut.
(7) Ein nicht freizügigkeitsberechtigter Ausländer oder eine nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländerin ist nur anspruchsberechtigt, wenn diese Person 1. eine Niederlassungserlaubnis besitzt, 2. eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt oder 3. eine nach § 23 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes wegen eines Krieges in ihrem Heimatland oder nach den §§ 23a, 24, 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes erteilte Aufenthaltserlaubnis besitzt und a) sich seit mindestens drei Jahren rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhält und b) im Bundesgebiet berechtigt erwerbstätig ist, laufende Geldleistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch bezieht oder Elternzeit in Anspruch nimmt.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Gibt es bei Adoption auch Erziehungsgeld und Elternzeit?
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Für angenommene Kinder und Kinder in Adoptionspflege kann Erziehungsgeld in Anspruch genommen werden, nicht aber für Pflegekinder.
Es wird grundsätzlich für 24 Monate gezahlt, beginnend mit dem Zeitpunkt der Inobhutnahme und nur innerhalb der Rahmenfrist bis zum Ende des 8. Lebensjahres. Bei Adoption eines Kindes oder Aufnahme mit dem Ziel der Adoption gilt eine Rahmenfrist bis zum Ende des achten Lebensjahres. Innerhalb dieses Zeitraums können Adoptiveltern insgesamt bis zu drei Jahre Elternzeit ab der Inobhutnahme nehmen.
Auch für Adoptiveltern und Adoptivpflegeeltern gilt die Möglichkeit, einen Anteil von bis zu 12 Monaten bis zum Ende des achten Lebensjahres zu übertragen.
Kategorie: Kinderbetreuung -
Was ist Coaching?
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Coaching ist eine freiwillige, zeitlich begrenzte, individuelle, methodengeleitete Beratung, die Personen dabei unterstützt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen.
Der Coach liefert keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Coachee dabei, eigene Lösungen zu entwickeln.
Coaching wird praktiziert durch Coaches mit psychologischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen sowie praktischer Erfahrung bezüglich der Angelegenheiten des Coachees.
Coaching hat einen interaktiven Verlauf. Der Coach nimmt der oder dem Gecoachten keine Aufgabe ab, sondern er berät sie oder ihn, wie sie oder er diese selber effektiv(er) lösen kann.
Im Coaching können die Anliegen des Coachees umfassend auch langfristig bearbeitet werden. Da berufliche und private Themen oft nicht zu trennen sind und sich gegenseitig beeinflussen, reichen die Handlungen des Coachs dabei auch in den privaten Bereich hinein.
Das Coaching bietet die Möglichkeit, Verhalten und Einstellungen "on the job" zu verändern. Diese individuelle, intensive und vertrauliche Arbeit ermöglicht auch kurzfristige Ergebnisse und bietet genügend Freiraum für unterschiedliche Lösungsansätze.Kategorie: Coaching -
Was versteht man unter Einzel-Coaching?
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Das Einzel-Coaching ist wohl die wohl populärste Form des Coachings.
Das Einzel-Coaching zeichnet sich dadurch aus, dass nur eine Person von einem Coach beraten wird. Oftmals besteht die Beratungsbeziehung zu einer externen Expertin bzw. einem externen Experten, da diese Person ihre Rolle neutraler sieht als bspw. ein organisationsinterner Coach.
Im Einzel-Coaching kommt der Gleichwertigkeit der Position von Coach und Coachee eine zentrale Bedeutung zu: Es sollte zwischen beiden kein Beziehungsgefälle geben und gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen herrschen.Kategorie: Coaching -
Welche Coaching-Anlässe gibt es?
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Der wohl wichtigste Grund, einen Coach in Anspruch zu nehmen, ist ein Mangel an Feedback über das eigene Verhalten. Es kann zu einem unrealistischen Selbstbild, beruflichen Orientierungsschwierigkeiten und allen darauf aufbauenden Problemen (Führungsprobleme, Konflikte, Karrierestillstand, Motivationsdefizit, Burnout, Leistungsabfall etc.) kommen.
Der Feedback-Mangel entsteht häufig, weil wir häufig im Beruf von Personen umgeben sind, die immer auch ihre eigenen Interessen verfolgen und nicht wirklich neutral sein können. Ehepartnerinnen und Ehepartner, Freundinnen und Freunde sind meist überfordert, da ihnen für eine kompetente Beratung das betrieb(swirtschaft)liche und psychologische Fachwissen fehlt. Doch auch wenn sich innerhalb dieses Personenkreises urteilsfähige Gesprächspartnerinnen und -partner finden, wird deren Meinung selten nutzbringend aufgenommen. Kritik wird vielmehr als ein persönlicher Angriff missverstanden und Lob als Schmeichelei aufgefasst.
Herkömmliche Seminare und Diskussionen bieten in diesen Fällen keine echte Alternative, da diese keine individuelle Beratung zulässt. Zudem fehlen die Diskretion, das Vertrauen und der Schutz des Vieraugengespräches. Dazu kommt, dass es in firmeninternen Veranstaltungen hauptsächlich darum geht, sich den anderen Teilnehmenden gegenüber möglichst perfekt und überlegen darzustellen.Kategorie: Coaching -
Was sind typische Anlässe für ein Coaching?
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Typische Anlässe für ein Coaching sind:
- Verbesserung der Management- und Führungs-Kompetenzen sowie der Sozialkompetenz
- Ablegen von unangemessenen Verhaltens-, Wahrnehmungs- und Beurteilungsmustern
- Verhindern von Leistungs-, Kreativitäts- und Motivationsblockaden
- Erweiterung des Verhaltensrepertoires
- Umgang mit persönlichen (Sinn-)Krisen
- Überprüfung der Lebens- und Karriereplanung
- Unterstützung bei akuten Konflikten
- Vorbereitung auf neue Aufgaben und Situationen
- Umgang mit Stillständen der gesamten Organisation und der individuellen Entwicklung
- Unterstützung bei Einführung/Veränderung eines Führungsstils
- Förderung von Teamarbeit sowei bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen und Projekten
- Konfliktbearbeitung
- Bearbeiten von Diskrepanzen zwischen Unternehmenskultur und Verhalten der Mitarbeiterinnen und MitarbeiterKategorie: Coaching -
Welches sind die Ziele des Coachings?
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Ein Grundziel des Coachings ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Der Coach hilft der bzw. dem Gecoachten, Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen und die vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln.
Die klare Zielformulierung bildet in jeder Coaching-Sitzung einen Schwerpunkt. Der Coach sollte sich genügend Zeit zur Definiton der Ziele nehmen. Ein präzise formuliertes Ziel kann auch oft schon Lösungsansätze beinhalten kann.
Der Coach sollte darauf achten, welcher Art die Ziele des Coachees sind, Es müssen End- und Leistungsziele unterschieden werden. Die Leistungsziele liegen direkt im Einflussbereich der bzw. des Gecoachten, während die Endziele nicht direkt erreicht werden können, sondern noch von äußeren Faktoren abhängig sind. Der Fokus im Coaching sollte auf die selbst beeinflussbaren Leistungsziele gerichtet sein, dennoch sollten die Endziele nicht übergangen werden, da von ihnen oft ein großes Maß an Motivation und Orientierung ausgeht.
Bei der Festlegung der Ziele sollten klare Prioritäten erarbeitet werden, um möglichen Zielkonflikten vorzubeugen. Die Auseinandersetzung mit Zielkonflikten und Widersprüchen ist dabei schon der erste Schritt zum Ableiten möglicher Lösungen.
Hinter Zielen stehen häufig Werte und Absichten, die der Coachee meist unbewusst verfolgt. Es ist notwendig, diese persönlichen Werte und Absichten zu identifizieren und bewusst zu machen, denn so wird es möglich, die Ziele zu bewerten und Unstimmigkeiten zu erkennen.
Eine individuelle Beratung setzt voraus, dass ausschließlich die Ziele des Coachees verfolgt werden. Wenn die genannten Ziele weniger die des Coachees als vielmehr die seiner Organisation sind, kann dies problematisch sein. Ein Coaching ist nur dann sinnvoll, wenn die individuellen Ziele im Vordergrund stehen oder zumindest mit denen der Organisation übereinstimmen.Kategorie: Coaching -
Welche Kosten entstehen durch ein Coaching?
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Die Kosten sind vergleichbar mit den Honoraren von Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberatern oder anderen hochspezialisierten Expertinnen und Experten.
Die Honorarforderungen von seriösen Coaches bewegen sich in einem Rahmen von 100–300 Euro pro Zeitstunde zzgl. Umsatzsteuer und Spesen. Die Fahrtkosten werden häufig zusätzlich in Rechnung gestellt.
Als Alternative zu rein zeitbasierten Vereinbarungen werden pauschale Lösungen angeboten, die pro Einzel-Coaching zwischen 2.500–10.000 Euro liegen können.
Die Aufwendungen für das Coaching können als Fortbildung steuerlich geltend gemacht werden. Ist das Coaching Teil interner Personalentwicklungsmaßnahmen, werden die Kosten meistens voll vom Unternehmen übernommen oder der Coachee wird teilweise an den Kosten beteiligt.
Obwohl die Kosten für ein Coaching relativ hoch erscheinen, wird der Nutzen von Seiten der Coachees häufig wesentlich größer eingeschätzt. Im Vergleich zu anderen Beratungsangeboten können Coaching-Maßnahmen insgesamt betrachtet sogar relativ kostengünstig sein, da das Coaching konkret an den Punkten ansetzt, die eine erfolgreiche Veränderung bewirken.Kategorie: Coaching -
Was muss man bei der Auftragsgestaltung/ -klärung beachten?
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Hieran erkennen Sie, ob der Coach in der Auftragsgestaltung und -klärung qualitativ hochwertig arbeitet:
- Der Coach klärt, ab das Coaching überhaupt sinnvoll ist
- Der Coach klärt, wie wechselweise mit Informationen umgegangen wird
- Ziele werde so erklärt, dass sie nachprüfbar sind, sie werden operationalisiert und die Verfahren zu ihrer Überprüfung benannt
- Stornoregelung ist vereinbart
- Coaching ist zeitlich begrenzt und findet in mehreren Sitzungen statt. Zeitlicher Umfang und Dauer des Coaching werden benannt
- Der Coach ermöglicht Bedenkzeit nach dem Kennenlerngespräch
- Der Coach lehnt Aufträge ab, wenn sie nicht zu seinen Schwerpunktthemen bzw. zu seinem Kompetenzprofil passen
- Der Coach erklärt sein Vorgehen im Coaching sowie seinen methodische Ansatz anschaulich mit Hilfe von Beispielen
- Der Coach erklärt sein Coachingverständnis und Menschenbild
- Der Coach erklärt Voraussetzungen auf Seiten des Coachees
(Freiwilligkeit, Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zeitlichem Aufwand)
- Es gibt eine schriftliche Vereinbarung (u.a. auch mit Geheimhaltungspflicht)Kategorie: Coaching -
Was muss man bei der Einbindung der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers beachten?
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Zusätzliche Kriterien bei Einbindung der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers sind:
- Der Coach schließt i.d.R. (schriftliche) Dreiecks-Kontrakte ab
(PE/Vorgesetzte bzw. Vorgesetzter des Coachees, Coachee, Coach)
- Identifikation des relevanten Adressaten: Coach klärt, wer das Coaching wirklich braucht
- Der Coach fragt danach, wie Coaching in das Unternehmen eingebunden ist
- Der Coach klärt, ob die Rahmenbedingungen des Unternehmens mit einem professionellen Coaching kongruent sindKategorie: Coaching -
Welche Qualitätskriterien gibt es im Coachingprozess?
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Qualitätskriterien im Coachingprozess sind:
- Der Coach erarbeitet mit dem Coachee ein differenziertes Problemverständnis systematisch und methodisch, z.B. mit Hilfe von Interviews (auch mit dem Umfeld), (teilnehmende) Beobachtung in Form von Schattentagen im Alltag, Tests, Leistungsbewertung.
- Der Coach fokussiert das Problem / die Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven, um damit neue Sichtweisen und Lösungsmöglichkeiten beim Coachee zu bewirken
- Der Coach überprüft ständig seine Arbeitshypothesen
- Der Coach kann den Coachee dessen typischen Verhaltensmuster so deutlich machen, dass sie für ihn plausibel sind und der Bearbeitung zugänglich werden
- Interventionen tragen effizient und zielführend zu gewünschten Veränderungen bei
- Im Fokus steht das Ziel des Coachees: der Coach behält die Ziele im Auge und nimmt sie ernst. Nicht der Coach entscheidet, was zu besprechen ist, sondern der Coachee.
- Der Coach vereinbart mit dem Coachee nach den Sitzungen, was der Coachee sich bis zum nächsten Treffen vornimmt. Er hält dieses in der jeweils nächsten Sitzung nach.
- Der Coach klärt die Methoden vor Einsatz mit dem Coachee ab, ob er oder sie sich auf diese Methode einlassen möchte.
- Interventionen werden vom Coach selbstkritisch reflektiert
- Der Coach kann unterschiedliche Rollen im Coaching flexibel einsetzen: z.B. Wissensvermittlerin bzw. Wissensvermittler, Trainerin bzw. Trainer, Reflektorin bzw. Reflektor, Empathiegeberin bzw. -geber, Fachberaterin bzw. -berater, Alter Ego, Sparringspartnerin bzw. -partner, etc.
- Der Coach hält die Balance zwischen Kommunikation und Reflexion des Coachingprozesses
- Der Coach erkennt Situationen und Umstände, die einer zusätzlichen Expertise (z.B. Therapie, Fachberatung) bedürfen
- Der Coach ist authentisch, i.S. von echt und unverstelltKategorie: Coaching -
Welche Qualitätskriterien gibt bezüglich der Ergebnisse des Coachings?
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Qualitätskriterien der Ergebnisse sind:
- die vereinbarten Ziele werden aus Sicht der Beteiligten (Coach, Coachee, ggf. Auftraggeberin bzw. Auftragsgeber) erreicht
- In vereinbarten und sinnvollen Abständen wird das Coaching (Prozess und Zielsetzungen) mit den Beteiligten bilanziert und überprüft
- Ein erfolgreicher Veränderungs-/Entwicklungsprozess ist auf verschiedenen Ebenen erkennbar: im beobachtbaren Verhalten, in Denk- und Überzeugungshaltungen bzw. Sichtweisen und Handlungsalternativen, der physiologischen und der emotionalen Ebene, der relevanten Umwelt und den organisatorischen Rahmenbedingungen
- Das Selbstreflexionsvermögen des Coachees hat sich gesteigert
- Situationsspezifische Lösungen werden so erarbeitet, dass sie vom Coachee als exemplarische Lösungen auch für andere Situationen angewendet werden könnenKategorie: Coaching -
Was muss man bei der Coach-Auswahl beachten?
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Bei der Vorauswahl sollten folgende Fragen beantwortet werden:
Was ist wichtig?
Wie alt sollte der Coach sein?
Welches Geschlecht sollte der Coach haben?
Welche speziellen Erfahrungen (z.B. Branche) sollte der Coach mitbringen?
Wie müsste der Coach sein, damit Sie auf keinen Fall mit ihm arbeiten würden?Kategorie: Coaching -
Worauf muss ich in einem Auswahlgespräch achten?
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Das Auswahlgespräch sollte als Vorab-Gespräch verstanden werden und nicht als erste Coaching-Sitzung.
Bringt der Coach psychologische und betriebliche Kenntnisse mit?
Stellt der Coach Referenzen zur Verfügung?
Hat der Coach bereits Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzte von Ihnen gecoacht? Sind evtl. Interessenskonflikte zu erwarten und wie geht der Coach damit um?
Nutzt der Coach eine Vielfalt an Methoden, wie bspw. systematische Fragetechniken, Kreativitätstechniken, Visualisierungen oder Rollenspiele?
Was ist die Vorgehensweise und das Menschenbild des Coachs im Coaching?
Kann der Coach Ihnen konkrete Beispiele nennen, wie er Ihr Thema mit Ihnen bearbeiten würde?
Gibt der Coach Ihnen Zeit für die Entscheidung oder bedrängt er Sie?
Fühlt der Coach sich mit Ihrem Thema sicher und kann Ihnen eine hilfreiche Unterstützung sein?
Spricht der Coach offen die Rollenverteilung an?
Macht der Coach unrealistische Versprechungen oder gibt er Erfolgsgarantien?
Lässt der Coach sich regelmäßig in Supervisionen überprüfen?
Redet der Coach offen über Schwächen und Grenzen?
Verpflichtet der Coach sich zu Verschwiegenheit?
Legt der Coach Wert auf Abstand und Neutralität?
Steht der Coach auch außerhalb der Sitzungen per Telefon oder Internet zur Verfügung?
Stellt der Coach klar, dass er den Mut hat schwierige Dinge anzupacken?
Wie wirkt der Coach auf Sie? Ist der Coach vertrauenswürdig, sympathisch, professionell?
Richtet sich der Coach bei der Terminwahl nach Ihnen?
Würde der Coach Ihnen eine Kollegin oder einen Kollegen empfehlen, wenn er mit Ihrem Thema nicht zurechtkommt?
Wie viele Sitzungen möchte der Coach vereinbaren? (Der Coach sollte eine konkrete Aussage treffen können.)
Wo kann das Coaching stattfinden?
Wie lange dauern die einzelnen Sitzungen? (Zwei bis vier Stunden sind üblich.)Kategorie: Coaching -
Welche Bedeutung hat das Thema „Business Knigge“ für die Anfangszeit im neuen Job?
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Um im Berufsleben zu punkten, sollte man sich auf jedem Parkett sicher bewegen können und mit unvorhersehbaren Situationen sowie allen Gesellschaftskreisen zurechtkommen. Denn egal, ob es sich um das erste Zusammentreffen mit einer Führungskraft aus dem Unternehmen, einer Kundin, einem Kunden, einer Kollegin oder einem Kollegen handelt - nach wie vor ist es der erste Eindruck, der zählt und sich im Nachhinein nur schwerlich revidieren lässt. Wer die Stilmittel eines guten Umgangs mit anderen genau kennt, hat bessere Chancen, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen und wird in seinem neuen Berufsumfeld leichter die Sympathien der Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden oder der Vorgesetzten gewinnen.
Kategorie: Business-Knigge -
Was gibt es bei der Begrüßung unter beruflichen Anlässen zu beachten?
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Bei der Begrüßung gilt folgende Faustregel: Die Entscheidung über die Form des Grußes, die Nähe der Begegnung, und ob eine Berührung überhaupt stattfinden darf, liegt eigentlich beim Ranghöheren, es sei denn, sie möchten eine ganz bestimmte Wirkung erzielen.
Im Berufsleben lässt sich die „Ranghöhe“ leicht an der hierarchischen Stellung innerhalb des Unternehmens ablesen. Das heißt, Sie grüßen Ihre Vorgesetzte bzw. Ihren Vorgesetzten, aber diese bzw. dieser entscheidet, ob sie bzw. er Ihnen die Hand reicht und somit ein Gespräch eröffnet.
In der so genannten gesellschaftlichen Rangfolge gilt: Die Gastgeberin bzw. der Gastgeber begrüßt den Gast, die jüngere die ältere Person und der Herr die Dame. Für die Gesprächseröffnung gilt auch hier: Der Ranghöhere (Gast, Ausländerin bzw. Ausländer, ältere Person, Dame) „erlaubt“ die Eröffnung eines Gespräches. Dies ist auch der Grund, warum Sie als Mann heute noch einer Frau die Türe aufhalten dürfen.
Bei der Begrüßung per Handschlag sollte der Händedruck kurz und kräftig sein, auch von Ihnen als Frau. Dabei unbedingt Blickkontakt halten und mit dem vollen Namen begrüßen. Eine gebotene Hand sollte niemals ignoriert werden, auch wenn sie in unkorrekter Reihenfolge gereicht wird. Bei der Begrüßung von größeren Gruppen wird der Ranghöchste mit Händedruck begrüßt, andere mit einem Nicken in die Runde. Allerdings sollte man sich auch hier vorab genau überlegen, welche Wirkung dies vielleicht auf die „Zuschauer“ haben könnte.
Kategorie: Business-Knigge -
Wie spreche ich eine Titelträgerin oder einen Titelträger richtig an?
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Titel zeichnen ihre Trägerin bzw. ihren Träger in irgendeiner Form aus und können für die Titelträgerin bzw. den Titelträger eine wichtige Bedeutung haben. Deswegen sollten Sie die neuen Kolleginnen und Kollegen so lange mit deren Titel ansprechen, bis diese Ihnen das Weglassen des Titels erlauben. Titelträgerinnen und -träger untereinander sprechen sich gegenseitig nicht mit Titel an.
Wenn Sie in ihrem neuen Berufsumfeld Kolleginnen, Kollegen oder Führungskräfte mit mehreren Titeln haben, sollten Sie bei der Anrede auf die korrekte Reihefolge der Titel achten: 1. Herr oder Frau oder Adelstitel – 2. Ehrentitel – 3. Berufstitel – 4. Akademischer Titel und anschließend die Namensnennung. Dazu die Erklärung:
- Adelstitel ersetzen das Herr/Frau in der Anrede (Graf/Gräfin, Fürst/Fürstin, Baron/Baronin). Das Prädikat „von“ steht Baronen und Freiherren zu, Prinzen werden „Erlaucht“, „Durchlaucht“ oder „Hoheit“ genannt.
- Ehrentitel wurden aufgrund einer Leistung von einer Institution verliehen (Senator, Konsul, Kommerzialrat oder auch Professor h.c.)
- Berufstitel beschreiben den ausgeübten Beruf und können somit auch wieder „entzogen“ werden (Bürgermeister, Stadtrat, Architekt, Bischof, Rektor)
- Akademische Titel sind Namensbestandsteil (Herr Dr. Müller)
Wenn Sie selbst einen Titel haben, lassen Sie diesen bei der Selbstvorstellung lieber weg und helfen Sie den anderen, indem Sie das Weglassen ihres Titels erlauben.Kategorie: Business-Knigge -
Wer bietet das „Du“ im neuen Team an?
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Das „Du“ wird gewöhnlich von der älteren, höherstehenden Person oder von der Vorgesetzten bzw. dem Vorgesetzten angeboten. Zwischen Mann und Frau geht die Initiative normalerweise von der Frau aus. Ist der Mann der Ältere oder Höhergestellte, so kann die Initiative auch von ihm ausgehen, sofern der Alters- oder Hierarchieunterschied nicht allzu groß ist.
Vorsicht bei der Anwendung des Du-Wortes innerhalb des Betriebes vor Kundinnen, Kunden und Gästen, besonders wenn es starke hierarchische Unterschiede zwischen den Duzenden gibt. Wir empfehlen vor Kundinnen und Kunden auch eine gute Kollegin bzw. einen guten Kollegen stets zu siezen.
Das „Du“ ablehnen kann – wenn es nicht mit größtmöglichem Fingerspitzengefühl erfolgt - sehr leicht als Unhöflichkeit, wenn nicht gar als Beleidigung aufgefasst werden. Sehen Sie dennoch mehr Vorteile, wenn Sie beim „Sie" bleiben, sollten Sie Ausflüchte oder verletzende Äußerungen vermeiden. Würdigen Sie das Angebot und begründen Sie konkret, warum Sie diese Anrede bevorzugen. Das kann beispielsweise so klingen: „Ich freue mich/fühle mich geehrt. Gleichzeitig möchte ich das Du zwischen uns (noch) nicht. Ich halte beruflich gerne Distanz.“
Kategorie: Business-Knigge -
Was muss ich im Umgang mit Visitenkarten beachten?
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Überreichte Visitenkarten geben Auskunft über Titel und Position der Gesprächspartnerin bzw. des Gesprächspartners. Reichen Sie deshalb Ihrem Gesprächspartner bei der ersten geschäftlichen Begegnung Ihre Visitenkarte; sie ist neben den Kontaktdaten eine wertvolle Merkhilfe für den Namen und bietet oftmals Anknüpfungspunkte für einen Smalltalk. Würdigen Sie die Karte Ihres Gegenübers stets: Schauen Sie sie an und nutzen Sie sie, wenn möglich, für Ihr Gespräch. Eine Visitenkarte verschwindet niemals in der Gesäßtasche!
Bei einem Zusammentreffen übergibt der Gast als erster seine Karte, in Gruppen erhält sie zuerst die oder der Ranghöchste. Ist eine Hierarchie nicht erkennbar, werden die Karten der Reihe nach verteilt, beginnend mit der Ihnen nächsten Person. Natürlich überreichen Sie nur saubere und aktuelle Visitenkarten.
Kategorie: Business-Knigge -
Wie führe ich den ersten Smalltalk richtig?
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Die erste Aufgabe des Smalltalks besteht darin, Gemeinsamkeiten zu finden und die Beziehung auf der „menschlichen“ Seite herzustellen bzw. zu festigen. Daher bietet sich thematisch alles an, was Sie und Ihre Gesprächspartnerin bzw. Ihr Gesprächspartner gemeinsam haben.
Ein erster Einstieg können zum Beispiel die Gespräche rund um den Ort sein, an dem man sich trifft, Essen und Trinken, gemeinsame Bekannte, Kunst, Literatur, die lokale oder überregionale Aktualität, der Beruf, wenn Sie sich im beruflichen Umfeld aufhalten, Sport und Hobbys. Notfalls auch das Wetter. Sprechen Sie das ausgewählte Thema bestenfalls vorsichtig an und beobachten Sie, ob Ihre Gesprächspartnerin bzw. Ihr Gesprächspartner darauf eingehen will. Ist das nicht der Fall, leiten sie elegant auf ein anderes Thema über.
Themen, die auf Meinungsäußerungen oder Aussagen zu persönlich-intimen Hintergründen hinauslaufen, eignen sich nicht für den Smalltalk. Tabuthemen für den Smalltalk sind: Politik, Glauben und Ethik, Religion und Moral, persönlicher Besitz, Krankheiten, Familienverhältnisse u. ä. Halten Sie sich auch mit vermeintlich geistreichen, witzigen, provokativen oder negativ bewertenden Äußerungen zurück: Noch können Sie die Reaktionen Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihres Gesprächspartners nicht einschätzen. Verzichten Sie gleichfalls auf Allgemeinplätze oder Stereotypen („Das bisschen BWL lernt man doch mit Links!“).
Kategorie: Business-Knigge -
Wie finde ich das richtige Outfit für die neue Stelle?
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Die Außenwirkung ist ein wesentlicher Baustein für die Karriere. Bei Männern wie bei Frauen ist es wichtig, dass die Kleidung makel- und fleckenlos ist, gut passt und der Situation bzw. den Gepflogenheiten (Branche, Anlass, Unternehmen) entspricht. Dabei geht es nicht darum, „gut auszusehen“, sondern an Kraft und Ausstrahlung zu gewinnen!
Am sichersten fühlen Sie sich nach wie vor mit dem traditionellen Business-Look.
Für die Damen heißt es:
- Dezentes Kostüm, Kombination, schlichtes Kleid, Hosenanzug – Materialien sind hochwertig und knittern nicht
- Bedeckte Schultern – also mindestens ein kleiner Ärmel an Bluse oder Kleid
- Strümpfe bzw. Strumpfhose werden auch im Sommer getragen
- Sehr ordentliche, gepflegte Schuhe passend zur Bekleidung
- Gepflegte Finger- und Fußnägel, Körperbehaarung ist entfernt!
Für die Herren:
- Einfarbiger, dunkler Anzug mit oder ohne Weste, alternativ eine Kombination in dezenten Farben – nicht sehr auffällig oder zu modisch
- Qualitativ hochwertige Krawatte mit dezentem Muster – Krawattenspitze endet beim Hosenbund
- Saubere, blank geputzte, dunkle Schuhe, passend zum Anzug und zum Gürtel (schwarze Schuhe – schwarzer Gürtel, braune Schuhe – Brauner Gürtel)
- Frisch gewaschene Haare mit gepflegtem Haarschnitt
- Gepflegte Hände und FingernägelKategorie: Business-Knigge -
Wie wichtig ist „Vitamin B“ bei der Karriere?
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Nach einer Studie von IBM setzt sich der Karriereerfolg aus
10% Fachwissen
30% Ego-Marketing und
60% Networkingzusammen. Allein an diesen Zahlen erkennen Sie die herausragende Relevanz der richtigen Beziehungen für Ihre Karriere. Aber bedenken Sie: Sie müssen über alle drei Faktoren verfügen. Fragen Sie sich jedoch kritisch, wie viel Energie Sie für die Entwicklung und den Ausbau des jeweiligen Faktors einsetzen möchten.
Kategorie: Networking -
Wann beginne ich mit dem Networking?
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Mit dem Knüpfen von Beziehungen können Sie gar nicht früh genug beginnen. Fangen Sie sofort damit an. Meistens knüpft man Beziehungen in Studienzeiten weitgehend zweckfrei. Das ist auch gut so. Halten Sie jedoch die Kontakte über Ihr Examen hinaus. Die jeweiligen Karrierepositionen Ihrer ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen bieten in späteren Jahren hervorragende Kooperationsmöglichkeiten.
Kategorie: Networking -
Wie komme ich an „Beziehungen“ heran, wenn ich noch keine habe?
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Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, seine Kontakte auf- und auszubauen:
Treten Sie einem Fachverein bzw. -verband bei (z.B. VDI).
Werden Sie Mitglied im Alumni-Club Ihrer Universität oder Fakultät.
Engagieren Sie sich in den Nachwuchsorganisationen der Lions oder Rotarier.
Werden Sie politisch aktiv.
Betreiben Sie einen geselligen Sport.
Nutzen Sie Ihr Hobby zum Knüpfen von Kontakten.
Machen Sie Praktika und pflegen Sie die Beziehungen.Es gibt weitere Möglichkeiten. Sie werden die für Sie passenden finden.
Kategorie: Networking -
Wie funktioniert „Networking“ im Unternehmen?
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Die sozialen Beziehungen innerhalb eines Unternehmens sind nicht einfach zu durchschauen. Es gibt die offizielle „Beziehungsordnung“, das ist das Organigramm. Daneben gibt es die inoffizielle, nicht kodifizierte Beziehungsordnung, die Sie für sich zunächst entdecken, entschlüsseln und entlarven müssen. Die inoffizielle Rangordnung ist die wirklich relevante.
Gerade zu Anfang Ihrer Karriere sollten Sie häufig mit den Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten sprechen. Achten Sie darauf, dass Sie deutlich mehr zuhören als selber etwas zu sagen. Sie wollen schließlich etwas wissen. Wer redet, kann nicht zuhören. Beteiligen Sie sich keinesfalls an Negativkampagnen gegen einzelne Personen. Verurteilen Sie nicht. Beobachten Sie ganz genau, was im Unternehmen passiert und ziehen Sie daraus Ihre Schlüsse.
Vorsicht: Wir sind darauf ausgerichtet, das zu glauben, was man uns sagt. Achten Sie darauf, das zu glauben, was Sie selber feststellen. Das, was man Ihnen sagt, und das, was dann passiert, stimmt selten überein. Das erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, auch wenn es sich einfach anhört.
Wenn Sie herausgefunden haben, wer welche Ziele hat, wer welche Macht hat und wer bereit ist, diese Macht auch einzusetzen, können Sie konsequent zu jenen Menschen Kontakte aufbauen, die mächtig sind und die zu Ihren Zielen kongruente Vorstellungen haben. Zu den Nicht-Mächtigen halten Sie eine gewisse Distanz, ohne diese zu verprellen.
Kategorie: Networking -
Kann ich nicht einfach über „Leistung zeigen“ Karriere machen?
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Wenn Sie nicht eine wahrhaft herausragende Leistungskraft besitzen, dann wird es schwer. Denn bevor Sie Ihre Leistung zeigen, sollten Sie auch sicherstellen, dass die relevanten Entscheidungsträgerinnen und -träger gerade im Moment Ihrer Leistungsabgabe hinschauen. Dafür ist Networking im Vorfeld notwendig. Sie müssen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und dann auch Ihre Leistung bringen.
Networking ersetzt also Ihre Leistung nicht. Networking hat Hebelwirkung. Aber Vorsicht: Hebel funktionieren bekanntermaßen in beide Richtungen. Wenn die relevanten Entscheidungsträger hinschauen, und sie vermasseln eine Situation, dann wird die nächste Chance lange auf sich warten lassen.
Lassen Sie sich davon jedoch nicht beunruhigen. Denn wenn Sie es nicht darauf ankommen lassen, passiert mit Ihrer Karriere (fast) nichts. Sie sollten sich jedoch so gut wie möglich auf diese Situation vorbereiten.
Kategorie: Networking -
Wer kann mir im Unternehmen helfen?
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Suchen Sie sich eine Mentorin oder einen Mentor. Am besten geeignet sind dafür Personen aus dem gehobenen Management, die selbst gute Beziehungen zum Top-Management haben. Sie müssen Ihre Mentorin oder Ihren Mentor davon überzeugen, dass Sie bei ihrer bzw. seiner eigenen Karriere helfen können. Das können Sie beispielsweise mit Ihren guten Ideen, die Sie allein sowieso nicht durchsetzen und realisieren könnten. Ihnen fehlt nämlich noch die Macht dazu. Stellen Sie also Ihre Ideen zur Verfügung, lassen Sie sie von Ihrer Mentorin bzw. Ihrem Mentor realisieren. Wenn Ihr Ihre Mentorin bzw. ihr Mentor dann eine Stufe höher rückt, wird sie bzw. er Sie „nachziehen“, um weiterhin gerne auf gute Ideen zurückgreifen zu können. Darüber hinaus sind loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihn von größter Bedeutung.
Kategorie: Networking -
Wo bekomme ich relevante Informationen her?
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Achten Sie darauf, sich gute Kontakte zu Personen an Schnittstellen (Linie/Stab) zu schaffen. Hier werden viele Informationen gehandelt. Sie sollten auch einen guten Draht in die Personalabteilung pflegen. Wenn Sie einen höheren Posten möchten, sollten Sie über personelle Veränderungen im Unternehmen frühzeitig bescheid wissen. An dieser Stelle werden bereits die Hälfte aller Stellen vergeben. Seien Sie auch ein freundlicher Ansprechpartner für die Sekretärinnen, Sekretäre, Assistentinnen und Assistenten. Diese Menschen können sehr viel möglich machen, aber auch verhindern.
Kategorie: Networking -
Was stört den Aufbau von Netzwerken?
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Absolut störend sind Eifersucht und Arroganz. Mit diesen beiden Beziehungsgiften bauen Sie niemals ein gut funktionierendes Netzwerk auf.
Kategorie: Networking -
Wie sieht ein Arbeitsvertrag aus?
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Wertvolle Hinweise für ihre Vertragsverhandlung finden Sie in unserem Musteranstellungsvertrag.
www.vdi.de/musteranstellungsvertrag
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Was muss ich generell bezüglich meines Aus- und Wiedereinstiegs beachten?
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Wenn Sie für mindestens ein Jahr Ihre Berufstätigkeit unterbrochen haben, gelten Sie als ‚Berufsrückkehrerin' bzw. ‚Berufsrückkehrer'. Bei manchen Personen, die z.B. eine Elternzeit genommen haben, existiert der Arbeitsvertrag mit der ehemaligen Arbeitgeberin oder dem ehemaligen Arbeitgeber noch, und sie haben somit Anspruch auf Wiedereinstellung auf eine gleichwertige Stelle. Komplizierter wird es, wenn das nicht der Fall ist. Dann ist häufig das Fachwissen nicht mehr auf dem neuesten Stand, und es gibt keinen Kontakt mehr zum Arbeitsmarkt. Es taucht die Frage auf: Was bin ich als Arbeitskraft überhaupt wert?
Für alle, die den Wiedereinstieg in den Beruf planen, gilt die gleiche Empfehlung: Kümmern Sie sich rechtzeitig um Ihre berufliche Rückkehr!
Mehr Informationen zum Thema Wiedereinstieg!
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Wie kann ich dafür sorgen, dass ich im Unternehmen nicht „vergessen“ werde?
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Halten Sie Kontakt zur Arbeitgeberin bzw. zum Arbeitgeber. Nehmen Sie an internen Schulungen teil und übernehmen Sie, wenn möglich, Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen. So bleiben Sie auch fachlich auf dem neuesten Stand.
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Was soll ich machen, wenn ich nicht in ein bestehendes Arbeitsverhältnis zurückkehren kann?
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Machen Sie einen Termin bei der Agentur für Arbeit. Hier gibt es spezielle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die sich um die Belange von Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrern kümmern. Sie können sich dort über Stellenangebote informieren und Ihren Marktwert z.B. über ein befristetes Beschäftigungsverhältnis testen. Viele Agenturen für Arbeit bieten auch Informationsveranstaltungen speziell für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer an.
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Habe ich denn überhaupt eine Chance?
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Seien Sie selbstbewusst! Auch bei hoher Arbeitslosigkeit gibt es gute Chancen für die berufliche Rückkehr. Nutzen Sie Teilzeitangebote oder informieren Sie sich über Zeitarbeit. Und konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken: Dass Sie sich mit der Rückkehr in den Beruf intensiv befassen zeigt, dass Sie eine hochengagierte und motivierte Arbeitskraft sind. Wenn Sie außerdem eines oder mehrere Kinder betreuen und den Haushalt organisieren, zeigen Sie Stressresistenz und soziale Kompetenz.
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Wie organisiere ich eine Kinderbetreuung?
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Kinder unter 3 Jahren können ein einer Krippe untergebracht werden, 3-6-jährige einen Kindergarten besuchen und Schulkinder nach der Schule in einem Hort betreut werden. Leider sind die Möglichkeiten hierfür oft unzureichend und kostspielig. Wichtig ist deshalb, sich rechtzeitig nach Angeboten in Wohnort- bzw. Arbeitsplatznähe zu erkundigen.
Viele Betriebe bieten Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit eines Betriebskindergartens an. Auch hier sollten Sie sich frühzeitig bei Ihrer Arbeitgeberin bzw. Ihrem Arbeitgeber über Kapazitäten, Kosten und Konditionen erkundigen. Vielleicht können Sie in Ihrem Betrieb auch mit anderen Eltern zusammen eine Kinderbetreuung initiieren.Wenn die Bemühungen um einen Kita- oder Krippenplatz gescheitert sind, bleibt nur die Möglichkeit der privaten Betreuung. Sie können eine private Betreuung engagieren, die zu Ihnen nach Hause kommt oder Ihr Kind zu einer Tagesmutter oder in eine Pflegefamilie bringen. Ihr Jugend- bzw. Familienamt vor Ort gibt Ihnen Auskunft, ob Ihnen ein Kostenzuschuss gewährt werden kann.
Um ein Au-Pair sollten Sie sich rechtzeitig bemühen, da eine hohe Nachfrage besteht. Im günstigsten Fall haben sie in sechs bis acht Wochen ein Au-Pair gefunden, es kann aber auch bis zu vier Monate dauern.
Mehr Informationen zum Thema Kinderbetreuung!
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Wie lange kann ich eine Elternzeit nehmen?
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Sie können im Anschluss an die Mutterschutzfrist (der gesetzliche Mutterschutz tritt mit Beginn der sechsten Woche vor dem Entbindungstermin ein und endet acht Wochen nach der Geburt Ihres Kindes, bei Früh- und Mehrlingsgeburten nach zwölf Wochen) eine Elternzeit nehmen, bis Ihr Kind drei Jahre alt ist. Ein Jahr kann auch - mit Zustimmung des Arbeitgebers - für die Phase zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag aufgespart werden. Elternzeit ist ausnahmslos in jedem Arbeitsverhältnis möglich, also auch wenn Sie Teilzeit arbeiten, einen befristeten Arbeitsvertrag haben oder geringfügig beschäftigt sind. Bis spätestens sechs Wochen vor Antritt sollten Sie die Elternzeit Ihrem Arbeitgeber schriftlich ankündigen. Währenddessen bekommen Sie kein Gehalt. Ihr Arbeitgeber ist aber verpflichtet, Ihre Arbeitsstelle "sicherzustellen".
Sie können sich die Elternzeit mit dem anderen Elternteil teilen. Dabei ist es auch möglich, die Auszeit gleichzeitig zu nehmen, um mehr Sachen zu Dritt unternehmen zu zu können. Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit im Rahmen von 15 bis 30 Wochenstunden. Im Erziehungsurlaub genießen Sie Kündigungsschutz, auch wenn Sie in der Zeit Teilzeit arbeiten. Gegen eine eventuelle Kündigung sollten Sie eine Klage beim Arbeitsgericht einreichen.
Mehr Informationen zum Thema Elternzeit!
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Wie lange sollte ich die Elternzeit nehmen, damit ich keine beruflichen Nachteile habe?
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Eine dreijährige Elternzeit kann schnell zur Karrierefalle werden – der Einstieg wird schwer. Oft ist die einzige Alternative dann eine Tätigkeit, die nicht ihrer tatsächlichen Qualifikation entspricht oder ein Teilzeitjob, der keine Existenzsicherung ermöglicht. Zudem wirkt eine dreijährige, bei mehreren Kindern oft auch länger andauernde Unterbrechung der Berufstätigkeit oft negativ in der Bewerbung. Die Anforderungen im Job ändern sich schnell.
Generell zeigt die Erfahrung: Je kürzer die Auszeit, desto besser. Wenn Sie neben der Familie trotzdem Karriere machen wollen, sollten Sie so früh wie möglich wieder in den Job zurückkehren und auf eine dreijährige Elternzeit verzichten. Eine Alternative wäre, sie geschickt mit dem Partner zu koordinieren. Sprechen Sie mit Ihrem Chef über die Möglichkeiten des Wiedereinstiegs.Mehr Informationen zum Thema Babypause!
Kategorie: Aus- und Wiedereinstieg -
Welche Verhandlungsspielräume sind bei Anstellungsverträgen möglich?
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Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Auch als Berufseinsteiger/in sollten Sie wissen, dass häufig tarifliche Bindungen oder Betriebsvereinbarungen für das Unternehmen bestehen, die den Rahmen für Anstellungsverträge bilden. Innerhalb dieses Rahmens können individuelle Einzelregelungen vereinbart werden. Allerdings ist, das sollten Sie wissen, gerade bei Berufsanfängern der „Verhandlungsspielraum“ meist klein. Im Regelfall können Sie den angebotenen Vertrag unterschreiben oder sich einen anderen Arbeitgeber suchen. Spielraum könnte beispielsweise bei der Frage der Erstattung von Umzugs- oder Maklerkosten bestehen."
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Gibt es besondere Formalien, die beim Anstellungsvertrag zu beachten sind?
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Für den Abschluss des Anstellungsvertrages gibt es keine besonderen Formerfordernisse. Auch wenn mündliche Arbeitsverträge gültig sind, ist die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Inhalt niederzuschreiben und an die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter weiterzugeben.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Wie lange ist ein Arbeitsvertrag gültig?
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Wenn im Arbeitsvertrag keine Befristung vermerkt ist, ist die Anstellung unbefristet. Eine schriftliche Vereinbarung ist bei einer Befristung für ihre Wirksamkeit notwendig.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Muss ich einen Einstellungsfragebogen beantworten?
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Soweit die Fragen zulässig sind, sind Sie verpflichtet, die Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Muss ich mich einer werks- oder vertrauensärztlichen Untersuchung unterziehen?
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Verlangt Ihre neue Arbeitgeberin bzw. Ihr neuer Arbeitgeber die Untersuchung, werden Sie sich dieser nicht entziehen können. Die Ärtin bzw. der Arzt darf aber nur die Informationen weitergeben, die für Ihre Eignung in der ausgeschriebenen Position von Bedeutung sind.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Wird das Gehalt im Arbeitsvertrag festgehalten?
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Hierbei muss zwischen Tarifangestellten und außertariflichen Angestellten unterschieden werden. Im allgemeinen wird es so gehalten, dass die tarifliche Eingruppierung in den Anstellungsvertrag aufgenommen. Bei den außertariflichen Angestellten wird das Gehalt normalerweise konkret aufgeschlüsselt.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Inwieweit wird die Stellenbeschreibung in den Anstellungsvertrag aufgenommen?
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Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Im Interesse der Vertragsparteien wird vielfach eine möglichst genaue Beschreibung der Tätigkeit und Funktion der Arbeitnehmer/ innen sowie Ihrer Stellung innerhalb des Betriebes in den Anstellungsvertrag aufgenommen. Viele Unternehmen verzichten allerdings auf umfangreiche Aufgabenbeschreibungen und behalten sich die Änderung des jeweiligen Aufgabenbereichs im Wege des „Direktionsrechts“ vor. Dies ist an sich nichts verwerfliches und bietet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unter Umständen sogar Vorteile, falls zum Beispiel das Unternehmen betriebsbedingt Entlassungen vornehmen muss."
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Wie verläuft die Kündigung bei einem befristeten Arbeitsvertrag?
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Der Arbeitsvertrag endet mit Ablauf des schriftlich vereinbarten Zeitraumes (§620 BGB).
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Wie verläuft die Kündigung bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis?
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Hier gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Es endet entweder durch eine Kündigung, durch einen Aufhebungsvertrag oder aber auch durch den automatischen Eintritt in den Ruhestand.
Kategorie: Arbeitsvertrag -
Wie finde ich meine Fähigkeiten und Stärken heraus?
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Schreiben Sie fünf Geschichten aus ihrem Leben auf.
Erzählen Sie in diesen Geschichten, was Sie aus reiner Freude an der Sache oder aus persönlichem Ehrgeiz gemacht haben, und was Sie stolz gemacht hat. Es ist egal, ob andere von diesem Erfolg wissen, ob sie es während der Arbeit oder Freizeit gemacht haben. Die Geschichten können aus der Kindheit, Schul- bzw. Studienzeit oder aus jüngster Vergangenheit stammen und sollten jeweils nicht mehr als drei Absätze haben.Die Geschichte sollte folgende Fragen beantworten:
- Was wollte ich erreichen?
- Was waren Probleme oder Hindernisse bzw. Herausforderungen?
- Wie bin ich vorgegangen?
- Was war das Ergebnis / der Erfolg?
- Woran habe ich den Erfolg gemessen/ erkannt?Werten Sie die Geschichten wie folgt aus:
- Welche körperlichen, geistigen und/ oder sozialen Fähigkeiten haben mich zu dem Erfolg gebracht?
- Welchen Anteil hatte ich persönlich daran?
- Wie würde mein bester Freund/ beste Freundin/ Eltern oder Geschwister diese Frage beantworten?
- Schreiben Sie alle Fähigkeiten auf.Fallen Ihnen besondere Stärken auf, die in mehreren Geschichten eine Rolle spielen?
Priorisieren Sie die Stärken und Fähigkeiten. Gefallen Ihnen bestimmte Fähigkeiten nicht besonders, streichen Sie sie. Beenden Sie die Übung, indem Sie die 6 wichtigsten Stärken benennen.Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Wie finde ich meine Interessensgebiete und Tätigkeitsfelder heraus?
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Um herauszufinden, in welchem Tätigkeitsfeld sie ihre Lieblingsfähigkeiten am besten einsetzen können, beantworten Sie folgende Fragen:
1. Welche besonderen Interessen haben Sie? Über welches Thema könnten Sie sich den ganzen Abend mit einem anderen Menschen unterhalten?
2. Welches sind Ihre Lieblingsthemen – Themen, zu denen Sie sich in Büchern, Zeitschriften, auf Messen und Ähnlichem hingezogen fühlen?
3. Welche sprachlichen Vorlieben haben Sie? Jede Branche hat ihren einen Jargon. Mögen Sie den Sprachgebrauch in Ämtern? Wenn Sie gerne mit anderen Fachexpertinnen und Fachexperten fachsimpeln, könnte Sie ein Job im öffentlichen Dienst, wo es z.B. eher „juristisch“ und formal zugeht, Sie eher unzufrieden stimmen.Verbinden Sie nun ihre Interessensgebiete mit ihren Fähigkeiten. Bilden daraus einen Beruf. Beispiel: Wenn Sie z.B. Maschinenbau studiert haben, Autos lieben und ihre größten Stärken in der Kommunikation mit anderen Menschen und im „Verkaufen“ liegen, könnten Sie darüber nachdenken, im Vertrieb in der Automobilbranche ihren Job zu suchen.
Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Wie finde ich meine Ziele und Werte heraus?
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Werte geben uns Orientierung an jedem Tag, bei der Aufgabe und bei jeder Begegnung mit anderen Menschen. Jeder Mensch hat andere Werte, die sein Handeln bestimmen. Warum ist es wichtig, sich bei der Jobsuche, seiner Werte bewusst zu sein?
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Ingenieur arbeitet in einer Entwicklungsabteilung, die Kriegswaffen konstruiert. Er selbst ist Wehrdienstverweigerer gewesen. Harmonie und Pazifismus stehen bei ihm ganz oben auf seiner Wertehierarchie. Schwer vorstellbar, dass dieser Mensch sich in seinem Job wohl fühlt, oder? Um also das richtige Arbeitsumfeld für sich zu finden, sind neben den Interessen auch die eigenen Werte und Ziele sehr wichtig. Aber wie werde ich mir meiner Werte und Ziele bewusst?
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Es ist ihr 60. Geburtstag und alle ihre Freunde und Bekannten sind eingeladen. Ihr Leben ist so gelaufen, wie Sie es immer führen wollten. Sie haben alles erreicht, was Ihnen wichtig war. Es werden Reden gehalten und ein Rückblick auf ihr Leben geworfen. Es werden nur die guten Seiten erwähnt, was Sie alles Positives erreicht haben und was sie auszeichnet. Was würden Sie dann gerne zu ihrem 60. Geburtstag hören?
Auf meinem 60. Geburtstag würde ich gerne hören, dass ich…
- …Menschen geholfen habe, die hilfsbedürftig und in Not waren
- …gut zuhören kann
- …alle Projekte eigenverantwortlich zum Erfolg geführt habe
- …neue Technologien erfunden habe
- …etwas repariert habe, was kaputt war
- …mit viel Ausdauer, schon für verloren erklärte Aktionen, positiv zu Ende gebracht habe
- …etwas perfektioniert oder verbessert habe
- …Veränderungen bewirkte
- …eine Arbeit gemacht habe, die die Welt verschönert hat
- …etwas entwickelt habe, was es vorher nicht gab
- …dem Markt mit meinen Ideen immer voraus war
- …die kniffligsten Probleme im Detail geklärt habe
- …viel Geld oder andere materielle Werte besitze
- …ein neues Unternehmen gegründet habe und viele Arbeitsplätze geschaffen habe
- …Menschen zum gesundheitsbewussterem Leben verholfen habe
- …Konflikte zwischen Menschen geschlichtet habe
- …immer viel Wert auf meine Gesundheit gelegt habe
- …interkulturelle Grenzen überwunden habe
- …für meine Familie immer da war
- …die halbe Welt bereist habe
- …ich meine Freunden in der Heimat erhalten blieb
- …mich aktiv in meinem Verein, Hobby engagiert habe
- …erfolgreiche Managerin bzw. erfolgreicher Manager binWählen Sie die Aussagen aus, die Ihnen am meisten von Bedeutung sind. Ergänzen Sie ggf. noch eigene Punkte, die ihnen wichtig wären und priorisieren Sie für sich die fünf wichtigsten Werte und Ziele. Bringen Sie ihre Werte und Ziele mit Ihren vorab definierten Berufsbildern zusammen. Welche Branche, welcher Job ermöglicht mir am besten, meine Werte zu leben und Ziele zu erreichen?
Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Wie finde ich meine bevorzugten Arbeitsbedingungen heraus?
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Überlegen Sie sich, welche Dinge Sie an früheren Jobs, Praktika, Hilfsjobs nicht mochten (z.B. Schichtarbeit, zu laut, zu wenig Entscheidungsspielraum, keine Fenster im Büro, zu wenig Kontakt zu Menschen…). Ordnen Sie diese Merkmale dann nach Stärke der Abneigung. Formulieren Sie die negativen Bedingungen nun um: Was muss anstatt dessen gegeben sein, damit ich mit Spaß und Freude effektive Ergebnisse in der Arbeit erzielen kann? Priorisieren Sie diese wieder nach Wichtigkeit.
Da die Arbeitsleistung und der Spaß an der Arbeit sehr stark von den Menschen, die einen umgeben, abhängt, sollten Sie sich auch Gedanken darüber machen, mit welcher Art von Menschen Sie besonders gut bzw. sehr schlecht zusammen arbeiten können.
Man kann folgende Arten unterscheiden:Die Realistischen:
Menschen, die gerne in der Natur, im Sport oder mit Werkzeugen und Maschinen arbeiten.
Die Kreativen:
Menschen mit künstlerischer Veranlagung, kreativ, fantasievoll und innovativ, lieben unstrukturierte Situationen
Die Sozialen:
Menschen, die anderen Menschen gerne helfen, sie unterrichten, heilen oder Ihnen Dienstleistungen erbringen
Die Unternehmerischen:
Menschen, die gerne Projekte und Organisationen stemmen, andere Menschen führen und überzeugen
Die Konventionellen:
Menschen, die gern ins Detail gehen, mit Zahlen arbeiten, administrative Aufgaben übernehmen und Projekte durchführen.In der Regel fühlen wir uns zu ca. drei Gruppen besonders hingezogen. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Veranstaltung mit vielen Leuten und Sie finden in fünf verschiedenen Ecken die jeweiligen Typen. In welche Ecke stellen Sie sich zuerst? Welche ist ihre zweite, welche die dritte Wahl?
Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Wie finde ich heraus, welche Gehalts- und Positionsvorstellungen ich habe?
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Auch wenn man als Berufseinsteigerin bzw. Berufseinsteiger noch keine wirklichen Verhandlungsoptionen bezogen auf das Gehalt hat, sollte man sich zumindest schon mal mit der Frage auseinandersetzen, welche Karriereziele man sich setzt. Will man sich später zu den bestverdienenden Managerinnen und Managern zählen lassen oder ist man mit einem durchschnittlichen Akademikergehalt auf Projektleitungsebene zufrieden?
Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Und wie finde ich nun ein Gesamtbild von meinem Traumjob?
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Fassen Sie die Ergebnisse der fünf Schritte in einer Übersicht auf einem Zettel zusammen:
Mein Bild vom Traumjob
- Meine Fähigkeiten
- Meine Interessen / Tätigkeitsfelder
- Meine Ziele und Werte
- Mein Arbeitsumfeld
- Mich umgebende Menschen
- Meine Gehalts- / Positionsvorstellung
- Wie heißen die Jobs oder Berufe, bei denen ich meine Fähigkeiten und Stärken mit meinen Interessen und Lieblingsthemen verbinden kann?
- Welche Arten von Organisationen suchen solche Jobs und Berufe?
- Welche Unternehmen sagen mir aufgrund meiner Werte, meines Sprachgebrauchs und meiner Ziele am meisten zu?
- Mit welchen Aufgaben / Zielen beschäftigen sich diese Unternehmen, bei denen ich durch mit meinen Fähigkeiten am besten aufgehoben bin?Dieses Bild ist nicht nur ein Bild Ihres Traumjobs, sondern auch ein Bild von
sich selbst. Für ihren Bewerbungsprozess ein unschätzbarer Wert. Ihnen wird es nicht nur leichter fallen, passende Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber ausfindig zu machen, sondern auch sich ganz gezielt mit Ihren Fähigkeiten, Werten und Zielen positiv zu verkaufen. Um an Jobs und Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber zu kommen, die Ihren Vorstellungen entsprechen, empfehle ich Ihnen folgendes Vorgehen:- Sprechen Sie mit Verwandten, Freunden, Bekannten über Ihre
Vorstellungen. Vielleicht kennt jemand jemanden oder eine Firma, die interessant für Sie sein könnten.
- Bauen Sie sich ein Netzwerk auf, z.B. durch aktive Mitarbeit im VDI. Dort
lernen Sie viele interessante Menschen kennen mit ähnlichen Interessen und Kontakten zu interessanten Arbeitgebern.
- Suchen Sie Stellenangebote konkret nach Ihren Vorlieben.Kategorie: Eigene Stärken, Schwächen, Ziele -
Was ist Outplacement?
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Sind Entlassungen unvermeidbar, dann ist Outplacement eine Dienstleistung, die sowohl der betroffenen Mitarbeiterin bzw. dem betroffenen Mitarbeiter als auch dem Unternehmen effektiv Vorteile bringen soll. Eine Outplacement-Beratung soll beide Seiten im Trennungsprozess unterstützen.
Kategorie: Outplacement -
Wie wird die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter durch Outplacementberatung unterstützt?
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In der Regel wird eine Standort-Bestimmung und Qualifikationsprofil geklärt. Außerdem wird die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter bei der Recherche auf dem Arbeitsmarkt und bei der Selektion der Möglichkeiten unterstützt und erhält ein Bewerbungs-Coaching. Es besteht oft auch die Möglichkeit, dass der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter ein Büro zur Verfügung gestellt wird, in dem sie bzw. er recherchieren kann. Im optimalen Falle werden Beraterinnen- und Beraterkontakte genutzt.
Kategorie: Outplacement -
Was soll mit der Outplacementberatung für die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter erreicht werden?
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Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter soll optimalerweise nahtlos in eine neue Position übergehen. Sie bzw. er soll überdies professionelle Unterstützung bei der Trennungsbewältigung erhalten und auch die Chancen einer Trennungssituation sehen und ergreifen. Ziel ist es, den Suchprozess zu verkürzen und die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter schnell in eine neue Position zu bringen.
Kategorie: Outplacement -
Welche Vorteile hat das Unternehmen durch Outplacement?
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Ein Vorteil für Unternehmen liegt darin, der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter zu signalisieren, dass er bei der Suche nach einer neuen Position unterstützt wird. So wird das Angstpotenzial vor dem Arbeitsplatzverlust bei betroffenen und nichtbetroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reduziert und die Produktivität des Unternehmens sowie die Loyalität der verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt gesichert.
Außerdem werden Restlaufzeiten von Arbeitsverträgen minimiert, Veränderungs-Prozesse beschleunigt und langwierige und kostspielige Rechtsstreitigkeiten und Imageverluste vermieden.Kategorie: Outplacement -
Welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrifft das?
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Führungskräfte im Top-Management, Führungskräfte im mittleren Management, Fachkräfte und tarifliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kaufmännischen Berufen.
Kategorie: Outplacement -
Kann ich von meiner Arbeitgeberin bzw. meinem Arbeitgeber eine Outplacementberatung fordern?
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Zu einer Outplacementberatung ist die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber nicht verpflichtet. Sie können aber vorschlagen, diese Beratung in einen Aufhebungsvertrag aufzunehmen. Gelegentlich wird jedoch die Abfindung um die Kosten der Outplacement-Beratung reduziert.
Kategorie: Outplacement -
Welche Rechte habe ich als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer, wenn eine Kündigung droht?
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Welche Rechte habe ich bei einer außerordentlichen Kündigung?
Liegen entsprechend schwerwiegende – insbesondere verhaltensbedingte – Kündigungsgründe vor und ist der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber die weitere Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses auch während des Laufs der Kündigungsfrist unzumutbar, kann sie bzw. er den Arbeitvertrag durch eine außerordentliche, fristlose Kündigung beenden. Wenn Ihnen fristlos gekündigt werden soll, muss der fristlosen Kündigung regelmäßig mindestens eine Abmahnung vorausgegangen sein. Eine Abmahnung ist die Beanstandung von Leistungsmängeln durch die Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber unter Androhung von Folgen für den Wiederholungsfall. Kam es jedoch zu einer besonders schweren Pflichtverletzung der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers, ist die fristlose Kündigung auch ohne Abmahnung zulässig. Ob auch eine Anhörung der betroffenen Arbeitnehmerin bzw. des betroffenen Arbeitnehmers erforderlich ist, ist eine Frage des Einzelfalles. Wenn die fristlose Kündigung wegen des Verdachtes einer Straftat erfolgen soll, muss der Beschäftigten bzw. dem Beschäftigten nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts auf jeden Fall Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden.
Die gekünigte Arbeitnehmerin bzw. der gekündigte Arbeitnehmer kann die Kündigung im Wege der Kündigungsschutzklage gerichtlich überprüfen lassen. Diese ist innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage zu erheben. Die 3-Wochen-Frist gilt allerdings nur, wenn das Kündigungsschutzgesetz überhaupt auf das Arbeitsverhältnis anwendbar ist. Soweit dies nicht der Fall ist (Kleinbetriebe mit nicht mehr als 5 Beschäftigten, die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer ist noch keine 6 Monate im Betrieb beschäftigt), kann die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer die Kündigung ohne diese Frist gerichtlich überprüfen lassen.Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Die außerordentliche Kündigung kommt auch dann in Betracht, wenn die ordentliche Kündigung beispielsweise aus tariflichen Gründen nicht möglich ist. In diesen Fällen wird die außerordentliche Kündigung nicht fristlos, sondern in der Regel mit einer „Auslauffrist“ ausgesprochen, die der Frist entspricht, mit der das Arbeitsverhältnis hätte gekündigt werden können, falls eine ordentliche Kündigung möglich gewesen wäre. Dies trifft häufig bei älteren Arbeitnehmern zu, deren Arbeitsplatz wegfällt und für die kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Tipp: Oftmals ist die Berechtigung einer fristlosen Kündigung zweifelhaft. Lassen Sie in diesem Fall die Rechtfertigung der Kündigung juristisch überprüfen."Welche Rechte habe ich bei einer ordentlichen Kündigung?
Der Regelfall einer Kündigung ist die ordentliche Kündigung.
Für eine ordentliche Kündigung benötigt die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber auch in Kleinbetrieben, in denen das Kündigungsschutzgesetz nicht zur Anwendung kommt, einen sachbezogenen und anerkennenswerten Grund. Ist das Kündigungsschutzgesetz anwendbar, darf der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer nur noch gekündigt werden, wenn die Kündigung sozial gerechtfertigt ist. Die soziale Rechtfertigung kann sich ergeben aus:
- Gründen in der Person der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers,
- Gründen im Verhalten der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers,
- dringenden betrieblichen Erfordernissen.
Hier muss die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber aber darlegen und beweisen, dass sie bzw. er mit der Gekündigten bzw. dem Gekündigten diejenige bzw. denjenigen ihrer bzw. seiner untereinander vergleichbaren Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter ausgewählt hat, die bzw. den es dadurch am wenigsten hart trifft (soziale Auswahl).
Hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer ordentlich gekündigt, so besteht der Anspruch auf das Arbeitsentgelt zunächst bis zum Ablauf der Kündigungsfrist fort und zwar auch dann, wenn die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer nicht mehr beschäftigt.
Hat die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer in einem Betrieb mit weniger als 5 Beschäftigten gearbeitet und ist das Kündigungsschutzgesetz deshalb nicht anwendbar, muss die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber den Lohn ebenfalls weiterzahlen, wenn die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer ihr bzw. ihm in eindeutiger Form zu erkennen gibt, dass sie bzw. er mit der Kündigung nicht einverstanden ist und Klage mit dem Ziel der Feststellung erhebt, dass das Arbeitsverhältnis fortbesteht.
Beschäftigt eine Arbeitgeberin bzw. ein Arbeitgeber mehr als 20 Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, muss sie bzw. er Massenentlassungen dem Arbeitsamt mitteilen und anzeigen. Das Arbeitsamt hat die Möglichkeit eine Entlassungssperre zu verfügen. Dieser Kündigungsschutz geht über den allgemeinen Kündigungsschutz hinaus. Hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber die Anzeige versäumt oder nicht richtig durchgeführt, hat dies die Unwirksamkeit der Entlassungen zur Folge, wenn sich die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer auf die Unwirksamkeit beruft.
Besonderheiten gelten für die Kündigung im Falle der Insolvenz der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers.Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Welche Personen genießen besonderen Kündigungsschutz?
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Bestimmten Beschäftigten, die auf dem Arbeitsmarkt eine relativ schwache Position haben, kann nur unter erschwerten Voraussetzungen gekündigt werden. Teilweise ist die Kündigung von der vorherigen Zustimmung einer Behörde abhängig.
Dazu gehören:
- Arbeitnehmer(innen), die Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen;
- Arbeitnehmerinnen, die dem Mutterschutzgesetz unterliegen;
- Betriebsräte und Personalräte einschließlich (vorübergehend) nachgerückter Ersatzmitglieder;
- Kämpfer gegen den Faschismus und Verfolgte des Faschismus;
- Mitglieder der JAV und des Wahlvorstandes sowie Wahlwerber;
- Schwerbehinderte,
- Wehrdienstleistende.
Gesetzliche Besonderheiten gelten auch bei der Kündigung von
- Immissionsschutzbeauftragten,
- Störfallbeauftragten und
- Betriebsbeauftragten für Abfall,
alles Funktionen, mit denen häufig gerade Ingenieure betraut werden.
Hinweis: Der besondere Kündigungsschutz gilt nicht, wenn der Betrieb stillgelegt wird oder die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer eine schwere Pflichtverletzung begangen hat, die zur außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt.
Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Was muss ich beachten, wenn meine Arbeitgeberin bzw. mein Arbeitgeber mir betriebsbedingt kündigen will?
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Das Kündigungsschutzgesetz lässt auch dann eine Kündigung zu, wenn dies aus dringenden betrieblichen Erfordernissen notwendig wird. Eine solche Kündigung setzt einen Kündigungsgrund voraus, der sich aus innerbetrieblichen oder aus außerbetrieblichen Umständen (z.B. Auftragsmangel, Umsatzrückgang) ergeben kann. Vor einer betriebsbedingten Kündigung muss die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber prüfen, ob anstelle der Kündigung auch mildere Mittel zur Verfügung stehen.
Nach dem Gesetz müssen für eine betriebsbedingte Kündigung dringende betriebliche Erfordernisse gegeben sein. Solche Erfordernisse liegen nicht vor, wenn es eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit gibt. Die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber hat zu prüfen, ob ein gleichwertiger oder ungleichwertiger Arbeitsplatz im gesamten Unternehmen vorhanden sein könnte.
Nach der aktuell geltenden Regelung des Kündigungsschutzgesetzes ist trotz Vorliegens dringender betrieblicher Gründe eine betriebsbedingte Kündigung nur sozial gerechtfertigt, wenn die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber bei der Auswahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Lebensalter, die Unterhaltspflichten und die ggf. vorhandene Schwerbehinderung der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers in angemessener Weise berücksichtigt hat.
Das Gesetz gibt der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber die Möglichkeit, hinsichtlich einer betriebsbedingten Kündigung solche Personen von der sozialen Auswahl auszunehmen, deren Weiterbeschäftigung aus zwei Gründen im berechtigten betrieblichen Interesse liegt. Das sind einerseits so genannte "Leistungsträger", hinsichtlich derer wegen ihrer besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und Leistungen oder andererseits Personen, bei denen zur Sicherung einer ausgewogenen Personalstruktur des Betriebes ein berechtigtes betriebliches Interesse gegeben ist.Wenn Sie Auskunft über die Gründe verlangen, die zu der getroffenen sozialen Auswahl geführt haben, muss die Arbeitgerberin bzw. der Arbeitgeber Ihnen diese Auskunft geben.
Dazu gehört die Offenlegung der Sozialdaten wie Betriebszugehörigkeit und Lebensalter. Darüber hinaus muss sie bzw. er Ihnen die Gewichtung der von ihr bzw. ihm berücksichtigten Faktoren erläutern.Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Falls trotz der Auskünfte des Arbeitgebers die soziale Rechtfertigung der Kündigung noch zweifelhaft ist, sollten Sie die Erhebung einer Kündigungsschutzklage, gegebenenfalls mit anwaltlicher Hilfe, in Betracht ziehen."
Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Was ist ein Aufhebungsvertrag und worauf muss ich dabei achten?
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Was ist ein Aufhebungsvertrag?
Ein Aufhebungsvertrag ist ein Vertrag, in dem die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber und die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu einem bestimmten Zeitpunkt vereinbaren. Das Arbeitsverhältnis endet dann zu dem vereinbarten Termin. Es bedarf keiner Kündigung. Weil das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird, enden dann auch die arbeitsrechtlichen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Ein Aufhebungsvertrag kann wirksam nur schriftlich geschlossen werden. Andernfalls ist er nichtig.Wann macht ein Aufhebungsvertrag Sinn?
Ein Aufhebungsvertrag kann Sinn machen, wenn Arbeitgeberin bzw. Arbeitgeber und Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis auflösen wollen, ohne an Kündigungsfristen und -termine gebunden zu sein. Mit einem Aufhebungsvertrag können die Vertragsparteien die Beendigung des Arbeitsverhältnisses flexibel gestalten. Vorteil für die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber: Bei Abschlusses eines Aufhebungsvertrages muss diese bzw. dieser weder den allgemeinen noch den besonderen Kündigungsschutz (für schwangere Arbeitnehmerinnen, Schwerbehinderte, Betriebsverfassungsorgane, Wehr- und Zivildienstpflichtige) beachten. Vorteil für die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer: Auch die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer muss keine Kündigungsfristen beachten und ist so hinsichtlich eines anderen Arbeitsplatzes entsprechend flexibel. Wenn statt einer personen- oder verhaltensbedingten Kündigung ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen wird, wird der Kündigungsgrund nicht nach außen bekannt. Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, eine Abfindung zu vereinbaren.Was ist zu beachten?
Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer kann die Rechtmäßigkeit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr gerichtlich nachprüfen lassen sondern allenfalls den Aufhebungsvertrag anfechten. Außerdem muss die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer damit rechnen, dass sie bzw. er allein schon wegen des Abschlusses des Aufhebungsvertrages eine Sperrzeit von 12 Wochen beim Arbeitslosengeldbezug erhält und die Gesamtbezugsdauer seines Arbeitslosengelds gekürzt wird. Ist die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer auf Arbeitslosengeld angewiesen, sollte der Aufhebungsvertrag so gestaltet sein, dass trotz der Sperrzeit und der um ein Viertel verkürzten Bezugsdauer der Aufhebungsvertrag gegenüber der Kündigung vorteilhafter für Ihn ist. Wichtig ist, sich über einen Aufhebungsvertrag ausreichend Gedanken zu machen, denn er hat erhebliche sozialrechtliche, steuerrechtliche etc. Konsequenzen. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht ist daher ratsam. Wird die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer von der Arbeitgeberin bzw. vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt, sollte sich diese bzw. dieser auf jeden Fall eine ausreichende Bedenkzeit vorbehalten. Erklärt sich die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags bereit, bedeutet dies eine bessere Verhandlungsposition der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers - der Abschluss eines Aufhebungsvertrags ist oftmals mit der Zahlung einer Abfindung verbunden , weil die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber nicht genau absehen kann, wie eine Kündigungsschutzklage der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers endet, wenn sie bzw. er diesem anstelle der einvernehmlichen Auflösung kündigt.Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Schließen Sie einen Aufhebungsvertrag nur ab, wenn dieser für Sie insgesamt gegenüber einer Kündigung vorteilhafter ist.
Oft ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber nach § 1a Kündigungsschutzgesetz eine für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer sinnvolle Alternative. Hierbei handelt es sich um eine Kündigung, bei der der Arbeitgeber mit der Kündigungserklärung darauf hinweist, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist eine Abfindung in Höhe von 0,5 Monatsverdiensten für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses erhält. Sofern der Arbeitnehmer keine Klage gegen die Kündigung erhebt, erhält er die Abfindung. Eine Sperrzeit ist für diesen Fall nicht vorgesehen.
Im Aufhebungsvertrag sollte auch die Ausstellung eines das berufliche Fortkommen förderlichen Zeugnisses vereinbart werden. Gegebenenfalls kann ein entsprechendes positives „Zwischenzeugnis“ dem Aufhebungsvertrag als Anlage beigefügt werden."Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Was ist beim Thema Kündigungsfristen zu beachten?
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Es gibt gesetzliche Vorschriften zur Kündigungsfrist, aber es finden sich auch Regelungen zur Kündigungsfrist in den meisten Arbeitsverträgen und in Tarifverträgen. Die Kündigungsfrist für die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber kann länger sein, als die Kündigungsfrist der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses.
Die gesetzliche Kündigungsfrist für ein Arbeitsverhältnis beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (Grundkündigungsfrist). Diese Kündigungsfrist erhöht sich bei einer Kündigung durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber, wenn das Arbeitsverhältnis zwei Jahre bestanden hat, auf einen Monat, bei fünf Jahren auf zwei Monate, bei acht Jahren auf drei Monate, bei 10 Jahren auf vier Monate, bei 12 Jahren auf fünf Monate, bei 15 Jahren auf sechs Monate und bei 20 Jahren auf sieben Monate jeweils zum Monatsende. Berücksichtigt wird dabei die Betriebszugehörigkeit der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers vom 25. Lebensjahr an. Während einer vereinbarten Probezeit von maximal sechs Monaten ist eine Kündigung mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen möglich.
Durch Tarifvertrag können nicht nur längere, sondern auch kürzere Kündigungsfristen festgelegt werden. Die kürzeren tariflichen Kündigungsfristen gelten aber nur dann, wenn Arbeitgeberin bzw. Arbeitgeber und Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer jeweils tarifgebunden sind, der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt ist, der Tarifvertrag bei der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber in betrieblicher Übung ständig angewandt wird oder die Anwendung des der Tarifvertrags arbeitsvertraglich vereinbart ist. Es ist auch zulässig, nur die Kündigungsfristen des jeweiligen Tarifvertrages zwischen den nicht tarifgebundenen Arbeitgeberin bzw. Arbeitgebern und Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmern zu vereinbaren.
Im Arbeitsvertrag können kürzere Kündigungsfristen als die Grundkündigungsfrist ansonsten nur vereinbart werden, wenn die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt ist oder wenn die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt und die Kündigungsfrist 4 Wochen nicht unterschreitet.In jedem Fall darf für die Kündigung durch die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer keine längere Kündigungsfrist vereinbart werden als für die Kündigung durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber. Die einzelvertragliche Vereinbarung längerer als der gesetzlichen Kündigungsfristen ist arbeitsvertraglich möglich.
Insbesondere kann vereinbart werden, dass die gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist für die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber wegen Dauer der Betriebszugehörigkeit der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers gleichermaßen auch für diesen gilt.Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Was muss ich beachten, wenn ich kündige?
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Jede Kündigung eines Arbeitsverhältnisses bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.
Außerordentliche Kündigung
Bei der außerordentlichen Kündigung sollte die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer den Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben angeben.
Ein Arbeitsverhältnis ist außerordentlich kündbar, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, d.h. es liegen Tatsachen vor, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen. Beispiele: Beleidigung und Tätlichkeiten durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber, das Nichtzahlen des Lohnes, die Nichtbeschäftigung der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers, das Mobbing durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber oder das Beschäftigen der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers unter groben Verstößen gegen Arbeitsschutzbestimmungen. Ob eine außerordentliche fristlose Kündigung gerechtfertigt ist, stellt das Gericht fest.
Hat die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer fristlos gekündigt, so ist das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung beendet.
Ordentliche Kündigung
Einen Kündigungsgrund benötigt die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer für die ordentliche Kündigung nicht.
Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder Letzten eines Monats, soweit nicht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag etwas anderes vereinbart ist. Für die Probezeit gilt die im Vertrag vereinbarte Kündigungsfrist. Der Anspruch auf das Arbeitsentgelt besteht auch dann bis zum Kündigungstermin, wenn die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer bis dahin von der Arbeit freistellt.
Tipp: Kündigen Sie selbst nie unüberlegt. Das gilt insbesondere, wenn Sie nicht schon die nächste Arbeitsstelle sicher haben.Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Wie und wo kann ich mich rechtlich beraten lassen?
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Dazu Dieter Anders, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der VDI Service GmbH:
"Rechtsberatung erteilen die zugelassenen Rechtsanwälte. Gewerkschaftsmitglieder können sich auch durch ihre Gewerkschaft beraten lassen.
VDI-Mitglieder erhalten allgemeine Rechtsauskünfte durch den Bereich „Technik und Recht“ in „VDI Beruf und Gesellschaft“ (tur@vdi.de).
Kategorie: Kündigung-Arbeitsrecht -
Worauf sollte ich in den ersten 100 Tagen achten?
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Erfassen Sie die Spielregeln des Unternehmens. Hier können Sie zum Einen
auf die offiziell kommunizierten Leitlinien und Werte achten, die fast jedes Unternehmen entwickelt hat. Lesen Sie die Informationsmaterialien über die Unternehmenswerte sehr aufmerksam. Die Strukturen des neuen Unternehmens findet man am einfachsten durch Fragen heraus. Wichtig ist, sich bei Unklarheiten sofort zu melden. Denn manche Fragen zum Unternehmen kann man nach einem halben Jahr nicht mehr stellen, ohne schief angeguckt zu werden. Außerdem sollten Sie die informellen oder geheimen Regeln erfassen. Wessen Wort hat Gewicht? Wer ist eine Außenseiterin oder ein Außenseiter? Wer ist kooperativ?Verschaffen Sie sich Akzeptanz bei den unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen. Seien Sie offen und neugierig, ohne aufdringlich zu sein. Halten Sie den notwendigen Abstand und Respekt ein. Solange Sie die Rollen der Kolleginnen und Kollegen nicht sicher einschätzen kann, fahren Sie mit Zurückhaltung am besten. Mit einer vorschnellen Bemerkung bei der falschen Kollegin oder beim falschen Kollegen hat man seinen Neuling-Bonus schnell verspielt!
Klären Sie die Erwartungen der bzw. des Vorgesetzten und somit des Unternehmens und erfüllen Sie sie nach den eigenen Möglichkeiten. Gute Leistung und Enthusiasmus sind bei Berufseinsteigerinnen und -einsteigern,
insbesondere bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation, selbstverständlich. Wenn Ihre Vorgesetzte oder Ihr Vorgesetzter mit Ihnen keine klaren Ziele
vereinbart, werden Sie selbst aktiv. Bitten Sie ruhig um ein Gespräch, in dem die „Leistungsmesslatte“ geklärt wird.Erarbeiten Sie sich ein soziales Netzwerk an Unterstützungs- und Austauschstrukturen. Insbesondere zu Beginn einer Karriere ist es notwendig, mit Gleichgesinnten und auch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen Kontakt zu suchen. Dabei ist es zentral, einen Nutzen für diese Person zu stiften und nicht nur an den Eigennutz zu denken.
Kategorie: erste 100 Tage -
Was kann ich in den ersten 100 Tagen falsch machen?
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Weil an der Uni eher das "Einzelkämpfertum" herrschte und jeder seinem eigenen Tempo und Interesse nachgehen konnte, fällt es vielen Absolventinnen und Absolventen schwer, sich an die "Mannschaftsarbeit" zu gewöhnen. Sie gehen mit viel Engagement und Ehrgeiz an die oftmals erste Stelle heran. Sie wollen nach der intensiven Ausbildungszeit ihre Fähigkeiten und ihr Wissen in der Praxis umsetzen. Das Motto lautet oftmals: „Endlich kann ich zeigen, was ich alles kann!“. Dabei konzentrieren sie sich auf die inhaltlichen Aufgaben und die fachlichen Anforderungen. Das ebenso bedeutsame Beziehungsgeflecht, die individuelle Unternehmenskultur mit all ihren formellen und vor allem informellen Regeln und die Positionierung in der Abteilung werden vielfach vernachlässigt. Am Ende bleibt oft die Verwunderung, warum sie gescheitert sind, obwohl sie nach ihrer eigenen Auffassung gute Leistungen erbracht haben.
Kategorie: erste 100 Tage -
Was muss ich in der Anfangszeit beachten, wenn ich als junger High-Potential einsteige?
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Beim jungen High-Potential fehlt das Erfahrungswissen der langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie oder er hat oft mit dem Neid und der Skepsis von Kolleginnen und Kollegen sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kämpfen. Auch der High-Potential muss oft erst Management- und Führungskompetenz erlernen. Über viele Einzelgespräche kann er sich eine Orientierung verschaffen. Mangelndes Erfahrungswissen muss er durch gute Kontakte zu älteren Kolleginnen und Kollegen sowie zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgleichen.
Kategorie: erste 100 Tage -
Was muss ich in der Anfangszeit beachten, wenn ich von außen in die Firma komme?
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Die Seiteneinsteigerin bzw. der Seiteneinsteiger kommt von außen in die Firma und kennt die informellen Strukturen und die Organisationskultur nicht. Einige Kolleginnen und Kollegen nehmen sie oder ihn eventuell als Bedrohung wahr. Die Person hat es besonders schwer, wenn die Führungsposition, die sie übernimmt, lange verwaist war oder ein Seiteneinstieg in der Unternehmenskultur nicht üblich ist. Die Seiteneinsteigerin bzw. der Seiteneinsteiger muss sich informell etablieren. Sie bzw. er muss sich durch Gespräche mit "wichtigen" Personen einen Überblick verschaffen und braucht Informationen über die Unternehmenskultur. Erst wenn sie bzw. er sich einen Überblick verschafft hat, kann sie bzw. er langsam beginnen, neue Rituale und Innovationen zu entwickeln.
Kategorie: erste 100 Tage -
Was muss ich in der Anfangszeit beachten, wenn ich aus der bisherigen Kollegenschaft aufgestiegen bin?
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Problem ist der Rollenwechsel von der (ehemaligen) Kollegin bzw. vom (ehemaligen) Kollegen zur Chefin bzw. zum Chef, dies erzeugt oftmals Neid. Es gilt, Einsamkeit zu ertragen. Sie können als Vorgesetzte bzw. als Vorgesetzter nicht „jedermanns Liebling“ sein. Durch die Notwendigkeit zur Ausübung der Führungsarbeit und Macht ecken Sie als Aufsteiger bzw. Aufsteigerin teilweise erstmalig an und müssen lernen, sich abzugrenzen. Mit diesem Druck müssen Sie umgehen und neben formeller Macht auch informelle Macht aufbauen.
Kategorie: erste 100 Tage -
Wie positioniere ich mich als Einsteigerin oder Einsteiger erfolgreich?
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Nachdem Sie sich einen Überblick über das Unternehmen verschafft haben, geht es nun darum, eine eigene „Duftmarke“ zu setzen. Suchen Sie sich ein Projekt oder eine Aufgabe, mit der Sie sich gut etablieren können. Fragen Sie sich, wofür Sie stehen und was Sie erreichen wollen. Vermarkten Sie Ihre Erfolge auf eine bescheidene und dennoch wahrnehmbare Art. Nichts ist schlimmer, als immer darauf zu bestehen bei Vorstand präsentieren zu dürfen, und nichts ist dümmer, als immer darauf zu verzichten.
Kategorie: erste 100 Tage -
Welchen Vorteil hat ein Doktortitel?
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Der Doktortitel steht für höheres Gehalt, mehr Ansehen und ein besseres Einkommen. Aber: Man erhält nicht gleich automatisch seinen Traumjob, nur weil man seinen Doktor gemacht hat.
Kategorie: Promotion -
Was muss ich bei einer Promotion in Kauf nehmen?
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Sie sollten sich überlegen, ob Sie es als Nachteil sehen, wenn Sie 3-4 Jahre Zeit für Ihre Dissertation benötigen, in denen Sie weniger Arbeitserfahrungen und oftmals auch weniger Gehalt als Ihre Ex-Kommilitonen zur Verfügung haben. Wägen Sie Kosten und Nutzen Ihrer Promotion ab, und entscheiden Sie sich dann für Ihren Weg.
Kategorie: Promotion -
Welche Promotionsmöglichkeiten gibt es?
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Es gibt unterschiedliche Arten zu promovieren:
- Promotion an der Universität
- Promotion am Graduiertenkolleg
- Promotion im Ausland
- Promotion in der IndustrieKategorie: Promotion -
Besteht für FH-Absolventinnen und FH-Absolventen die Möglichkeit zu promovieren?
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Grundsätzlich ist die Promotion von FH-Absolventinnen und FH-Absolventen nicht vorgesehen. Jedoch tauchen bezüglich der Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung immer wieder Fragen auf. Besonders fähigen FH-Absolventinnen und FH-Absolventen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Promotionswünsche zu erfüllen. Die meisten Bundesländer haben die Universitäten verpflichtet, ihre Promotionsordnung entsprechend zu ändern. Leider sind bei weitem noch nicht alle Verpflichtungen umgesetzt worden. Unabhängig von dieser formalen Voraussetzung ist es unumgänglich, an der Universität Ihrer Wahl eine Doktormutter bzw. einen Doktorvater für Ihre Promotion zu finden und überaus hilfreich, von Ihrem Professor an der FH ein Empfehlungsschreiben ausgestellt zu bekommen. Mit der Doktormutter bzw. dem Doktorvater sprechen Sie dann auch das Thema der Promotion ab, das primär in dessen Fachgebiet liegt.
Kategorie: Promotion -
Welche Vor- und Nachteile hat die Promotion an der Universität?
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Die finanzielle Absicherung ist gerade bei Promotionen ein häufiges Thema. Stipendien sind eine häufig genutzte Variante, um sich die Promotion zu finanzieren. Wer durch die Dauer des Stipendiums oder auch aus anderen Gründen auf die Zeit achten muss, sollte sich im Vorfeld die Durchführungsart seiner Dissertation überlegen. Bei Promotionsthemen mit experimentellem Charakter ist mehr Zeit einzuplanen als Promotionen mit statistischer oder literarischer Orientierung.
Die Vorteile der universitären Anbindung, eine schnelle und umfassende Literaturauswahl sowie eine enge Bindung zur Doktormutter bzw. zum Doktorvater können dann zum Nachteil werden, wenn die wissenschaftliche Mitarbeit im Fachbereich überhand nimmt.Kategorie: Promotion -
Welche Vor- und Nachteile hat die Promotion am Graduiertenkolleg?
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Diese Programme werden meist gesponsert, was der Kandidatin und dem Kandidaten eine erstklassige Arbeitsbedingung liefert.
Dies erklärt natürlich auch, dass ein sehr großes Interesse an den Stellen vorhanden ist, was zu einem sehr anspruchsvollen Auswahlverfahren führt. Mit durchschnittlichen Noten wird man hier kaum einen Platz ergattern.Kategorie: Promotion -
Welche Vor- und Nachteile hat die Promotion im Ausland?
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Wer überlegt, ob er sich für eine Promotion oder einen Auslandsaufenthalt entscheiden soll, kann auch beides verbinden. Viele ausländische Universitäten haben verlockende Bedingungen wie gut ausgestattete Forschungslabors und eine umfassende Betreuung.
Kategorie: Promotion -
Welche Vor- und Nachteile hat die Promotion in der Industrie?
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Für die Kandidatinnen und Kandidaten, bei denen ein wissenschaftlicher Werdegang ausgeschlossen ist, wäre eine Kombination aus Praxis und Wissenschaft sehr vorteilhaft. Großunternehmen schreiben öfter Promotionsprojekte aus. Das Thema ist dadurch nicht unbedingt frei wählbar, jedoch kann man dies bei der Bewerbung und Auswahl des Projektes berücksichtigen. Ein großer Vorteil sind die Netzwerke, die man während dieser Zeit knüpfen kann. Die finanzielle und wissenschaftliche Unterstützung wird meist vom Unternehmen gewährleistet. Da als Gegenleistung häufig eine tagesweiser Einsatz in unterschiedlichen Fachabteilungen gefordert wird, sollte eine klare Regelung im Vorfeld abgesprochen werden.
Kategorie: Promotion -
Wie wirkt sich die Promotion finanziell aus?
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Während High Potentials schon ca. 46.059 Euro verdienen, liegen die Gehälter mit Promotion ca. 10.000 Euro höher. Die Gehaltsdifferenzierung relativiert sich jedoch bim Laufe der Karriere.
Kategorie: Promotion -
MBA statt Promotion?
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Wenn Sie Interesse am Management haben, ist der MBA eine sinnvolle Alternative zur Promotion. Hier stehen Teamarbeit, Auslandserfahrungen, intensive Kommunikation, interkulturelle Kompetenzen und starke Praxisorientierung im Vordergrund.
Kategorie: Promotion -
Unterscheiden sich Promotion und MBA im Zeitaufwand?
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Was den zeitlichen Rahmen betrifft, ist der MBA vorteilhafter. MBA-Programme sind oft als Fernstudium absolvierbar und mit monatlichen Präsenzphasen verbunden. Des Weiteren lässt sich der MBA wesentlich leichter in den Berufsalltag integrieren.
Kategorie: Promotion -
Was steht inhaltlich in einem „einfachen“ Arbeitszeugnis?
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- Personalien
- Dauer der Beschäftigung
- Genaue Aufzählung der geleisteten Aufgaben
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie empfehlenswert sind einfache Arbeitszeugnisse?
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Grundsätzlich sollten Sie vermeiden, solche Zeugnisse einem qualifizierten Zeugnis vorzuziehen. Diese wertfreie Darstellung Ihrer Arbeit wird meist dann genutzt, wenn die Leistung eher mangelhaft war. Jedoch bevorzugen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Form des Zeugnisses auch, wenn Vorkommnisse nicht erwähnt werden sollen.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie sieht ein „qualifiziertes“ Arbeitszeugnis aus?
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Im Rahmen des „qualifizierten“ Arbeitszeugnisses werden Personalien und Dauer der Beschäftigung aufgezählt. Des Weiteren erfolgt eine Beurteilung der Führung und Leistung während dieser Zeit.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Welche Aufgabe hat ein Arbeitszeugnis?
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Es soll alle wesentlichen Kenntnisse und Kompetenzen einer Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiters hervorheben. Dies geschieht unter anderem durch eine vollzählige und in einer sinnvollen Reihenfolgen Auflistung der Tätigkeiten und ihrer Beschreibung.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie ist ein Arbeitszeugnis aufgebaut?
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- Firmenbriefkopf
- Überschrift
- Einleitung
- Aufgabenbeschreibung
- Einzelne Leistungsbeurteilungen: (Arbeitswille/Arbeitsmotivation, Arbeitsbefähigung, Fachwissen und Weiterbildung, Arbeitsweise, Arbeitserfolg, evtl. besondere Erfolge oder Führungsverhalten)
- Zusammenfassende Leistungsbeurteilung
- Sozialverhalten: (intern, extern, evtl. Besonderheiten im Sozialverhalten)
- Schlussformulierungen: (Kündigungsgrund, positiv wären Dankes- und Beadauernsformel und Zukunftswünsche)
- Ort und Datum
- Zuständige Zeugnisausstellerin bzw. zuständiger ZeugnissaustellerKategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie lange dauert die Erstellung eines Arbeitszeugnisses?
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Es gibt keine festgelegten Zeitangaben. Normalerweise können Sie mit ca. zwei Wochen für die Erstellung rechnen. Natürlich hängt dieses auch mit den betrieblichen Rahmenbedingungen zusammen, die unter Umständen zu einer längeren Wartezeit führen.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Gibt es eine Verjährung für die Antragsstellung eines Arbeitszeugnisses?
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Die Verjährung liegt bei drei Jahren. Folgende Ausnahmen sind beispielsweise jedoch zu beachten:
- tariflichvertragliche Ausschlussfristen: sechs Monate
- Öffentlicher Dienst: sechs Monate
- Baugewerbe: oft nur zwei MonateKategorie: Arbeitszeugnisse -
Erlangt man bei kurzfristiger Tätigkeit auch einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis?
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Die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, auch bei einer kurzen Beschäftigung ein Arbeitszeugnis auszustellen.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Was für Möglichkeiten hat man, wenn man mit dem Inhalt des Arbeitszeugnisses nicht einverstanden ist?
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Es ist durchaus möglich, ein Zeugnisberichtigungsanspruch vor dem Arbeitsgericht durchzusetzen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber einen gewissen Spielraum bei den Formulierungen hat, und die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer sich nicht den genauen Wortlaut „wünschen“ kann.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Sind Arbeitszeugnisse im Ausland üblich?
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Arbeitszeugnisse sind eher in Deutschland üblich. Je nachdem, in welchem Land Sie nach einem Arbeitszeugnis fragen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie auf Unverständnis treffen.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Habe ich Anspruch auf ein „gutes“ Arbeitszeugnis?
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Dieser Anspruch ist vor allem in Deutschland möglich. Machen Sie sich nicht zu viele Hoffnungen, wenn Sie mit Ihrem ausländischen Arbeitszeugnis nicht zufrieden sind.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie sehen Arbeitszeugnisse im Ausland aus?
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Üblich sind hier meist die Aufzählungen der Tätigkeiten. Die meisten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind aber gerne bereit, über das Telefon für Referenzen zur Verfügung zu stehen.
Es gibt keine verbindlichen Regeln, die Form, Inhalt und Sprache betreffen.Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Wie bringe ich ein ausländisches Arbeitszeugnis positiv in der Bewerbung unter?
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Weisen Sie in der Bewerbung auf die Besonderheiten im Ausland hin. Nach Absprache mit Ihrer ehemaligen Chefin bzw. Ihrem ehemaligen Chef sollten Sie dann auch angeben, dass bei Interesse Referenzen dort eingeholt werden können.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Sind schriftliche Referenzen üblich?
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Auch die Vorgesetzten im Ausland bekommen mit, wie viel Wert auf Referenzen in Deutschland gelegt wird. Oft sind sie auch dazu bereit, diese in schriftlicher Form dem landesüblichen „Arbeitszeugnis“ beizulegen.
Kategorie: Arbeitszeugnisse -
Was ist ein MBA?
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MBA steht für „Master of Business Administration“.
Es handelt sich hierbei um eine Zusatzqualifikation des mittleren Management-Nachwuchses.Kategorie: MBA -
Was muss man bei der Wahl des MBAs beachten?
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Die Frage lässt schon darauf schließen, dass es nicht nur „den“ MBA gibt, sondern unterschiedliche Angebote vorhanden sind. Forschen Sie nach, welche Möglichkeiten zum Interessenszeitpunkts angeboten werden. Eine Möglichkeit wäre z.B. die World MBA Tour, auf der man Informationen aus erster Hand erhalten kann.
Kategorie: MBA -
Macht es Sinn, als Deutsche bzw. Deutscher einen MBA zu machen?
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Deutsche sind durchaus gefragt. Der Grund liegt nicht nur darin, dass deutsche MBA-Studentinnen und Studenten meist gut zahlende Kundinnen und Kunden an den ausländischen Business-Schools sind, sondern auch später auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich erfolgreich sind. Natürlich können Sie sich nicht darauf ausruhen, aus Deutschland zu kommen und im Besitz eines MBA zu sein, sondern müssen für Ihren Karrieresprung auch einiges an Eigenleistung mitbringen. Der MBA schlägt sich auf jeden Fall positiv auf das Gehalt nieder.
Lesen Sie dazu auch die FAQs zum Thema Karrieremöglichkeiten!
Kategorie: MBA -
Welches MBA-Angebot sollte man wählen?
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Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle. Auch wenn wir hier von Summen reden, die sich im Rahmen zwischen 30.000 und 50.000 Euro bewegen. Es zählt nicht nur der Titel, sondern auch, wo Sie ihn erworben haben. Wählen Sie eine nicht so anerkannte Anbieterin bzw. Anbieter, so werden Sie mit Ihrem Abschluss nicht unbedingt glücklich werden. Es hat sich nachweislich herausgestellt, dass teure MBAs auch den höheren Gehaltszuwachs ermöglichen.
Kategorie: MBA -
Mit welchen Kosten muss bei dem MBA gerechnet werden?
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Je nach Institut muss mit Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro gerechnet werden. Sparen Sie hier aber nicht an der falschen Stelle. MBA ist nicht gleich MBA.
Kategorie: MBA -
Zahlen sich die Kosten eines MBA aus?
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Normalerweise können Sie damit rechen, dass der MBA Ihnen 5.000 Euro mehr Jahresgehalt einbringt.
Kategorie: MBA -
MBA statt Promotion?
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Wenn Sie Interesse am Management haben, ist der MBA eine sinnvolle Alternative zur Promotion. Hier stehen Teamarbeit, Auslandserfahrungen, intensive Kommunikation, interkulturelle Kompetenzen und starke Praxisorientierung im Vordergrund.
Kategorie: MBA -
Unterscheiden sich Promotion und MBA im Zeitaufwand?
-
Was den zeitlichen Rahmen betrifft, ist der MBA vorteilhafter. MBA-Programme sind oft als Fernstudium absolvierbar und mit monatlichen Präsenzphasen verbunden. Des Weiteren lässt sich der MBA wesentlich leichter in den Berufsalltag integrieren.
Kategorie: MBA -
Was muss ich für meine Familie beachten?
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Bei der Heimkehr sind ähnliche Dinge zu beachten wie beim Auswandern. Auch wenn Ihre Rückkehr und das folgende Arbeitsumfeld feststeht, sollten Sie auch die Entwicklungsmöglichkeiten Ihrer Familie nicht aus den Augen verlieren. Lässt z.B. die Heimkehr mit dem Schuljahresbeginn der Kinder vereinbaren?
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Wie sieht ein Arbeitszeugnis im Ausland aus? Worauf muss geachtet werden, dass es in Deutschland anerkannt wird?
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Arbeitszeugnisse sind nirgends so gefragt wie in Deutschland. Das bedeutet aber auch, dass im Ausland diesem Punkt nicht so viel Beachtung geschenkt wird. Immer mehr ausländische Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber richten sich darauf ein, Arbeitszeugnisse zu schreiben. Formulierungen und Rahmenbedingungen, die in Deutschland unbedingt eingehalten werden müssen, gelten hier jedoch nicht.
In den meisten Fällen sind die ausländischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber damit einverstanden, als Referenz angegeben zu werden, und stehen für telefonische Nachfragen zur Verfügung. Weisen Sie in Ihren Bewerbungen ruhig daraufhin, damit keine Missverständnisse durch ein nicht übliches Arbeitszeugnis entstehen.Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Wann ist der passende Zeitpunkt für die Rückkehr?
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Es gibt hier keine festen Zeitangaben. Je nach Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit kann dies in der Zeitspanne sehr variieren. Sie sollten aber bedenken, dass die Vorurteile der Personalverantwortlichen mit der Länge des Auslandsaufenthalts zunehmen können.
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Kann man die Rückkehr in ein Unternehmen sichern?
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Fragen Sie nach, was das Unternehmen für Reintegration seiner Rückkehrerinnen und Rückkehrer tut. Jedoch muss auch hier wieder einiges beachtet werden. Selbst wenn sie durch eine Wiedereinstellungsklausel eine gesicherte Rückkehr haben, kann es durchaus passieren, dass diese durch die wirtschaftliche Lage nicht eingehalten werden kann. Solche Situationen werden von Unternehmen so umschifft, indem Angebote gemacht werden, die für den Betroffenen so uninteressant sind, dass ein Unternehmenswechsel schnell angestrebt wird.
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Verlasse ich mich auf die Jobzusicherung durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber?
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Natürlich können Sie sich darauf verlassen, aber es bleibt fraglich, wie das Jobangebot der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers aussieht. Sinnvoll ist es, sich schon vor der Rückreise mit Alternativen auseinander zu setzen. Machen Sie sich einen Überblick über die Möglichkeiten in der Heimat und signalisieren Sie der Konzernzentrale Ihre Interessen.
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Wie sicher wird der Job durch Auslandsaufenthalte?
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Durch einen Auslandsjob sind Sie gegen Kündigungen leider genauso wenig immun wie bei einem Inlandsjob. Deshalb ist es sehr wichtig, das Netzwerk am Heimatstandort gut zu pflegen. Mit der Länge des Auslandsaufenthalts steigt meist auch das Risiko des Jobverlustes.
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Ab wann wird die Länge des Auslandsaufenthalt zum Nachteil?
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Bei Aufenthalten, die unter einem Jahr liegen, ist normalerweise noch mit keinen Problemen bezüglich der Reintegration zu rechnen. Diese treten meist erst ab dem dritten Auslandsjahr auf.
Kategorie: Ausland-Wiederkommen -
Was muss ich für meine Familie beachten?
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Hier gehen unterschiedliche Faktoren mit ein. Nehmen Sie sich mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner genügend Zeit, um bestimmte Fragen im Vorfeld zu klären. Bespiele hierzu wären:
- Wie stellt der andere sich das Leben vor Ort vor?
- Sind Sie offen für die neue Kultur?
- Wie kann die Partnerin bzw. der Partner sich beruflich verwirklichen?
- Wie sieht die schulische Ausbildung der Kinder aus?
Dies sind nur ein paar Fragen, die Sie je nach Situation bestimmt schnell auf einige mehr ausgeweitet bekommen. Jedoch ist es besser sich im Vorfeld sich die Zeit zu nehmen, und unterschiedliche Vorstellungen zu besprechen, als im Nachhinein mit Enttäuschungen leben zu müssen.Kategorie: Ausland-Gehen -
Was muss ich als Entsendete oder Entsendeter einer deutschen Arbeitgeberin bzw. eines deutschen Arbeitgebers beachten?
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Auch wenn es erstmal toll klingt, vom Unternehmen ins Ausland geschickt zu werden, so sollten Sie sich dennoch vorher die Zeit nehmen, um zu überprüfen, welche Konsequenzen es für Sie hat.
- Ist der Auslandsaufenthalt ein fördernde Maßnahme und für aufsteigende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter üblich?
- Können Sie sich durch die Entsendung weiterentwickeln, oder verlieren Sie in Deutschland den Anschluss?
- Was für Perspektiven haben Sie nach dem Aufenthalt?Kategorie: Ausland-Gehen -
Bei welchen Entsendungen sollten Sie hellhörig werden?
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Soll Ihr Arbeitsvertrag nicht mit dem Heimatunternehmen abgeschlossen werden, sondern mit einer ausländischen Joint Venture Gesellschaft, muss Ihnen klar sein, dass Sie nicht mehr dem deutschen Arbeitsrecht unterstellt sind, sondern dem des jeweiligen Landes.
Kategorie: Ausland-Gehen -
Worauf muss ich noch achten, wenn ich vom Unternehmen entsendet werde?
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Bevor Sie zusagen, überprüfen Sie, welche anstehenden Kosten vom Unternehmen getragen werden. Geld- und Sachleistungen müssen explizit aufgeführt werden, damit Sie sich auch darauf berufen können:
- Werden Heimatreisen übernommen?
- Wer übernimmt die Umzugskosten?
- Wer übernimmt die Kosten der Unterkunft?
- Falls Sie mit Ihrer Familie ins Ausland gehen, sollten auch die Kosten der schulischen Ausbildung für die Kinder geklärt werden.
- Wird ein Dienstfahrzeug gestellt?
- Etc.Kategorie: Ausland-Gehen -
Was ist im Punkt Krankenkasse und Sozialversicherungsschutz zu beachten?
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Sie sollten auf jeden Fall freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Bedenken Sie aber, dass eine private Rentenversorgung effektiver ist. Die erste Wahl sollte hier bei einer privaten Krankenversicherung liegen.
Kategorie: Ausland-Gehen -
Welche Versicherungen sind wichtig und sinnvoll?
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Da Deutschland ein sehr gutes Arbeitsschutzrecht für Angestellte hat, sollten Sie auf jeden Fall das deutsche Recht vorziehen und die deutsche Sozialversicherung behalten.
Kategorie: Ausland-Gehen -
Müssen Versicherungen noch im Vorfeld abgeschlossen werden?
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Es kann durchaus sein, dass Zusatzversicherungen sinnvoll sind. Schließen Sie diese schon im Vorfeld ab. Sinnvolle Zusatzversicherungen können z.B. folgende sein:
- Rechtschutzversicherung
- Unfallversicherung
- Auslandsreisekrankenversicherung
- Lebensversicherung
- Etc.Kategorie: Ausland-Gehen -
Was sollte ich während des Auslandaufenthalts für meine Karriere tun?
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Vernachlässigen Sie niemals die Kontakte nach Deutschland. Es ist immer wichtig, in der Personalabteilung und bei der Geschäftsführung im Blickwinkel zu bleiben, damit Sie bei wichtigen Personalentscheidungen nicht durch Vergessenheit übergangen werden.
Eberhardt Hofmann, Strategische Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG:
"Oftmals wird eines Auslandsaufenthalts als eine Bedingung für eine wie auch immer geartete Karriere gesehen und auch von den Unternehmen so propagiert. Dies führt auch wiederum oft dazu, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen, diese Station „abzuhaken“ und sich dann wundern, wenn sich ein Auslandsaufenthalt nicht in Karriere ummünzen lässt. Es ist nun natürlich so, dass Auslandsaufenthalte oft Karrierebausteine sind. Die Frage ist nur: was ist Ursache und was ist Wirkung? Eine Auslandsentsendung ist oft ein Teil eines individuellen Karriereplanes. Eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter, die bzw. der hierarchische Karriere machen soll, wird dann in das Ausland entsandt, eben weil dies Teil eines Karriereplanes ist. Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter geht dann ins Ausland, weil sie bzw. er Karriere machen soll. Existiert ein solcher Plan nicht und ist der Auslandsaufenthalt nicht ein vorab vom Unternehmen für die Person definierter Karrierebaustein, so birgt er Risiken, wenn man ihn hauptsächlich unter dem Karrieregesichtspunkt betrachtet. Es wird oft versucht, die Kausalkette umzudrehen - nach dem Motto: „Ich war nun im Ausland, jetzt lasst mich bitte Karriere machen“.
Wenn man mit dieser Motivation in das Ausland geht, ist die Wahrscheinlichkeit einer Enttäuschung sehr groß. Eine Karriere lässt sich in der Regel nicht durch das Abhaken der Auslandsstation „erzwingen“. Sollte also ein Auslandsaufenthalt nicht verbindlicher Bestandteil eines Entwicklungsplanes sein, sollte die primäre Motivation dazu in der Auslandserfahrung selbst liegen. Ein Auslandsaufenthalt sollte dann Selbstzweck sein und nicht ein Mittel zum Zweck."Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Welche Formalitäten werden bei einer Anstellung in der EU benötigt?
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Das ausländische Unternehmen wird Ihnen die benötigten Unterlagen nennen, die normalerweise problemlos zusammenzustellen sind.
Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Welche Formalitäten werden außerhalb der EU benötigt?
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Erkundigen Sie sich frühzeitig, welche Formalitäten in dem ausgewählten Land verlangt werden. Lassen Sie sich nicht abschrecken, auch wenn dieser Teil der Vorbereitung sehr nervenaufreibend sein kann.
Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Wo kann ich Hilfe erwarten?
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- Vom Unternehmen
- Von Konsulaten
- Von Botschaften
- Von Handelskammern
- Von Stiftungen, die sich mit der Förderung von Auslandsaufenthalten befassen.Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Was muss als Entsendete bzw. als Entsendeter einer deutschen Arbeitgeberin bzw. eines deutschen Arbeitgebers beachtet werden?
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Bei der Entsendung ins Ausland sollten sie auf den Arbeitsvertrag achten. Unterschreiben sie einen neuen Arbeitsvertrag in der ausländischen Firma, so ist diese ihre Auftraggeberin und nicht mehr das deutsche Unternehmen.
Dazu Wilfried Köning, Bereichsleiter Personal
Endress+Hauser GmbH+Co. KG in Maulburg:"Für diese Frage gibt es nicht nur eine Antwort, denn je nach Situation sind unterschiedliche Dinge zu beachten.
Bevor Sie sich für den Schritt ins Ausland entscheiden, sollten Sie und gegebenenfalls ihre Begleitpersonen einen ca. einwöchigen Previsit auf Firmenkosten unternehmen. Nutzen Sie den Aufenthalt, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Dabei sollten Sie aber nicht als Tourist die Zeit verbringen, sondern versuchen, wie eine Entsendete oder ein Entsendeter zu leben. Gehen Sie z.B. in den Supermarkt oder sehen Sie sich ein Krankenhaus an, um sich auf die Realität einzustellen.Je nach Land und Kultur kann auch für Ihre Partnerin oder Ihren Partner eine ungewöhnliche Lebensbedingung entstehen, die im Vorfeld offen besprochen werden sollte.
Vor Ort sollte man in der Lage sein, sich in die neue Kultur hineinzudenken. Dazu gehört auch, sich auf fremde Dinge einzulassen.
Networking ist ein Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte. Pflegen Sie mit anderen Entsendeten einen guten Kontakt, der auch ruhig in den privaten Bereich gehen sollte.
Unter diesem Begriff ist aber auch der Kontakt zum heimatlichen Unternehmen gemeint. Bei Deutschlandaufenthalten ist ein Gespräch in der Personalabteilung immer sinnvoll. Sie bleiben so präsent und bekommen auch mit, welche Möglichkeiten sich für Sie nach Ihrer Rückkehr ergeben.
Planen Sie spätestens ein halbes Jahr vor Ihrem Rückgang die Reintegration, damit Sie Ihre Möglichkeiten auch bestmöglich nutzen können."Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Wie wird man als Entsendete bzw. als Entsendeter betreut?
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Dazu Wilfried Köning, Bereichsleiter Personal
Endress+Hauser GmbH+Co. KG in Maulburg:"Je nach Handhabung des Unternehmen ist ein Coach vor Ort, der der Entsendeten bzw. dem Entsendeten zur Seite steht.
Sinnvoll ist eine weitere Kontaktperson im heimatlichen Unternehmen, die Hilfestellung bei der Reintegration bietet und vor Ort anfallende Aufgaben für die Entsendete bzw. den Entsendeten regeln kann.
Grundsätzlich stehen die Entsendeten im Ausland auf eigenen Beinen. Ist der Kulturunterschied zur Heimat eher gering, fällt dieses oft leichter, als wenn man auf völlig fremde Kulturen trifft."
Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Wie lange sollte der Auslandsaufenthalt dauern?
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Es gibt keine festgelegten Zeiträume, die man beachten sollte. Bedenken Sie jedoch, dass Sie für den deutschen Arbeitsmarkt schwer vermittelbar werden, wenn Sie zu lange im Ausland bleiben.
Der sinnvolle Rückkehrzeitpunkt hängt auch mit Ihrem Tätigkeitsfeld im Unternehmen zusammen. Jemand der seinen Aufstieg im Ausland voranbringt, ist im Ausland besser aufgehoben, als jemand der seit Jahren die selbe Tätigkeit in einem Unternehmen durchführt.Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Wann sollte ich zurückkehren?
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Sie sollten sich bestimmte Faktoren immer vor Augen halten:
- Was für ein Ziel wollten Sie erreichen, und wie hoch ist der Zielerreichungsgrad?
- Haben Sie Ihre Sprachkenntnisse genügend ausgebaut?
- Biete Ihnen das Unternehmen noch weitere Entwicklungsspielräume?
- Wie sind die Chancen der beruflichen Widereingliederung in Deutschland?Kategorie: Ausland-Im Ausland -
Sind Initiativbewerbungen sinnvoll?
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Sie eignen sich vorzüglich, um Wunschpositionen zu erreichen. Für den Erfolg ist eine gute Vorbereitung allerdings unumgehbar. Nutzen Sie diese Strategie, denn Sie wissen nicht, ob Unternehmen grundsätzlich gute Fachkräfte nutzen, allerdings nicht den üblichen Ausschreibungsweg gehen.
Dazu Dipl.-Psych. Katharina Gutmann, selbstständige Personal- und Managementberaterin:
"Eine Bewerbung ohne Bezug auf eine konkrete Ausschreibung kann durchaus Erfolg versprechen. Nicht jedoch, wenn sie orientierungslos und unsystematisch ist. Deshalb erfordert eine initiative Bewerbung auch mehr Vorarbeit. Dabei müssen Sie sich detailliert über das Unternehmen informieren, bei dem Sie sich als potenzieller Mitarbeiter bewerben. Eine sehr konkrete Bezeichnung des Bereiches oder der zukünftigen Funktion ist ebenso unerlässlich wie bei einer Bewerbung auf Aufforderung. Dann ist es wichtig, die eigenen Qualifikationen und Kenntnisse zum Unternehmen passend bzw. interessant darzustellen. Meist ist es hilfreich, vorher telefonisch Kontakt zum Unternehmen aufzunehmen, um zu erfahren, ob die interne Stellensituation eine Initiativbewerbung rechtfertigt. Außerdem ist es gut, die Bewerbung direkt an einen Ansprechpartner zu senden und nicht an „sehr geehrte Damen und Herren“.
Kategorie: Initiativbewerbungen -
Wofür bewerbe ich mich, wenn keine Ausschreibung vorhanden ist?
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Bewerben Sie sich für eine bestimmte Tätigkeit und präsentieren Sie sich mit Ihren Qualifikationen.
Kategorie: Initiativbewerbungen -
Was sollten Sie vorab klären?
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- Welche Branchen kommen überhaupt in Frage?
- Welche potentiellen Arbeitgeber sind an dem gewünschten Ort vorhanden?
- Wer Ansprechpaternin bzw. Ansprechpartner im jeweiligen Unternehmen ist?Kategorie: Initiativbewerbungen -
Wie erfolgt die Kontaktaufnahme?
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Hier können Sie zwischen der persönlichen, der telefonischen oder schriftlichen Kontaktaufnahme wählen. Die Ansprechpartneinnen und Ansprechpartner sollten im Vorfeld schon gut recherchiert sein.
Kategorie: Initiativbewerbungen -
Wie erfahre ich, wer Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner ist?
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Diese Informationen erhalten Sie über Sekretariate, Telefonzentralen oder über Angestellte die in den relevanten Abteilungen tätig sind.
Kategorie: Initiativbewerbungen -
Welche Informationen sollten Sie vor der Kontaktaufnahme sammeln?
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Fundierte Kenntnisse der Branche und der momentanen Situation des Unternehmens können Sie wertvolle Punkte sammeln lassen.
Kategorie: Initiativbewerbungen -
Wo finde ich Anschriften und Informationen über Unternehmen?
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Hier sind nur einige Möglichkeiten aufgezählt, um an Informationen zu kommen. Von Internetrecherche Messe- und Kongressbesuchen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten um an Informationen zu kommen.
- Handbuch der Großunternehmen (2 Bände, Verlag Hoppenstedt & Co)
- Die nicht notierten deutschen Aktiengesellschaften (2 Bände, Verlag Hoppenstedt & Co.)
- Mittelständische Unternehmen (2 Bände, Verlag Hoppenstedt & Co.)
- Die großen 500 – Deutschlands führende Unternehmen und ihr Management (Luchterhandverlag, von Ernst Schmacke, Loseblattausgabe)
- Verlagsgruppe Handelsblatt Informationsdienst (Kasernenstr. 67, Düsseldorf, Tel.: 0211-887-214)
- Wer gehört zu wem (Commerzbank)
- Gelbe Seiten
- MessekatalogeKategorie: Initiativbewerbungen -
Wie sehen Inhalt und Aufbau des Anschreibens aus?
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Das Anschreiben sollte aus ca. einer Seite bestehen und losgelöst oben auf den anderen Unterlagen in einer adäquaten Bewerbungsmappe angesiedelt sein.
Grammatik und Zeichensetzung sollten unbedingt beachtet werden. TIPP: Lassen Sie Ihre Bewerbung von einer dritten Person Korrektur lesen.
Möglichst kurze Sätze verwenden und das Anschreiben durch Absätze strukturieren.
Eine Einleitung sollte möglichst gezielt an eine Person gerichtet sein. Dieses ist dann sehr gut möglich, wenn Sie vorab schon ein Telefonat geführt haben und Ihnen die Ansprechpartnerin bzw. der Ansprechpartner dadurch bekannt ist.
Der Hauptteil bietet den Raum, Ihre persönliche und individuelle Botschaft zu vermitteln und sich von den Mitbewerberinnen und Mitbewerbern abzugrenzen. Folgende Fragen sollten dabei immer integriert werden: Warum bewerben Sie sich? Was haben Sie bisher gemacht? Warum Sie für die angestrebte Position qualifiziert sind? Wo möchten Sie hin? Warum sollten gerade Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden?
Im Schlussteil sollte die Bitte nach einem persönlichen Gespräch und die Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ beinhaltet sein.Kategorie: Anschreiben -
Welche Bedeutung hat das Anschreiben?
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Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass ein Anschreiben nichts anderes als ein Gutachten über Ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse darstellt. Es ist das zentrale Schriftstück aus Ihrer Bewerbungsmappe, aus dem unbedingt hervorgehen sollte, dass sie die gestellten Anforderungen des Unternehmens erfüllen.
Kategorie: Anschreiben -
Was soll ich schreiben?
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Personalverantwortliche erwarten, dass Bewerberinnen undn Bewerber in der Lage sind, einige Worte über die eigenen Qualifikationen zu verlieren und diese gut strukturiert in einem Anschreiben unterbringen.
Dazu Arno Kolkmeyer, Leiter Personalmarketing bei der Lufthansa Technik AG:
"Das Anschreiben sollte auf einer Seite eine kurze und knappe derzeitige Aufgabenbeschreibung sowie das persönliche Ziel beinhalten."
Kategorie: Anschreiben -
Was erwarten Personalverantwortliche in einem Anschreiben?
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Sie möchten schon im Anschreiben Argumente für Ihre Einstellung finden. Demnach sollten Sie Ihr Anschreiben als Gutachten in eigener Sache sehen.
Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:
"Grundsätzlich ist es, neben der Vollständigkeit aller Angaben zur Person und der Anschrift des Unternehmens wichtig, dass der Bewerber seine Motivation gerade für unser Unternehmen darstellt. Es muss erkennbar sein, aus welchen Gründen sich der Bewerber als besonders geeignet für die ausgeschriebene Stelle sieht. Oftmals stellt mal im Verlauf der Bearbeitung einer Bewerbung fest, dass der Bewerber Anforderungen der Stellenausschreibung nicht berücksichtigt hat. Ein Absolvent, der sich auf eine Stelle mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung bewirbt, wird eine vorhersehbare Absage erhalten."
Außerdem dazu Wilfried Köning, Bereichsleiter Personal
Endress+Hauser GmbH+Co. KG in Maulburg:"Formal wird ein gut lesbares Anschreiben erwartet, welches durch einen vernünftigen Aufbau gekennzeichnet und gut lesbar ist.
Aus dem Anschreiben sollte hervorgehen, weshalb der Bewerber an der Stelle interessiert ist. Liegt Berufserfahrung vor, sollte auch das Wechselmotiv erwähnt werden. Neben herausragenden Leistungen sollte auch angegeben, welche Kündigungsfristen der Bewerber einhalten muss. Auch die Gehaltsvorstellungen sind hier anzubringen. Möchte man keine genaue Zahl nennen, so besteht auch die Möglichkeit, einen Rahmen anzugeben, in dem sich das Gehalt bewegen soll.
Das Anschreiben sollte interessant geschrieben werden, da schon nach wenigen Sekunden der /die Personalverantwortliche entscheidet, ob er sich eingehender mit der Bewerbung beschäftigen möchte.. Falls Textblöcke verwendet werden, müssen diese auf jeden Fall auf die jeweilige Stellenausschreibung zugeschnitten werden."Kategorie: Anschreiben -
Was sollte man im Anschreiben vermeiden?
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Dass formale Fehler vermieden werden sollten, dürfte klar sein. Des Weiteren sollte Ihr Anschreiben nicht den Eindruck eines Rundschreibens erwecken. Auch eine persönliche Abrechnung mit Ihrer derzeitigen Arbeitgeberin bzw. Ihren derzeitigen Arbeitgebern sollte auf jeden Fall vermieden werden.
Kategorie: Anschreiben -
Worauf ist bei der äußeren Form zu achten?
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Achten Sie auf die Leserfreundlichkeit. Dazu gehört die Gliederung des Anschreibens in mehrere Absätze und die übliche Form des Block- oder des linksbündigen Flattersatzes. Auch die Schriftgröße sollte bedacht sein und bei ca. 12 Punkt liegen. Bevor größere Lehrräume den Lesefluss stören, sollte die Silbentrennung eingesetzt werden.
Kategorie: Anschreiben -
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in einem Unternehmen?
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Das ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Suchen Sie gezielt nach einer Arbeitgeberin bzw. einem Arbeitgeber, die bzw. der Ihnen die Aufstiegsmöglichkeiten bietet, die zu Ihnen passen.
Personen mit technisch-funktionaler Orientierung suchen z. B. herausfordernde Aufgaben innerhalb ihres Fachbereichs. Eine Aufstiegsmöglichkeit wäre, dass sie sich in Ihrem Fachgebiet spezialisieren und eine Fachexpertenlaufbahn einschlagen. Personen, die eher generalistisch als spezialistisch orientiert sind und Interesse an Managementaufgaben haben, haben dagegen Interesse an der Führung von Menschen und der aktiven Gestaltung der Organisation. Für sie wäre eine Führungslaufbahn geeignet. Und Personen mit Selbständigkeits- bzw. Unabhängigkeitsorientierung möchten ihr Vorgehen –innerhalb des eigenen Fachbereichs – nach eigenem Ermessen gestalten, wobei sie allerdings zeitlich begrenzte Aufgabenstellungen, deren Zielzustand zudem klar definiert ist, bevorzugen. Hier wäre ein Aufstieg in der Projektarbeit denkbar.
Dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Die Lufthansa Technik ist ein weltweit wachsendes Unternehmen - interessante Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in allen Bereichen der Wartung und Überholung im In- und Ausland. Sich weiterzuentwickeln bedeutet bei der Lufthansa Technik nicht zwangsläufig, eine Führungsposition im Management einzunehmen. Zunächst geht es darum, eine möglichst fundierte und gleichzeitig breite Lufthansa Technik Expertise zu gewinnen; sinnvoll ist es z.B. eine Zeit in der Produktion zu verbringen und diese Erfahrung dann mit Erfahrungen aus anderen Bereichen wie dem Vertrieb oder dem Engineering zu ergänzen. Immer unverzichtbarer wird auch das Thema Auslandserfahrung. Führungspotential wird bei der Lufthansa Technik in systematischen, an den Zielsetzungen und den Werten des Unternehmens ausgerichteten Prozessen identifiziert und in seiner Entwicklung Richtung Management maßgeschneidert unterstützt. Wer sich in Richtung Führung entwickeln möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, daß in einer Führungsposition nicht mehr die Fachkompetenz im Mittelpunkt steht, sondern der Umgang und die Auseinandersetzung mit Menschen. Daher unterstützen wir diejenigen, die sich in Richtung Management bewegen, sehr gezielt im Ausbau ihrer sozialen Kompetenzen."
Außerdem dazu Sven Christmann, Personalbetreuer bei der Wilhelm Karmann GmbH:
"Bei der Wilhelm Karmann KG gibt es drei Entwicklungsmöglichkeiten: Den klassischen Weg über Leitungspostionen in der Linie, den Aufstieg in der Projektarbeit vom Projektmitglied zum Projektmanager eines Gesamtprojekts und die Entwicklungsrichtung Fachexpertise."
Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium sagt hierzu:
"Dies variiert natürlich unternehmensspezifisch. Bei Hydro Aluminium praktizieren wir seit Jahren ein ineinander greifendes System von Zielvereinbarungs- / Überprüfungsgesprächen einerseits und einer unternehmensseitigen Nachfolgeplanung von Schlüsselpositionen andererseits. High Potentials und High Performer werden hier auf dem Unternehmensradarschirm sichtbar und gezielt und bei Stellenbesetzungen berücksichtigt. Selbstverständlich lohnt davon abgesehen ein Blick auf unsere im Intranet veröffentlichten internen Stellenausschreibungen. Eine Bewerbung bei entsprechender Eignung empfehlt eine leistungsstarke Mitarbeiterin oder einen leistungsstarken Mitarbeiter und macht sie oder ihn zusätzlich auf dem "Unternehmensradarschirm" sichtbar."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Welche Möglichkeiten gibt es, die eigene Karriere im Unternehmen auszubauen? Wie geht man sinnvoll dabei vor?
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Dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Setzen Sie sich möglichst früh mit Ihren Plänen auseinander und planen Sie Ihre Karriere gezielt. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen: Welche beruflichen Ziele habe ich? Wo will ich in einem/drei/fünf Jahren stehen? Will ich diese Ziele wirklich erreichen? Ist mein Berufsziel mit meiner privaten Situation vereinbar? Unterstützt mich meine Familie beim Erreichen meines Berufsziels?
Um Ihre Karriere auf einen positiven Weg zu bringen, ist Networking unerlässlich. Ein gut ausgebautes Netzwerk ist für das berufliche Weiterkommen sehr wichtig. Suchen Sie sich als Neueinsteigerin bzw. Neueinsteiger einen Coach im Unternehmen, mit dem Sie gut klarkommen und der eine hohe Akzeptanz im Unternehmen besitzt. Nehmen Sie den Erhalt und Ausbau Ihre Kompetenzen selbst in die Hand. Versuchen Sie frühzeitig in Projekte und Gruppenarbeiten hineinzukommen.
Sie kommen im Unternehmen weiter, wenn Sie initiativ die Fragestellung „Was kann ich für das Unternehmen tun?“ verinnerlichen - nicht: "Was kann das Unternehmen für mich tun?“ - Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist für die eigene Entwicklung letztlich selbst verantwortlich."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Was ist für mich als Frau beim Thema Karriere wichtig?
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Dazu Susanne Volz, Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
"Als Vorsitzende des FIB möchte ich Ihnen, den Ingenieurinnen, Folgendes grundsätzlich empfehlen: Seien Sie sich Ihrer Fähigkeiten und Ihres Marktwerts bewusst. Und nicht nur das: Gehen Sie damit auch offensiv um. Warten Sie bitte nicht ab, bis jemand im Unternehmen Ihre Qualitäten entdeckt. Gehen Sie Konflikten nicht aus dem Weg, sie gehören (leider) zum Tagesgeschäft. Konflikte aushalten und nicht nachtragend sein, das ist schwer zu lernen. Ich selbst höre oft den Kommentar von Frauen in einer männlich geprägten Arbeitswelt: "Dann mache ich das nicht mit, wenn ich mich auf das Niveau von Männern begeben muss." Lassen Sie sich durch in Ihren Augen "männergeprägte" Sprache einschüchtern, es bedeutet für Sie einen Lernprozess, damit umzugehen, immer wieder zu üben und "den inneren Schweinehund zu überwinden". Die Kommunikationsformen in Unternehmen verlangen von Ihnen klare und sachbezogene Formulierungen Ihrer Ansprüche. Und gerade nicht die Haltung, alles persönlich zu nehmen und dann zu denken, dass Sie nicht gut genug seien."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Wann hat ein Unternehmenswechsel Sinn?
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Mögliche Gründe für einen Unternehmenswechsel sind vielfältig: Sie wollen beruflich weiterkommen und können das in Ihrem Unternehmen nicht realisieren, das Arbeitsklima ist nicht mehr zum Aushalten oder Sie suchen eine neue Herausforderung. Das Problem: Jeder Wechsel ist mit hohen Risiken verbunden. Es ist unklar, ob Sie die Probezeit im neuen Unternehmen bestehen werden, und ob es dort auch wirklich besser ist. Angesichts dieser Gefahren sollten Sie sich darüber Gedanken machen, ob sich ein Wechsel wirklich lohnt.
Ob die Risiken in Ihrer derzeitigen Situation überwiegen oder ein Wechsel Chancen eröffnet, finden Sie heraus, indem Sie die folgenden Aspekte für sich klären.Ihre derzeitige berufliche Situation
Wie zufrieden sind Sie mit verschiedenen Aspekten Ihrer bisherigen Arbeit, zum Beispiel mit dem Unternehmensklima, Ihrer Arbeitsbelastung und Ihren Arbeitsinhalten, Ihren Kolleginnen und Kollegen, Ihren Vorgesetzten? In welchen Bereichen Ihrer beruflichen Situation sollten Sie etwas ändern, um zufriedener zu werden? Wie wichtig ist Ihnen jeder dieser Aspekte? Wenn Sie sich Ihre Ergebnisse anschauen: Bringt Ihnen ein Unternehmenswechsel oder eher ein Tätigkeitswechsel mehr berufliche Zufriedenheit?Eine Gegenüberstellung Ihrer persönlichen Chancen und Risiken
Haben Sie beispielsweise Verpflichtungen gegenüber Banken? Haben Sie familiäre Verantwortung? Wie alt sind Sie? Welche Aspekte Ihrer persönlichen Situation sollten Sie bei einem Unternehmenswechsel als Risiko einkalkulieren, welche Aspekte eröffnen Ihnen hingegen Chancen?Ihre Persönlichkeit
Verfügen Sie über Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale, die dazu beitragen, dass ein Unternehmenswechsel zum Erfolg wird – Eigeninitiative, Selbstvertrauen, Fortbildungsbereitschaft und Mut? Sind Sie ein Mensch, den neue Herausforderungen beflügeln oder fühlen Sie sich in Ihrem gewohnten Umfeld besser?Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Nach wie vielen Jahren sollte man eine neue Stelle suchen, wenn man aufsteigen will?
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Wer länger als 5 Jahre im selben Unternehmen, in derselben Postion, an derselben Aufgabe arbeitet, ohne die Intitiative für Veränderungen zu ergreifen, wird schnell als unflexibel und initiativlos wahrgenommen. Sie sollten über einen Unternehmenswechsel nachdenken, wenn Sie also mehrere Jahre in einem Unternehmen tätig sind, und sich innerbetriebliche keine Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Allerdings sollten Sie auch vermeiden, mehrmals hintereinander in kurzen Abständen - d. h. 2 Jahre oder weniger - den Arbeitgeber zu wechseln. Die Personalverantwortlichen, die Ihren Lebelslauf studieren, bekommen sonst vielleicht den Eindruck, sie hätten es mit einem "Job-Hopper" zu tun, dren bzw. dessen unstetes Wesen befürchten läßt, dass sie bzw. er es auch in einer neuen Position nicht länger als 2 Jahre aushalten wird. Es gilt also, den goldenen Mittelweg zu finden!
Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium sagt hierzu:
"Hier ist zwischen job hopping und sinnvollem Aufstieg zu unterscheiden. Damit die Führung eines Unternehmens valide erkennen kann, inwieweit ein Mitarbeiter zu höheren Aufgaben berufen ist, vergehen schon gut und gerne 2 -3 Jahre. Dann sollte aber auch die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter den Kopf heben und aktiv auf einen Stellenwechsel zuarbeiten."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Was ist eine Fachexpertinnen- und Fachexpertenlaufbahn?
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Die gezielte Förderung zur Fachexpertin bzw. zum Fachexperten und mit den sich dann bietenden Perspektiven ist in Unternehmen der deutschen Wirtschaft noch nicht verbreitet. Bei der Wilhelm Karmann GmbH läuft die Fachexpertenlaufbahn folgendermaßen ab:
1. Am Anfang des Fachexpertinnen- und Fachexperten-Förderkonzeptes steht die Identifikation der Fachfunktionen, die für die Umsetzung der strategischen Kompetenzentwicklung einen wesentlichen Beitrag liefern.2. Im nächsten Schritt werden durch eine differenzierte Potenzialeinschätzung jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermittelt, die das Potenzial besitzen, als Fachexpertinnen und Fachexperten innovative Themen voranzutreiben und als Wissensmanagerinnen und -manager zu agieren. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an einem spezifischen Förderprogramm teil. Fachwissen gezielt erweitern und vertiefen, für andere nutzbar machen und weitergeben, so lauten die Lernziele des Fachexpertinnen- und Fachexperten-Förderprogramms. Darüber hinaus werden Entwicklungsmaßnahmen zum Ausbau der sozialen Kompetenz angeboten.
3. Das Programm beginnt mit einem persönlichen Förder- und Entwicklungsgespräch zwischen Teilnehmerin bzw. Teilnehmer, Linienvorgesetzter bzw. Linienvorgesetztem und Personalbetreuerin bzw. Personalbetreuer. Hier werden individuelle Entwicklungsziele und mögliche
Fördermaßnahmen vereinbart sowie entsprechende Förderpläne erstellt. Gleichzeitig wird im Rahmen des Programms ein zu bearbeitendes, individuelles Fachprojekt festgelegt.4. Das Förderprogramm umfasst vier Ebenen:
- Trainingsreihe, bestehend aus drei Seminarreihen (Fachliche Beratung, Präsentation von Fachwissen, fachliche Sachberichte und Kurzdarstellungen)- ergänzende Seminare und Tagungen, bei denen die Kompetenz im jeweils individuellen Fachgebiet ausgebaut wird
- Bearbeitung innovativer Fachprojekte, die für das Unternehmen einen besonderen Nutzen stiften, Abschlusspräsentation beim Management
- Methodik der „Kollegialen Beratung“, die es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglicht, effizient Problemlösungen zu erarbeiten. Dafür werden Gruppen mit jeweils 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebildet.
5. Das Programm endet mit einem Abschlussworkshop, auf dem gemeinsam
mit den Vorgesetzten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfahrungen ausgetauscht und Schlussfolgerungen bezüglich des Erfolgs des Programms gezogen werden. In Form von Fazitgesprächen zwischen der Fachexpertin bzw. dem Fachexperten und der bzw. dem direkten Vorgesetzten werden für die weitere Zusammenarbeit Entwicklungsschritte festgelegt, Ziele formuliert und Maßnahmen vereinbart.Dazu Sven Christmann, Personalbetreuer bei der Wilhelm Karmann GmbH:
"Die Entwicklungsrichtung Fachexpertise stellt eine Alternative zur Führungs- und Projektlaufbahn dar, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich vorzugsweise mit fachlichen Themen in der Tiefe beschäftigen wollen, eine gleichwertige Entwicklungsmöglichkeit zu bieten und diese als Wissenmanagerinnen und -manager voranzubringen."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Konzern oder Mittelstand?
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Um diese Frage zu beantworten, müssen zunächst die Aufgaben und Anforderungen des Mittelstands und die des Konzerns geklärt werden.
Im Gegensatz zu Konzernen, in denen in vielen Fällen Spezialistinnen und Spezialisten gesucht und ausgebildet werden, ist es für ein Mittelständisches Unternehmen interessanter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, die eher generalistisch eingesetzt werden können. Hier haben Sie die Chance, in einer horizontalen Ebene vielfältigere Projekte zu bearbeiten, schneller mehr Verantwortung zu übernehmen und sich so sehr schnell fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Im Mittelstand ist es oft einfacher, neue, eigene Ideen umzusetzen, da die Organisationsstrukturen weniger klar und begrenzt sind als in Konzernen. Ein Nachteil ist, dass Mittelständische Unternehmen oft nicht mit den Gehältern der Weltkonzerne mithalten können. Dieser Nachteil wird aber durch höhere Aufstiegschancen wieder aufgehoben, da Sie durch die gewonnene Erfahrung andere Positionen bekleiden können, als es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Konzernen tun. In einem Mittelständischen Unternehmen haben Sie mehr Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten, weil Sie im Falle einer guten Idee „nur“ die Geschäftsführung überzeugen müssen, was in einem Konzern so gut wie nie möglich ist. Dadurch dass der Markt Mittelständischer, aber vor allem kleiner Unternehmen eher lokal, bezüglich der Produkte begrenzter und damit überschaubarer ist, erhalten Sie einen sehr guten Marktüberblick. Sie lernen interne und externe Kundinnen und Kunden schnell kennen und spüren die Auswirkungen von Entscheidungen und Aktionen direkter als in größeren Strukturen. Wahrscheinlich haben Sie bei erfolgreicher Arbeit eine größere Chance, die Führungskräfte von Ihrer Person zu überzeugen und aufzusteigen.
Sie müssen nun ganz persönlich für sich entscheiden, was Sie wollen. Fragen Sie sich, was Sie gerne tun und was Ihnen wichtig ist. Arbeiten Sie lieber als Spezialistin bzw. Spezialist in einem bestimmten Aufgabenbereich oder sind Sie eher eine Generalistin bzw. ein Generalist, die bzw. der vielfältige Projekte bearbeiten kann und möchte? Möchten Sie Ihre Aufstiegschancen vergrößern und dafür auf den großen Namen des Konzerns verzichten? Haben Sie lieber größere Kontaktmöglichkeiten zur Geschäftsführung oder ist Ihnen das nicht so wichtig? Erst wenn Sie diese Fragen für sich geklärt haben, können Sie entscheiden, ob die Arbeit in einem Konzern oder die Arbeit im Mittelstand besser zu Ihnen passt..
Dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Mit Konzern-Erfahrung in den Mittelstand zu wechseln bedeutet möglicherweise plötzlich für vieles mehr Verantwortung zu haben, gleichzeitig aber auch, Dinge ggfs. schneller in die Umsetzung bringen zu können. Im Konzern hat man sicherlich eine breitere Auswahl an Entwicklungsmöglichkeiten - dafür dauert manches gegebenenfalls auch durch interne Abstimmungen länger."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Habe ich mit einem MBA mehr Chancen?
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Der MBA ist vor allem eine Chance, sein bisheriges Berufsfeld zu wechseln und einen neuen, ambitionierteren Weg einzuschlagen. Die Einstiegsgehälter mit dem MBA sind meist zwei- bis dreimal so hoch wie das letzte Gehalt im alten Beruf ohne MBA. Der MBA ist aber keine Garantie für Spitzenpositionen. Die MBA-Absolventinnen und Absolventen in Top-Positionen sind mit einem starken Netzwerk und harter Arbeit dorthin gekommen.
Noch vor kurzem konnte eine Absolventin bzw. ein Absolvent eines guten MBA-Programms unter mehreren attraktiven Jobangeboten auswählen. Heute sind diese Angebote rarer geworden, und auch die Gehälter wurden etwas reduziert. Der Bedarf an deutschsprachigen MBA-Absolventinnen und Absolventen ist aber nach wie vor hoch - sowohl in Deutschland, als auch im Ausland.Dazu Sven Christmann, Personalbetreuer bei der Wilhelm Karmann GmbH:
"Die Entscheidung für einen MBA sollte zielgerichtet auf die Position, die man erreichen möchte, gefällt werden. Insbesondere als Aufbaustudium zu einem Ingenieurstudium ist der MBA eine sinnvolle Ergänzung. Denkbare Einsatzmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer solchen Qualifikation sind bei der Wilhelm Karmann GmbH u. a. die Positionen als Projektmanagerin bzw. -manager oder Führungsfunktion."
Außerdem dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Grundsätzlich ist es für Ingenieurinnen und Ingenieure sinnvoll, BWL-Kenntnisse zu erwerben - es gibt immer weniger Funktionen im Unternehmen, wo das reine Ingenieurswissen gefordert ist. Besonders wenn jemand mehr Verantwortung übernehmen möchte (Projektleitung, Management-Funktion), ist es notwendig, unternehmerisch denken und handeln zu können, aber auch sozial kompetent zu sein und über ein gewisses Ausmaß an interkultureller Sensibilität zu verfügen. Ein internationaler MBA adressiert all diese Themen und bietet somit eine gute Grundlage für weitergehende Entwicklungen im Unternehmen."
Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Ist eine Promotion karriereförderlich?
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Mit Promotionsambitionen müssen Sie sich fragen, ob Sie bereits ausreichend in ihre persönliche Kompetenz, ihren Erwerb von Zusatzqualifikationen, investiert haben. Wer keine Schlüsselkompetenzen besitzt, wird auch mit
dem zusätzlichen akademischen Grad auf dem Arbeitsmarkt nicht punkten können. Die ideale Kandidatin bzw. der ideale Kandidat bringt natürlich beides mit: Fach- und Sozialkompetenz. Doch zumeist ist dies ein vorprogrammierter Widerstreit. Wer sich vier Jahre oder mehr im wissenschaftlichen Elfenbeinturm verschanzt, dem bleibt kaum Zeit für einen Blick auf die Anforderungen der Praxis. Umso wichtiger ist es, dass Promotionswillige im Vorfeld sämtliche Optionen (Promotion an der Universität, am Graduiertenkolleg, im Ausland oder in der Industrie) prüfen.
Dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Wichtiger ist vielmehr, dass jemand unternehmerisch denken und handeln kann, sicher mit Menschen umgeht, international interessiert und mobil ist, sich sehr kundenorientiert verhält, mit Komplexität umgehen kann und ergebnisorientiert handelt. Und für die Lufthansa gilt natürlich: wer sich hier weiterentwickeln möchte, sollte eine gewisse Begeisterung für Flugzeuge mitbringen!"
Außerdem dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Die Frage ist nicht generell mit ja oder nein zu beantworten. Ist im beruflichen Umfeld der Anteil an Promovierten hoch, kann der Doktortitel den entscheidenden Vorteil bringen. Wird die Vorstandsebene angestrebt, zeigt sich, dass dort der Promoviertenteil überproportional ist.
Auch die Frage nach dem Sinn hängt davon ab, wo man sich bewerben möchte. Die Promotion kann bei Bewerbungen dann den Ausschlag geben, wenn repräsentative Aufgaben mit dem Job verbunden sind.
Ein Punkt, der bei der Entscheidung für die Promotion Beachtung finden sollte, ist das Alter. Zwischen Mitte bis Ende Zwanzig (bei Abschluß der Doktorarbeit) ist eine Promotion durchaus positiv in die Karriereplanung integrierbar. Ist man dann wesentlich älter als Dreißig, ist dieses Vorhaben nur noch mit äußerster Vorsicht in Betracht zu ziehen.
Wenn man sich für die Promotion entschieden hat, sollte man darauf achten, Kontakt zu Firmen zu knüpfen und aufrecht zu erhalten."
Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium, sagt hierzu:
"Die Karriereförderlichkeit lässt sich bei manch einem Unternehmen schon bei der Verhandlungsführung in punkto Gehaltsbestimmung im Vorstellungsgespräch erkennen. Da sind schon mal ein paar 1000-er im Jahresgehalt mehr drin. Dennoch wie so oft im Leben kommt es auf die Mischung an: Sieht das Qualifikationsprofil der Stelle explizit eine Promotion vor (z.B. im R & D Bereich oder oft auch bei Chemikern)? Welche weiteren Kriterien (hard als auch softskills) muss der Bewerber erfüllen? Nur wenn die Gesamtheit des geforderten Profils abgedeckt wird, kann sich die Erwartung nach einer höheren Karriereeinstieg erfüllen.
Auch bei einem Karriereaufstieg gelten die gleichen Spielregeln. Die Promotion allein reicht für den Aufstieg nicht. Die Gesamtheit aus richtiger Qualifikation einschließlich einer Promotion, hoher Performance, networking, Führungs- und Sozialkompetenz und nicht zu guter letzt eine geeignete vakante Stelle ermöglichen den Aufstieg."Kategorie: Karrieremöglichkeiten -
Wie kann ich mich schon während des Hauptstudiums auf den Berufsteinstieg vorbereiten?
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Um sich im beruflichen Wettbewerb auf längere Sicht behaupten und auch entwickeln zu können, ist eine bereits im Studium beginnende Karriereplanung unerlässlich. Sie als künftige Ingenieurabsolventinnen und -absolventen sollten sich schon im Hauptstudium mit den wechselnden Anforderungen in den Unternehmen auseinandersetzen und persönliche Stärken in diesem Zusammenhang reflektieren. Außerdem sollten Sie sich über Ihre Motivation und Ihre Präferenz für bestimmte Aufgabenstellungen im Klaren sein. Knüpfen Sie über Praktika, Diplomarbeit und studentische Gruppierungen frühzeitige Kontakte zu Unternehmen.
Erarbeiten Sie sich ein fundiertes Fachwissen und ergänzen Sie dieses mit Kenntnissen in Betriebswirtschaft, in Projektmanagement, Marketing und Vertrieb, um Ihre Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen zu erweitern. Auch Schlüsselqualifikationen wie Management-, Präsentations-, Arbeits- und Kommunikationstechniken erhöhen Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.Dazu Sven Christmann, Personalbetreuer bei der Wilhelm Karmann GmbH:
"Ich rate Studierenden, Praxiserfahrungen und Informationen zu sammeln. Sie sollten Stellenanzeigen lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was gerade gefragt ist. Auch auf Messen haben sie gute Möglichkeiten, sich zu informieren, was die Unternehmen in ein bis zwei Jahren suchen. Besonders wichtig sind Praktika, Praxissemester und eine Diplomarbeit in der Industrie, um schon einmal einen Fuß ins Unternehmen zu bekommen und sich als zukünftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentieren zu können.
Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium sagt hierzu:
"Geeignete Praktika, Diplomarbeit, ggf. universitäre Projekte (case studies) bei potentiellen Arbeitgebern wahrnehmen, AIESEC / IASTE, d.h. Auslandspraktika."
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was sollte ich als Absolventin für meinen Berufseinstieg tun?
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Dazu Prof. Dr. Susanne Ihsen, Gender Studies in Ingenieurwissenschaften, TU München:
"An folgende Punkte sollten Sie denken:
- Räumen Sie sich etwas mehr Zeit zur Bewerbung ein, als in einschlägigen Werken angegeben ist. Frauen suchen – statistisch gesehen – länger nach ihrer ersten Stelle, als Männer
- Ihre fachlichen Kenntnisse sollten gut sein und Sie weisen mindestens in einem Teilbereich Spezialkenntnisse aus (meist über Studien- oder Abschlussarbeiten). Idealerweise haben Sie in Ihrem Studium bereits die technischen Trends und Prognosen Ihres Fachgebiets verfolgt und berücksichtigt
- Nutzen Sie ein Mentoring-Angebot an Ihrem Hochschulstandort, wenn es mit Unternehmen zusammen arbeitet. Damit können Sie bereits während des Hauptstudiums starten. Diese Programme verknüpfen Studium und Berufseinstieg durch die Vermittlung erfahrener Ingenieurinnen und Ingenieure aus einem Unternehmen, die beraten und coachen, wie die nächsten Schritte in den Beruf aussehen können. Einige Projekte, wie zum Beispiel an der TU München, sehen vor, dass bereits die Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeit, eingebettet in das Mentoring- Programm, den Weg in das Unternehmen verkürzt und helfen bei der Vermittlung (www.fb.ze.tu-muenchen.de/mentoring)
- Leisten Sie sich eine gute Ausgangsanalyse, z.B. in einem Bewerbungstraining; reflektieren Sie über Ihre Kenntnisse und Stärken, aber auch über Ihre Fehler und Schwächen. Machen Sie sich klar, wohin Sie wollen und entwickeln Sie eine Strategie dazu (dies umfasst sowohl berufliche wie private Planungen) – Sie müssen sie ja niemandem verraten
- Machen Sie sich klar, dass Sie als Ingenieurin einen anderen Auftritt haben, als Ihre Kollegen. Entwickeln Sie Verhaltensweisen („Fingerspitzengefühl“), mit denen Sie sich wohl fühlen. Sei das gerecht oder nicht: zu forsches Auftreten wird man(n) Ihnen genau so wenig honorieren wie zu unkonkrete Antworten auf die Frage, wo Sie denn in fünf Jahren stehen wollen
- Vermarkten Sie Ihre praktischen Erfahrungen klar und offensiv. Es hilft nichts, wenn Sie Ihre erworbenen praktischen Kenntnisse (z.B. eine Ausbildung) irgendwo hinten in den Unterlagen verstecken. Sie sind oft genug entscheidend bei der Jobvergabe
- Stellen Sie Ihre sozialen Kompetenzen ins rechte Licht, erbringen Sie Belege für Leitungstätigkeiten, Moderations- und Präsentationserfahrungen; sorgen Sie dafür, dass Ihre Englischkenntnisse tadellos sind
- Und schließlich gilt, wie so oft: je besser Sie Ihren eigenen Marktwert kennen, umso selbstbewusster können Sie auftreten."
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Welche Möglichkeiten des Berufseinstiegs haben Absolventinnen und Absolventen?
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Absolventinnen und Absolventen haben die Möglichkeiten des Direkteinstiegs in eine Spezialistenfunktion, sie können über ein Traineeprogramm in das Unternehmen eingebunden werden, über eine Assistenz der Geschäftsleitung oder des Vorstandes den Weg in die Praxis beschreiten, oder aber die Selbständigkeit als Weg in das Berufsleben wählen.
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was heißt Direkteinstieg?
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Direkteinsteigerinnen und -einsteiger übernehmen sofort eine Planstelle, aber von einer Absolventin oder einem Absolventen wird selbstverständlich nicht von Beginn an das gleiche Arbeitspensum erwartet wie von einer berufserfahrenen Mitarbeiterin bzw. einem berufserfahrenen Mitarbeiter. Die meisten Firmen begleiten den Direkteinstieg mit einer umfassenden Einarbeitung am Arbeitsplatz und durch Schulungen und Trainings. Erste Ergebnisse von Absolventinnen und Absolventen und Young Professionals werden allerdings schneller erwartet.
Wichtig ist, dass in der Einarbeitungsphase auch Begleitmaßnahmen und Networking vorgesehen sind. Einsteigerinnen und Einsteiger lernen dabei wichtige Personen innerhalb des Unternehmens kennen, mit denen sie funktionsübergreifend zusammenarbeiten werden. Wie ein Trainee, der mehrere Stationen innerhalb des Unternehmens durchläuft, bauen auch die Direkteinsteigerinnen und der Direkteinsteiger sein Netzwerk auf.Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was ist ein Traineeprogramm und wann ist es sinnvoll?
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Trainee-Programme dienen nicht primär der Orientierung, sondern sind in den meisten Fällen funktionsspezifisch (z.B. „Trainee Marketing“). Trainees sollten also schon beim Einstieg wissen, was sie wollen. Am Trainee-Programm sind vor allem zwei Dinge positiv hervorzuheben: Erstens die Seminare und Trainee-Workshops, die einen hohen zeitlichen Umfang (20 Prozent der Arbeitszeit) umfassen, und zweitens die Möglichkeit, persönliche Netzwerke im Unternehmen aufzubauen.
Während seiner Ausbildung durchläuft der durchschnittliche Trainee fünf Stationen in 16 Monaten. Das bedeutet, alle drei Monate den Schalter umzulegen. Anders als oft vermutet, sind Auslandsstationen nur bei jedem fünften Unternehmen Bestandteil des Einstiegs- oder Nachwuchsprogramms. Ein spezielles "Internationales Trainee-Programm" bieten nur wenige an.
Dazu Eberhardt Hofmann, Strategische Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG:
"Die Teilnahme an unserem Traineeprogramm ist dann sinnvoll, wenn man sich sehr frühzeitig im Berufsleben interdisziplinär orientieren möchte, lernen möchte, in interdisziplinären Teams teilweise auch virtuell zu arbeiten, interkulturelles Interesse besitzt und sich innerhalb eines Großkonzerns sehr schnell einen Überblick über das Zusammenspiel der Konzernteile verschaffen möchte. Ein Traineeprogramm ist keine Veranstaltung zur Berufsorientierung, es setzt eine sehr gute fachliche Fundierung voraus, die dann um überfachliche Anteile ergänzt wird."
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Trainee-Programm oder Direkteinstieg - was ist besser?
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Die Trainees bekommen eine gute Jobvorbereitung und Kontakte und einen Karrierevorteil gegenüber Direkteinsteigerinnen und -einsteigern: In einer Studie der Unternehmensberatung Kienbaum geben 56 Prozent der befragten Firmen an, dass Trainees bei ihnen schneller vorwärts kommen. Sie durchlaufen unterschiedliche Abteilungen, wissen, wie das Unternehmen arbeitet, haben Beziehungen aufgebaut und werden gezielt auf Führungsaufgaben vorbereitet.
Trainees bekommen im ersten Jahr durchschnittlich 36.000 Euro, Direkteinsteiger kommen auf 38.000. Nach Abschluss des Programms liegen Trainees bei 42.000 Euro. Erst drei Jahre später machen sie den Gehaltsvorsprung der Direkteinsteigerinnen und -einsteiger wett: Beide verdienen dann durchschnittlich 50.000 Euro.
Wer - etwa wegen seiner Promotion oder Phasen der Berufstätigkeit - länger fürs Studium gebraucht hat, der ist mit einem Direkteinstieg besser beraten.
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was muss ich tun, damit die Selbständigkeit als Berufseinstieg Sinn hat?
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Selbständigkeit ist schwierig und verlangt viel Fleiß und Arbeit. Als Einstieg in den Beruf ist es noch schwieriger und verlangt folgende Punkte, die es zu beachten gilt:
Bauen Sie Kernkompetenzen auf! - Was ist Ihre konkrete Unternehmensidee? Was unterscheidet Sie von anderen? Warum sind Sie in Ihren Kernkompetenzen besser als andere?
Nutzen Sie die Zeit richtig! – Teilen Sie sich Ihre Zeit schon während des Studiums für Grundlagenforschung, Entwicklung, Konzeption und Produktion ein. Betreiben Sie Werbung und schätzen Sie ab, ob das Produkt auf Interesse stößt und ob Ihnen die Selbstständigkeit liegt.
Knüpfen Sie Netzwerke! – Branchennetzwerke wie zum Beispiel der VDI bieten umfangreiche Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen: Auf Seminaren, Vortragsveranstaltungen, Arbeitskreistreffen und anderen Gelegenheiten können Sie Ihre Kompetenz präsentieren und neue Kontakte generieren. Seien Sie dabei nicht zu plump: Glänzen Sie lieber mit Know-How und klugen Antworten, und lassen Sie nur nebenbei fallen, was Sie beruflich machen. Geben Sie nähere Informationen nur, wenn Ihr Gegenüber Sie danach fragt. So bleiben Sie Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihrem Gesprächspartner positiv im Gedächtnis!
Werden Sie zum Allrounder! – Bilden Sie sich auch in den Bereichen Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Buchhaltung, Vorsteueranmeldungen und Projektmanagement umfassend weiter, denn es ist wahrscheinlich, dass Sie erst einmal alles alleine machen müssen. Überlegen Sie gut, ob Sie sich nicht eine Dienstleistungsfirma suchen, die Ihnen in Sachen Management zur Hand geht. Managementfehler sind meistens Ursachen für Unternehmensinsolvenzen und –auflösungen!
Suchen Sie MentorInnen! – Gehen Sie auf Personen zu, die über Erfahrungen verfügen, die Ihnen noch fehlen. Dies können ehemalige Professorinnen und Professoren, Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen sein, aber auch Bekannte aus Ihrem persönlichen Umfeld.
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was ist bei Werkverträgen zu beachten?
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Es gibt zwei Arten von Verträgen für eine selbstständige Tätigkeit: Werkverträge und Honorarverträge. Diese beiden Vertragsarten unterschieden sich nur bezüglich des Vertragsgegenstandes. Während ein Werkvertrag üblicherweise über die Erstellung eines Produkts unabhängig von der aufgewendeten Zeit abgeschlossen wird, beziehen sich Honorarverträge eher auf Tätigkeiten, die nach der aufgewendeten Zeit abgerechnet werden kann.
Folgende Elemente sollte ein Werk- bzw. Honorarvertrag, der im Übrigen nicht an eine bestimmte Form gebunden ist, mindestens enthalten:
- die Nennung beider Vertragspartnerinnen oder -partner
- eine Beschreibung der zu erbringenden Leistung
- das voraussichtliche Datum der Fertigstellung bzw. des Abschlusses
- die Höhe der Vergütung
- die Kontoverbindung der Werknehmerin bzw. des WerknehmersKategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Was für Gehälter sind bei Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern üblich?
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Das Durchschnittsgehalt für Absolventinnen und Absolventen liegt bei 38.500 Euro Jahresgehalt. Die Differenzierungen zwischen Universitäts- und Fachhochschulabsolventen haben sich in den letzten Jahren tendenziell verringert. Überdurchschnittliche Gehälter werden über Zusatzqualifikationen wir Praktika, Auslandserfahrungen etc. erzielt.
Eine Promotion oder ein MBA schlägt sich durchschnittlich mit 500 Euro höheren Monatsbezügen nieder. Weitere Vergütungsunterschiede ergeben sich aus spürbaren Differenzierungen in den eingebrachten Kenntnissen und Fähigkeiten. Praktika, Sozialkompetenz, Sprachen, Auslandsaufenthalte und spezifische Studienschwerpunkte sind meist schon Einstellungsvoraussetzung, werden aber dann gehaltsrelevant, wenn die von Unternehmen angenommene Praxisferne der Hochschulausbildung reduziert wird, d.h. eine Vertrautheit mit dem künftigen Arbeitsgebiet angenommen werden kann. Auch gute Noten im Diplom erhöhen die Chancen auf attraktive Einstiegspositionen und –gehälter. Einstiegsgehälter für so genannte „High Potentials“ liegen durchschnittlich bei 43.500 Euro.
Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie das Gefühl haben, sich „zu billig verkauft“ zu haben. Für das Unternehmen bleibt immer ein Risiko, ob die in die Bewerberin bzw. den Bewerber gesetzten Hoffnungen auch erfüllt werden und der gewünschte Erfolg auch eintritt. Mit Ihrer zunehmenden Bewährung im Unternehmen wächst die Sicherheit hinsichtlich Ihres Erfolgsbeitrags und damit auch die Bereitschaft, Ihren Einsatz besser zu honorieren.
Klicken Sie hier, um auch die FAQs und Broschüren zum Thema Gehaltsverhandlung zu lesen.
Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Ist eine Promotion karriereförderlich?
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Mit Promotionsambitionen müssen Sie sich fragen, ob Sie bereits ausreichend in ihre persönliche Kompetenz, ihren Erwerb von Zusatzqualifikationen, investiert haben. Wer keine Schlüsselkompetenzen besitzt, wird auch mit dem zusätzlichen akademischen Grad auf dem Arbeitsmarkt nicht punkten können. Die ideale Kandidatin bzw. der ideale Kandidat bringt natürlich beides mit: Fach- und Sozialkompetenz. Doch zumeist ist dies ein vorprogrammierter Widerstreit. Wer sich vier Jahre oder mehr im wissenschaftlichen Elfenbeinturm verschanzt, dem bleibt kaum Zeit für einen Blick auf die Anforderungen der Praxis. Umso wichtiger ist es, dass Promotionswillige im Vorfeld sämtliche Optionen (Promotion an der Universität, am Graduiertenkolleg, im Ausland oder in der Industrie) prüfen.
Dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Wichtiger ist vielmehr, dass jemand unternehmerisch denken und handeln kann, sicher mit Menschen umgeht, international interessiert und mobil ist, sich sehr kundenorientiert verhält, mit Komplexität umgehen kann und ergebnisorientiert handelt. Und für die Lufthansa gilt natürlich: wer sich hier weiterentwickeln möchte, sollte eine gewisse Begeisterung für Flugzeuge mitbringen!"
Außerdem dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Die Frage ist nicht generell mit ja oder nein zu beantworten. Ist im beruflichen Umfeld der Anteil an Promovierten hoch, kann der Doktortitel den entscheidenden Vorteil bringen. Wird die Vorstandsebene angestrebt, zeigt sich, dass dort der Promoviertenteil überproportional ist.
Auch die Frage nach dem Sinn hängt davon ab, wo man sich bewerben möchte. Die Promotion kann bei Bewerbungen dann den Ausschlag geben, wenn repräsentative Aufgaben mit dem Job verbunden sind.
Ein Punkt, der bei der Entscheidung für die Promotion Beachtung finden sollte, ist das Alter. Zwischen Mitte bis Ende Zwanzig (bei Abschluß der Doktorarbeit) ist eine Promotion durchaus positiv in die Karriereplanung integrierbar. Ist man dann wesentlich älter als Dreißig, ist dieses Vorhaben nur noch mit äußerster Vorsicht in Betracht zu ziehen.
Wenn man sich für die Promotion entschieden hat, sollte man darauf achten, Kontakt zu Firmen zu knüpfen und aufrecht zu erhalten."Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium, sagt hierzu:
"Die Karriereförderlichkeit lässt sich bei manch einem Unternehmen schon bei der Verhandlungsführung in punkto Gehaltsbestimmung im Vorstellungsgespräch erkennen. Da sind schon mal ein paar 1000-er im Jahresgehalt mehr drin. Dennoch wie so oft im Leben kommt es auf die Mischung an: Sieht das Qualifikationsprofil der Stelle explizit eine Promotion vor (z.B. im R & D Bereich oder oft auch bei Chemikern)? Welche weiteren Kriterien (hard als auch softskills) muss der Bewerber erfüllen? Nur wenn die Gesamtheit des geforderten Profils abgedeckt wird, kann sich die Erwartung nach einer höheren Karriereeinstieg erfüllen.
Auch bei einem Karriereaufstieg gelten die gleichen Spielregeln. Die Promotion allein reicht für den Aufstieg nicht. Die Gesamtheit aus richtiger Qualifikation einschließlich einer Promotion, hoher Performance, networking, Führungs- und Sozialkompetenz und nicht zu guter letzt eine geeignete vakante Stelle ermöglichen den Aufstieg."Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Habe ich mit einem MBA mehr Chancen?
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Der MBA ist vor allem eine Chance, sein bisheriges Berufsfeld zu wechseln und einen neuen, ambitionierteren Weg einzuschlagen. Die Einstiegsgehälter mit dem MBA sind meist zwei- bis dreimal so hoch wie das letzte Gehalt im alten Beruf ohne MBA. Der MBA ist aber keine Garantie für Spitzenpositionen. Die MBA-Absolventinnen und Absolventen in Top-Positionen sind mit einem starken Netzwerk und harter Arbeit dorthin gekommen.
Noch vor kurzem konnte eine Absolventin bzw. ein Absolvent eines guten MBA-Programms unter mehreren attraktiven Jobangeboten auswählen. Heute sind diese Angebote rarer geworden, und auch die Gehälter wurden etwas reduziert. Der Bedarf an deutschsprachigen MBA-Absolventen ist aber nach wie vor hoch - sowohl in Deutschland, als auch im Ausland.Dazu Sven Christmann, Personalbetreuer bei der Wilhelm Karmann GmbH:
"Die Entscheidung für einen MBA sollte zielgerichtet auf die Position, die man erreichen möchte, gefällt werden. Insbesondere als Aufbaustudium zu einem Ingenieurstudium ist der MBA eine sinnvolle Ergänzung. Denkbare Einsatzmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer solchen Qualifikation sind bei der Wilhelm Karmann GmbH u. a. die Positionen als Projektmanagerin bzw. -manager oder Führungsfunktion."
Außerdem dazu Yukiko Elisabeth Kobayashi, Manager Human Resources & Corporate Culture Development bei der Lufthansa Technik AG:
"Grundsätzlich ist es für Ingenieurinnen und Ingenieure sinnvoll, BWL-Kenntnisse zu erwerben - es gibt immer weniger Funktionen im Unternehmen, wo das reine Ingenieurswissen gefordert ist. Besonders wenn jemand mehr Verantwortung übernehmen möchte (Projektleitung, Management-Funktion), ist es notwendig, unternehmerisch denken und handeln zu können, aber auch sozial kompetent zu sein und über ein gewisses Ausmaß an interkultureller Sensibilität zu verfügen. Ein internationaler MBA adressiert all diese Themen und bietet somit eine gute Grundlage für weitergehende Entwicklungen im Unternehmen."
Roger Schneider, HR-Manager, Hydro Aluminium
sagt hierzu:"Unter bestimmten Voraussetzungen ja.
Die Wahl der richtigen Hochschule spielt hier eine
maßgebliche Rolle. Ferner sollte auch hier das
Gesamtbild der Qualifikationen und berufliche
Erfahrungen zusammenpassen. Eine Ingenieurin oder ein Ingenieur, die bzw. der, nachdem er sich in seinem Ingenieursumfeld behauptet
hat, den Biss für die Wahrnehmung höherer
Managementaufgaben hat, ist sicherlich mit einem
MBA Studium (welches er berufsbegleitend auch absolvieren kann) bestens bedient."Kategorie: Einstiegsmöglichkeiten -
Muss ich mich im Ausland anders bewerben als in Deutschland?
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Auch wenn die Bewerbungsverfahren in den einzelnen Ländern sehr ähnlich ablaufen, gibt es insbesondere hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen Unterschiede, die bei der Beurteilung der Bewerbung von Bedeutung sind. Wenn Sie schon in der Bewerbung zeigen, dass Sie die landestypischen Regeln kennen, lässt das auf Kenntnisse über das Land und dessen Sitten schließen, die eine Einarbeitung für das Unternehmen erleichtern. Informieren Sie sich im Vorfeld über die landestypischen Besonderheiten hinsichtlich der Bewerbung!
Dazu Dr. Sörge Drosten, Executive Vice President/ Partner bei der Kienbaum Executive Consultants GmbH:
"Falls man nicht von der deutschen Arbeitgeberin bzw. dem deutschen Arbeitgeber ins Ausland versetzt wird, sondern sich direkt bei einem Unternehmen im Ausland bewirbt, muss man sich über die geeigneten Bewerbungsunterlagen Gedanken machen. Lebensläufe, die im deutschsprachigen Raum stringent erscheinen, können in anderen Ländern anders beurteilt werden. Dabei können divergierende Ausbildungs- und Werdegänge zu einem vergleichbaren Kompetenzspektrum führen, jedoch ist die Beurteilung durch die ausländischen Personalabteilungen mithin schwierig und kann nur durch erfahrene internationale Personalverantwortliche geleistet werden. Bereits das Layout und die Inhalte von Lebensläufen außerhalb des deutschsprachigen Sprachraums sind mit den hiesigen nicht vergleichbar. "
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Inwiefern unterscheiden sich die Bewerbungsgepflogenheiten?
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Dazu Dr. Sörge Drosten, Executive Vice President/ Partner bei der Kienbaum Executive Consultants GmbH:
"Während in UK und den USA Altersangaben, Angaben zum Familienstand und zur Herkunft sowie ein Foto tabu sind, erwartet man in China neben diesen Angaben auch noch Hinweise zum Gesundheitszustand. Arbeitszeugnisse, im deutschsprachigen Raum ein wichtiges Beurteilungsinstrumentarium in der Vorauswahl, sind in fast allen anderen Ländern unbekannt. Dort findet man hingegen häufig eine Liste mit Referenzgeberinnen und -gebern, die kontaktiert werden können."
Klicken Sie hier, um sich eine Übersichtstabelle von Dr. Sörge Drosten mit typischen Regeln für Bewerbungsunterlagen in verschiedenen Ländern anzusehen!
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Wie bewerbe ich mich in den USA?
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Im Anschreiben richtet sich die Anrede direkt an die Ansprechpartnerin bzw. den Ansprechpartner oder wird, wenn der Name nicht bekannt ist, komplett weggelassen. Achten Sie auf die agloamerikanische Schreibweise des Datums (April 12th, 2006). Überschreiten Sie nicht die Maximallänge von einer Seite und verwenden Sie hochwertiges weißes Papier. Weisen Sie darauf hin, dass die für eine Arbeitserlaubnis nötigen Formulare bereits besorgt sind, um Bereitschaft zur Mithilfe zu signalisieren.
Im Lebenslauf werden auf Grund der strengen Diskriminierungsgesetze keine Angaben zu Religion, Alter, Herkunft, Gesundheit, Familienstand und Kindern gemacht. Es wird auch kein Foto beigefügt - beim Verstoß gegen diese Regel ist ein Außerachtlassen der Unterlagen möglich. In den Lebenslauf gehören:
- Persönliche Angaben
- Berufserfahrung
- Praktika
- Referenzen
- Besondere Kenntnisse
- Sonstiges (Hobby, außeruniversitäre bzw. nebenberufliche Aktivitäten, Stipendien, Veröffentlichungen)
Aus Angaben zum Berufsziel sollte ein gewisser Ehrgeiz und Karrieredenken sprechen. Beschränken Sie sich im Lebenslauf auf das Wesentliche und verwenden Sie eine kompakte Sprache. Heben Sie Ihre persönlichen Qualifikationen und Leistungen deutlich hervor, sodass sie auf den ersten Blick überzeugen und einen deutlichen Stellenbezug zeigen. Auch der Lebenslauf sollte eine Seite nicht überschreiten.
Auf Grund fehlender verbindlicher Regelungen bezüglich der Anerkennung deutscher, österreichischer, schweizerischer Ausbildungszeugnisse kann es passieren, dass eine Arbeitgeberin oder ein Arbeitgeber das Staatsexamen oder Diplom einer Kandidatin bzw. eines Kandidaten erst anerkennt, wenn dieser es auf eigene Kosten hat begutachten lassen. Deshalb sollten alle angeführten Noten, Ausbildungsabschlüsse und Berufsbezeichnungen übersetzt werden.
Bewerbungsunterlagen können per E-Mail versendet werden. Da in den USA 70 Prozent aller vakanten Stellen nicht ausgeschrieben werden, lohnt es sich, wenn Sie sich initiativ bewerben.
Das Vorstellungsgespräch, oft in Form eines Interviews, legt vorrangig Wert auf fachliche Qualifikation und Persönlichkeit. Seien Sie im Gespräch nicht zu nüchtern und sachlich, und beachten Sie darüber hinaus alle Regeln, die auch für deutsche Vorstellungsgespräche gelten (Informationen zum Unternehmen parat haben, nicht über andere Personen lästern, etc.). Neben einem Interview werden auch Assessments Center, Leistungs- und Intelligenztests eingesetzt. Beim AC gilt: Ellbogen-Mentalität, unglaubwürdiges Verhalten, Arroganz und Humorlosigkeit sind fehl am Platz.
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Wie bewerbe ich mich in Großbritannien?
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Bei der Gestaltung des Anschreibens ist Originalität und maßvoller Humor gestattet. Zur persönlichen Anrede "Dear Mr./Mrs./Ms./Dr." gehört die Schlussformel "Yours sincerely". Das unpersönliche "Dear Sir or Madam/Dear Sirs" schließt mit "Yours faithfully". Der Betreff gehört zwischen die Anrede und die erste Zeile des Anschreiben. Für das Datum existieren drei Schreibweisen: "12th April 2006", "12 April 2006" oder "12.04.2006". Ein Bezug zu den gewünschten Anforderungen ist im Lebenslauf herzustellen.
Der Lebenslauf sollte tabellarisch und antichronologisch ohne Foto, Datum und Unterschrift aufgebaut werden. Angaben zu Religionszugehörigkeit, Heirat, Beruf der Eltern werden ebenfalls ausgelassen. Er beinhaltet folgende Punkte:
- Persönliche Angaben
- Schul- und Berusausbildung (Noten bitte dem englischen Notensystem angleichen)
- Berufs- und Praxiserfahrungen unter Erwähnung besonderer Erfolge und Leistungen (wenn möglich, mit Zahlen belegt)
- Besondere Kenntnisse, wobei die Sprachkenntnisse nach "basics", "working knowledge" und "fluently" klassifiziert werden sollen.
- Sonstiges, wie außeruniversitäres Engagement und (sportliche) Hobbys, da in GB generell ein großes Interesse an der Persönlichkeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers und deren bzw. dessen "Sportsgeist" besteht
- Die Angabe von Referenzen mit vollständiger Anschrift oder der Zusatz "References available on request"
Zeugniskopien und Praktikumsnachweise werden im Original zum Vorstellungsgespräch mitgebracht und daher nicht der schriftlichen Bewerbung beigefügt. Aktivitäten neben dem Studium o.ä. sind ein wichtiges Thema im Vorstellungsgespräch, da ein großes Interesse an der Persönlichkeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers besteht.
Persönlichkeits- und Leistungstests sowie Assessment Center kommen oft zum Einsatz. Im Assessment Center wird auf Selbstvertrauen, glaubwürdiges Auftreten, Objektivität und Teamdenken besonderen Wert gelegt.
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Wie bewerbe ich mich in Frankreich?
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In Frankreich wird das Anschreiben sehr höflich und eher zurückhaltend mit kurzen, prägnanten Sätzen formuliert. Sehr wichtig ist die richtige Anrede ("Madame, Monsieur oder Messieurs" ohne Nachname) und eine klassische Schlussformel, wie zum Beispiel:
"Je vous prie d'agréer, Monsieur, mes salutations distinguées"
"Je vous prie de croire, Madame, Monsieur, es l'expression de mes sentiments les meilleurs"
"Dans l'espoir que ma candidature retiendra votre attention, je vous prie d'agréer, Madame, Monsieur, l'expression de mon entière considération".
Bauen Sie im Anschreiben einen deutlichen Stellenbezug auf.
Im Lebenslauf sollten
- Persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, Alter, Staatsangehörigkeit, Familienstand)
- Ausbildung (Schule, Beruf, Studium)
- Berufserfahrung
- Praktika
- Besondere Kenntnisse (EDV, Sprachen)
- Sonstiges (Hobbys, außeruniversitäre oder nebenberufliche Aktivitäten, Stipendien, Veröffentlichungen)
enthalten sein. Führen Sie die persönlichen Angaben zuerst an, gefolgt von den für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber relevanten Bereichen, die auch ausführlicher beschrieben werden sollten. Üblich und möglich ist es, den Abschnitt "Karriereplanung" einzufügen, in dem Sie Ihre beruflichen Ziele ansprechen. Die Beschreibung der Hobbys stellt einen besonders wichtigen Punkt des Lebenslaufs dar, da ein großer Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers gelegt wird. Noten sind hingegen zweitrangig und werden im Lebenslauf nicht angegeben. Ausbildungsabschlüsse und Berufsbezeichnungen sind zu erläutern. Die Länge des Lebenslaufs sollte eine Seite nicht überschreiten. Die Reputation der Hochschule ist im Auswahlprozess wichtig - nennen Sie den Namen der Universität oder den der französischen Partneruniversitätan oberen Stellen der Rangfolge im Lebenslauf. In Frankreich werden den Bewerbungen keine Zeugnis- oder Diplomkopien beigefügt.
Für die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs befassen Sie sich mit folgenden Fragen:
- Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
- Fragen über die Dauer des Studiums, die Art und Dauer beruflicher Erfahrungen und die Aufgaben und Verantwortungsbereiche während dieser beruflichen Erfahrungen
- Kommunikationsfähigkeit im beruflichen oder privaten Umfeld
- Interessengebiete
- Frage nach der Motivation, sich auf diese Stelle zu bewerben
- Berufliche Ziele und Perspektiven
- Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, der Stärken und Schwächen
Im Auswahlprozess kommen oft Persönlichkeits-, Intelligenz- und Leistungstests sowie Assessment Center zum Einsatz. Im AC sind Ellbogen-Mentalität, mangelnde Aktivität, ein nicht authentisches Auftreten und Panik fehl am Platz.
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Wie bewerbe ich mich in Spanien?
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Besonders am Anschreiben in Spanien ist die Platzierung der Absenderadresse. Sie wird am Ende des Schreibens zwischen Grußformel und Unterschrift positioniert.
Der Lebenslauf sollte tabellarischer Form sein und ein Foto sowie die Unterschrift enthalten. Bei der Bewerberauswahl wird nicht so viel Wert auf die Ausbildung einer Kandidatin bzw. eines Kandidaten gelegt. Deshalb sollte sie nicht den persönlichen Angaben folgen, stattdessen wird an dieser Stelle das persönliche Berufsziel definiert, das einen nicht übertriebenen Ehrgeiz der Kandidatin bzw. des Kandidaten erkennen lässt. Zum Inhalt des Lebenslaufs gehören:
- Persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, Nummer des Ausweises, Geburtsdatum und -ort, Nationalität, Familienstand, Kindeszahl und -alter - Angaben zur Religionszugehörigkeit werden nicht gemacht)
- Berufsziel
- Berufspraktische Erfahrungen (mit konkreten Angaben zu den Aufgabeninhalten, Erfolgen und Verantwortlichkeiten)
- Ausbildung (Ausbildungsabschlüsse müssen den spanischen Abschlüssen angeglichen werden, Noten sind dagegen irrelevant)
- Sprachkenntnisse (gegliedert nach "muy bien", "bien" oder "regular")
- PC-Kenntnisse und Referenzen
Erst auf Anfoderung des Unternehmens sollten Referenzen und Zeugnisse im Original, mit einer begefügten Übersetzung, nachgereicht bzw. zum Vorstellungsgespräch mitgebracht werden, da Unterlagen nicht zurückgesendet werden.
Bei den Vorstellungsgesprächen ist ungewöhnlich, dass bis zu sechs Gespräche durchgeführt werden. Wurde im Lebenslauf außeruniversitäres Engagement angegeben, wird es sicher Thema im Vorstellungsgespräch. Persönlichkeitstests und biographische Fragebögen untermauern die Einstellungsentscheidung. Ein Muss ist eine medizinische Begutachtung durch Vorlage eines äztlichen Attests.
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Wie bewerbe ich mich in China?
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Da China ein sehr heterogenes Land mit unterschiedlichen Entwicklungsniveaus in verschiedenen Regionen ist, ist bezüglich einer Bewerbung kaum eine eindeutige Aussage möglich. Aus Erfahrung ist eine Anlehnung an die deutsche Bewerbung mit einem einseitigen Anschreiben, einem Lebenslauf mit Datum und Unterschrift sowie Foto und Zeugnissen zu empfehlen.
Das Anschreiben sollte kurz auf den eigenen Werdegang eingehen und eine Begründung für die Bewerbung beinhalten. Relevante berufliche Erfahrungen sollten hierbei miteinbezogen werden. Die persönliche Eignung für die Position und die persönliche Motivation für die Arbeit in genau diesem Unternehmen sollten dargestellt werden. Das Anschreiben muss höflich, zurückhaltend und respektvoll formuliert werden. Die Anrede sollte den Namen oder den Titel der Ansprechperson auf jeden Fall beinhalten. Das Anschreiben kann in chinesisch oder englisch verfasst werden. Im Falle einer Bewerbung auf englisch sollte die Sprache in Wort und Schrift fließend beherrscht werden, da dies für eine Arbeit in China unabdingbar ist.
Der Lebenslauf kann ein bis zwei Seiten umfassen. Zum Inhalt des Lebenslaufs gehören
- Persönliche Angaben (Name, Adresse, etc.)
- Ausbildung (Schule, Beruf, Studium)
- Berufserfahrung
- Praktika
- Besondere Kenntnisse (Sprachen, EDV)
- Sonstiges (Stipendien, Veröffentlichungen, außeruniversitäre Aktivitäten)
Unterlagen können per E-Mail versendet werden, da sie nicht unbedingt zurückgesendet werden. Praktikumsbescheinigungen sollten nur beigefügt werden, wenn sie für die betreffende Position relevant erscheinen. Wenn möglich, sollte ein Referenzschreiben im Sinne einer Empfehlung beigelegt werden.
Im Vorstellungsgespräch ist die Kenntnis der gesellschaftlich-kulturellen Normen in China sehr wichtig: Das Verhalten gegenüber dem Gesprächspartner sollte immer zurückhaltend und abwartend-reaktiv ausfallen. Den Gesprächspartner zu unterbrechen sollte tunlichst vermieden werden. Bei der Selbstdarstellung ist die Suche nach Gemeinsamkeiten von großer Bedeutung. Zeigen Sie, dass Sie sich in das Interessen- und Beziehungsgeflecht des Gesprächspartners einordnen können. Verzichten Sie auf ein offensives und direktes Auftreten, auf massives Hervorheben der persönlichen Qualifikation sowie auf die Übernahme der Gesprächsführung. Tragen Sie nur wenig weiß, am besten kombiniert mit einem dunklen Anzug oder einem dunklen Kostüm – diese Farbe ist in China ein Ausdruck von Trauer und daher unpassend für ein Vorstellungsgespräch.
Kategorie: Ausland-Bewerbung -
Was ist ein Assessment-Center?
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Ein Assessment Center besteht aus unterschiedlichen Einzel- und Gruppenaufgaben, die typische Arbeitssituationen simulieren. Die Zusammenstellung und der Umfang der Übungen kann von AC zu AC variieren. Weit verbreitet sind Konzeptionen über einen halben bzw. einen ganzen Tag als Einzel-AC für mittlere bis obere Führungskräfte oder Gruppen-ACs mit 4, 8 oder 12 Personen. Der typische Fall für ein Selektions-AC für Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen dürfte ein ganzer Tag mit 6-8 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sein. Beobachtet und beurteilt werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von einer Gruppe von Beobachtern, meist Führungskräften bzw. Personalverantwortlichen aus dem jeweiligen Unternehmen. Die Beurteilungen erfolgen anhand eines so genannten „Kompetenzmodells“. Dies enthält auf das Unternehmen zugeschnittene Dimensionen wie z.B. „Soziale Kompetenz“ oder „Resultatsorientierung“ - also Fähigkeiten und Eigenschaften, die von einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer auf der in Frage kommenden Position erwartet werden.
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Warum wird es bei der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern eingesetzt?
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Unternehmen versuchen, im Assessment-Center berufsnahe Situationen zu schaffen. Hierbei führen mehrere Kandidatinnen und Kandidaten über einen Zeitraum von ein bis zwei Tage unterschiedliche Übungen durch, die von mehreren Beobachterinnen und Beobachtern bewertet werden.
Dazu Dipl.-Psych. Jörg Schumann, COATRAIN coaching & personal training GmbH:
"Es ist das anspruchsvollste und beste Verfahren, um zu klären, inwieweit Bewerber zu bestimmten Stellenprofilen passen und auf welchen Gebieten sie gezielt entwickelt werden können. Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass Unternehmen, die bei der Rekrutierung ihrer Mitarbeiter Assessments einsetzen, Fehlentscheidungen, die für das Unternehmen teuer und für den Mitarbeiter frustrierend sind, vermeiden und auf lange Sicht eine Menge Geld sparen."
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Wann setzen die Unternehmen Assessment-Center ein?
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Es hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.
- Handelt es sich um einen Direkteinstieg oder um ein Trainee-Programm?
- Sollen die Bewerberinnen und Bewerber in ein Führungsnachwuchsprogramm integriert werden?
- Handelt es sich um eine Position mit umfangreichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden?
- Gibt es genug Bewerberinnen und Bewerber, um ein Assessment-Center durchführen zu können?Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Was wird bewertet?
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Bei der Beurteilung geht es um das konkret sichtbare Verhalten der Bewerberinnen und Bewerber. Mit Hilfe der Bewertungsbögen werden die Ausprägungen der Soft Skills, die vorher für die ausgeschriebene Stelle als zentral definiert wurden, bei den einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten erfasst.
Dazu Arno Kolkmeyer, Leiter Personalmarketing bei der Lufthansa Technik AG:
"Bei Assessment Centern geht es um Ihr Verhalten: Arbeiten Sie lösungsorientiert und teamorientiert? Bringen Sie eine soziale Komponente ein?"
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Welches Verhalten ist bei Assessment Centern wichtig?
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Dazu Eberhardt Hofmann, Strategische Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG:
"In diesem Bereich gibt es einen riesigen Seminar- und Buchmarkt, die Anzahl der Angebote und Veröffentlichungen zu diesem Thema steht dabei meist im konträren Verhältnis zur Sinnhaftigkeit der gegebenen Ratschläge. Für die Autoren und Seminaranbieter gilt oft das gleiche wie für die Autoren der Bewerberratgeber. Es wird suggeriert, dass es ein "richtiges" Verhalten im AC gebe, das man dann nur noch zu zu produzieren braucht und schon ist man eingestellt. Es gilt also: Versuchen Sie im AC nicht, den - meist auch noch ziemlich trivialen oder unsinnigen - Ratschlägen aus Bewerberratgebern zu folgen.
Versuchen Sie nicht, sich besser zu "verkaufen", als Sie "eigentlich" sind, es geht sowieso nicht. Machen Sie sich dagegen klar, wie Sie eventuell erreichen könnten, sich „unter Preis zu verkaufen“. Der Teilnehmer macht oft einen Fehler, den, "egozentristischen Wahrnehmungsfehler" (Hofmann, E. 2001 „Professionell präsentieren“, Luchterhand). Er nimmt ständig seine Problembezogenen Gedanken wahr und überschätzt dadurch das, was die Beobachter wahrnehmen können. Machen Sie sich den Unterschied zwischen Ihrer egozentristischen Wahrnehmung und dem, was für die Beobachter hör- und sichtbar ist, klar. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Gedanken für die Beobachter sicht- und hörbar werden. Die Beobachter können nur das bewerten, was von den Bewerbern gesagt und getan wird."Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Gibt es noch andere Bezeichnungen für ein Assessment-Center?
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Oft steht auch hinter anderen Bezeichnungen nichts andere als ein Assessment-Center. So sollten Sie bei folgenden Begriffen hellhörig werden:
- Potenzialanalyse
- Bewerberrunde mit individuellen Gesprächen und berufstypischen Übungen
- Gruppenauswahlverfahren
- Kontakttag
- Karriereworkshop
- Soft-Skill-Assessment
- BewerberseminarKategorie: Wissenswertes zum AC -
Was erwartet Sie bei einem Assessment-Center?
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Normalerweise werden Sie von den Unternehmen so lange wie möglich im Dunklen gelassen. Die Einladung zum Assessment-Center ist meistens nur so formuliert, dass Sie erfahren, wann Sie sich einen Tag für das Unternehmen freihalten sollen. Oft wissen Sie bis zum Anfang des Assessment-Centers nichts über die Anzahl der Übungen, der antretenden Kandidatinnen so wie Kandidaten und Stellen, die vergeben werden sollen.
Dazu Dipl.-Psych. Jörg Schumann, COATRAIN coaching & personal training GmbH:
"Zeigen Sie sich interessiert! Holen Sie soviel wie möglich Informationen über das AC ein. Fragen Sie nach der Anzahl der Teilnehmer, nach der Herkunft der Assessoren, nach den verwendeten Übungen und ob es einen Kriterienkatalog für die Beobachtung (Kompetenzmodell) gibt, nach der Mitarbeiter im Unternehmen beurteilt werden."
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Macht es Sinn, sich schon im Vorfeld Fragen an das Unternehmen zu überlegen?
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Auf jeden Fall! Es ist nicht unüblich, dass die Kandidatinnen und Kandidaten aufgefordert werden, Fragen zu stellen. Hier haben Sie die Möglichkeit zu zeigen, dass Sie sich auch im Vorfeld schon mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.
Vermeiden Sie Fragen, die sich auf die Ausgestaltung von Arbeitsverträgen, Überstundenregelungen, Urlaubsansprüchen oder gar auf Hilfe bei der Wohnungssuche beziehen. Auch Fragen, die sich bei der Durchsicht der ausgeteilten Unterlagen erübrigen, sollten sie vermeiden.Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Worauf sollten sich die Fragen beziehen?
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Überlegen Sie sich Fragen, die überlegt und qualifiziert wirken und mit Ihrem angestrebten Einstieg im Unternehmen zu tun haben.
Bereiten Sie möglichst schon vor dem Assessment-Center zwei bis drei Fragen vor. Hierbei sollten Sie Informationen über die Homepage des Unternehmens nutzen.Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Welche Übungen werden dort durchgeführt?
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Hier haben die Unternehmen einen großen Spielraum. Oft werden gezielt Übungen ausgewählt, die den späteren Aufgaben sehr nah kommen. Häufig verwendete Übungen sind folgende:
- Selbstpräsentation
- Gruppendiskussion (führerlos oder geführt / mit oder ohne Rollenvorgabe)
- Interviews
- Rollenspiele (Mitarbeitergespräch / Kundengespräch)
- Fallstudien
- Konstruktionsübungen
- Planspiele
- Vorträge ( mündliche Themenpräsentation mit anschließender Diskussion / vorgegebenes oder selbst gewähltes Thema
- Postkorb (mit schriftlicher Ergebnispräsentation / mit mündlicher Ergebnispräsentation und Befragung)
- Aufsätze (schriftliche Themenpräsentation / vorgegebenes oder selbst gewähltes Thema)
- Tests
- Selbst- und FremdeinschätzungKategorie: Wissenswertes zum AC -
Wie kann eine inoffizielle Testsituation aussehen?
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Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie während des gesamten Assessment Centers unter Beobachtung stehen. Besonders die Kandidatinnen und Kandidaten, die bei den Beobachterinnen und Beobachtern positiv auffallen, werden in den Pausen von ihnen angesprochen, da sie sich ihren positiven Eindruck im persönlichen Gespräch bestätigen lassen möchten.
Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wann beginnt ein Assessment Center?
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Sobald Sie vor Ort sind, sind Sie den Blicken der Beobachterinnen und Beobachter ausgesetzt. Sollte z.B. vor der ersten Übung Wartezeit entstehen, kann es durchaus sein, dass diese planmäßig eingebaut wurde, um zu sehen, wie Sie sich verhalten.
Die so geschaffene Situation ist sehr gut geeignet, um die Diskrepanz zwischen der Selbstbeschreibung und Ihrem tatsächlichen Verhalten herauszufinden.Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie verhalte ich mich bei einem Pausengespräch mit einer Beobachterin bzw. einem Beobachter?
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Bei diesen Pausengesprächen geht es um Small Talk die dazu genutzt werden sollten, die gegenseitige Sympathie zu verstärken.
Grundsätzlich sollten sie auf die Gesprächsvorgaben der Beobachterin bzw. des Beobachter eingehen. Diese können über das einfache Fachsimpeln der Brachenentwicklung oder ihre eigenen Karrierewünsche handeln. Auch hier hilft es ihnen, sich ihrer Selbstpräsentation zu bedienen.Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie verhalte ich mich gegenüber den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
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Sie können schon vor dem offiziellen Beginn punkten, indem Sie offen und freundlich auf die anderen Kandidatinnen und Kandidaten zugehen und diese freundlich begrüßen und sich vorstellen.
Des Weiteren sollten Sie auch versuchen, sich die Namen der anderen Kandidatinnen und Kandidaten zu merken. Sollte eine spätere gemeinsame Übung angesetzt sein, können Sie die anderen Personen mit Namen ansprechen, was Ihre soziale Kompetenz unterstreicht.Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie verhalte ich mich in der Mittagspause?
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Sie sollten sich klar machen, dass es hier nicht nur um Ihre Tischmanieren geht.
Je nach Unternehmen werden Begrüßungscocktails, Aperitifs zum Mittagessen oder Wein zum Hauptmenü angeboten. Schlagen Sie solche Angebote auf jeden Fall aus.
Punkten können Sie, indem Sie freundliche Bemerkungen über die nette Begrüßung oder aber auch die gut vorbereiteten Räumlichkeiten etc. machen. Versuchen Sie mit Ihren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern ins Gespräch zu kommen. Fragen Sie z.B. nach deren Werdegang. Sie sollten sich aber auch schon im Vorfeld einige Themen überlegen, mit der Sie eine Konversation in Gang bringen können. Zu vermeiden sind eher schwere Themen wie Religion, Politik usw..
Auch bei einer lockeren Atmosphäre sollten Sie immer souverän wirken und sich nicht aus der Reserve locken lassen.Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie sollte ich auf die "Lottofrage" reagieren?
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Kommt die Frage, wie Sie sich verhalten würden, wenn Sie einen 6er im Lotto haben, sollten Sie sich eine passende Antwort überlegen. Manche Kandidatinnen und Kandidaten haben sich hier schon aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Antworten wie z.B. „Dann würde ich reisen und nie wieder arbeiten“ oder „Dann würde ich dem Chef mal die ehrliche Meinung sagen“ sind nicht gerade fördernd. Wer mit einem charmanten Lächeln sagt, dass man sich am Unternehmen beteiligen würde, hat den Pluspunkt für sich gewonnen.
Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie verhalte ich mich in der Schlussphase?
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Auch hier haben Sie die Möglichkeit, weitere Pluspunkte zu sammeln. Auch wenn nicht alle Übungen für Sie so gelaufen sind, wie Sie sich es gewünscht hätten, sollten Sie weiterhin versuchen, positiv aufzufallen.
Die meisten Unternehmen versuchen, mit einem Assessment- Center mehre Stellen zu besetzen, da diese Verfahren sehr zeit- und kostenaufwändig sind. Des Weiteren passiert es oft genug, dass die eigentlich ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten in der Wartezeit bei anderen Unternehmen unterschreiben und dann die Nachrückerinnen und Nachrücker ihre Chancen nutzen können.Kategorie: Zwischen den Übungen -
Wie werden die Übungen eingeleitet?
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Die Aufgabenstellungen werden Ihnen zu Beginn jeder Übung von einer Moderatorin bzw. einem Moderator erläutert. Des Weiteren erhalten Sie meist auch schriftliche Unterlagen.
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Was ist bei der Vorbereitungszeit zu beachten?
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Um Ihre Flexibilität zu testen, kommt es durchaus vor, dass in der laufenden Vorbereitungsphase die Zeit verkürzt wird. Dieses kann Ihnen allerdings auch während einer Übung passieren.
Die angegebene Vorbereitungszeit sollten Sie grundsätzlich nicht überschreiten.Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Was wird mit einer Zeitverkürzung bezweckt?
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Auf diese Weise wird getestet, ob Sie in der Lage sind, sich möglichst schnell auf neue Situationen einzustellen oder ob erhöhter Zeitdruck Stress bei Ihnen auslöst.
Kategorie: Wissenswertes zum AC -
Wie baut man eine Selbstpräsentation auf?
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Die Selbstdarstellung hat eine leichte Sonderstellung zu den anderen Übungen. Ist die Bewerberin bzw. der Bewerber in der Lage, sich überzeugend zu präsentieren, erarbeitet er sich bei den Beobachterinnen und Beobachtern einen Sympathiebonus, der auf die weiteren Übungen ausstrahlt.
Sie sollten möglichst drei Regeln einhalten:
1. Stellen Sie die Aufgaben, die Sie in Ihrer momentanen Positionen bearbeiten, den Anfang Ihrer Selbstpräsentation.
2. Heben Sie die Tätigkeiten hervor, die einen direkten Bezug zur neuen Stelle haben
3. Erläutern Sie Ihre berufliche Entwicklung. Machen Sie klar, welche Stationen in Ihrem Lebenslauf Sie für die Position qualifiziert haben.
Optimieren Sie Ihre Selbstpräsentation, indem Sie am Ende Ihre Kompetenz noch einmal stichwortartig zusammenfassen. Ihr Qualifikationsprofil prägt sich besonders positiv bei den Beobachterinnen und Beobachtern ein, wenn sie die branchenübliche Schlagworte und Schlüsselbegriffe verwenden. Leiten Sie Ihre Schlusszusammenfassung beispielsweise folgendermaßen ein: „Zusammenfassend lässt sich festhalten…“.Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Kann man sich auf die Selbstpräsentation vorbereiten?
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Gerade bei der Selbstpräsentation ist eine Vorbereitung sehr gut möglich. Üben Sie so lange, bis sie richtig sitzt. Da Sie nicht wissen, wie viel Zeit Sie für die Übung erhalten, sollten Sie drei unterschiedlich lange Versionen ausarbeiten (3 Min / 5 Min / 10 Min). Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, sich ohne Stress der angegebenen Zeit anzupassen.
Dazu Dipl.-Psych. Jörg Schumann, COATRAIN coaching & personal training GmbH:
"Bereiten Sie diese Übung unbedingt schriftlich vor. Sie entscheidet über den ersten Eindruck und wird auf die weiteren Übungen einen starken Ausstrahlungseffekt haben. Es gibt bei dieser Übung Teilnehmer, die ihren Lebenslauf chronologisch von der Grundschule bis zur jetzigen Position aufsagen, allerdings werden diese damit kaum punkten können. Wichtig ist, dass Sie mit den ersten drei Sätzen, die Sie auswendig können sollten, in Erinnerung bleiben. Es sollte schon in diesen Sätzen deutlich werden, was Sie begeistert, wo Ihre Stärken liegen und wo Sie hinwollen."
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Wo liegen die Schwerpunkte bei einer dreiminütigen Selbstpräsentation?
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Geben Sie einen schlagwortartigen Überblick über Ihre Qualifikationen. Ziel ist es, bei den Anderen Interesse an Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten zu wecken.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Wo liegen die Schwerpunkte bei einer fünfminütigen Selbstpräsentation?
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Zusätzlich zu den Schwerpunkten, die Sie bei einer dreiminütigen Selbstpräsentation gewählt haben, sollten hier ein oder zwei ausgewählte Beispiele für besondere Erfolge angebracht werden. Beispiele hierfür wäre die Erläuterung von Aufgabenstellungen in Ihrer bisherigen Position. Aber auch die Herangehensweise an eine bestimmte Aufgabe und wie Ihre Arbeitsergebnisse weiter bewertet wurden.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Wo liegen die Schwerpunkte bei einer zehnminütigen Selbstpräsentation?
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Hier wird zusätzlich zu den ein oder zwei ausgewählten Beispielen auch der berufliche Werdegang ausführlich dargestellt. Hier ist genügend Raum, um näher auf Ihr Studium oder Ihre Ausbildung einzugehen. Besonderes Engagement und auch Hobbys können erwähnt werden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie den Schwerpunkt nicht auf den Freizeitbereich legen.
Sie sollten auch in der langen Vorstellung immer wieder den Bezug zur ausgeschriebenen Position mit einbeziehen.Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Wie verhalte ich mich, wenn keine Zeitvorgabe für die Selbstpräsentation angegeben wurde?
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Wird keine Zeitangabe gemacht, sollten Sie sich daran orientieren, wie lange die Beobachterinnen und Beobachter und insbesondere die Moderatorin oder der Moderator für die eigene Vorstellung gebraucht haben.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Muss ich mich auf Überraschungen einstellen?
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Wenn Sie sich bei einem internationalen Unternehmen bewerben bzw. einem Unternehmen, bei dem die Geschäftssprache englisch ist, müssen Sie sich darauf gefasst machen, dass Sie sich auf englisch vorstellen sollen.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Sollte ich Medien einsetzen?
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Auf jeden Fall. Schreiben Sie Ihren Namen an, und nutzen Sie bei der Präsentation z.B. Flip-Chart oder Whiteboard. Überlegen Sie sich schon im Vorfeld, wie Sie Ihre berufliche Situation auch bildhaft darstellen können.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Was sollten Sie beachten, wenn Sie vorne stehen?
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Grundsätzlich sollten Sie die gängigen Moderationsregeln beachten. Achten Sie z.B. darauf, sich nicht mit dem Rücken zum Publikum zu stehen.
Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Worüber sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen?
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In jedem Assessment-Center werden Sie in die Situation kommen, wo Sie sich vorstellen sollen. Auch wenn es nicht in Form einer Selbstpräsentation geschieht, kann die Aufgabestellung wie folgt aussehen:
- Stellen Sie sich kurz vor
- Erzählen Sie den Teilnehmern etwas über sich
- Begründen Sie, warum man Sie zum Assessment-Center eingeladen hat
- Warum wollen Sie in unserem Unternehmen tätig werden?
- Was macht Sie für die ausgeschriebene Position geeignet?Kategorie: Beispielübung "Selbstpräsentation" -
Gibt es verdeckte Übungen?
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Machen Sie sich bewusst, dass Sie während eines Assessment-Centers unter ständiger Beobachtung stehen. Dies gilt auch für die Pausen. Erhalten Sie also Ihren guten Eindruck, den Sie vermitteln wollen!
Dazu Dipl.-Psych. Jörg Schumann, COATRAIN coaching & personal training GmbH:
"Machen Sie sich klar, dass Sie nicht nur während der Übungen unter Beobachtung stehen, sondern natürlich auch in den Pausen und in den Wartezeiten. Die Assessoren werden die Eindrücke, die sie in dieser Zeit gewinnen, gewollt oder ungewollt in ihre Bewertungen einfließen lassen."
Kategorie: Zwischen den Übungen -
Sind Persönlichkeitstests erlaubt?
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Persönlichkeitstests sind grundsätzlich erlaubt, wobei sie eher bei kleineren Firmen ihren Einsatz finden. Größere Firmen wie z.B. BMW kritisieren, dass Persönlichkeitstests nicht wirklich die für sie passenden Bereiche untersuchen.
Dennoch gewinnen Persönlichkeitstests und Auswahlverfahren immer mehr Bedeutung. Gerade im personalwirtschaftlichen Bereich findet man eine seriöse Instrumentenentwicklung vor.
Um die Persönlichkeitsrechte der Bewerberinnen und Bewerber möglichst zu schützen, bemühen sich Berufverbände (ADP- Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Psychologenverbände) und Testverlage (z.B. Testzentrale des Hofgefe Verlags oder die Test- Consult GmbH) um die vertriebliche Kontrolle von psychologischen Tests sowie um die Einhaltung wissenschaftlicher Standards.
Kategorie: Persönlichkeitstests -
Welche sind seriös?
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Es gibt einige Tests, die grenzwertig sind. Die beiden unten aufgeführten Tests stehen für seriös anzusehende Verfahren.
- Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP): Hier werden 14 Persönlichkeitseigenschaften transparent gemacht.
- Multimodales Interview nach Schuler: Ein strukturiertes Interview, mit dessen Hilfe das bisherige Verhalten am Arbeitsplatz erforscht wird.Kategorie: Persönlichkeitstests -
Welche Möglichkeiten gibt es, ins Ausland zu gehen?
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Es gibt einmal die Möglichkeit, vom Unternehmen ins Ausland gesendet zu werden. Die Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ins Ausland gehen, sind in der Regel sehr hoch: Neben den üblichen Qualifikationen sind gute Sprachkenntnisse, Mobilität und interkulturelle Kompetenz gefragt, überdurchschnittliches Engagement ist eine Selbstverständlichkeit. Je umfangreicher die Auslandstätigkeit eines Unternehmens ist, umso stärker muss die Aufgeschlossheit für globale Strategien einerseits und die kulturellen Besonderheiten andererseits bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt und gefördert werden.
Weitere Wege ins Ausland sind Einsätze in Entwicklungsländern, Auslandspraktika oder die Mitarbeit in internationalen Organisationen. Genaue Informationen erhalten Sie bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn.
Natürlich können Sie auch auf eigene Faust einen Job im Ausland suchen. Nutzen Sie die enormen Möglichkeiten des Internets, stellen Sie Ihr Profil entsprechenden Seiten zur Verfügung, suchen Sie die Internetauftritte von interessanten Firmen aktiv nach Stellenangeboten ab. Bewerben Sie sich initiativ bei interessanten Firmen. Lesen Sie die Angebote internationaler Zeitschriften und machen Sie von möglichen privaten Kontakten Gebrauch.
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Wann ist ein Auslandsaufenthalt sinnvoll, wann nicht?
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Ein Auslandsaufenthalt kann die berufliche und persönliche Entwicklung stark fördern. Als Ingenieurin oder Ingenieur bekommen Sie die Gelegenheit, neben Ihrem Fachwissen Ihre Sprachkenntnisse und "Soft Skills" zu entwickeln, die im heutigen Berufsleben enorm wichtig sind. Achten Sie aber auch darauf, neben der Entwicklung der "Soft Skills" und Fremdsprachen die Freude und den Erfolg nicht zu vergessen! Keine Tätigkeit wird allein dadurch interessanter, dass man Sie in einer anderen Sprache und Kultur verrichtet.
Generell ist ein befristeter Auslandsaufenthalt empfehlenswert. Voraussetzung dafür ist jedoch die sehr sorgfältige Prüfung der eigenen Ressourcen, der Karriereplanung, der Unternehmenskultur und der im Ausland zu besetzenden Position. Es gibt durchaus Konstellationen, die einen Auslandsaufenthalt nicht ratsam erscheinen lassen. Folgende Punkte sind von Bedeutung, um den Auslandsaufenthalt zu einer sinnvollen Bereicherung zu machen:
Zu beachten ist die Wahl eines beruflich interessanten Landes. Wenn Sie Ihr Englisch perfektionieren wollen, wählen Sie ein englischsprachiges Land. Wenn Ihr Englisch bereits sicher ist, ist der Auf- und Ausbau einer dritten Fremdsprache sinnvoll.
Außerdem ist die Wahl eines international operierenden Unternehmens, idealerweise mit bestehenden geschäftlichen Kontakten nach Deutschland, sinnvoll.
Achten Sie darauf, dass Sie eine Managerin oder einen Manager als Mentorin bzw. Mentor an Ihrer Seite haben.
Beherrschen Sie die Sprache des Gastlandes in einem brauchbaren Maß. Perfekte Kenntnisse sind nicht nötig, Sie werden überrascht sein, wie schnell Sie Ihre Sprachkenntnisse erweitern, wenn Sie zur Kommunikation in einer Landessprache gezwungen sind.
Prüfen Sie kritisch, wie der Auslandsaufenthalt Ihre beruflichen Perspektiven beeinflusst. Ist ein solcher Auslandsaufenthalt Teil der Unternehmenskultur für Führungskräfte? Oder stellen Sie sich mit der Entscheidung weitab der deutschen Zentrale auf ein Abstellgleis, während Ihre Kolleginnen und Kollegen im Heimatland mit ihrer Karriere an Ihnen vorbeiziehen?
Dazu Dr. Sörge Drosten, Executive Vice President/ Partner bei der Kienbaum Executive Consultants GmbH:
"Ein Auslandaufenthalt ist grundsätzlich sinnvoll, sollte jedoch idealerweise auf maximal 3- 4 Jahre begrenzt sein. Nach diesem Zeitraum beginnen die Netzwerke im Unternehmen zu erfahrungsgemäß zu „bröckeln“. Eine wichtige Voraussetzung für einen optimalen Auslandaufenthalt ist in jedem Fall die gemeinsame Definition von klaren und messbaren Leistungsvorgaben für den Auslandsaufenthalt. Dabei sind die ökonomischen Gegebenheiten und Unterschiede des Gastlandes zu berücksichtigen. Der Leistungsstatus sollte gemeinsam laufend beobachtet und kontrolliert werden. Ganz wichtig ist die ständige Verbindung der Expatriates mit dem Management im Heimatland und idealerweise mit einem Coach bzw. einer Mentorin oder einem Mentor, damit die Netzwerke nicht abreißen und man in „Vergessenheit“ gerät."
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Wie finde ich Jobs im Ausland?
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Sie können die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn kontaktieren oder aber im Internet folgende Seiten durchforsten:
www.epojobs.de (Thema Entwicklungsländer)
www.europaserviceba.de (Jobs innerhalb der EU).
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Was muss ich tun, damit ich entsendet werde?
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Dazu Wilfried Köning, Bereichsleiter Personal
Endress+Hauser GmbH+Co. KG in Maulburg:"Bevor sich eine Kandidatin oder ein Kandidat für einen mehrjährigen Auslandseinsatz entscheidet, sollte sie oder er sich unbedingt folgende Fragen stellen:
- Welche Länder und Kulturen kommen für mich in Frage?
- Was erwarte ich von einem Auslandaufenthalt?
- Was erwarte ich von meiner Arbeitgeberin bzw. meinem Arbeitgeber, wenn ich zurückkomme?
- Wird meine Partnerin oder mein Partner mich ins Ausland begleiten?Sehr zu empfehlen sind Vorgespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bereits einen Auslandaufenthalt absolviert haben.
Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen, um sich für einen Auslandsaufenthalt zu bewerben. Je nach Unternehmen kann die Vorgehensweise leicht variieren. Ist eine interne Abteilung für Auslandaufenthalte zuständig, kann man sich dort mit seinem Lebenslauf in die Datenbank aufnehmen lassen. Häufig gibt es in größeren Unternehmen eine Online-Jobbörse im Intranet, bei der mittels Suchkriterien der passende Job im Ausland gefunden werden kann. Ein weiterer durchaus üblicher Weg ist die „richtige“ Bewerbung. Diese wird dann an die entsprechenden Personalverantwortlichen oder die interne Abteilung gerichtet. Wichtig bei diesem Vorgehen sind die Angaben, warum einem der Auslandaufenthalt wichtig ist, welche Erwartungshaltungen bei der Rückkehr an die Firma bestehen, und ob man alleine oder mit Familie entsendet werden möchte. Der letzte Punkt ist allein schon aus Kostengründen für das Unternehmen wichtig."
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Welche Anforderungen werden an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt, die im Ausland arbeiten wollen?
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Dazu Dr. Sörge Drosten, Executive Vice President/ Partner bei der Kienbaum Executive Consultants GmbH:
"Die Anforderungen an internationale Kandidatinnen und Kandidaten sind in der Regel sehr hoch. Neben den üblichen Qualifikationen sind gute Sprachkenntnisse, Mobilität und interkulturelle Kompetenz gefragt; überdurchschnittliches Engagement wird ohnehin vorausgesetzt. Die Fähigkeit, in internationalen Teams zu arbeiten, gewinnt zusehends an Bedeutung. Bei der internationalen Entsendung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht bei den meisten Unternehmen die fachliche Kompetenz noch stark im Vordergrund. Neben den fachlichen Fähigkeiten werden jedoch zunehmend auch die interkulturellen und empathischen Fähigkeiten der Kandidatinnen und Kandidaten überprüft. Schließlich müssen sich Expatriates flexibel und ohne Vorurteile auf lokale Regelsysteme und Gepflogenheiten einstellen können. Nur so werden sie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich gewinnen und langfristig zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen. Die Erfahrung zeigt, dass für internationale Aufgaben besonders Kandidatinnen und Kandidaten aus den Niederlanden, Belgien, UK und Skandinavien gefragt sind. Aber auch immer mehr deutsche Fach- und Führungskräfte legen die geforderte internationale und integrierende Denk- und Handlungsweise an den Tag und sprechen zudem mehrere Sprachen fließend."
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Wie erwirbt man interkulturelle Kompetenz und was steckt eigentlich genau dahinter?
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Dazu Eberhardt Hofmann, Strategische Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG:
"Bei der Frage der interkulturellen Kompetenz handelt es sich aus meiner Sicht um einen typischen inhaltsleeren Begriff, den die Unternehmen gerne für die Beschreibung von Anforderungen und die Bewerberinnen und Bewerber gerne zum Nachweis ihrer Kompetenz verwenden. Oftmals merkt man, wenn man Bewerberinnen und Bewerbern diese Frage stellt, dass sie denken "Das habe ich mich auch schon gefragt". Was dahinter steht und ob überhaupt etwas dahinter steht, bleibt meist unklar, obwohl der Begriff immer wieder gerne benutzt wird. Vielleicht wird es klarer, wenn man erläutert, was der Begriff nicht ist:
Oft ist zu beobachten, dass die Bewerberinnen und Bewerber einen Auslandsaufenthalt "abhaken", weil das so in den Bewerbungsratgebern steht. Das wird ihnen auch sehr leicht gemacht, weil es in der Zwischenzeit fast keine Hochschule mehr gibt, die keine internationale Kooperation hat. Man kann sich heute kaum noch einem Auslandsaufenthalt entziehen, die Studierenden werden durch die "Station" Auslandsaufenthalt geschleust, bis auf die Freundin oder den Freund ist alles organisiert. Dieses Verständnis eines Auslandsaufenthalts geht davon aus, dass die Transformation des physischen Aufenthaltsortes an sich eine Wirkung hätte, das ist natürlich nicht der Fall.
Bleibt noch der Erwerb von Sprachkenntnissen: Diese kann man natürlich auch auf anderem Wege erwerben.
Aus meiner Sicht geht es darum, dass man sich "fremden" Umgebungen eigeninitiativ nähert und sich in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden lernt. Vor 10 - 15 Jahren konnte man noch davon ausgehen, dass der Nachweis eines Auslandsaufenthaltes genau dies voraussetze. Man musste sich selbst um einen Studienplatz kümmern, den Aufenthalt selbst planen, sogar die Frage des Geldtransfers war oft ein Problem etc.
Aus dieser Sicht ist die heutige Situation eher kontraproduktiv, da genau diese eininitiativen Fähigkeiten, sich mit Fremdheit und Unbekanntheit auseinanderzusetzen nicht mehr gefordert zu werden. Der Prozess der Generierung der Auslandserfahrung ist viel wichtiger als der Nachweis der selben.
Heutzutage findet man die Erfahrungsfelder gar nicht mehr so sehr in der „fremden" Welt des Auslandes, die einen sehr großen Teil ihrer Fremdheit verloren hat.
Letztendlich geht es darum, welche kognitiven Prozesse (Wahrnehmung, Verzerrung, Selbstwert, Adaption, Assimilation, ...) ablaufen, wenn sich eine Person sehr diskrepanten Erfahrungen ausgesetzt sind. Diese diskrepanten Erfahrungen können ebenso im Heimatland wie im Ausland erfahren werden. Die Idee kulturelle Kompetenz bestünde in der Kenntnis der „do´s und don´ts“ einer andere Kultur. Diese Idee geht davon aus, dass die fremde Kultur wenig Erfahrung im Umgang mit Fremden habe. Es ist wohl auch dem letzten asiatischen Menschen klar, dass die Übergabe der sprichwörtlichen Visitenkarte mit nur einer Hand durch eine europäische Person keine tiefe Verletzung der asiatischen Kultur darstellt."Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Welche Qualifikationen und Titel sind anerkannt?
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Eine Aufenthaltserlaubnis reicht leider nicht immer aus, um den Beruf im Gastland auszuüben. Ist Ihr Beruf im Gastland reguliert, d.h. darf nur mit einer bestimmten Qualifikation ausgeübt werden, müssen Sie zunächst Ihre Qualifikationen anerkennen lassen. Hier kommt es nur auf das Gastland an: Wenn Ihr Beruf in Deutschland nicht reguliert ist, im Gastland aber einer Regulation unterliegt, müssen Sie einen Antrag auf Anerkennung Ihrer Qualifikationen stellen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich an die jeweilige nationale Kontaktstelle wenden. Eine Liste der Kontaktstellen in den EU-Mitgliedsstaaten finden Sie unter
europa.eu.int/comm/internal_market/qualifications/contact.htm .
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Welche Regeln gelten für den Antrag?
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Das Gastland muss den Antrag innerhalb von 4 Monaten bearbeiten.
Wenn die Qualifikation der Antragsstellerin bzw. des Antragsstellers der Qualifikation der einheimischen Ingenieurinnen und Ingenieure entspricht, müssen ihm ohne Auflagen die gleichen Rechte und Pflichten wie einheimischen Ingenieurinnen und Ingenieuren zuerkannt werden.
Wenn die Ausbildungssysteme erheblich voneinander abweichen, kann das Gastland eine Nachschulung oder einen Test verlangen. Nach erfolgreicher Absolvierung dieser Auflagen muss die Ingenieurin bzw. der Ingenieur dann anerkannt werden.
Sprachkenntnisse sind beim Anerkennungsverfahren ein zusätzlicher Faktor: Die Ingenieurin bzw. der Ingenieur muss die zur Berufsausübung erforderlichen Sprachkenntnisse mitbringen. Prüfungen und Nachschulungen sind grundsätzlich in der Landessprache abzulegen.Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Was sind mögliche Risiken, wenn ich ein Jahr ins Ausland gehe?
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Das hängt davon ab, ob Sie hier in einem festen Arbeitsverhältnis stehen, selbstständig arbeiten oder keinen Job haben.
Im Falle des festen Arbeitsverhältnisses sollten Sie Ihr Vorhaben mit der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber absprechen. Vielleicht ist sie bzw. er mit einem Sabbatical (unbezahlter Sonderurlaub) einverstanden, weil sie internationale Erfahrungen sammeln und damit Ihren Wert für das Unternehmen steigern. Es gibt Unternehmen, die Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das anbieten, allerdings ist das sehr stark von der Unternehmenskultur abhängig. Wenn Sie darum bangen müssen, nicht in Ihre Firma zurückkehren zu können, denken Sie noch einmal in Ruhe darüber nach und wägen Sie Chancen und Risiken ab. Einfach zu kündigen und für ein Jahr auszusteigen bringt zu viele Gefahren mit sich, derer Sie sich im Vorfeld im Klaren sein müssen!
Wenn Sie selbstständig sind, ist die Frage, ob Sie durch das Auslandsjahr eventuell Ihre Klientel verlieren könnten und Ihre Rückkehr dadurch erschwert werden könnte. Machen Sie sich Gedanken über Ihre Pläne und Strategien für die Rückkehr.
Wenn Sie keinen Job haben, steht einem Auslandsaufenthalt nichts im Wege. Sie zeigen Ihre Flexibilität und erhöhen Ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, wenn Sie zurückkehren.
Kategorie: Ausland-Möglichkeiten -
Was ist bei der Gehaltsverhandlung grundsätzlich zu beachten?
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Zunächst: Argumentieren Sie immer mit Brutto-Jahresgehältern, denn bei Monatsgehältern als Verhandlungsbasis haben Sie noch nicht die Anzahl der Monatsgehälter (12 oder 13) und keine Sonderleistungen und Vergünstigungen geklärt.
Das Gehalt, das Sie in Ihrer neuen Position erzielen können, hängt davon ab, wie gut Sie Ihren Nutzen für die Firma verdeutlichen können. Argumentieren Sie hier mit Hilfe Ihrer Selbstpräsentation.
Lesen Sie hierzu bitte die FAQs zum Menüpunkt "Vorstellungsgespräch"!
Kategorie: Gehaltsverhandlung -
Wie ermittle ich mein momentanes Jahresgehalt genau?
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Ermitteln Sie zunächst Ihr momentanes Jahresgehalt an Hand der folgenden Fragen:
- Erhalten Sie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld?
- Stellt man Ihnen einen Dienstwagen zur Verfügung?
- Erhalten Sie vermögenswirksame Leistungen?
- Hat Ihre Firma für Sie Zusatzversicherungen abgeschlossen?
- Kommen Sie in den Genuss von Firmenrabatten?
- Erhalten Sie kostengünstiges Mittagessen in der Kantine?
- Wie sind die Reisekostenvergütungen bemessen?
- Gibt es eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge?
- Erhalten Sie Zusatzvergütungen für Außendienst oder Auslandseinsätze?
- Werden Überstunden ausbezahlt?
- Welche Weiterbildungskosten werden übernommen?
Kategorie: Gehaltsverhandlung -
Wie ermittle ich eine adäquate Gehaltshöhe?
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Ihr erfasstes momentanes Jahresgehalt dient als Basis zur Ermittlung Ihres Wunschgehaltes. Da bei einem Karriereschritt deutlich werden soll, dass Sie aufsteigen möchten, also mehr Verantwortungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in einer neuen Position suchen, sollte die neue Stelle auch besser dotiert sein. Als Richtschnur: Verlangen Sie etwa 15 Prozent mehr Brutto-Jahresgehalt. Berücksichtigen Sie dabei aber auch, dass durch einen Arbeitsplatzwechsel höhere finanzielle Belastungen entstehen können:
- Wie hoch ist Ihre bisherige Mietbelastung, und wie hoch sind die Mietpreise an Ihrem neuen Tätigkeitsort?
- Entstehen Ihnen höhere Fahrtkosten?
- Haben Sie aus Nebentätigkeiten zusätzliches Einkommen, das bei Ihrer neuen Stelle wegfallen würde?
- Kann Ihr Lebenspartner bzw. Ihre Lebenspartnerin weiterhin beruflich tätig sein?
Darüber hinaus sollten Sie Informationen über den Gehaltsrahmen der neuen Stelle einholen. Informieren Sie sich über die in Ihrer Branche und der von Ihnen angestrebten Position üblichen Gehälter. In der folgenden Broschüre finden Sie Vergleichsdaten für Ingenieure.
Kategorie: Gehaltsverhandlung -
Was sollte man grundsätzlich bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen beachten?
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Natürlich können Sie sich an ganz normale Standards halten und Ihre Bewerbung nach Schema F aufbauen. Es ist bestimmt auch sinnvoll, bestimmte Vorgaben einzuhalten, aber auch dort gibt es Spielräume, die Sie nutzen sollten. Versetzen Sie Sich doch einmal in Lage der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Personalbüro, die hunderte Bewerbungen vor sich haben. Die Zeit, die einer Bewerbung gewidmet wird, sind oft kaum Minuten, und dieses auch nur, wenn sie auf den ersten Blick überzeugend wirkt. Damit Ihre Bewerbung dann aber auch beim genauren Hinsehen standhält, sollten Sie sich vor der Erstellung der Bewerbung einiges klar machen.
- Was ist Ihr Ziel? Was möchten Sie durch die Bewerbung erreichen?
- Wie könnte der Weg zu diesem Ziel aussehen und was sollten Sie beachten?
Durch Ihre Bewerbung möchten Sie in einem sehr kurzen Zeitraum bei einer völlig fremden Person den Wunsch hervorrufen, Sie in einem Vorstellungsgespräch kennen zu lernen. Dieses Ziel werden Sie aber nur erreichen, wenn Sie in der Lage sind, Ihre individuelle Botschaft zu vermitteln.Setzen Sie sich gezielt damit auseinander, welche Qualifikationen vom Arbeitgeber erwartet werden, und welche Sie ihm bieten können. Das Resultat dieses Gedankengangs sollte die Gestaltung des Lebenslaufs, des Anschreibens und die Auswahl der Anlagen prägen.
Dazu Dipl.-Psych. Katharina Gutmann, selbstständige Personal- und Managementberaterin:
"Die Kunst des schriftlichen Bewerbens liegt darin, die eigenen Qualifikationen und Voraussetzungen für die gewünschte Position ansprechend und sinnvoll zusammen zu stellen. Dies gilt sowohl für den Lebenslauf, als auch für das Anschreiben und die Selbstdarstellung im standardisierten Vorauswahlverfahren. Qualität statt Quantität sollte die handlungsleitende Devise sein – immer – auch bei der Auswahl von Referenzen."
Kategorie: Allgemeines -
Was kann ich bei der Bewerbung falsch machen?
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Dazu Dipl.-Psych. Katharina Gutmann, selbstständige Personal- und Managementberaterin:
"Zu formalen Fehlern gehören:
- Zeugniskopien nicht vollständig
- Falsche Grammatik, Rechtschreibfehler
- Foto veraltet oder entspricht in konservativen Unternehmen nicht dem Porträtmaß bis zu 5 X 7 cm- Originalfoto
- Bewerbungsanschreiben: falscher Ansprechpartner, fehlende Nennung der Einstiegsposition, Schreiben zu lang
- Lesbarkeit vermindert durch fehlende Gliederung und fehlende übersichtliche Struktur
- Kein erkennbarer Bezug zum Unternehmen
- Unterlagen machen den Eindruck eines Serienbriefes."Kategorie: Allgemeines -
Was gehört in die Bewerbung hinein?
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Bewerbungsunterlagen lassen sich je nach Bedarf aus unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzen.
Der folgende Überblick soll Ihnen verdeutlichen, welche Bausteine nicht fehlen dürfen und welche als Ergänzung genutzt werden können.Bausteine der Bewerbungsunterlage
(nicht fett gedruckt: mögliche Ergänzungen)1. Anschreiben
2. Deckblatt
3. Lebenslauf
a) Foto
b) Persönliche Daten
c) Ausbildung
d) Studium
e) Wehr-/Zivildienst
f) Berufserfahrung
g) Sonstige Weiterbildungen
h) Besondere Kenntnisse/Fähigkeiten
i) Hobbys
j) Ort, Datum, Unterschrift
4. „Dritte Seite“
5. Anlagenverzeichnis
6. Zeugnisse
7. Handschriftenproben
8. Referenzen
9. ArbeitsprobenKategorie: Allgemeines -
Was ist eine "Dritte Seite"?
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Eine „Dritte Seite“ bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Themen ausführlicher dazustellen und sich auf diesem Wege von den anderen Bewerberinnen und Bewerbern zu unterscheiden.
Themen für die „Dritte Seite“ können folgende sein:
- Warum ich mich bewerbe
- Was Sie noch über mich wissen sollten
- Ich über mich
- Meine Motivation
- Warum sollten Sie mich einstellen
- etc.
Verwenden Sie die „Dritten Seite“ nur, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben. Wiederholungen und Floskeln sollten hier nicht eingebracht werden. Eine Möglichkeit für eine aussagekräftige "Dritte Seite" wäre eine Leistungsbilanz, in der Sie Ihre Branchenerfahrung, Ihre Tätigkeitsschwerpunkte, Projekte und Auslandseinsätze kurz beschreiben.
Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:
"Oft werden auf der "Dritten Seite" noch einmal alle positiven Eigenschaften einer Person ganz besonders ins Licht gerückt. Meiner Meinung nach sollte jedoch die gesamte Bewerbung ein positives Bild zeichnen und nicht erst diese Seite."
Außerdem dazu Wilfried Köning, Bereichsleiter Personal
Endress+Hauser GmbH+Co. KG in Maulburg:"Die „Dritte Seite“ ist völlig überflüssig und schadet häufig mehr, als das sie nutzt. Der erfahrene Personalprofi freut sich viel mehr über standardisierte und klar strukturierte Bewerbungen, die er schnell und effizient bewerten kann. Alles was von der Norm abweicht, erschwert ihm die Arbeit, kostet Zeit und führt insbesondere bei sehr hohen Stapeln mit Bewerbungen zu Frust. In diesem Zusammenhang sei auch auf die praktischen und völlig ausreichenden Plastik-Klemm-Hefter hingewiesen, die im Handling den teuren und aufwändigen Bewerbungsmappen vorzuziehen sind."
Kategorie: Feinschliff -
Soll ich ein Anlagenverzeichnis erstellen?
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Im Anlagenverzeichnis werden mitgelieferte fotokopierte Zeugnisse, Praktikums- und Arbeitszeugnisse etc. aufgelistet. Bei einer überschaubaren Anzahl von Dokumenten kann auf das Anlagenverzeichnis verzichtet werden.
Kategorie: Feinschliff -
Wann legt man eine Handschriftenprobe bei?
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Legen Sie sie nur dazu, wenn diese auch in der Stellenanzeige gefordert wird. Sie können positiv punkten, wenn Sie nicht nur einen Artikel etc. abschreiben, sondern die Aufgabe nutzen, um für sich zu „werben“. Gestalten Sie eine Art „Dritte Seite“.
Kategorie: Feinschliff -
Wann legt man eine Arbeitsprobe bei?
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Diese sollte nur beigefügt werden, wenn sie auch angefordert werden.
Kategorie: Feinschliff -
Wann gibt man Referenzen an?
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Diese sollten Sie als Hochschulabsolventin oder Hochschulabsolvent nur in Ausnahmefällen angeben (z.B. bei besonderen Tätigkeiten in Wissenschaftlichen Projekten von Hochschulprofessoren).
Kategorie: Feinschliff -
Welche persönlichen Daten sollten Sie angeben?
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Wenn die folgenden Daten noch nicht auf dem Deckblatte angegeben wurden, sollen die folgenden Punkte angegeben werden:
- Name, Anschrift und Telefonnummer (evtl. auch E-Mail-Adresse)
- Beruf
- Geburtsdatum, Geburtsort
- Familienstand, ggf.: Anzahl und Alter der Kinder
- StaatsangehörigkeitKategorie: Lebenslauf -
An wen richte ich meine Bewerbung?
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Finden Sie am besten die zuständige Ansprechpartnerin bzw. den zuständigen Ansprechpartner heraus, indem Sie kurz beim Unternehmen anrufen. Durch den Anruf können Sie schon zeigen, dass Sie eine kommunikationsstarke Bewerberin bzw. ein kommunikationsstarker Bewerber sind. Richten Sie die Bewerbung dann an die zuständige Person und gehen Sie sicher, dass Sie den Namen der Person richtig schreiben. Lassen Sie ihn sich notfalls am Telefon buchstabieren.
Kategorie: Allgemeines -
Wie wird ein Deckblatt gestaltet?
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Ziel eines Deckblatts ist es, auf Grund seiner Gestaltung neugierig auf den Inhalt zu machen. Da es jedoch keine weiteren Informationen bietet, ist es kein unbedingter Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Bei Gestaltung des Deckblatts sollten folgende Punkte behandelt werden:
- „Bewerbungsunterlagen für die Firma xy“, Bezeichnung der Stelle, ggf. Chiffre-Nr. der Stellenanzeige
- Foto
- Name, Adresse und Telefonnummer des Bewerbers/der BewerberinKategorie: Feinschliff -
Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?
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- Foto
- Persönliche Daten
- Ausbildung
- Studium
- Wehr-/Zivildienst
- Berufserfahrung
- Sonstige Weiterbildung
- Besondere Kenntnisse / Fähigkeiten
- Hobbys
- Ort, Datum, Unterschrift (handschriftlich)
Die Strukturierung des Lebenslaufs muss klar strukturiert und lückenlos sein. Auch sollte der Lebenslauf so gestaltet sein, dass er auf Anhieb übersichtlich und nachvollziehbar ist. Diese Punkte sollten sowohl beim chronologischen Ablauf als auch für die inhaltlichen Komponenten Ihrer schulischen, hochschulischen und evtl. beruflichen Aktivitäten beachtet werden. Unterschätzen Sie die Darstellung Ihres Lebenslaufs nicht. Er entscheidet im Wesentlichen darüber, ob Ihre Bewerbungsunterlagen weitere Beachtung erhalten, oder auf den Stapel „erledigt“ landet.
In den meisten Fällen wird zuerst der Lebenslauf einer Bewerbung überprüft, bevor das Anschreibe die Beachtung der Personalerin bzw. des Personalers bekommt. Durch die Überprüfung wird gleich zu Anfang kontrolliert, ob das Anforderungsprofil des Unternehmens von Ihnen erfüllt wird. Da Ihre Chancen steigen, wenn Sie möglichst viele Treffer bei den geforderten Positionen erhalten, sollten Sie sich die Zeit nehmen und den Lebenslauf (insbesondere Studieninhalte, Aufgabengebiete absolvierter Praktika etc.) den besonderen Aufgaben und Anforderungsmerkmalen der angestrebten Position anpassen. Es gibt nicht den „universellen Lebenslauf“, da jede potentielle Arbeitgeberin bzw. jeder potentielle Arbeitgeber an anderen Aspekten Ihres Lebenslaufs interessiert ist.
Dazu Arno Kolkmeyer, Leiter Personalmarketing bei der Lufthansa Technik AG:
"Der Lebenslauf sollte übersichtlich und gegliedert sein. Besondere Erfahrungen und Kenntnisse sollten beschrieben werden. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben!"
Kategorie: Lebenslauf -
Was fällt unter den Punkt Ausbildung?
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Hier wird die schulische Ausbildung wie auch die berufliche Ausbildung erläutert.
- Schulische Ausbildung: besuchte Schulen mit Jahresangaben und Abschlüssen, ggf. mit (Gesamt-) Noten
- Berufsausbildung: Ausbildungsunternehmen, Bezeichnung des Abschlusses, (Zeitangaben mit Monat und Jahr sollten hier nicht fehlen).Kategorie: Lebenslauf -
Welche Informationen zum Studium sollten angegeben werden?
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- Angabe der Hochschule mit Ortsangabe
- Studienfächer (Haupt- und Nebenfächer)
- Thema der Diplomarbeit
- Angabe der Gesamtnote
- ggf. Hinweis auf sonstige Studienschwerpunkte, renommierte Lehrstühle, Projektseminare, Praxissemester, AuslandsstudienKategorie: Lebenslauf -
Inwieweit gehören Informationen zum Wehr-/Zivildienst in die Bewerbung?
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Hier reicht es, wenn der Zeitraum (Monat/Jahr) angegeben wird. Gibt es jedoch besondere Informationen, die mit der Stelle, auf die Sie sich bewerben, in Zusammenhang stehen, sollten Sie diese natürlich angeben.
Kategorie: Lebenslauf -
Welche Berufserfahrungen werden wie angegeben?
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Bei Praktika und Projektarbeiten sollten gerade dann Stichpunkte angegeben werden, die den Tätigkeitsschwerpunkt wiedergeben, wenn sie einen Bezug zu der Ausgeschriebenen Stelle haben.
Jobs, die Sie evtl. zur Finanzierung Ihres Studiums ausgeübt haben, sollten Sie mit Dauer und Anzahl der Stunden pro Woche vermerken.Kategorie: Lebenslauf -
Sollten sonstige Weiterbildungen angegeben werden?
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Ein Blick in die Literatur zeigt sehr schnell, dass die Meinungen an diesem Punkt auseinander gehen. Gibt man absolvierte Weiterbildungsmaßnahmen nur an, wenn sie einen Bezug zu der angestrebten Position haben, oder gibt man alle an, um seine Leistungsbereitschaft zu signalisieren?
Entscheiden Sie sich nach Ihrem Gefühl und dem gewonnenen Eindruck des Unternehmens, den Sie sich schon vor der Bewerbung über Informationen gemacht haben sollten. Auf jeden Fall sollten Weiterbildungszertifikate in der Bewerbung eine Anzahl von fünf nicht überschreiten, sonst wird der Umfang zu groß.Kategorie: Allgemeines -
Was wird unter besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten angegeben?
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Hier werden z.B. EDV-Kenntnisse, Sprachen, spezielle Zertifikate wie eine Ausbilderlizenz angegeben. Auch bei diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander, ob nur stellenrelevante Komponenten einbezogen werden oder die gesamten erbrachten Leistungen.
Kategorie: Lebenslauf -
Sollten Hobbys angegeben werden?
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Die Angabe von Hobbys ist nicht zwingend notwenig. Sollten Sie sich dafür entscheiden, sollten Sie möglichst keine Hobbys angeben, die den Arbeitgeber um Ihre Gesundheit und Leistungsbereitschaft bangen lässt. Hierunter sind Risiko- und Leistungssportarten zu verstehen, die ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen. Sehen Sie auch von Angaben von Hobbys ab, die einen hohen Zeitaufwand kosten – Sie könnten die Sorge wecken, diese Zeit dann im Beruf wieder einzusparen.
Kategorie: Lebenslauf -
Wie wird der Lebenslauf unterschrieben?
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Der Lebenslauf sollte am Ende mit Erstellungsort und Tagesdatum von Ihnen unterschrieben werden. Dadurch wirkt er bis zuletzt individuell erstellt und passgenau für die ausgeschriebene Stelle aufbereitet.
Kategorie: Lebenslauf -
Was muss bei dem Foto beachtet werden?
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Es gibt zwei Möglichkeiten, das Foto in der Bewerbung zu platzieren. Entweder auf dem Deckblatt oder auf der ersten Seite des Lebenslaufes oben rechts (mit 2,5 cm Abstand zu Rand).
Sie können davon ausgehen, dass Ihr Foto immer betrachtet wird, selbst wenn die Personalerin bzw. der Personaler sich nicht viel Zeit für die Bewerbung nimmt. In vielen Fällen wird eine erste „Charakteranalyse“ vorgenommen. Achten Sie darauf, dass eine professionelle Bildqualität vorliegt. Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, Automatenbilder zu verwenden. Das Format sollte ca. bei 6 x 4,5 cm liegen. Des Weiteren sollten Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto adäquate Kleidung tragen und Ihrer Frisur, Make-up bzw. Rasur im Vorfeld genügend Aufmerksamkeit gewidmet haben.
Ob Sie Ihr Foto schwarz-weiß oder farbig wählen, bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Allerdings haben Untersuchungen ergeben, dass Menschen auf schwarz-weißen Fotos sympathischer wirken.Kategorie: Feinschliff -
Welchen Umfang sollte die Bewerbung haben?
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Der verlangte Umfang einer Bewerbung wird meist in der Stellenanzeige deutlich. Folgende Unterlagen werden meistens verlangt:
"Bewerbung mit den üblichen Unterlagen"
"vollständige Bewerbung"
"aussagekräftige Bewerbungsunterlagen"
"Kurzbewerbung"
Bewerbung mit den üblichen Unterlagen
- Anschreiben
- tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
- Schul-, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse, selbst wenn sie nicht unbedingt zum Anforderungsprofil passen. Auch über Auslandsaufenthalte (Schüleraustausch, Auslandsstudium) müssen Nachweise erbracht werden. Ausländische Zeugnisse bitte mit Notenschlüssel einreichen.
- Arbeitsproben, Schriftproben (handschriftlich) und Referenzen von Arbeitgebern etc. schicken Sie ein, wenn sie in der Stellenanzeige verlangt werden.Vollständige Bewerbungsunterlagen
Unterlagen wie oben, und zusätzlich:
- Angaben zur Familie im Lebenslauf
- Gehaltsvorstellungen
- frühest möglicher Arbeitsbeginn von Ihrer Seite aus
Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen
Wie bei den vollständigen Bewerbungsunterlagen, ferner enthalten diese genauere Angaben zum Ausbildungsweg. Bei Studierenden umfasst dies z.B. auch kurze Angaben zu den Nebenfächern und zur Abschlussarbeit. Bitte keinerlei theoretische Ausführungen und Nachweise hinzufügen.
Kurzbewerbung
Bei einer Kurzbewerbung sind zwei Seiten erwünscht: Eine Seite Anschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild.
Dazu Arno Kolkmeyer, Leiter Personalmarketing bei der Lufthansa Technik AG:
"Die Bewerbung sollte das Anschreiben, den Lebenslauf und Zeugnisse umfassen, jedoch keine Scheine oder Qualifikationsnachweise!"
Kategorie: Allgemeines -
Müssen die Zeugnisse beglaubigt sein?
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Dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Es ist nicht nötig, Zeugnisse beglaubigen zu lassen. Eine Kopie genügt völlig – es sei denn, beglaubigte Zeugnisse werden ausdrücklich verlangt. So ist es oftmals bei Stellenangeboten im öffentlichen Dienst und an Hochschulen. Des Weiteren werden im europäischen Ausland durchaus beglaubigte Zeugnisse gefordert. Bei Bewerbungen für höhere Positionen sind Referenzen sehr hilfreich. Eine Referenz sollte sich auf den Bereich beziehen, für den man sich bewirbt – sonst kann sie unter Umständen kontraproduktiv wirken."
Kategorie: Allgemeines -
Worauf sollte man bei der äußeren Form achten?
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Sie sollten gutes Papier (80 oder90 Gramm) verwenden und einen Klemmhefter mit durchsichtiger Vorderseite. Standards wie eine Schriftgröße nicht kleiner als 11,5 Punkt oder Seitenränder von 2,5 cm Breite sollten auf jeden Fall beachtet werden.
Dazu Dipl.-Psych. Katharina Gutmann, selbstständige Personal- und Managementberaterin:
"In der Bewerbungsmappe wird der Lebenslauf auf die Zeugnisse geheftet. Als Deckblatt können Sie eine Seite wählen, die das Foto und Ihre persönlichen Daten mit dem Hinweis auf die angestrebte Position enthält. Diese Daten werden dann mit Ausnahme des Namens nicht im Lebenslauf wiederholt. Das Anschreiben liegt auf der Bewerbungsmappe."
Kategorie: Allgemeines -
Wie verschicke ich meine Bewerbung?
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Verwenden Sie möglichst kartonierte Umschläge (versteifte Rückseiten), da so die Chance steigt, dass die Unterlagen nach der Postreise immer noch in einem guten Zustand in der Personalabteilung landen.
Kategorie: Allgemeines -
Sollte ich mich direkt nach Erscheinen der Stellenanzeige bewerben?
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Dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Grundsätzlich muss man die Bewerbung nicht gleich ersten Tag nach Erscheinen des Stellenangebots versenden. Den Unternehmen ist durchaus klar, dass eine gute Bewerbung auch Zeit braucht. Eine zu schnelle Bewerbung könnte den Eindruck der „Schubladenbewerbung“ erwecken, was bei einer Bewerbung immer vermieden werden sollte. Sind Bewerbungsfristen angegeben, so können diese ohne Problem „ausgereizt“ werden. Sind keine Fristen angegeben, so sind Bewerbungen innerhalb von zwei Wochen durchaus im Rahmen."
Kategorie: Allgemeines -
Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?
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Ein typisches Vorstellungsgespräch dauert etwa ein bis zwei Stunden. Professionelle Vorstellungsgespräche folgen einem bestimmten Ablauf, an dem sich viele Personalentscheiderinnen und Personalentscheider orientieren:
- Begrüßung
- Small Talk zur Auflockerung der Atmosphäre
- kurze Darstellung der Firma und des Arbeitsplatzes
- Gelegenheit zur Selbstpräsentation
- Fragenblöcke zur Überprüfung der fachlichen Kenntnisse und persönlichen Fähigkeiten
- Gelegenheit für die Bewerberin bzw. den Bewerber, eigene Fragen zu stellen
- Abschluss des Gespräches
Wesentlich ist: Sie selbst können großen Einfluss auf den Gesprächsverlauf ausüben, wenn Sie sich gut vorbereiten!
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?
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Eins steht fest: Über Fachwissen zu verfügen genügt heute nicht mehr. Im Vorstellungsgespräch kommt es ganz wesentlich darauf an, wie Sie als Bewerberin oder Bewerber auftreten. Und dieser Auftritt will vorbereitet sein!
Eine Frage wie "Stellen Sie sich bitte kurz vor!" oder "Erzählen Sie zunächst etwas über sich!" kommt bestimmt. Fragen Sie sich: "Was habe ich zu bieten?". Erarbeiten Sie unterschiedlich lange Versionen einer Selbstpräsentation, in der Sie Ihren beruflichen Werdegang kurz, aber schlüssig darstellen und konkrete Beispiele geben. Diese unterschiedlichen Versionen, die z.B. eine Minute, fünf oder zehn Minuten lang sind, können Sie flexibel im Gespräch einsetzen.
Machen Sie sich Gedanken über Ihre Stärken und Schwächen. Die Frage danach gehört zum festen Programm eines jeden Vorstellungsgesprächs. Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst - es nützt nichts, sich über oder unter Wert zu verkaufen. Überlegen Sie im Hinblick auf Ihre Stärken, was Sie gerne machen, was Ihnen leicht fällt und wofür Sie gelobt werden. Eine gute Vorbereitung besteht darin, dass Sie Ihre Stärken aufschreiben und zu jeder Stärke mehrere Situationen zu notieren, in der Sie diese Stärke gezeigt haben. Wenn Sie Ihre Stärken mit Beispielen untermauern können, beweisen Sie, dass Sie diese Stärken tatsächlich aufweisen und nicht auswendig gelernte Stärken herunterbeten. Bereiten Sie sich auch auf die Frage nach den größten Erfolgen in Ihrem Leben vor. Welche Ihrer Stärken haben zur Erreichung dieser Erfolge beigetragen?
Wenn die Frage nach Ihren Schwächen kommt, wählen Sie eine Schwäche aus, die Sie Personalverantwortlichen auch erzählen können. "Ich bin manchmal ganz schön faul" wirft nicht gerade das beste Licht auf Sie (auch wenn es stimmt!). Sehen Sie auch von immer wieder zitierten Standardantworten ab wie "Ich bin so perfektionistisch" oder "Ich arbeite zu viel" - das wirkt unglaubwürdig. Erzählen Sie von einer tatsächlichen Schwäche und fügen Sie hinzu, was Sie getan haben, um diese Schwäche in den Griff zu bekommen. Es geht darum, zu vermitteln, dass Sie Ihre Schwächen reflektieren, aus Fehlern lernen und Konsequenzen ziehen. Dasselbe gilt auch für die Frage nach Misserfolgen in Ihrem Leben. Bereiten Sie auch auf diese Frage eine Antwort vor, in der Sie sich selbstreflektiert darstellen.
Eine wohl überlegte Antwort sollten Sie auch auf die Frage "Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?" parat haben. Outen Sie sich nicht als "heimlicher Fan" des Unternehmens. Sprechen Sie hier Ihre bisherige Leistungsmotivation bei der Erfüllung beruflicher Aufgaben an, sodass Sie vermitteln, dass eine Anstellung die konsequente Fortsetzung Ihres eingeschlagenen Berufsweges bedeuten würde. Stellen Sie dar, inwieweit die neue Position Ihnen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung bietet.
Außerdem sollten Sie über die Firma gut informiert sein. Durchforsten Sie die Homepage oder lesen Sie anderes Informationsmaterial, damit Sie auf Fragen zum Unternehmen vorbereitet sind. Überlegen Sie sich Fragen zum Unternehmen, zu Aufstiegschancen, Entwicklungsmöglichkeiten etc. - in der Regel wird Ihnen am Schluss des Vorstellungsgesprächs die Möglichkeit gegeben, diese Fragen zu stellen.
Dazu Eberhardt Hofmann, Strategische Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG:
"Ein Vorstellungsgespräch ist ein Gespräch über Vorstellungen. Man prüft dabei, ob die Vorstellungen des Bewerbers zu der Tätigkeit und auch den Rahmenbedingungen der Tätigkeit und die Situation im Unternehmen zusammenpassen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass der Bewerber möglichst differenzierte Vorstellungen über die Tätigkeit und die dazugehörigen Rahmenbedingungen hat. Hat er dies nicht, was sehr häufig bei Absolventen der Fall ist, so kann man die Frage der Passung letztendlich nicht beantworten. Man gibt dem Kandidaten den Vorzug, der differenzierte Vorstellungen hat, die sich mit den Gegebenheiten im Unternehmen decken. Hat der Bewerber keine differenzierten Vorstellungen artikuliert, so kann man als Personaler nur noch hoffen, dass die im Gespräch nicht artikulierten Vorstellungen doch noch irgendwie zufällig zu den Arbeitsbedingungen im Unternehmen passen oder man sagt dem Kandidaten ab.
Die in vielen Bewerberratgebern vorgeschlagene Strategie sich eher bedeckt zu halten, damit man nichts Falsches sagt, wirkt hier sehr kontraproduktiv. Also: Machen Sie sich vorab klar, wie Ihre Vorstellungen sind und äußern Sie diese konkret!"Außerdem dazu Gerd Dahmen, Personalmanager bei der VDI Service GmbH:
"Wirkliche Geheimtipps gibt es hier nicht, aber: man sollte sich schon im Vorfeld über das Unternehmen erkundigen. Internet, Zeitschriften und vor allem etwaige Bekannte, die mit dem Unternehmen verbunden sind, sollten als Informationsquellen genutzt werden. Zeigen Sie, dass Ihnen die Produkte und aktuellen Geschehnisse des Unternehmens nicht fremd sind, sammeln Sie so Pluspunkte. Ein gepflegtes Erscheinungsbild sollte selbstverständlich und in etwa auf die jeweilige Position abgestimmt sein „Overdressed“ ist dabei genauso fehl am Platz wie „Schlabberlook“. Bewerberinnen sollten in der Wahl der Kleidung eher konservativ bleiben und auf das Zeigen von zuviel Haut verzichten."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Was sollte ich als Frau bei der Vorbereitung zusätzlich beachten?
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Dazu Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin, stellv. Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf":
"Bereiten Sie sich auf die frauenspezifischen Fragen vor, damit Sie sich in der Situation nicht provozieren lassen. Haben Sie Fakten parat: Frauen sind durchschnittlich betriebstreuer als Männer, Frauen bereichern technische Teams durch andere Gesichtspunkte. Zeigen Sie Begeisterung für Ihr Studienfach und das Unternehmen, bei dem Sie sich vorstellen."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch?
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Bleiben Sie auf jeden Fall souverän und ruhig. Gehen Sie mit der Einstellung in das Gespräch, dass es eben ein Gespräch ist und kein Verhör. Reden Sie nicht hektisch, sondern nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Sprechen Sie deutlich und betont. Fallen Sie Ihrem Gegenüber nicht ins Wort. Hören Sie aufmerksam zu und versichern Sie sich im Zweifelsfalle, ob Sie eine Frage richtig verstanden haben. Lassen Sie sich durch provozierende Fragen ("Will Ihre Firma Sie los werden?") nicht verunsichern, bleiben Sie bei Ihren beruflichen Leistungen und gehen Sie nicht auf die Provokationen ein, sondern entkräften Sie sie auf sachliche Weise. Argumentieren Sie aus Ihrer Selbstpräsentation heraus, die Sie gut vorbereitet haben, und stellen Sie dar, warum gerade Sie mit Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten für den zu vergebenen Arbeitsplatz geeignet sind. Beantworten Sie Fragen nicht mit "Ja" und "Nein", sondern geben Sie immer Beispiele mit an, um Ihre Antwort zu untermauern. Sorgen Sie für einen sympathischen und kompetenten Eindruck bei Ihrem Gegenüber!
Dazu Kerstin Kühlborn, KeKCo Coaching & Consulting:
"Auch Personalfachleute sind nur Menschen – sie verlassen sich bei der Beurteilung eines Bewerbers auf alle möglichen Arten von Signalen und Informationen, die sie erhalten und beobachten. Neben berufsrelevanten Informationen werden auch das Aussehen, die Körpersprache und die Ausstrahlung des Bewerbers bei der Beurteilung berücksichtigt. Geben Sie sich möglichst natürlich und verstellen Sie sich nicht. Halten Sie sich aber unbedingt an die üblichen Höflichkeitsregeln, die für ein erstes (geschäftliches) Gespräch gelten."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Was ist über die Beantwortung der Fragen hinaus noch wichtig?
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Wichtig ist, dass Ihr Gesamtbild Kompetenz und Sympathie ausstrahlt. Ihre Kleidung sollte weder unter- noch übertrieben sein: Mit einem Anzug bzw. Hosenanzug können Sie eigentlich nichts falsch machen, denn Sie zeigen dadurch, dass Sie die Spielregeln des Berufslebens beherrschen. Von einer pompösen Steckfrisur oder zu viel Make-up sollten Sie auf jeden Fall absehen - treten Sie natürlich und gepflegt auf. Absolute Don'ts sind natürlich ungeputzte Schuhe, zerknitterte Hemden, bekleckerte Schlipse und sonstige Fehlgriffe, die Ihr kompetentes Auftreten schmälern könnten.
Dazu Kerstin Kühlborn, KeKCo Coaching und Consulting:
"Sie können sicher sein, dass man aufmerksam Ihre Kleidung und Ihr Auftreten registrieren wird. Der Unternehmensvertreter wird zunächst bewusst oder unbewusst entscheiden, ob Sie aufgrund Ihrer äußeren Erscheinung in das Unternehmen passen. Um jedes Risiko auszuschließen, kommt man also bei den meisten Unternehmen am besten im traditionellen Business-Look. Für Männer heißt das: dunkler Anzug, helles Hemd und Krawatte. Geschäftsfrauen tragen einen Hosenanzug oder ein Kostüm. Sie dürfen das Bein bis zum Knie zeigen, tragen aber stets Strumpfhosen. Alles Aufreizende ist im Vorstellungsgespräch unangemessen."
Seien Sie pünktlich, d.h. fünf Minuten vorher da. Wenn Sie zu spät kommen, wirft das ein schlechtes Licht auf Ihren Ersteindruck. Lässt es sich absolut nicht vermeiden, dass Sie zu spät kommen, wahren Sie die allgemeinen Höflichkeitsregeln und rufen Sie vorher an. Melden Sie sich am Empfang unter Angabe des Namens der Person an, mit dem Sie das Gespräch führen werden. Werden Sie von einer Sekretärin oder einem Sekretär empfangen, behandeln Sie diese Person zuvorkommend - es ist möglich, dass sie oder er auch nach Ihrem Eindruck von Ihnen gefragt wird!
Begrüßen Sie Ihre Gesprächspartnerin bzw. Ihren Gesprächspartner mit einem festen Händedruck, einem Blick in die Augen und einem freundlichen Lächeln. Nehmen Sie ein angebotenes Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee an, denn Sie werden viel sprechen und haben sicher zwischendurch das Bedürfnis, sich kurz zu erfrischen.
Achten Sie während des Gesprächs darauf, nicht "herumzuzappeln", sich ständig durchs Haar zu fahren oder an der Krawatte zu nesteln. Das macht Ihr Gegenüber nervös und lässt Sie nicht ruhig und souverän erscheinen.
Zum Schluss bedanken Sie sich für das Gespräch und verabschieden sich ebenso wie am Anfang mit einem festen Händedruck, einem Blick in die Augen und einem freundlichen Lächeln.
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Welche Fragen kommen immer wieder in Vorstellungsgesprächen vor?
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Zu den Fragen, die in Vorstellungsgesprächen immer wieder vorkommen und auf die Sie sich am besten im Vorfeld gute Antworten überlegen, gehören zum Beispiel:
Bitte fassen Sie Ihren Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen zusammen.
Erzählen Sie etwas über sich.
Was wissen Sie über uns?
Warum haben Sie sich bei uns beworben?
Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Wie lösen Sie Konflikte im Team?
Wie reagieren Sie auf Stress?
Nennen Sie mir drei Gründe, warum wir Sie nehmen sollen.
Nennen Sie mir drei Gründe, warum wir Sie nicht nehmen sollen. (Hier antworten Sie am besten, indem Sie auf berufliche Schwächen wie z.B. Mangel an Sprachkenntnissen oder Berufserfahrung verweisen, die Sie natürlich im selben Satz mit einem Ausgleich durch eine Stärke entkräften. Bleiben Sie souverän!)
Warum wollen Sie Ihre derzeitige Firma verlassen?
Welche Tätigkeiten mögen Sie nicht?
Nennen Sie uns Ihre wichtigsten Erfolge.
Nennen Sie uns Ihre größten Misserfolge.
Wie gehen Sie mit Kritik um?
Wie würden Sie sich als Mensch beschreiben?
Weshalb haben Sie sich zum xy-Studium entschlossen?
Bei der Beantwortung dieser Fragen gilt: Verwenden Sie keine Standardantworten. Ihr Gegenüber spürt das schnell, und das Gespräch wirkt unnatürlich. Überlegen Sie sich eigene passende Antworten!
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Welche Fragen sind nicht erlaubt?
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Das Fragerecht der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers wird durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Bewerberin oder des Bewerbers begrenzt. Es gibt Umstände, die die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber bei der Einstellungsentscheidung nicht berücksichtigen darf. Dementsprechend braucht die Bewerberin bzw. der Bewerber nur zulässige Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten, wenn er sich zur Beantwortung entschließt. Auf unzulässige Fragen darf die Bewerberin bzw. der Bewerber sogar bewusst falsche Antworten geben.
Generell zulässig sind Fragen der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers
- zum bisherigen vollständigen beruflichen Werdegang, z.B. der Dauer aller bisherigen Anstellungsverhältnisse bei den jeweiligen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern;
- zu der Schul-/Hochschulausbildung einschließlich dem jeweiligen z.B. Hochschulort, den jeweiligen Abschlüssen und Prüfungsergebnissen;
- zu Sprachkenntnissen und absolvierten Lehrgängen;
- zu bevorstehenden oder bereits abgeleisteten Wehr- oder Ersatzdienstpflichten;
- zum Vorliegen und der Dauer einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis;
- zum Vorliegen von Gehaltsabtretungen oder Gehaltspfändungen und
- zum Wohnort des potenziellen zukünftigen Mitarbeiters;
- zu anhängigen Ermittlungs- oder Strafverfahren;
- zu bestehenden nachvertraglichen Wettbewerbsverboten.Im Rahmen der Besetzung von Führungspositionen bzw. von Stellen, welche die Erfüllung überdurchschnittlicher Loyalitätspflichten im Verhältnis zur Arbeitgeberin bzw. zum Arbeitgeber erfordern, sind auch Fragen der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers zulässig nach
- einer Scientology-Mitgliedschaft,
- den Vermögensverhältnissen,
- Vorstrafen und
- einer Stasi-MitarbeitBeantwortet eine Bewerberin bzw. ein Bewerber zulässige Fragen nicht wahrheitsgemäß oder nur unvollständig und kommt es daraufhin zum Abschluss eines Arbeitsvertrages, kann die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten oder das Arbeitsverhältnis außerordentlich kündigen.
Wegen der Geltung von Diskriminierungsverboten sind generell unzulässig Fragen des Arbeitgebers
- nach der Zugehörigkeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers zu einer bestimmten religiösen Konfession;
- nach politischen Anschauungen, insbesondere der Zugehörigkeit zu einer politischen Partei;
- nach einer Gewerkschaftszugehörigkeit.Ausnahmen gelten hier nur für sogenannte Tendenzunternehmen (z.B. kirchliche Einrichtungen).
Ebenfalls unzulässig sind Fragen, die die engere Privatsphäre der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers betreffen. Hierzu gehören Fragen nach
- einer bestehenden Schwangerschaft;
- einer beabsichtigten Eheschließung und
- generell der Familienplanung.Grundsätzlich muss niemand der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber während des Bewerbungsgesprächs nachteilige Umstände mitteilen. Auch hierzu gibt es aber Ausnahmen: So muss die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer auf solche Umstände hinweisen, hinsichtlich derer der Arbeitgeber billigerweise, also nach Treu und Glauben, einen Hinweis erwarten kann. Hierzu gehört z.B. der bevorstehende Antritt einer Gefängnisstrafe. Hierdurch würde der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer die Aufnahme des Arbeitsverhältnisses aus tatsächlichen Gründen vorhersehbar unmöglich. Der Abschluss eines Arbeitsvertrages wäre deshalb dem Arbeitgeber unzumutbar.
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Wie gehe ich mit kritischen Fragen um?
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Zu den kritischen Fragen gehören zum Einen Fragen, die einfach provokativ sind ("Was könnten Sie für uns tun, was nicht auch ein anderer für uns tun könnte?", "Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sie in diesem Interview bis jetzt ziemlich schlecht abgeschnitten haben?"), und zum Anderen unzulässige Fragen ("Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?", "Welche Partei würden Sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen?"). Bei der Beantwortung beider kritischen Fragearten gilt: Bleiben Sie ganz ruhig und souverän! Sinn und Zweck dieser Fragen ist im Grunde, herauszufinden, ob Sie mit diesen Provokationen umgehen können. Selbst wenn Ihnen unzulässige Fragen gestellt werden, schimpfen Sie nicht beleidigt: "Das dürfen Sie mich gar nicht fragen!", sondern ziehen Sie sich lieber charmant aus der Affäre.
Hier die obigen Fragen mit einer Beispielantwort:
"Was könnten Sie für uns tun, was nicht auch ein anderer für uns tun könnte?" - Lächeln Sie und sagen: "Ich weiß natürlich nicht, was meine Konkurrenten mitbringen, aber ich verfüge über...". - Argumentieren Sie erneut aus Ihrer vorbereiteten Selbstpräsentation heraus!
"Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sie in diesem Interview bis jetzt ziemlich schlecht abgeschnitten haben?" - Antworten Sie ruhig und sachlich: "Ich wäre irritiert, denn mein Gesamteindruck von diesem Gespräch ist durchweg positiv und angenehm. Wie würden Sie das denn begründen?"
"Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?" - "Mein Partner und ich planen keine Familiengründung in den nächsten Jahren." Hier dürfen Sie durchaus die Unwahrheit sagen, denn arbeitsrechtlich gesehen müssen Sie nur wahrheitsgemäß auf zulässige Fragen antworten.
"Welche Partei würden Sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen?" - "Ich kann bei dieser Frage den Bezug zu meiner Bewerbung nicht sehen. Haben Sie einen bestimmten Grund, weshalb Sie mich das jetzt fragen?" Auch bei dieser Frage dürfen Sie die Antwort verweigern, es sei denn, Sie bewerben sich bei einem parteigebundenen Verlag.
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Was sind die speziellen Anforderungen in einem Telefoninterview?
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Natürlich bereiten Sie sich auf das Telefoninterview ebenso gründlich vor wie auf ein Vorstellungsgespräch, denn ein Telefoninterview dient in den meisten Fällen als erste Vorauswahl - es wird entschieden, ob Sie auch zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder nicht. Im Hinblick auf die Struktur ähnelt es dem klassischen Vorstellungsgespräch.
In einem Telefoninterview müssen Sie noch mehr Wert auf eine deutliche und ruhige Aussprache legen als im Vorstellungsgespräch von Angesicht zu Angesicht. Sie können das Gesagte nicht mit Mimik und Gestik unterstreichen, und auch Sympathie erreichen Sie nur über Stimme und Sprache. Am besten lümmeln Sie während des Telefonats nicht auf dem Sofa, sondern bleiben stehen oder setzen Sie sich aufrecht an den Schreibtisch. Ziehen Sie sich ruhig so an, wie Sie auch zum Vorstellungsgespräch gehen würden - Sie können dadurch auch am Telefon ein sichereres und kompetenteres Auftreten haben als im Jogginganzug. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht gestört werden, stellen Sie andere Telefone, das Handy, die Türklingel etc. ab, bitten Sie Familienmitglieder, Partnerinnen bzw. Partner oder Mitbewohnerinnen und Mitbewohner um absolute Ruhe. Sorgen Sie beim Schnurlostelefon dafür, dass der Akku aufgeladen ist!
Lächeln Sie so oft wie möglich, während Sie telefonieren - Ihre Stimme wird sich gleich wärmer und sympathischer anhören! Wenn Sie sich auf Fragen vorbereiten, können Sie sich ruhig Spickzettel schreiben, die Sie wärend des Telefonats vor sich liegen haben. Aber bitte nur Stichpunkte, keine ganzen Sätze! Diese verleiten zum Ablesen, und das Gespräch soll ja ganz natürlich wirken. Sie können die Stellenanzeige und Informationen zum Unternehmen vor sich legen, aber auch den Lebenslauf, falls Fragen dazu auftauchen. Halten Sie Zettel und Stift bereit und machen Sie sich während des Gesprächs Notizen. Stellen Sie sich auch ein Glas Wasser hin, damit Sie einen eventuell trockenen Hals oder eine belegte Zunge erfrischen können.
Für Ihr Verhalten und die Beantwortung der Fragen gilt wie im Vorstellungsgespräch: Bleiben Sie ruhig, lassen Sie sich Zeit beim Antworten und sehen Sie das Gespräch als Gespräch und nicht als Verhör. Hören Sie aufmerksam zu und stellen Sie Rückfragen, wenn Sie etwas nicht ganz verstanden haben. Lernen Sie keine Standardantworten auswendig, sondern antworten Sie individuell, um Aufrichtigkeit zu vermitteln. Bedanken Sie sich zum Schluss für das Gespräch.
Lesen Sie als Vorbereitung bitte die FAQs zum Thema Vorstellungsgespräch!
Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:
"Hier ist es natürlich eine besondere Herausforderung, dass man den Gegenüber nicht sieht. Der Mensch ist ein "Augentier" und hat hier seinen wertvollen, visuellen Sinn, nicht zur Verfügung. Man achtet also zunehmend auf Stimmlage, Klang und Ausdrucksvermögen. Am Telefon erkennt man sehr schnell, ob sich jemand strukturiert darstellen kann, und vor allem, ob sich jemand auf das Gespräch vorbereitet hat."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Worauf achten Personalerinnen und Personaler insgesamt im Gespräch?
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Kurz - alles in allem sollten Sie kompetent, sympathisch und souverän wirken.
Kompetent: Ihre Selbstpräsentation zeigt Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen und können Beispiele geben. Sie sind sehr gut auf das Gespräch vorbereitet. Sie wissen, was Sie zu bieten haben, und können das auch belegen.
Sympathisch: Sie hören aufmerksam zu und beherrschen den höflichen Umgang. Im ganzen Gespräch wirken Sie ehrlich und aufrichtig - kein personalverantwortliche Person fällt auf eine "Show" herein.
Souverän: Sie reagieren auf kritische Fragen ruhig und bestimmt. Unterstellungen lassen Sie nicht gelten (Beispiel: "Wie erklären Sie sich denn Ihr schlechtes Diplom?" - Sie verstricken sich nicht in Entschuldigungen und Rechtfertigungen, sondern hinterfragen, warum ein Diplom von 2,0 schlecht sein soll.)
Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:
"Natürlich achten wir auf ein insgesammt stimmiges Bild beim Auftritt. Besonderes Augenmerk legen wir auf die "Passung" in den zukünftigen Bereich. Da wir die Führungskraft, den Bereich und oft auch direkte Kollegen kennen, achten wir darauf, ob der Bewerber in das zukünftige Umfeld "passt", ob er oder sie einen Mehrwert bietet und das Team ergänzt und vor allem darauf, ob sich der Kandidat in dem Umfeld wohlfühlen könnte."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Wie verhalte ich mich bei der Gehaltsfrage?
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Viele Bewerberinnen und Bewerber sorgen sich darum, zu wenig Gehalt zu verlangen und sich damit unter Wert zu verkaufen. Oder sie befürchten, sich durch zu hohe Gehaltsforderungen für die potenzielle Arbeitgeberin bzw. den potenziellen Arbeitgeber unattraktiv zu machen.
Überzeugen Sie die Personalverantwortlichen davon, dass es Ihnen vorrangig um Ihr berufliches Vorwärtskommen geht und Ihr Gehalt nur den formalen Rahmen Ihrer zukünftigen Tätigkeit darstellt. Argumentieren Sie erneut aus Ihrer Selbstpräsentation heraus, aus welchen Gründen Sie ein Gewinn für die Firma sind. Belegen Sie Ihre Qualifikationen mit Beispielen und zeigen Sie, dass Ihre Arbeitsleistung von Anfang an gewinnbringend ist.
Nur äußerst selten scheitert eine interessante Kandidatin bzw. ein interessanter Kandidat im Vorstellungsgespräch an den Gehaltswünschen. Es lässt sich fast immer eine Lösung finden, die für beide Seiten akzeptabel ist, wie zum Beispiel eine vertraglich vereinbarte Erhöhung des Gehaltes nach der Probezeit oder Zusatzleistungen wie die private Nutzung von Dienstwagen oder die Übernahme von Weiterbildungskosten. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass nur das, was schriftlich festgehalten wird, später auch Bestand hat!
Wenn die Personalverantwortlichen Ihnen am Schluss des Gesprächs mitteilen, dass sie die von Ihnen geforderten 46000 Euro Jahresgehalt beim besten Willen nicht zahlen können, nutzen Sie dieses Kaufsignal als Chance, Ihren Nutzen für die Firma noch einmal darzustellen. Sie könnten zum Beispiel sagen: "Ich habe über umfassende Branchenerfahrungen, habe bei meinem bisherigen Arbeitgeber Großkunden betreut und die Zahl der Verkaufsabschlüsse in den letzten beiden Jahren jeweils um 25 Prozent steigern können. Die umfassende Kundenbetreuung in der neuen Position erfordert mehr Reisetätigkeit von mir. Ich glaube, dass ein Jahresgehalt von 46000 Euro meine Berufs- und Branchenerfahrung angemessen honoriert."
Was Sie beim Gehaltswunsch beachten sollten und weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Gehaltsverhandlung".
Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:
"Seien Sie offen und bereit Kompromisse einzugehen. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert, aber seine Sie sich bewusst darüber, dass das Unternehmen das Gehaltsgefüge des Bereichs und den "Wert" der Stelle kennt und entsprechend verhandeln wird. Setzen Sie sich als Bewerber eine Grenze, die Sie auf keinen Fall unterschreiten wollen. Haben Sie das getan, können Sie nur noch "gewinnen". Sollten Sie sich einmal nicht einigen können, versuchen Sie nicht, sich am Gehalt als solches "festzubeißen". Oft haben Unternehmen die Möglichkeit über freiwillige Zulagen, Sonderzahlungen oder sonstige Zuwendungen, etwa in Form von Weiterbildungen etc. Zugeständnisse zu machen, die im Rahmen des Gehalts nicht möglich sind, Ihnen als Bewerber aber auch einen großen Nutzen bringen."
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Das Gespräch ist überstanden - was nun?
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Bereiten Sie das Vorstellungsgespräch auf jeden Fall nach. Schreiben Sie sich auf, wie Ihr Eindruck vom Gespräch war und welche Informationen Sie bekommen haben. Vor allem, wenn Sie sich bei mehreren Firmen bewerben, haben Sie durch diese Aufzeichnungen eine Vergleichsmöglichkeit - besonders, wenn die Vorstellungsgespräche einige Wochen auseinanderliegen.
Dazu Kerstin Kühlborn, KeKCo Coaching & Consulting:
"Jedes geführte Vorstellungsgespräch sollten Sie möglichst schnell analysieren und versuchen Schwachstellen in Ihrem Verhalten aufzudecken. Nur wenn Sie diese kennen, können Sie die Fehler bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen vermeiden. Außerdem sollten Sie gesammelte Eindrücke und Informationen auswerten, damit Sie bei einer Zusage entscheiden können, ob die Position für Sie auch die richtige ist. Versuchen Sie bei der Gesprächsanalyse Antworten auf folgende Fragen zu finden: Was muss ich im nächsten Gespräch besser machen und wie? Welchen Eindruck hat der Gesprächspartner oder das Unternehmen insgesamt gemacht? Bin ich über die mit der Position verbundenen Aufgaben ausreichend informiert worden? Welche Kompetenzen beziehungsweise welchen Verantwortungsbereich würde ich erhalten? Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet die Stelle? Ist die Bezahlung ausreichend? Entspricht die Stelle insgesamt meinen Erwartungen? Könnte ich mich in diesem Unternehmen wohl fühlen? Wie schätze ich meine Chancen ein?"
Kategorie: Bewerbungsgespräch -
Woher weiß ich, ob ich mich per E-Mail bewerben darf oder nicht?
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Grundsätzlich gilt: Wenn in einer Stellenanzeige keine E-Mail-Adresse genannt ist, wird die Bewerbung auf dem Postweg gewünscht. Ist eine E-Mail-Adresse angegeben, müssen Sie diffenzieren. E-Mail-Adressen, die den Namen der zuständigen Personalassistentin bzw. des zuständigen Personalassistenten oder Personalreferntin bzw. Personalreferenten beinhalten, sowie E-Mail-Adressen, die mit personal@, personalabteilung@, personalmanagement@, bewerbung@, jobs@ oder personalwesen@ beginnen, lassen darauf schließen, dass Ihre Bewerbung in den richtigen Händen landet. Eine Online-Bewerbung an allgemeine E-Mail-Adressen wie info@ oder mail@ bringt die Gefahr mit sich, zwischen Anfragen, Beschwerden, Newslettern und Spam-Mails unterzugehen. Wenn Sie bei einer interessanten Stellenanzeige unsicher sind, ob Sie sich online oder auf dem Postweg bewerben sollen, rufen Sie an und erkundigen Sie sich, auf welchem Weg die Bewerbung gewünscht wird. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich Zusatzinformationen zur Stellenbeschreibung erfragen und sich als kommunikationsstarke Bewerberin bzw. kommunikatiosstarker Bewerber empfehlen.
Kategorie: Online-Bewerbungen -
Was gehört in eine Bewerbung per E-Mail hinein?
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Vollständige Online-Bewerbungen sind eher unüblich, denn abgescannte Zeugnisse und falsche Dateiformate für Fotos können die zu übermittelnde Datenmenge sehr groß werden lassen - das führt zu nervigen langen Ladezeiten. Gesetzt den Fall, es ist nicht explizit etwas anderes gefordert, versenden Sie grundsätzlich am besten Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf. Um noch einen Bonus zu liefern, können Sie noch eine "Leistungsbilanz" hinzufügen, in der Sie Ihre Branchenerfahrung, Ihre Tätigkeitsschwerpunkte, Projekte und Auslandseinsätze kurz beschreiben.
Kategorie: Online-Bewerbungen -
Schreibe ich alles in eine E-Mail oder hänge ich meine Unterlagen als Attachments an?
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Zu diesem Thema gibt es bisher noch keine festen Regeln. Es gibt die Option, das Anschreiben, den Lebenslauf und die eventuell vorhandene Leistungsbilanz direkt in die E-Mail zu schreiben. Der Vorteil besteht darin, dass die Empfängerin bzw. der Empfänger in der Personalabteilung keine Dateianhänge öffnen muss, die Dateimenge klein gehalten wird und Konvertierungsprobleme vermieden werden. Auf besondere Formatierungen sollten Sie dabei jedoch verzichten, da sie wegen differierender Einstellungen bei der Empfängerin bzw. beim Empfänger bis zur Unkenntlichkeit verschoben und verändert werden können. Wenn Sie Ihre Unterlagen als Attachments anhängen, achten Sie darauf, nur die Formate .pdf, .txt, .rtf, .jpg und .gif zu verwenden, da bei diesen Formaten weniger Probleme mit Viren und Formatierungsveränderungen auftreten. Ein Mittelweg zwischen den Unterlagen in der E-Mail und den Unterlagen als Attachments besteht darin, das Anschreiben in die E-Mail zu schreiben und den Lebenslauf und ggf. die Leistungsbilanz als Dateien anzuhängen.
Kategorie: Online-Bewerbungen -
Worauf sollte ich bei einer Bewerbung per E-Mail achten?
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Geben Sie auf jeden Fall Ihre Postadresse und Ihre Telefonnummer an, damit Sie den Firmen Rückfragen ermöglichen. Achten Sie bei Ihrem elektronischen Absender darauf, nicht Ihre momentane Firmen-E-Mail-Adresse zu verwenden, sondern eine private. Diese sollte einer für Geschäftsbeziehungen üblichen Form entsprechen. Angemessen wären beispielsweise hermann.meyer@email.de, hmeyer@email.de oder meyer@email.de. Verzichten Sie auf unkonventionelle Adressen wie megaman@aol.com oder pinklady@gmx.de! Personalverantwortliche nehmen Sie so schon beim Öffnen der E-Mail nicht ernst, und der wertvolle erste Eindruck ist verspielt. Natürlich ist es wie in der schriftlichen Bewerbung wichtig, auf Rechtschreibung, Satzstellung und eine übersichtliche Strukturierung zu achten. Hilfreich ist es, die E-Mail vorher noch einmal auszudrucken und zu korrigieren, weil dem Blick auf dem Monitor häufig Fehler entgehen. Füllen Sie auf jeden Fall die Betreffzeile aussagekräftig aus, z.B. mit "Bewerbung als Projektmanager/in". Vermeiden Sie alles, was Ihre E-Mail wie eine Massenbewerbung aussehen lässt, z.B. Rundschreiben- und Weiterleitungsfunktionen.
Kategorie: Online-Bewerbungen -
Wie funktioniert die Online-Bewerbung mit Hilfe von Formularen?
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Viele Unternehmen bieten im Internet die Möglichkeit, sich online zu bewerben, und nutzen dafür Formulare. Bei dieser Art von Bewerbung werden in einem vorgefertigten Bewerbungsbogen Formulare zu bestimmten Themenpunkten ausgefüllt, gespeichert und an das Unternehmen gesendet. Themenpunkte können beispielsweise persönliche Daten, Ausbildung, Berufserfahrung, Sprachfähigkeiten, IT-Kenntnisse, etc. sein. Welche und wie viele Punkte abgefragt werden, ist aber von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Es gibt bei den meisten sowohl geschlossene als auch offene Fragen, d.h. sowohl Fragen mit Ankreuzmöglichkeit als auch Fragen, auf die man eine freie Antwort formulieren kann. Zusätzlich zu den Formularen gibt es meistens die Möglichkeit, Dateien hochzuladen, z.B. ein Foto, den Lebenslauf und das Anschreiben (wenn nach letzteren nicht schon in den Formularen gefragt worden ist) sowie Zeugnisse.
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Was passiert, wenn ich beim Ausfüllen eines Online-Bewerbungsbogens unterbrochen werde oder ihn einen Tag später weiter bearbeiten möchte?
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Eine Online-Bewerbung mit Formularen nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn Sie zwischendurch eine Pause brauchen, besteht immer die Möglichkeit, das, was Sie bisher geschrieben und hochgeladen haben, zwischenzuspeichern. Diese Zwischenspeicherung wird für Sie passwortgeschützt gesichert, sodass nur Sie darauf Zugriff haben, um an Ihrer Bewerbung zu arbeiten. Erst wenn Sie die Bewerbung absenden, kann sich das Unternehmen Ihre Bewerbung anschauen.
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Wie bringe ich meine Zeugnisse und mein Foto in eine digitale Form, um sie dann hochzuladen?
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Ihre Zeugnisse scannen Sie am besten ab. Wenn Sie keinen Scanner haben, erledigt das auch ein Copy-Shop für Sie. Ihr Foto können Sie auch abscannen, eine bessere Qualität erhalten Sie jedoch, wenn Sie direkt ein digitales Foto von sich machen lassen. Diese Dateien speichern Sie dann auf Ihrem PC z.B. auf dem Desktop. Beim Hochladen müssen Sie zuerst den PC nach Ihrer Datei „durchsuchen“, die gefundene Datei anklicken und hochladen.
Achten Sie darauf, dass Ihre Dateien die maximale Dateigröße, die das Unternehmen in seinem Bewerbungsbogen angegeben hat, nicht überschreitet. Diese Maximalgrenze variiert meistens zwischen 500 kB und 5 MB. Wenn Ihre Dateien zu groß sind, scannen Sie Ihre Zeugnisse mit einer geringeren Auflösung ab.Kategorie: Online-Bewerbungen -
Worauf ist bei der Online-Bewerbung mit Formularen zu achten?
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Wichtig ist: Lassen Sie sich Zeit! Bevor Sie Freiräume wie "Sonstiges", "Bemerkungen", oder "Zusatzinformationen" mit leeren Floskeln füllen, gehen Sie lieber offline und machen Sie sich in Ruhe Gedanken. Die Bewerbung sollte gut vorbereitet und sorgfältig bearbeitet werden. Wesentlich bei Online-Bewerbungen mit Formularen ist höchste Prägnanz und Informationsdichte. Einige Unternehmen werten Bewerbungsformulare mit spezieller Software aus, die Bewerbungsformulare nach vorher definierten Angaben durchsuchen. Werden diese Angaben nicht gefunden oder nicht erkannt, weil sie nicht präzise formuliert wurden, fällt Ihre Bewerbung eventuell durch ein Auswertungsraster.
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