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1. Nachfolgeregelung als Chance in Planungs- und Ingenieurbüros

Bild: Thomas Ernsting
Bild: Thomas Ernsting

 

Die Unternehmensnachfolge ist wohl eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Unternehmen einzuleiten hat. Man spricht auch von einem diskontinuierlichen Prozess, der bei der Gründung eines Unternehmens anfängt und bei der endgültigen Übergabe endet.

Hinzu kommt die Tatsache, dass eine abtretende Generation in entsprechendem Alter und eine übernehmende Generation mit einem anderen unternehmerischem Denken aufeinander treffen. Die Vielfalt der Probleme lässt es für beide Parteien ratsam erscheinen, jeweils qualifizierte und spezialisierte Berater einzubinden. Diese Personen sind durchaus in der Lage, die Chancen und Risiken entsprechend zu erkennen und sie in den Übergabeprozess mit einzubinden.

Jedoch steht nicht immer das Ziel der langfristigen Sicherung des Unternehmensfortbestandes und der Erhalt der Arbeitsplätze im Vordergrund. Es können zum Beispiel fehlerhafte Bewertungsmethoden dazu führen, Bedürfnisse zu wecken, die nicht über den Nachfragemarkt gedeckt werden können. Sei es die ausschließliche Absicherung der Familie, wohl möglich sogar die Vermeidung von familiären oder ehelichen Streitigkeiten, die eine geordnete Nachfolge verhindern.

Gemäß einer Studie in Zusammenarbeit mit dem Centre for Family Business der Universität St. Gallen überwiegen:

  • Schwierigkeiten bei der Finanzierung zu 31,9 %
  • divergierende Preisvorstellungen zu 25,5 %
  • unterschiedliche Vorstellung über die Zukunftsausrichtung zu 23,4 %
  • und fehlende fachliche Qualifikation mit 21,3 %


beim Scheitern der Nachfolgelösung.

Warum sollte man also an langjährige Mitarbeiter „verkaufen“ oder übertragen wollen? Einfach gesagt sollte man dies mit einem Sprichwort beantworten: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?“. Bei Mitarbeitern ist logischer Weise eine Menge an Firmen- und Kundenwissen, sowie Lieferantenkenntnisse und spezifisches Wissen vorhanden. Auch Diskussionen über Bewertungsmerkmale fallen in der Regel weg.
Also bleibt nur noch das Thema der Kaufpreishöhe und den schwierigen Schritt der Finanzierung zu klären.

 
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