Erste Präsidentin aus dem Frauennetzwerk
Die Vorsitzende des VDI-Netzwerkes „Frauen im Ingenieurberuf“ Burghilde Wieneke-Toutaoui leitet ab April 2013 die Fachhochschule Brandenburg (FHB) in Brandenburg/Havel. Sie wird damit die erste Frau im Präsidentenamt der FHB und zugleich die derzeit einzige Frau an der Spitze einer staatlichen Hochschule in Brandenburg sein. Wieneke-Toutaoui hatte sich im Senat gegen drei Kandidaten, darunter auch der bisherige Präsident Hans Georg Helmstädter, durchgesetzt.
Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui erhielt bei der 201. Sitzung des Senats 6 von 11 Stimmen. „Ich freue mich über das ausgesprochene Vertrauen und nehme die Wahl gerne an“, so Prof. Dr.-Ing. Wieneke-Toutaoui in einer ersten Reaktion. „Die Herausforderung, an einer anderen Hochschule tätig zu sein“, nannte sie als einen Grund ihrer Kandidatur.
Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui hat Maschinenbau an der TU Berlin studiert. Nach Abschluss des Studiums wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin. Sie wurde Gruppenleiterin und promovierte 1987. Im Jahr 1990 erfolgte die Berufung als Professorin für Industrial Engineering an die Beuth Hochschule für Technik Berlin (damals TFH Berlin). Von 2003 – 2011 war Burghilde Wieneke-Toutaoui Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Generative Fertigungsverfahren und Lean Manufacturing. Sie ist Mitglied des Vorstandes des Kompetenzzentrums Technik – Diversity – Chancengleichheit, Jury-Mitglied des Berliner Chancengleichheitsprogramms und als Gutachterin tätig. Seit Frühjahr 2012 ist Burghilde Wieneke-Toutaoui erneut Vorsitzende des VDI-Netzwerkes „Frauen im Ingenieurberuf“. Familie und Beruf vereinbart sie als Mutter dreier inzwischen erwachsener Kinder seit Jahren erfolgreich.
„Ich bin selbst Maschinenbauingenieurin und habe auch relativ viel Erfahrung mit Informatik.“ Vom Fächerspektrum und von der Forschungsausrichtung passe ihre eigene Laufbahn ganz genau zur FHB. „In meiner Vorstellung habe ich als ein wichtiges Ziel die Standortsicherung genannt“, so Wieneke-Toutaoui. „Wir müssen dafür sorgen, dass weiterhin gute Studentinnen und Studenten zu uns kommen.“
Eine erste Herausforderung für die neue Präsidentin wird die Verhandlung um die Hochschulverträge mit der Landesregierung sein.
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