25. Deutscher Ingenieurtag ein großer Erfolg
„Made INGermany“ lautete das Motto des 25. Deutschen Ingenieurtags am 24.5.2011 in Düsseldorf. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen war trotz engem Terminkalender aus Berlin angereist, um die Festansprache zu halten.
Über 1.200 Gäste erlebten eine spannende Podiumsdiskussion. TV-Moderator Tom Buhrow moderierte die Runde, in der sich VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun für einen zukunftsorientierten Technologiestandort Deutschland einsetzte. Dieser könne nur in einem Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik erfolgreich umgesetzt werden. Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, mahnte vor dem Hintergrund der neuen Energiepolitik in Deutschland vor der Gefahr der Abwanderung energieintensiver Unternehmen. Chancen für den Technologiestandort sah Prof. Klaus Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON AG. Die veränderten Rahmenbedingungen eröffneten Deutschland demnach die Chance, sich im internationalen Wettbewerb eine klare Weltmarkführerposition zu erarbeiten.
Auch Prof. Regina Palkovits, Innovationspreisträgerin des Landes Nordrhein-Westfalen, sieht den Wissenschaftsstandort Deutschland grundsätzlich positiv. Allerdings müsse man sich auch hier eine Spitzenposition im internationalen Vergleich jedes Jahr aufs Neue hart erarbeiten. Dies würde unterstützt, indem junge Menschen – bereits ab dem Kindergartenalter – sich über Kindergarten oder Schule vermehrt mit dem Thema Technik auseinander setzen könnten. Den Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft stärker zu fördern, forderte Dr. Kurt Bettenhausen, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. Diesen Ansatz begrüßte auch Dr. Bernhard Rami vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF. Die Forschungsförderung, so Rami, sei ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Technologiestandorts.
Am Abend bei der festlichen Plenarversammlung wies Braun in seiner Grundsatzrede darauf hin, dass eine der größten Herausforderungen für den Technologiestandort 2020 darin besteht, dass Vertrauen der Bürger für technologische Entwicklungen der Zukunft zu gewinnen und die Akzeptanz für Technik zu steigern. Dies gelinge langfristig jedoch nur über eine bundeseinheitliche Bildungsstrategie.
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen machte in seinem Festvortrag deutlich, dass das wirtschaftliche Wachstum der nächsten Jahre nicht gestoppt werden kann – gerade vor dem Hintergrund der größer werdenden globalen Weltbevölkerung. Daher gehe es um ein Umdenken bei Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: Im Fokus stehe jetzt die Entwicklung und der Einsatz ressourcenschonender Technologien und Verfahren. Hier hat Deutschland große Chancen, seine führende Position auszubauen und Leitmarkt zu werden.
Gerahmt wurden die Reden durch musikalisches Programm: Die Queens of Piano zeigten eindrucksvoll, dass man ein Klavier nicht nur über die Tasten spielen kann.
Cornelia Patzlsperger, bekannt aus einer Casting-Show, verzauberte die Zuschauer mit ihrem Gesang und Harfenspiel.
Zum krönenden Abschluss des Abends sorgte „The Clou Experience“ für beste Partystimmung und dafür, dass bis nachts gefeiert wurde.
- Zugehörige Dateien
2011-05-24_DIT_Rede_Braun_final.pdf105 K
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- Video zur Festansprache: www.vdi.de/45902.0.html


