Akzeptanz eines nachhaltigen Energiesystems:

- Frank Radel / pixelio.de
1. Langfristige gesellschaftliche Akzeptanz für notwendige Veränderungen ist die Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Energiesystem. Sie kann nur durch umfassende Aufklärung über Chancen und Risiken sowie frühzeitige Einbeziehung der Betroffenen erreicht werden.
2. Akzeptanz muss auf einer rationalen Abwägung von Vor- und Nachteilen beruhen und darf nicht an unbegründeten Ängsten scheitern (Diskursorientierung der modernen Gesellschaft). Ingenieure und Wissenschaftler haben die Verantwortung, eine solide Beurteilungsbasis für technologische Grundsatzentscheidungen zu schaffen. Chancen und Risiken von Technologien müssen ideologiefrei erforscht und die Ergebnisse verständlich kommuniziert werden (Forschung und Aufklärung).
3. Zum Verständnis, zur Bewertung und damit zur Schaffung von Akzeptanz für komplexe Großtechnologien (z.B. Energietechnik), können standardisierte Bewertungsfaktoren helfen (z.B. VDI 3780, IEA et al.: „Energy Indicators for Sustainable Development“). Diese Faktoren berücksichtigen gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte um eine rationale Vergleichsbasis zwischen etwaigen Alternativen zu schaffen.
4. Akzeptanz bzw. Toleranz gegenüber einer Technologie hängen stark vom Grad der Betroffenheit ab. Die Möglichkeit, dass sich dieser schnell ändern kann, muss bei langfristig erwünschter Akzeptanz bedacht werden (z.B. „schneller“ deutscher Stimmungsumschwung nach Fukushima).


