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Wie gehe ich mit kritischen Fragen um?

Zu den kritischen Fragen gehören zum einen Fragen, die einfach provokativ sind ("Was könnten Sie für uns tun, was nicht auch ein anderer für uns tun könnte?". "Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sie in diesem Interview bis jetzt ziemlich schlecht abgeschnitten haben?"), und zum anderen unzulässige Fragen ("Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?", "Welche Partei würden Sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen?").

Bei der Beantwortung beider kritischen Fragearten gilt: Bleiben Sie ganz ruhig und souverän! Sinn und Zweck dieser Fragen ist im Grunde, herauszufinden, ob Sie mit diesen Provokationen umgehen können. Selbst wenn Ihnen unzulässige Fragen gestellt werden, schimpfen Sie nicht beleidigt: "Das dürfen Sie mich gar nicht fragen!", sondern ziehen Sie sich lieber charmant aus der Affäre.

Hier die obigen Fragen mit einer Beispielantwort:
"Was könnten Sie für uns tun, was nicht auch ein anderer für uns tun könnte?" - Lächeln Sie und sagen: "Ich weiß natürlich nicht, was meine Konkurrenten mitbringen, aber ich verfüge über...".  - Argumentieren Sie erneut aus Ihrer vorbereiteten Selbstpräsentation heraus!

"Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sie in diesem Interview bis jetzt ziemlich schlecht abgeschnitten haben?" - Antworten Sie ruhig und sachlich: "Ich wäre irritiert, denn mein Gesamteindruck von diesem Gespräch ist durchweg positiv und angenehm. Wie würden Sie das denn begründen?"

"Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?" - "Mein Partner und ich planen keine Familiengründung in den nächsten Jahren." Hier dürfen Sie durchaus die Unwahrheit sagen, denn arbeitsrechtlich gesehen müssen Sie nur wahrheitsgemäß auf zulässige Fragen antworten.

"Welche Partei würden Sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen?" - "Ich kann bei dieser Frage den Bezug zu meiner Bewerbung nicht sehen. Haben Sie einen bestimmten Grund, weshalb Sie mich das jetzt fragen?" Auch bei dieser Frage dürfen Sie die Antwort verweigern, es sei denn, Sie bewerben sich bei einem parteigebundenen Verlag.

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