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Wie verhalte ich mich bei der Gehaltsfrage?

Viele Bewerberinnen und Bewerber sorgen sich darum, zu wenig Gehalt zu verlangen und sich damit unter Wert zu verkaufen. Oder sie befürchten, sich durch zu hohe Gehaltsforderungen für die potenzielle Arbeitgeberin bzw. den potenziellen Arbeitgeber unattraktiv zu machen.

Überzeugen Sie die Personalverantwortlichen davon, dass es Ihnen vorrangig um Ihr berufliches Vorwärtskommen geht und Ihr Gehalt nur den formalen Rahmen Ihrer zukünftigen Tätigkeit darstellt. Argumentieren Sie erneut aus Ihrer Selbstpräsentation heraus, aus welchen Gründen Sie ein Gewinn für die Firma sind. Belegen Sie Ihre Qualifikationen mit Beispielen und zeigen Sie, dass Ihre Arbeitsleistung von Anfang an gewinnbringend ist.

Nur äußerst selten scheitert eine interessante Kandidatin bzw. ein interessanter Kandidat im Vorstellungsgespräch an den Gehaltswünschen. Es lässt sich fast immer eine Lösung finden, die für beide Seiten akzeptabel ist, wie zum Beispiel eine vertraglich vereinbarte Erhöhung des Gehaltes nach der Probezeit oder Zusatzleistungen wie die private Nutzung von Dienstwagen oder die Übernahme von Weiterbildungskosten. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass nur das, was schriftlich festgehalten wird, später auch Bestand hat!

Wenn die Personalverantwortlichen Ihnen am Schluss des Gesprächs mitteilen, dass sie die von Ihnen geforderten 46000 Euro Jahresgehalt beim besten Willen nicht zahlen können, nutzen Sie dieses Kaufsignal als Chance, Ihren Nutzen für die Firma noch einmal darzustellen. Sie könnten zum Beispiel sagen: "Ich habe über umfassende Branchenerfahrungen, habe bei meinem bisherigen Arbeitgeber Großkunden betreut und die Zahl der Verkaufsabschlüsse in den letzten beiden Jahren jeweils um 25 Prozent steigern können. Die umfassende Kundenbetreuung in der neuen Position erfordert mehr Reisetätigkeit von mir. Ich glaube, dass ein Jahresgehalt von 46000 Euro meine Berufs- und Branchenerfahrung angemessen honoriert."

Dazu Peter Schöler, Personalleiter bei der Viega GmbH & Co.KG:

"Seien Sie offen und bereit Kompromisse einzugehen. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert, aber seine Sie sich bewusst darüber, dass das Unternehmen das Gehaltsgefüge des Bereichs und den "Wert" der Stelle kennt und entsprechend verhandeln wird. Setzen Sie sich als Bewerber eine Grenze, die Sie auf keinen Fall unterschreiten wollen. Haben Sie das getan, können Sie nur noch "gewinnen". Sollten Sie sich einmal nicht einigen können, versuchen Sie nicht, sich am Gehalt als solches "festzubeißen". Oft haben Unternehmen die Möglichkeit über freiwillige Zulagen, Sonderzahlungen oder sonstige Zuwendungen, etwa in Form von Weiterbildungen etc. Zugeständnisse zu machen, die im Rahmen des Gehalts nicht möglich sind, Ihnen als Bewerber aber auch einen großen Nutzen bringen."

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