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18.11.2011
Positionspapier
 

VDI-Empfehlungen zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

Um die Energiewende in Deutschland erfolgreich umzusetzen, empfiehlt der VDI den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Bild: MWM GmbH Mannheim)

Um die Energiewende in Deutschland erfolgreich umzusetzen, empfiehlt der VDI den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Bild: MWM GmbH Mannheim)

Um die Energiewende in Deutschland erfolgreich umzusetzen und die damit verbundenen Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, spricht sich der VDI in seinem aktuellen Positionspapier „VDI-Empfehlungen zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes“ für einen schnellen und massiven Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus.

 

„Die KWK bietet das Potential, die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erfüllen. Sie kann und muss daher zu einer tragenden Säule der künftigen Energieversorgung werden“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. „Voraussetzung dafür ist jedoch eine verbesserte gesetzgeberische Flankierung.“

 

Aus Sicht des VDI bietet der Einsatz der KWK eindeutige Vorteile: Bei Nutzung der bereitgestellten Wärme trägt die KWK zur Einsparung von Primärenergie und Reduzierung der CO2-Emissionen deutlich bei. Darüber hinaus entlastet der Einsatz von der KWK die Netze und gleicht je nach Ausbaugrad die im Netz entstandenen Unter- bzw. Überdeckungen aufgrund fluktuierender regenerativer Stromeinspeisung aus. Trotzdem hat sich der KWK-Anteil an der Stromerzeugung seit 2002 nur um rund 18 Prozent erhöht. Ihr Anteil am gesamten Energiemix der Bundesrepublik liegt momentan nach einer aktuellen Studie von Prognos AG und Berliner Energieagentur bei rund 15 Prozent. Um das Ziel, der Bundesregierung einen KWK-Stromanteil von 25 Prozent bis 2020 zu erreichen, sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. 

 

Der Rahmen für die KWK-Entwicklung muss daher im Zuge der anstehenden KWKG-Novelle dringend verbessert werden. Der VDI empfiehlt die Wärme- bzw. Kältenetze zur zeitlichen Entkopplung der Wärme- bzw. Kälteproduktion analog zu den Wärmenetzen zu unterstützen. Außerdem sollten die Vergütungsmodalitäten insbesondere für die Kleinst-KWK-Anlagen vereinfacht und entbürokratisiert werden. Zudem muss bei Netzengpässen wärmegeführten KWK-Anlagen aufgrund nachgelagerter Prozesse (Prozesswärme für Produktionsbetriebe) der Vorrang gegenüber anderen Anlagen gewährt werden.

 

Das komplette Positionspapier mit den VDI-Empfehlungen zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes steht zum Herunterladen zur Verfügung.
 

Ansprechpartnerin in der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt:

Frau Dr.-Ing. Eleni Konstantinidou

Telefon: 49 211 6214-219

Telefax: 49 211 6214-177

E-Mail: konstantinidou@vdi.de

Zugehörige Dateien
11-11_Novellierung_des_KWK-Gesetzes.pdf191 K
 
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