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VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung

Der Albert-Tichelmann-Preis des VDI

Der Albert-Tichelmann-Preis des VDI

Zur Förderung des Nachwuchses verleiht die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik den Albert-Tichelmann-Preis an Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung.

Zielgruppe und Anzahl der Ehrungen

Als herausragende Arbeit ist pro Universität oder Fachhochschule maximal eine deutschsprachige Diplom-, Bachelor-oder Masterarbeit (Fachhochschule) bzw. eine Diplom-, Bachelor-, Master- oder Studienarbeit (Universität) pro Jahr vom jeweiligen Betreuer mit einem Gutachten der VDI-GBG vorzuschlagen.

Das Gutachten muss nicht nur das hervorragende fachliche Niveau der eingereichten Arbeit, sondern auch Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit und Führungseignung des Vorgeschlagenen bestätigen. Es wird maximal ein Preis jährlich vergeben. Er wird bei der Abschlussfeier zur Übergabe der Abschlusszeugnisse vom Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik überreicht.

Einsendeschluss

Alle Vorschläge müssen der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bis zum 1. August eines Jahres vorliegen.

Bewertung

Die Auswahl unter den eingereichten Arbeiten trifft der Ehrungsasusschuss der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Hier wird ein zweites Gutachten angefertigt, die Kandidaten werden um einen Kurzvortrag vor dem Ehrungsauschuss gebeten. Der Ehrungsauschuss setzt sich aus deutschen Trägern der Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille und jeweils einem Vertreter der GBG-Fachbereiche zusammen und wird für jeweils drei Jahre berufen.

Preis

Der Preis besteht aus mehreren Teilen:

  • Urkunde für den Preisträger
  • Urkunde und Wanderpokal für die Hochschule
  • Der Preisträger wird zur nachfolgenden VDI GBG-Jahrestagung eingeladen und hält dort über seine Arbeit einen Vortrag.
  • Die Arbeit kann von der VDI-GBG in einer gesonderten Schriftenreihe des VDI veröffentlicht werden
  • Der Preisträger wird zu einem international bedeutsamen Kongress im Ausland eingeladen. Die Kosten hierfür sind Teil des Preises.

Namensgeber

Der Albert Tichelmann-Preis wurde im Jahre 2003 erstmals zur Erinnerung an Albert Tichelmann, den bekanntesten und erfolgreichsten Schüler des Begründers der Wissenschaft in der Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Hermann Rietschel, verliehen. Herr Dipl.-Ing.
Univ-Prof. Klaus W. Usemann schreibt über ihn. "Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Theorien zur Berechnung von Warmwasserheizungen mit Naturumlauf und durch das nach ihm benannte Tichelmann-Prinzip, der Rohrführung mit ungekehrter Rücklaufleitung mit für jeden Heizkörper gleich langen Wegen und gleich großen Widerständen. Seinen Zeitgenossen galt er als ein Fachmann der "Ingenieurkunst" für den Bau größerer Warmwasserheizungen mit natürlichem Umlauf. In einem Aufsatz vom April 1911 über ein Warmwasserheizungssystem mit abgestuften Rohrdimensionen der Vor- und Rücklaufleitungen schreibt Tichelmann, dass nach dem damaligen Stand der Technik es möglich sei, Rechenapparate zu konstruieren, die im Bruchteil einer Sekunde Resultate der kompliziertesten Formeln ermitteln könnten. Wahrlich ein Mensch mit Weitblick!" Albert Tichelmann war bei Rietschel von 1887 bis 1892 als "außerplanmäßiger Assistent", danach in der Industrie tätig. Vor etwa 100 Jahren gründete er seine eigene Firma. Albert Tichelmann verkörperte durch seine Lebensleistung geradezu die Anwendungswirksamkeit der von Rietschel begründeten Wissenschaft: Er war ein vorbildlicher Ingenieur!

Sonstiges

Die Ehrungsordnung (EO) des VDI gilt sinngemäß ergänzend in ihrer jeweils gültigen Fassung für den Albert-Tichelmann-Preis.

Die bisherigen Preisträger sind

2003: Herr Dipl.-Ing. Tobias Burkard, Universität Stuttgart
2004: Frau Dipl.-Ing. Nicole Henerichs, RWTH Aachen
2005: Herr Dipl.-Ing. Florian Keppler, Universität Stuttgart

2006: Herr Dipl.-Ing. Alexander Adlhoch, Hochschule Biberach

2007: Herr BEng Sebastian Schramm, Fachhochschule Düsseldorf

2008: Herr Dipl.-Ing. Florian Dittel, Fachhochschule Rosenheim

2009: Herr Christian Stäbler, Universität Stuttgart

2010: Herr Frederik Schmahl, RWTH Aachen

2011: Frau B.Sc. Jasmin Pfuhler, Hochschule Offenburg

2012: Frau Dipl.-Wirt.-Ing. Charlotte Buhl, RWTH Aachen

 
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