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VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)

15.01.2013
VDI ZRE Publikation
 

Kurzanalyse: Ressourceneffizienz der Tragwerke

Steinbogen (Bild: Bernd S. - fotolia.com)

Ressourceneffizienz des Tragwerks (Bild: Bernd S. - fotolia.com)

Die Kurzstudie des VDI ZRE beleuchtet die Einsparpotenziale beim Ressourceneinsatz im Bauwesen und dessen Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Ressourceneffizienz. Die Analyse betrachtet die Themenblöcke RE des Tragwerks, Beton mit Recycling-Gesteinskörnung und einen exemplarischen Rechenweg.

 

 

Das Bauwesen gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen  weltweit. So werden alleine in Deutschland jährlich 550 Millionen Tonnen mineralischer Rohstoffe verbaut, was 85 Prozent der gesamten inländischen Entnahme entspricht. Auch der jährliche Einsatz an Baustahl (5,5 Mio. t) und Zement (28 Mio. t) ist erheblich, was in der Summe dazu führt, dass der deutsche Gebäudebestand inzwischen schätzungsweise 100 Milliarden Tonnen Material umfasst. An Bau- und Abbruchabfällen fließen jährlich 192 Millionen Tonnen aus dem Baubereich ab, was 54 Prozent des deutschen Abfallaufkommens entspricht.


Gleichzeitig beinhaltet dieser enorme Rohstoffeinsatz große Einsparpotenziale, weshalb dem Bauwesen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Ressourceneffizienz zukommt.


Betrachtet man den Hochbau, so spielt im Zuge der Umsetzung von Ressourceneffizienzmaßnahmen die Tragkonstruktion aufgrund ihres mengen- und gewichtsmäßigen Anteils eine zentrale Rolle. Von den Fundamenten bis zum Dachstuhl ist sie dafür verantwortlich, dass ein Gebäude allen äußeren Einwirkungen wie Personen und Inventar, Schnee und Wind standhält. Die Inanspruchnahme der Ressourcen hängt dabei entscheidend von der Materialwahl ab, wie das Beispiel einer drei Meter hohen Stütze im Haupttext veranschaulicht.


Neben der Optimierung des Herstellungsprozesses bieten technologische Fortschritte wie beispielsweise der Einsatz höherfester Betone und Stähle die Möglichkeit, zukünftig den Ressourcenbedarf zu reduzieren. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei auch die Nachnutzungsphase, das “End of Life”. Gelingt es, die Tragwerksmaterialien im Kreislauf zu behalten, kann der Ressourcenverbrauch drastisch verringert werden. Nachfolgend wird daher im Detail auf die großen Einsparpotenziale eingegangen, die durch ein hochwertiges Betonrecycling, den sogenannten RC-Beton, erzielt werden können.Wichtiger Punkt ist die effiziente Nutzung von Biomasse, etwa als ergänzender oder substituierender Rohstoff in der chemischen Industrie. Die Bandbreite biobasierte Produkte ist extrem vielfältig.

 

 

Die VDI ZRE Publikation ist auf der Webseite des Zentrums als Druckausgabe zu bestellen oder kann als pdf herunter geladen werden.

 

Kontakt:

VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH

Johannisstr. 5-6

10117 Berlin

 

Telefon: +49 30 2759506-0

Telefax: +49 30 2759506-30

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