VDI-Fachbereich Energiewandlung und -anwendung
Gemeinsame Arbeit an Richtlinien zur Bewertung von Ressourceneffizienz

VDI ZRE und VDI-GEU: Gemeinsame Arbeit an Richtlinien zur Bewertung von Ressourceneffizienz (Bild: VDI)
Die Kompetenz und Durchschlagskraft der Kombination von auftragsbezogener Sacharbeit durch Beratungsgesellschaften und ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit hat seit Kurzem ein Musterbeispiel:
Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) hat den Auftrag, einen wirksamen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zu Ressourceneffizienz in praktischen Anwendungsfeldern zu leisten. Eine tragende Säule ist es dabei, Wissen verfügbar zu machen. Dazu werden vielfältige Werkzeuge und Informationen angeboten, wie VDI ZRE-Ressourcenchecks, Systematisierungen mit Prozessketten und Qualifizierungen für Berater und betriebliche Mitarbeiter.
Seine Arbeitsmittel und Informationsangebote präsentiert das VDI ZRE auf der seit Anfang Oktober neu gestalteten Webseite. Eine weitere wichtige Säule ist die Bereitstellung von Expertenwissen aus dem Bereich Ressourceneffizienz in VDI-Richtlinien durch die Mitarbeit des VDI ZRE in mehreren Richtlinienausschüssen.
Mit seinen über 10.000 Experten generiert und bündelt der VDI e.V. als Sprecher der Ingenieure und Technik ein einzigartiges Wissen in VDI-Richtlinien. Diese sind allgemein anerkannte Regeln der Technik und damit ein Leitfaden für die Verständigung zwischen Herstellern, Verarbeitern und Anwendern. Sie prägen die Wirtschaft und erleichtern den globalen Marktzugang, indem sie nationale und internationale Festlegungen berücksichtigen und mit ihrer Zweisprachigkeit eine hohe Marktdurchdringung erzielen. Weiterhin sind sie häufig Grundlage für die europäische und internationale Normung und sichern damit Qualitätsstandards und Vergleichbarkeit.
Gemeinsam erarbeiten die Fachgesellschaft Energie und Umwelt (GEU) des VDI und das VDI ZRE aktuell drei Richtlinien zu methodischen Grundlagen der Bewertung von Ressourceneffizienz. Die Rahmenrichtlinie VDI 4597 vermittelt die methodischen und systematischen Grundlagen zur Bewertung und adressiert Entscheider in Organisationen und Unternehmen. Die Richtlinie VDI 4598 soll helfen, die Ressourceneffizienz in KMU zu verbessern und wendet sich vor allem an Entscheider aus den Bereichen Konstruktion, Fertigung, Einkauf, Vertrieb und Service. Die Richtlinie „Kumulierter Rohstoffaufwand“ (VDI 4599) wird eine Berechnungsmethoden für die Bilanzierung und Bewertung von Rohstoffen beschreiben. Sie adressiert Spezialisten und Experten in Unternehmen, Verwaltung, Beratung und Forschung. Für diesen Adressatenkreis ist auch die bereits im Weißdruck vorliegende Richtlinie „Kumulierter Energieaufwand“ (VDI 4600) interessant. Sie beschreibt eine Berechnungsmethode zur Sachbilanzierung und primärenergetischen Bewertung des Energieaufwands.
Weitere Aktivitäten im Bereich der Richtlinienerstellung und -bearbeitung mit dem Schwerpunktthema Ressourceneffizienz sind sowohl in der GEU als auch in den anderen Fachgesellschaften des VDI geplant bzw. wurden bereits begonnen.
- Relevante Links
- VDI ZRE: www.vdi-zre.de
- Fachbereich Ressourcenmanagement in der Energie- und Umwelttechnik: www.vdi.de/42179.0.html

