VDI-Fachbereich Management und Sicherheit in der Energie- und Umwelttechnik
Gremien zum Risikomanagement
Hygienische Anforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Getränken
Vorsitzender des Gremiums: Dr.-Ing. Bartolomé Oliver-Daumen, Lauenau
Das Gremium erarbeitet die gleichnamige Richtlinie VDI 4066 in drei Folgeblättern. Das Blatt 1 der VDI 4066 beinhaltet grundlegende Aussagen. Es ist seit Juni 2011 als Gründruck verfügbar.
Das Blatt 2 wird detailliert auf Planung, Ausführung, Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen eingehen.
Das Blatt 3 wird sich mit der Personalqualifizierung befassen.
Das Blatt 4 wird die hygienischen Anforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Molkereiprodukten behandeln.
= Entwurf
= zurückgezogen
= überprüft vom zuständigen Ausschuss |
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| Name | Titel | Ausgabedatum | Status |
| VDI 4066 Blatt 1 | Hygienische Anforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Getränken - Grundlagen und Auslegungskriterien | 2011-06 | ![]() |
| VDI 4066 Blatt 3 | Hygieneanforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Getränken - Hinweise zu mikrobiologischen Funktionsprüfungen | 2013-02 | ![]() |
Symposium des VDI-GEU Fachausschusses "Betriebliches Risikomanagement": Risikomanagement in logistischen Ketten am 11. am 12. Juni 2008 in Magdeburg:
Das Auto bringt jeder von uns regelmäßig zum „TÜV“, um dessen Betriebsfähigkeit und Betriebssicherheit zu ermitteln, Mängel und Risiken zu erkennen sowie Maßnahmen zum Beseitigen ergreifen zu können. Warum sollte diese Vorgehensweise nicht auch auf Unternehmen übertragbar sein?
Das Fachsymposium „Risikomanagement in logistischen Ketten“ leistete einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage. Vom 11. - 12. Juni 2008 trafen sich Experten aus ganz Deutschland in Magdeburg, um das Thema „Betriebliches Risikomanagement“ von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Mike Kersten, der Initiator, hatte in seiner Funktion als Leiter des Fachausschusses „Betriebliches Risikomanagement“ der VDI-KUT in den Alten Lokschuppen eingeladen. Unter den fast 40 Teilnehmern der Veranstaltung waren Geschäftsführer, Betriebs- und Sicherheitsingenieure, Vertreter von Prüf- und Überwachungsorganisationen, Mitarbeiter von Bildungsträgern, Fachanwälte und Wissenschaftler.
In den 15 Vorträgen zeigte sich immer wieder, dass jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise Risiken wahrnimmt und damit umgeht. Das Risikoempfinden ist vergleichbar mit einem individuellen Schmerzempfinden. Viele Menschen halten das Fliegen für riskanter als das Autofahren, obwohl das Flugzeug statistisch gesehen zu den sicheren Verkehrsmitteln zählt. Insbesondere nach dem Attentat auf das World Trade Center ist dieses Risikoempfinden stark angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass ein zuvor als klein eingestuftes Risiko plötzlich in aller Munde ist, als groß eingestuft wird und die Frage nach der Eintrittshäufigkeit bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit in den Hintergrund der Risikobetrachtungen tritt. Oft ist zu beobachten, dass ohne methodisches Vorgehen auf solche „Moderisiken“ reagiert wird und besondere Aufwende unternommen werden, um ein spezielles, als besonders wichtig wahrgenommenes und eingestuftes Risiko zu beherrschen. Das Risikoempfinden und die daraus abgeleiteten Szenarien sind sehr unterschiedlich, so dass sich die berechtigte Frage stellt: „Wie belastend sind individuell beurteilte Risiken im Vergleich zu objektiven, im Team beurteilten Risiken?“ Will man diese Frage beantworten, so ist in der Praxis immer wieder festzustellen, dass vermehrt Informations-, Kommunikations-, Bildungs- und Methodenlücken dazu führen, Risiken falsch oder gar nicht wahrzunehmen. Diese Tatsache kann im Rahmen unternehmerischer Entscheidungsprozesse große Auswirkungen haben, denn Risiken sind auch Chancen zur unternehmerischen Entwicklung.
Ebenso wie bei der Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen ist es ganz entscheidend, dass Risikomanagement als integrierter Bestandteil einer Unternehmenskultur verstanden wird. Den Unternehmen müssen Werkzeuge zum Erkennen und Bewerten operativer Risiken zur Verfügung gestellt werden. Dann können Sicherheitsmängel und daraus resultierende Risiken von den Mitarbeitern bereits erkannt werden, wenn sie entstehen. Die Mitarbeiter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Risikofrüherkennung, der zur Risikosteuerung unbedingt notwendig ist. Solche prozessorientierten Organisations- und Risikoanalysen sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Unternehmen, die es verstehen diesen Produktionsfaktor richtig einzusetzen, werden auch künftig die Nase vorn haben.
Der Tagungsband zur Veranstaltung ist zum Selbstkostenpreis von 17,50 Euro (VDI-Mitglieder 15,00 Euro) erhältlich bei: Dr. Kersten & Partner, e-mail: jenny.hiebsch@kersten-partner.net.
Die Diskussion des Themas soll auf der Ebene des Fachbereiches „Betriebliches Risikomanagement“ fortgesetzt werden.


= Entwurf
= zurückgezogen
= überprüft vom zuständigen Ausschuss 

