VDI-Fachbereich 1 Werkstofftechnik
Schadensanalyse an Elastomerprodukten
Durch Schadensanalysen sollen die Ursachen für schadhafte Veränderungen bei Werkstoffen und Produkten bis hin zum Versagen aufgedeckt werden. Die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse bilden die Grundlage gezielter Maßnahmen zur Schadensabhilfe und -verhütung.
Der VDI-Fachausschuss 107.2.2 Schadensanalyse an Elastomerprodukten befasst sich mit der Beurteilung von Schäden an Elastomerprodukten, deren primäre Ursachen in einer unsachgemäßen Konstruktion, der elektrochemischen Degradation, der Verarbeitung oder aber in einer unsachgemäßen thermischen, biologischen oder klimatischen Beanspruchung liegen. zu von Elastomerbauteilen zu suchen sind. Die Erkenntnisse des Fachausschusses werden in der Richtlinie VDI 3822.2.2 „Schadensanalyse an Elastomerprodukten“ veröffentlicht.
Bei der Beschreibung und Analyse der Schadensarten an elastomeren Werkstoffen muss im Gegensatz zu metallischen Werkstoffen berücksichtigt werden, dass es sich meistens um Massenprodukte handelt und Schäden daher nicht selten ganze Produktionschargen betreffen.
Die Zielsetzung der Schadensanalyse beschränkt sich nicht allein auf eine Klärung der Schadensursache. Vielmehr sind auch Maßnahmen zur akuten Schadensabhilfe und zur generellen Schadensprävention zu erarbeiten. Hierbei ist es wichtig, die Erfahrungen aus ähnlichen Schadensfällen einfließen zu lassen. Die Abhilfemaßnahmen sind von der Schadensart abhängig und können sich auf konstruktions-, fertigungs-, werkstoff- und betriebsbedingte Gebiete erstrecken.





