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Fachbereich 5: Industrielle Informationstechnik

Fachausschuss 5.22 Security

Fachliche Schwerpunkte

Security in automatisierten Anlagen ist elementarer Bestandteil zur Sicherstellung von Verfügbarkeit und Authentizität. Der Ersatz der früher proprietären Systeme durch Standardkomponenten der IT (Hardware, Betriebssystem, Netzwerk) führt zunehmend dazu, dass das Automatisierungssystem potenziell den gleichen Gefahren durch Viren, Würmer, Trojaner und unbedachte Nutzer ausgesetzt ist wie jeder Büro-PC. Konzepte zur datentechnischen Einbindung aller Komponenten einer automatisierten Anlage über das TCP/IP-Netzwerk werden allerorts diskutiert und Geschäftsmodelle zur Auslagerung von Service- und Instandhaltungsaufgaben auf externe, ggf. nicht am Standort der Anlage ansässige Unternehmen, verstärken die potenziellen Risiken zusätzlich.

Anbieter und Betreiber automatisierter Produktionsanlagen müssen gewährleisten, dass diese Anlagen „sicher“ sind. Dabei ist ein Vorgehen nach dem Motto „viel hilft viel“ in der Regel nicht zielführend – vielmehr ist ein systematischer, auf das tatsächliche Gefährdungspotenzial abgestimmter Ansatz erforderlich. Die auf einer Risikoanalyse basierende, „richtige“ Mischung aus organisatorischen und technischen Maß-nahmen entfaltet dann eine angemessene Wirkung, wenn das Vorgehen als „dynamischer Prozess“ verstanden und gelebt wird. Eine zielgerichtete Vorgehensweise muss auf formulierten – in der Regel funktionalen – Anwenderanforderungen beruhen. Für neue Produkte und Systeme muss die Berücksichtigung der Security-Aspekte bereits in der Entwurfsphase beginnen.

Ziele des Fachausschusses

Der Fachausschuss „Security“ (GMA-FA 5.22) bietet Anlagenbetreibern und Anwendern der Automatisierungstechnik sowie Herstellern und Anbietern von automatisierungstechnischen Systemen und Komponenten eine neutrale Plattform zur Diskussion und Definition einer zielgerichteten Vorgehensweise. Durch die Arbeit des Fachausschusses soll Entwicklungstendenzen vorgebeugt werden, die zur unbewerteten und ungeeigneten Übernahme von Konzepten der „IT-Security“ in die Automatisierungstechnik führen würden; dabei sollen insbesondere Fehlentwicklungen vermieden werden, wie sie z.B. im Umfeld der Produktsicherheit in regulierten Industrien (Pharmazie, Nahrungs- und Genussmittel) in der Vergangenheit entstanden sind.
Die Ergebnisse werden in Form einer VDI/VDE-Richtlinie publiziert und in die internationalen Normungsgremien (z.B. IEC) als deutsche Stellungnahme eingebracht.
Die Aktivitäten des Fachausschusses werden unterstützt von weiteren Verbänden und Organisationen (NAMUR, ZVEI, PI, VDMA).
Die Arbeiten haben im Mai 2006 begonnen.

 

 

Ergebnisse der Arbeiten

VDI-Richtlinie: VDI/VDE 2182 Blatt 1

Technische Regel:Richtlinie
ICS:35.240.50
Deutscher Titel:Informationssicherheit in der industriellen Automatisierung - Allgemeines Vorgehensmodell
Englischer Titel:IT-security for industrial automation - General model
Ausgabedatum:2011-01
Erhältlich in:deutsch / englisch
Herausgeber:VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik
Autor:Fachbereich Industrielle Informationstechnik
zugehörige Handbücher:VDI-Handbuch Fabrikplanung und -betrieb - Band 1: Betriebsüberwachung/Instandhaltung
VDI-Handbuch Informationstechnik - Band 1: Angewandte Informationstechnik
VDI-Handbuch Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen - Band 4: Arbeitsschutz
VDI/VDE-Handbuch Automatisierungstechnik
Seitenanzahl:27
Preis:78,00 EUR
Kurzreferat:Diese Richtlinie beschreibt, wie die Informationssicherheit von automatisierten Maschinen und Anlagen durch die Umsetzung von konkreten Schutzmaßnahmen erreicht werden kann; dazu werden Aspekte der eingesetzten Automatisierungsgeräte, Automatisierungssysteme und Auto-matisierungsanwendungen betrachtet. Auf der Basis einer zwischen Herstellern von Automatisierungsgeräten und -systemen und deren Nutzern (z. B. Maschinenbauer, Integratoren, Betreibern) abgestimmten, gemeinsamen Begriffsdefinition wird eine einheitliche, praktikable Vorgehensweise beschrieben, wie Informationssicherheit im gesamten Lebenszyklus von Automatisierungsgeräten, -systemen und -anwendungen gewährleistet werden kann. Der Lebenszyklus berücksichtigt die Phasen Entwicklung, Integration, Betrieb, Migration und Außerbetriebsetzung.Die Richtlinie definiert ein einfaches Vorgehensmodell zur Bearbeitung und Darstellung der Informationssicherheit. Das Modell besteht aus mehreren Prozessschritten.

Bitte benutzen Sie für Einsprüche zu VDI-Richtlinien-
Entwürfen
ausschließlich unser Einspruchsformular,
welches Sie unter www.vdi.de/richtlinien-einspruch/
finden.

Online-Bestellung (zum Download ist eine einmalige Registrierung erforderlich unter: www.mybeuth.de)
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Vorsitzender:

Dipl.-Ing. Heiko Adamczyk, Berlin 

Stellvertreter:

Prof. Dr. Frithjof Klasen, Gummersbach

 

 


 

Veranstaltungen

2012

 

Am 20. September 2012 fand in Franfurt das Expertenforum "IT Security Management aus Sicht der Automation" statt.

 
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