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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

10.10.2012
VDI-GVC ehrt Nachwuchswissenschaftler
 

Arnold-Eucken-Preis 2012 in Karlsruhe verliehen

Der Preisträger des Arnold-Eucken-Preises 2012: Dr.-Ing. Niels Hansen (Mitte) mit Frau Dr. Woppowa, Geschäftsführerin der VDI-GVC (re.) und dem Vorsitzenden der VDI-GVC, Herrn Dipl.-Ing. Achim Noack (li.) (Foto: © DECHEMA e.V.)

Der Preisträger des Arnold-Eucken-Preises 2012: Dr.-Ing. Niels Hansen (Mitte) mit Frau Dr. Woppowa, Geschäftsführerin der VDI-GVC (re.) und dem Vorsitzenden der VDI-GVC, Herrn Dipl.-Ing. Achim Noack (li.) (Foto: © DECHEMA e.V.)

Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) hat den diesjährigen Arnold-Eucken-Preis in Karlsruhe vergeben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt Dr.-Ing. Niels Hansen vom Laboratorium für Physikalische Chemie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH, Schweiz. Gewürdigt wurden seine herausragenden Leistungen in der mehrskaligen Modellierung katalytischer Prozesse. Die Verleihung durch den Vorsitzenden der VDI-GVC, Dipl.-Ing. Achim Noack, Bayer CropScience AG, fand im Rahmen der Eröffnung der ProcessNet-Jahrestagung am Dienstag, 11.09.2012 statt.

 

Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) hat den diesjährigen Arnold-Eucken-Preis in Karlsruhe vergeben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt Dr.-Ing. Niels Hansen von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH, Laboratorium für Physikalische Chemie in Würdigung seiner herausragenden Leistungen in der mehrskaligen Modellierung katalytischer Prozesse. Die Verleihung durch den Vorsitzenden der VDI-GVC, Dipl.-Ing. Achim Noack, Bayer CropScience AG, fand im Rahmen der Eröffnung der ProcessNet Jahrestagung 2012 am Dienstag, 11.09.2012 statt.


Herr Hansen hat in seiner Doktorarbeit an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (Institut für Reaktionstechnik, Prof. F. Keil) "Multiscale Modeling of Reaction and Diffusion in Zeolites" ein Mehrskalenmodell entwickelt, das erlaubt die effektive Reaktionsgeschwindigkeit von katalytischen Reaktionen in Zeolithen auf Basis von Ergebnissen molekularer Simulationen zu berechnen. Die Teilschritte (Adsorption, Diffusion, Reaktion) einer heterogen-katalytischen Reaktion in Zeolithen laufen auf unterschiedlichen Längen- und Zeitskalen ab und müssen mit unterschiedlichen Methoden behandelt werden. Dadurch konnte ein hierarchisch aufgebautes Mehrskalenmodell verwendet werden, bei dem die Ergebnisse, die für kleine Skalen (z. B. Quantenchemische Berechnungen am aktiven Zentrum) erhalten wurden, als Eingabegrößen für die Simulationen auf größeren Skalen dienen (z. B. Geschwindigkeitskonstanten in einem Differentialgleichungssystem). Mit in der Arbeit entwickelten Kopplungsmodellen zwischen den Ebenen des Modells, werden Vorhersagen über das Verhalten eines katalytischen Systems ermöglicht, die auf einem molekularen Verständnis beruhen und daher als zuverlässiger einzustufen sind, als solche, die auf empirischen Pseudokinetiken beruhen. Bei der Auslegung von chemischen Verfahren kann das Modell insbesondere zur Optimierung von Porenstrukturen in Katalysatorträgern dienen.

 

Seit 1956 vergibt die VDI-GVC jährlich den Arnold-Eucken-Preis für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik. Damit fördert sie begabte Nachwuchskräfte aus Industrie, Hochschulen oder Forschungsinstituten. Die Preisträger sollten nicht älter als 40 Jahre sein und weder einen Lehrstuhl innehaben, noch eine Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung verantwortlich leiten. Der Arnold-Eucken-Preis wird in Erinnerung an den deutschen Physikochemiker und ersten Obmann des VDI-Fachausschusses "Verfahrenstechnik" verliehen.

 

Kontakt:

VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und

Chemieingenieurwesen (VDI-GVC)

Dr. rer. nat. Ljuba Woppowa

Postfach 10 11 39

40002 Düsseldorf

 

Telefon: +49 211 6214 266

Telefax: +49 211 6214 177

E-Mail: gvc@vdi.de

 

 

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