VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
Bionik fasziniert Jugend
Auf der Woche der Umwelt war der VDI mit großer Kompetenz vertreten. Die Aktionen wurden gemeinsam organisiert vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI-ZRE) in Berlin und der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences in Düsseldorf (VDI-TLS). VDI ZRE und VDI-TLS haben sich zum Ziel gesetzt, Fachwissen und Informationen zur Ressourceneffizienz und Bionik in die Praxis der deutschen Unternehmen zu übertragen.
Dr. Fuchs, Direktor des VDI, diskutierte mit anderen hochrangigen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wichtige Aspekte zur Ressourceneffizienz und das Thema "Grüne Produktion – Ideen und Ressourcen für die Märkte von morgen".
Im Fachforum "Ressourceneffizienz und Bionik" präsentierte Frau Prof. Kesel, Hochschule Bremen und Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences, die Zusammenhänge zwischen Wertschöpfungsketten in der Natur und Industrie. Dr.-Ing. Tobias Heinen, Grean, und Ronny Zenk, LASERLINE stellten im Anschluss die organisatorischen Maßnahmen und Strategien zur Umsetzung von Ressourceneffizienz in Unternehmen sowie praktische Beispiele vor.
Eine besondere Faszination - insbesondere für junge Entdecker - übten die Exponate zur Bionik am VDI-Stand "Ressourceneffizienz und Bionik" aus. Der große Hai, eine Leihgabe des Bionik-Innovations-Centrums B-I-C Bremen, lockte viele Besucher zum zentral positionierten VDI-Stand gegenüber der Hauptbühne. Hier konnten junge und junggebliebene Forscher die Faszination der Bionik tatsächlich "begreifen": Die Haut des Hais mit seiner linearen Mikrostruktur diente Forschern der Hochschule Bremen als biologisches Vorbild für die Entwicklung eines umweltfreundlichen, giftfreien Schutzanstrichs. Diese sogenannte Anti-Fouling-Farbe verhindert das Anhaften von Seepocken und anderen Wasserorgansimen, reduziert somit den Reibungswiderstand von Schiffen und ermöglicht Treibstoffeinsparungen von ca 25%.
Auch die Exponate aus dem Automobilbau, Leihgaben der Firma Sachs Engineering, die auf der Abstraktion des natürlichen Knochenbaus und des Baumwachstums beruhen, begeisterten die Besucher. Wie in der Natur werden bei den bionischen Optimierungsmethoden SKO und CAO die Bereiche mit großer Belastung verstärkt, während nicht beanspruchte Teile eliminiert werden können. Die dadurch ermöglichte Leichtbauweise führt schon heute zu großen Treibstoffeinsparungen z. B. im Automobil- und Flugzeugbau und den wenigsten Menschen ist bewusst, wie verbreitet Bionik inzwischen im Alltag geworden ist.
Die Faszination der Bionik und ihre erstaunlichen Aha-Effekte sind ein wichtiger Antrieb für junge Forscher, sich mit dem Thema Technik und Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Die Möglichkeit die Vielzahl der Patente aus der Natur zu nutzen, ein Bewusstsein für die Komplexizität der Natur zu entwickeln und Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen, sollte Ansporn für uns alle sein. Die Woche der Umwelt im Park des Bundespräsidenten hat hierzu wichtige Impulse gegeben.
Fachlicher Kontakt:
Dr. rer. nat. Ljuba Woppowa
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
Postfach 10 11 39
40002 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6214 266
Telefax: +49 211 6214 177
E-Mail: bionik@vdi.de
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- Eindrücke vom VDI-Stand im Schlossgarten Bellevue: www.facebook.com/media/set/
- Bionik im VDI: www.vdi.de/bionik


