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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

10.10.2012
Zentrale Branchen-Veranstaltung der BIOPRO
 

Biotechnologie zwischen Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung

Workshop-Moderator Dr. Martin Follmann vertrat den Forum-Partner VDI; hier im Gespräch mit Dr. Barbara Jonischkeit, BIOPRO Baden-Württemberg (© BIOPRO)

Workshop-Moderator Dr. Martin Follmann vertrat den Forum-Partner VDI; hier im Gespräch mit Dr. Barbara Jonischkeit, BIOPRO Baden-Württemberg (© BIOPRO)

Über 200 Teilnehmer diskutierten auf dem Forum Biotechnologie Baden-Württemberg 2012 die neuesten, interdisziplinären Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Biotechnologie und Gesundheit sowie im Bereich Bioökonomie. VDI-TLS war Veranstaltungspartner des Forum Biotechnologie Baden-Württemberg 2012.

 

"Die Biotechnologie ist eine der Hochtechnologien, die für die Wirtschaft unseres Landes bereits jetzt eine hohe Bedeutung hat und in der Zukunft eine noch viel höhere Bedeutung haben wird", erklärte Nils Schmid, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg in seiner Begrüßungsansprache.


"Die Biotechnologie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Innovationen vor allem durch interdisziplinäre Zusammenarbeit entstehen können. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg die Anbahnung von Kooperationen zwischen Unternehmen verschiedener Branchen. Eine zunehmend engere Verzahnung mittelständischer Pharmaunternehmen mit innovativen Biotechnologie-Unternehmen birgt für beide Seiten große Chancen", umreißt Schmid seine Vorstellungen für die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg, in denen die BIOPRO Baden-Württemberg auch weiterhin eine zentrale Rolle spielt. „Allein dass ich hier bin, ist ein Bekenntnis zur BIOPRO und erkennt die Bedeutung ihrer Arbeit an. Mein Dank geht an Herrn Dr. Kindervater und sein Team für die Arbeit der letzten Jahre. Die Landesregierung will alles daran setzen, die Biotechnologie weiter zu unterstützen.“


Impulse für die Bioökonomie


Die globalen Dimensionen von Technologie-Entwicklungen und die Auswirkungen unseres Lebensstils zeigte Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker in seinem Vortrag auf. Er skizzierte den Gästen damit den Rahmen, in dem die Biotechnologie einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie leisten kann.


Impulse für die Personalisierte Medizin


Prof. Dr. Michael Heller aus San Diego, USA, einer der führenden Experten für Nanobiotechnologie, nahm in seinem Vortrag die begeisterten Zuhörer mit auf eine Reise in die winzige Welt der Moleküle und deren Nachweismöglichkeiten. Er begründete anschaulich, wie er zu seinem Forschungsgebiet kam: „In der Vergangenheit wurden Tausende von Dollar für die Entwicklung von Biosensoren, Nanosensoren oder Lab-on-a-Chip Devices ausgegeben, aber ein Problem blieb weitgehend ungelöst: die Probenvorbereitung!

 

Dielektrophorese im Microchipformat. "Diese Methode ermöglicht es, verschiedene Moleküle oder Partikel und sogar Zelltypen/Bakterien direkt aus Flüssigkeiten wie zum Beispiel aus Vollblut zu separieren bzw. aufzukonzentrieren und als zusätzliche Option deren DNA/RNA direkt und innerhalb von Minuten zu isolieren. Neben der reinen Probenaufbereitung eignet sich diese Methode beispielsweise als ‚Alarmsystem’ zur Krebsfrüherkennung, in dem direkt aus dem Blut die Konzentration zellfreier zirkulierender DNA bestimmt werden könne, die beiKrebspatienten für gewöhnlich erhöht sei", so Heller. Weitere Anwendungen dieser Technologie könnten in der Diagnostik von Infektionskrankheiten, kardiologischen Erkrankungen und traumatischen Gehirnverletzungen liegen.


Das Chip-System wird von einer Gruppe früherer Doktoranden in einem Start-up weiterentwickelt. In einem nächsten Schritt soll die durch die Dielektrophorese gewonnene und separierte DNA dann direkt zur Sequenzierung on chip eingesetzt werden können.


Moleküle und Mikroben en détail


Nachmittags wurden in Workshops Spezialthemen an der Schnittstelle von der Biotechnologie zu klassischen Branchen vertieft. Die Auswahl reichte von Personalisierter Medizin über neue, biobasierte Kunststoffe, industrielle Biotechnologie bis hin zur biologischen Produktion von Wasserstoff und vielem mehr.

 

Lesen Sie den ausführlichen Artikel unter BIOPRO (s.u. "relevante Links")

 

 

Quelle: BIOPRO

 

 

Kontakt:

VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

Fachbereich Biotechnologie

Dr. Martin Follmann

Postfach 10 11 39

40002 Düsseldorf

 

Telefon: +49 211 6214 266

Telefax: +49 211 6214 177

E-Mail: biotechnologie@vdi.de

 

 

 

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