VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
GVO-Analyse mikrobieller Gemeinschaften, Nachweis transgener DNA
Neuer Richtlinien-Entwurf VDI- 4331 Blatt 7: Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Verfahren zur Extraktion von Nukleinsäuren aus Böden zur Analyse von mikrobiellen Gemeinschaften und Nachweis transgener DNA - Qualitätsanforderungen und Anwendungsbeispiele seit November 2011.
Aus Boden extrahierte Nukleinsäuren können als Ausgangsmaterial zum Nachweis von im Boden lebenden Mikroorganismen und zur Ermittlung ihrer Vielfalt dienen. Zusätzlich können die Bodennukleinsäuren auch zum Nachweis pflanzlicher Gene genutzt werden, z. B. um transgene DNA (rekombinante Gene) aus gentechnisch veränderten Pflanzen zu detektieren. Die Nachweise der jeweiligen Zielgene, sei es für die Charakterisierung der mikrobiellen Vielfalt oder für den GVO-Nachweis, erfolgt dabei vor allem mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) aus den Boden-extrahierten Nukleinsäuren.
Die Grundprinzipien werden erläutert und Beispielprotokolle zur Extraktion von Nukleinsäuren aus Böden gegeben. Derartige Protokolle wurden erstmals Ende der 1980er Jahre publiziert und werden seitdem zunehmend in Forschungslaboratorien - bis heute aber nicht in der Praxis der Boden-Analytik - eingesetzt.
Die Richtlinie beschreibt Qualitätsanforderungen für die Untersuchung von landwirtschaftlich genutzten Böden, um die Wirkungen einer Freisetzung oder eines Anbaus von gentechnisch veränderten Mikroorganismen und damit verbundener Landnutzungsänderungen auf Struktur und Funktion mikrobieller Gemeinschaften zu erfassen. Darüber hinaus kann die durch gentechnisch veränderte Organismen in Böden eingetragene transgene DNA (mit rekombinanten Genen) qualitativ oder quantitativ nachgewiesen werden.
Die neue Richtlinie VDI 4331 Blatt 7 umfasst 26 Seiten und ist seit November 2011 zum Preis von 73,90 € beim Beuth-Verlag in Berlin in Deutsch/Englisch erhältlich. Einsprüche können bis zum 29.02.2012 über den VDI-Internetlink zur Richtlinie (s.u.) eingereicht werden.
Kontakt:
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Fachbereich Gentechnik
Dr. Martin Follmann
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