Richtlinienausschuss VDI 4332: GVO-Monitoring - Wildbienen

- Sandbiene (Andrena hattorfiana) auf einer Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) (Bildquelle: O. Diestelhorst)
Thema:
Bienen sind als phytophage Organismen auf Blütenprodukte wie Nektar oder Pollen als essentielle Nahrungsgrundlage angewiesen. Daneben werden von einigen Bienenarten auch Pflanzenteile bzw. Pflanzenprodukte wie Blattstückchen oder Harz zum Nestbau verwendet. Bienen üben einen wesentlichen Einfluss auf das Ökosystem aus und ihr Verlust kann ernsthafte Konsequenzen für das gesamte Ökosystem haben.
Wildbienen haben ein hervorragendes indikatorisches Potenzial zur Interpretation beobachteter Effekte. So gibt es zum Thema der unterschiedlichen Nutzung von Agrargebieten und -landschaften und deren Auswirkungen auf Wildbienen verschiedene Untersuchungen.
Untersuchungen am transgenen Raps (HR-Raps) konnten zeigen, dass dieser wie auch der konventionelle Raps von zahlreichen Wildbienenarten besucht wird. Dabei kann es bei synchronen Blütezeiten zur Bestäubung und Auskreuzung des Transgens kommen.
Die in Bearbeitung befindliche Richtlinie "GVO-Monitoring - Wildbienen" behandelt Wildbienen in ihrer Gesamtheit. Sie beschreibt die erforderlichen Erfassungszeiträume und die im Gelände anzuwendenden Erfassungsmethoden und berücksichtigt dabei die speziellen Anforderungen der unterschiedlichen Erfassung ihrer Imagines. Es werden Empfehlungen zu Flächenauswahl und Design sowie zur Ermittlung der statistischen Power gegeben. Die Anwendung der Richtlinie soll sicherstellen, dass über eine repräsentative Beprobung regionale und überregionale Effekte in verschiedenen, relevanten Lebensräumen erfasst werden.
Die Mitglieder des Richtinienausschusses:
Hans-Richard Schwenninger, Stuttgart
Vorsitzender
Dr. Matthias Schindler, Bonn
stellvertretender Vorsitzender
Olaf Diestelhorst, Düsseldorf
Stephan Härtel, Würzburg
Dr. Christoph Saure, Berlin
Arno Schanowski, Stuttgart




