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VDI-Fachbereich Max-Eyth Gesellschaft Agrartechnik

Bachelor und Master in der Agrartechnik (Zusammenfassung)

Mit dem sogenannten Bologna-Prozess sind die Hochschulen in den Mitgliedsländern der EU aufgefordert bis 2010 in fast allen Bereichen gestufte Studiengänge einzuführen. Diese führen zunächst zu einem Bachelorabschluss. Qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber können nach einem sich anschließenden weiteren Studium noch einen Mastergrad erwerben. Durch die mit dem Bologna-Prozess einhergehende Harmonisierung der europäischen Hochschullandschaft und durch die Modularisierung der Studiengänge eröffnen sich den Studierenden neue Möglichkeiten im Hinblick auf ein persönliches Qualifikationsprofil. Sie müssen aber von den Hochschulen und späteren Arbeitgebern beraten werden, damit sie die auf sie zukommenden beruflichen Aufgaben und die dazu nötigen Qualifikationsprofile erfüllen können. Dies gilt selbstverständlich auch für den agrartechnischen Nachwuchs. Als Agrartechniker werden Ingenieure verstanden, die im engeren Sinne mit Technik in der Landwirtschaft zu tun haben und sich durch Ihre Ausbildung dafür qualifiziert haben. VDMA und VDI haben aus Sicht der Maschinenbau-Unternehmen und der Ingenieur-Vertretung Ihre generellen Anforderungen an die Ingenieurausbildung formuliert. Der Fachbereich Agrartechnik hat mit potenziellen Arbeitgebern in verschiedenen Arbeitsbereichen für Agrartechnikerinnen und Agrartechniker wie z. B. den Hochschulen, der Entwicklung und dem Service, dem Marketing und Vertrieb sowie Verbänden und nicht zuletzt der landwirtschaftlichen Praxis eine vertiefende Erhebung durchgeführt. Aus ihr ergibt sich eine große Zahl unterschiedlicher Aufgaben mit entsprechend spezifisch notwendigen Qualifikationen. Es zeigt sich, dass Agrartechnikerinnen und Agrartechniker über eine hohe persönliche Kompetenz, gekennzeichnet durch den Erwerb sogenannter Schlüsselqualifikationen, ebenso verfügen müssen wie über exzellente fachwissenschaftliche Kenntnisse. In diesem letztgenannten Bereich ist allerdings die Herkunft aus den Agrar- oder Ingenieurswissenschaften von hoher Bedeutung.

Die Vielzahl der in der Erhebung genannten erforderlichen Qualifikationen lässt sich gerade wegen der durch den Bologna-Prozess erreichbaren Modularität in Verbindung mit der Mobilität der Studierenden in Zukunft sicherlich leichter erreichen als im bisherigen Hochschulsystem. Dies gilt um so mehr, als die Qualität der Ausbildung im internationalen Vergleich durch entsprechende Evaluations- und Akkreditierungsverfahren sichergestellt wird. Es muss allerdings von Hochschulen und Wirtschaft gefordert werden, die Chancen dieser Entwicklung zu erkennen und den Nachwuchs auf dem „Bildungsweg“ nach Europa nicht allein zu lassen.

 

 

 
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