Dresdner Bezirksverein e.V.
Neujahrsempfang des Landesverbandes Sachsen
(Hinweis: Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern)
Begrüßung
Vor den ca. 90 teilnehmenden geladenen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Partnerverbänden betont der Landesvorsitzende Dr. Jens Walther, daß die Ingenieurorganisation VDI mit 150.000 Mitgliedern in Deutschland Fachkompetenz bündelt und unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen die Anliegen der Ingenieure in ihrer beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft vertritt. Der VDI arbeitet kooperativ mit anderen Organisationen, wie Ingenieurkammer, VBI, Handwerkskammer u.a. zusammen.
Die Schwerpunkte bei den Aktivitäten des Landesverbandes sind
- Bologna-Prozeß (auch Titelvergabe Ingenieur)
- Veranstaltungen (Karriere-Start, Weiterbildung)
- Stärkung der KMU
2013 wird ein Film über die Ingenieurarbeit entstehen.
Dr. Walther begrüßt die Gäste und Referenten.
Verkehrssicherheitsarbeit in Sachsen
(hier die von Herrn Werner im Vortrag verwendeten Folien)
Die Anzahl der bei Straßenunfällen in Sachsen getöteten Personen ist von 444 im Jahr 2000 auf 207 im letzten Jahr (vorläufige Zahlen) zurückgegegangen. Ähnlich die Anzahl der Schwerverletzten und leicht Verletzten. Dieser Erfolg hat viele Väter. Beeinflußt werden
- das Fahrzeug (technische Entwicklungen)
- der Fahrer (Schulungen, Plakate im öffentlichen Raum)
- die Straße (Entschärfung von Unfallhäufungsstellen)
Besondere Risikogruppen sind junge und wenig erfahrene Fahrer sowie Senioren mit eingeschränkter Reaktionsfähigkeit. Herr Werner spricht sich aber gegen den automatischen Entzug der Fahrerlaubnis bei Überschreitung einer Altersgrenze aus, denn die Person, die dann nicht mehr fahren dürfte, wird vielleicht bei nächster Gelegenheit als Fußgänge verletzt.
Eine weitere Reduzierunf von Unfällen soll errreicht werden durch die zukünftigen Themen
- Falschfahrer
- Fahrradfahrer (nicht geschützt und teilweise Mißachtung von Vorschriften)
- Entschärfung von Unfallhäufungsstellen
- Barrierefreiheit
Herr Werner bekam für seine Ausführungen großen Beifall.
Europäische Verkehrsicherheitsarbeit
Aus europäischer Sicht gibt es eine vergleichbare rückläufige Entwicklung der Unfälle im Straßenverkehr. In der EU sank die Anzahl der jährlich Getöteten von 75 426 im Jahr 1991 auf 31 112 im Jahr 2010. Damit wird die Zielstellung des dritten Straßenverkehrssicherheitsprogramms der EU von 25 000 Leben retten bis zum Jahr 2020 voraussichtlich nicht ganz erreicht. Aber die Tendenz ist gut.
Die DEKRA engagiert sich mit den folgenden Maßnahmen:
- Kampagne 'Sicherheit braucht Köpfchen'
- 'Fahrrad-Sicherheits-Check' vor allem an Grundschulen
- Aktion 'SafetyCheck'
- Fachschrift 'Technische Sicherheit im Straßenverkehr - internationale Strategien zur Unfallvermeidung'
- Zertifikat 'Sicherheit im Busbetrieb'
- Initiative Safetyplus
- Kollisionsvermeidungssysteme
Dabei führt allein die DEKRA 15 000 Fahrzeugüberprüfungen pro Jahr durch. Regelmäßig werden Verkehrssicherheitsreports erstellt, die bisherigen Themen sind: Pkw, Lkw, Motorrad, Fußgänger und Radfahrer, Mensch und Technik. Für dieses Jahr ist ein Report über Landstraßen geplant.. Neben den bereits genannten Maßnahmen spielt auch das folgende eine entscheidende Rolle:
- Verbesserung der Fahrzeugtechnik
- Gesetzgebung (u.a. begleitetes Fahren ab 17 Jahren)
- Rettungswesen (Hubschrauber, ..)
- Infrastruktur (Leitplanken, Kreisverkehre, ..)
- Periodische Fahrzeugüberwachung
- Aufklärungsaktionen
Viele technische Entwicklungen, wie adaptives Kurvenlicht, Nachtsichtassistent mit head-up Display, Airbags für Motorräder, sind leider noch nicht ausreichend verbreitet bzw. noch nicht am Markt. Die Entwicklung wird weitergehen.
Alles im allem ein sehr interessanter Vortrag, für den Dr. Walther in unser aller Namen Herrn Klinke herzlich dankte.
Vor Beginn der Vorträge und auch beim anschließenden Empfang gab es ausreichend Zeit zur Diskussion und zur Netzwerkspflege.
















