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Württembergischer Ingenieurverein

Veranstaltungen

Württembergischer Ingenieurverein
Form- und Lagetolerierung
Veranstaltungsdatum: 21.03.2013 - 22.03.2013
Uhrzeit: 09:00
Veranstaltungsort: Stuttgart
Straße: Hamletstraße 11
Gebäude: VDI-Haus
Veranstaltungstyp: Seminar
Kurzbeschreibung:2-tägiges Seminar (Ende ca. 17.00 Uhr)


Kosten senken und Risiken minimieren

- Aktueller Stand der Normung zur Form- und Lagetolerierung
- Unterschied zwischen "Hüllprinzip" und "Unabhängigkeitsprinzip"
- Normgerechte Zeichnungseintragung
- Anwendung der Normen im betrieblichen Alltag
- Beispiele aus der Praxis
- Praktische Übungen



Programm:

Einführung in die Thematik
- Einführende Beispiele zur Form- und Lagetolerierung
- Konsequenzen einer mangelhaften Form- und Lagetolerierung
- Kostenwirksamkeit von Toleranzen
- Zusammenarbeit im Unternehmen

Grundlagen
- Maßbegriffe am tolerierten Werkstück (DIN ISO 286-1 / DIN EN ISO 2692)
- Beispiele und Ursachen für Form- und Lageabweichungen
- Toleranzzonen

Grundsätze der Tolerierung
- Unabhängigkeitsprinzip (DIN ISO 8015) und Hüllbedingung (E)
- Hüllprinzip (DIN 7167)
- Vergleich zwischen Unabhängigkeitsprinzip und Hüllprinzip
- Übungsbeispiele

Normgerechte Zeichnungseintragung
- Tolerierte Elemente (reale und abgeleitete Geometrieelemente)
- Bezugselemente (reale und abgeleitete Bezugselemente)
- Einschränkungen und Mehrfachangaben

Formtoleranzen - Eintragung, Interpretation, Anwendung
- Geradheits- und Ebenheitstoleranz
- Rundheit und Zylinderform
- Linien- und Flächenprofil
- Übungsbeispiele zu allen Toleranzarten

Bezüge und Bezugssysteme - DIN EN ISO 5459
- Bezeichnungen und Symbolik
- Normgerechte Eintragung von Bezugssymbolen
- Bezugsarten (z. B. Bezugsachsen, Bezugssysteme)
- Tolerierung von Bezugselementen und Bezugssystemen
- Festlegung von Bezugsstellen
- Übungen zur Bezugsbildung und Interpretation von Bezugssystemen

Lagetoleranzen - Eintragung, Interpretation, Anwendung
- Parallelität
- Rechtwinkligkeit
- Neigung
- Positionstolerierung (DIN EN ISO 1101, DIN EN ISO 5458)
- Konzentrizität und Koaxialität
- Symmetrie
- Lauftoleranzen (einfacher Lauf und Gesamtlauf)
- Übungsbeispiele zu allen Toleranzarten

Allgemeintoleranzen für Form und Lage - DIN ISO 2768-2
- Toleranzklassen und Zeichnungseintragung
- Allgemeintoleranzen und Hüllbedingung
- Anwendung auf Geradheit, Ebenheit, Rundheit, usw.
- Lücken der Allgemeintolerierung für Form- und Lage
- Übersicht der Allgemeintoleranzen für verschiedene Fertigungsverfahren

Maximum-Material-Bedingung (M) und Minimum-Material-Bedingung (L) - DIN EN ISO 2692
- Begriffe, normgerechte Zeichnungseintragung und Bedeutung
- Reziprozitätsbedingung (R)
- Anwendungs- und Übungsbeispiele

Projizierte Toleranzzone (P) - DIN ISO 10578

Tolerierung nicht formstabiler Teile (F) - DIN ISO 10579



- Änderungen im Inhalt und Ablauf des Seminars bleiben vorbehalten -



Zum Thema:

Die von der Konstruktion gewünschte ideale Werkstückgeometrie kann oft aufgrund unvermeidbarer Fertigungsungenauigkeiten nicht realisiert werden. Die Sicherstellung einer einwandfreien Montage, sicheren Funktion oder problemlosen Austauschbarkeit ist daher ohne Form- und Lagetolerierung nicht möglich.

Das Gebiet der Form- und Lagetolerierung ist außerordentlich komplex und die Form- und Lagetoleranzen wurden in vielen Unternehmen noch nicht mit genügender Sorgfalt eingeführt. Konstrukteure und Mitarbeiter aus Fertigung und Qualitätssicherung sind in der Anwendung und Interpretation häufig überfordert. Dies vor allem auch deshalb, weil sich viele Normen in den letzten Jahren nachhaltig geändert haben oder durch neue ersetzt wurden. Eine nicht funktionsgerechte Tolerierung, eine unnötig aufwändige Fertigung sowie eine schwierige Prüfung sind nicht selten die Folge.

Dementsprechend sind weit mehr als die Hälfte aller Fertigungszeichnungen im Hinblick auf die Form- und Lagetolerierung unvollständig, missverständlich oder falsch. Die Gefahr fehlerhaft produzierter Werkstücke sowie von Montageproblemen steigt erheblich, insbesondere durch Auslagerung der Teilefertigung hin zu externen Zulieferbetrieben. Mangelhafte Tolerierung führt zu risikoreicher Produkthaftung und überhöhten Fertigungskosten.
Das Seminar führt die Teilnehmer Schritt für Schritt in das komplexe Themengebiet der Form- und Lagetolerierung ein. Besonderer Wert wird hierbei auf eine anschauliche Vermittlung der Seminarinhalte gelegt. Die Lehrinhalte werden daher anhand einer Vielzahl praxisgerechter Beispiele und Übungen veranschaulicht und vertieft. Die Teilnehmer werden mit dem neuesten Stand der Normung vertraut gemacht und erhalten praktische Anregungen, das Gelernte im Konstruktionsalltag umzusetzen.

Personenkreis:
Angesprochen sind alle Mitarbeiter eines Unternehmens, die sich mit den Problemen der Funktions- und Qualitätssicherung beschäftigen müssen, vor allem Konstrukteure, Arbeitsplaner, Mitarbeiter in der Kontrolle und des Qualitätswesens. Grundkenntnisse der Form- und Lagetolerierung sind hilfreich.



Referent:

Prof. Dr.-Ing. V. Läpple, Steinbeis-Transfer-Institut Entwicklung und Management, Stuttgart



Seminarkosten:

Seminarpreis: EUR 980,00
VDI-Mitglieder: EUR 920,00


E-Mail-Adresse Ansprechpartner: wieland@vdi-stuttgart.de
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Detailbeschreibung:

Allgemeine Geschäftsbedingungen und weitere Informationen: 

www.vdi-fortbildung.de


Kontakt:   VDI-Fortbildungszentrum Stuttgart

                 Hamletstr. 11

                 70563 Stuttgart

                 Tel. 0711/13163-10

                 Fax 0711/13163-60

                 ros@vdi-stuttgart.de

 
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