Württembergischer Ingenieurverein
Veranstaltungen
| Württembergischer Ingenieurverein | |
| Die Produkthaftung | |
| Veranstaltungsdatum: | 25.02.2013 |
| Uhrzeit: | 09:00 |
| Veranstaltungsort: | Stuttgart |
| Straße: | Hamletstr. 11 |
| Gebäude: | VDI-Haus |
| Veranstaltungstyp: | Seminar |
| Kurzbeschreibung: | 1-tägiges Seminar (Ende ca. 17.00 Uhr) Das Produkthaftungs-Gesetz und die EU-Haftung für fehlerhafte Produkte Die aktuelle Rechtsprechung und ihre Konsequenzen ››Das deutsche und das europäische Haftungssystem ››Gesetzliche und vertragliche Haftung ››Interner Haftungsausgleich zwischen Unternehmen im Rahmen der Haftung für fehlerhafte Produkte ››Schwierigkeiten im Streitfall und mögliche Vorkehrungen Programm: Grundlagen der nationalen zivilrechtlichen Haftung für fehlerhafte Produkte ››Die Freiheit, Verträge inhaltlich zu gestalten (Privatautonomie) und ihre rechtlichen Grenzen ››Die Entwicklung einer gesetzlichen Haftung für fehlerhafte Produkte durch deutsche Gerichte in den sechziger Jahren und ihre Bedeutung für die heutige Zeit ››„Verschulden“ und „Gefährdung“ – zwei unterschiedliche rechtliche Ansätze für eine zivilrechtliche Haftung und ihre jeweiligen Konsequenzen Die Bedeutung von EU-Richtlinien für das deutsche Haftungssystem ››Der Weg: wie wird eine EU-Richtlinie zu unmittelbar anwendbarem Recht? ››Das „Danach“: wie werden die verwendeten Rechtsbegriffe interpretiert? ››Die maßgeblichen Richtlinien 85/374/EWG und 2001/95/EG und ihre Umsetzung in den Mitgliedsstaaten der EU ››Das Produkthaftungsgesetz als dritte Säule des deutschen Haftungssystems – eine Gefährdungshaftung mit allen Vorzügen und Nachteilen Mittagspause Das rechtliche Zusammenspiel von gesetzlicher Haftung und Verträgen ››Verträge zwischen zusammenarbeitenden Unternehmen und ihre Wirkung auf Ansprüche des Geschädigten ››Unterschiede in der rechtlichen Bedeutung von Kundenvorgaben und kundenspezifischen Auftragsfertigungen ››Der deutsche Gesamtschuldner-Ausgleich als gesetzliche Regelung bei Fehlen einer vertraglichen Risikoverteilung Die gerichtliche Auseinandersetzung um fehlerhafte Produkte ››Die haftende Person und die Entscheidung des Geschädigten, wen er verklagt ››Die Verjährung und ihr Einfluss auf die Rechtsprechung ››Die Beweisführung ist schwierig – für alle Beteiligten ››Haftungsfreizeichnung durch entsprechende Klauseln ist ein schwieriges, bisweilen riskantes Unterfangen Ende des Seminars gegen 17.00 Uhr Änderungen am Inhalt und Ablauf des Seminars bleiben vorbehalten. Zum Thema: Europa wächst und bietet damit Unternehmen neue Möglichkeiten, stellt sie aber auch vor besondere Herausforderungen und Fragen. Nicht nur in technischer und betriebsorganisatorischer Hinsicht, sondern auch in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, in denen sie sich zurechtfinden müssen. Das Produkthaftungsgesetz (EU-Haftung für fehlerhafte Produkte) hat eine erhebliche Verschärfung für die Haftung für fehlerhafte Produkte und damit auch für nicht ordnungsgemäße Bedienungsanleitungen, Montageanleitungen, Handbücher und vergleichbare Unterlagen gebracht. EU-Richtlinien sorgen gelegentlich für Irritationen. Es gilt, im konkreten Einzelfall abzuschätzen, wie die EU-Richtlinien sich in das System der bereits geltenden rechtlichen Regelungen einfügen: Haben sie Einfluss auf bestehende Verträge und künftige Vertragsgestaltungen? Ergibt sich aus ihnen eine Verschärfung der Haftung gegenüber Geschäftspartnern oder Endkunden? Ist es für ein Unternehmen notwendig, für eine bessere Absicherung zu sorgen? Gerichte sind immer wieder mit Rechtsstreitigkeiten befasst, in denen es um die Auswirkungen fehlerhafter Produkte geht. Zentrale Frage ist meist, wer letztendlich für entstandenen Schaden aufzukommen hat. Dabei geht es nicht nur um die rechtlichen Grundlagen der Haftung. Sehr häufig ist zu klären, ob und inwieweit überhaupt mit prozessual zulässigen Mitteln im Nachhinein noch festgestellt werden kann, was tatsächlich wann und wie geschehen ist. Nur wer die haftungsrechtlichen Grundlagen kennt und Vorstellungen davon hat, wie deren Umsetzung im Streitfall aussehen könnte, kann im Vorfeld unternehmerisch sinnvolle Entscheidungen treffen und die Risiken minimieren. Ihr Nutzen: Praxisnah und in verständlicher Form durch Vortrag, Fallbeispiele aus der Gerichtspraxis und Diskussionen werden Sie umfassend über Ihr Haftungsrisiko und die gestiegenen Anforderungen an Ihre Instruktions- und Dokumentationspflicht informiert. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie Ihr Unternehmen und auch sich persönlich vor zum Teil schwerwiegenden Folgen schützen können. Sie erhalten Hilfestellung um im Streifall die eigene Rechtsposition einschätzen zu können. Personenkreis: Geschäftsführer, Entwickler, Konstrukteure, Produktmanager (Für dieses Seminar sind keine juristischen Vorkenntnisse notwendig.) Referentin: Ulrike Hausmann, Richterin am Landgericht Stuttgart Seminarkosten: Seminarpreis: EUR 680,00 VDI-Mitglieder: EUR 640,00 Im Seminarpreis sind 25.- Euro für Verpflegung enthalten |
| wieland@vdi-stuttgart.de | |
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| Detailbeschreibung: Allgemeine Geschäftsbedingungen und weitere Informationen:
Kontakt: VDI-Fortbildungszentrum Stuttgart Hamletstr. 11 70563 Stuttgart Tel. 0711/13163-10 Fax 0711/13163-60 | |

