Landesverband Niedersachsen
Aktivitäten im Jahr 2005
Nordlichter in Brüssel
Norddeutschlands Exzellenz im Bereich Mobilität
Veranstaltung der Landesverbände der nördlichen Bundesländer in Brüssel am 30. November 2005
Die Norddeutschen Landesverbände des Vereins Deutscher Ingenieure suchten gezielt das Gespräch mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und starteten in Kooperation mit dem VDI Büro Brüssel und den Verbänden der Norddeutschen Bundesländer in Brüssel mit einer ersten Veranstaltung der Reihe „Nordlichter in Brüssel“ im Rahmen eines EU Forum Technologie und Politik.
Im Rahmen der Gastveranstaltung des Niedersächsischen Landesverbandes wurden die exzellenten norddeutschen Strukturen in der Mobilitätswirtschaft vorgestellt.
Als Vertreter der Niedersächsischen Landesregierung begrüßte der Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann die rund 60 anwesenden Gäste und machte auf das enorme Innovations- und Entwicklungspotential der Mobilitätsbranche aufmerksam.
Insbesondere die von der Kommission honorierte wachsende Bedeutung dieses Sektors im Forschungsbereich mache es notwendig, die Brüsseler Bühne zu betreten und verstärkt für die norddeutschen Stärken zu werben.
Im Anschluss wurden von vier Unternehmensvertretern die Bereiche Straße, Wasser, Luft und Schiene vorgestellt. Auch hier wurde deutlich, dass sowohl die großen Konzerne (Volkswagen, Airbus) wie auch die KMU (Lindenau Schiffswerft, Vossloh Locomotives) erhebliche Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung vornehmen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die zusätzliche Erschließung europäischer Fördermöglichkeiten ist dafür ein wichtiger Schritt.
Der VDI auf der CeMAT 2005 in Hannover
„Die technische Logistik ist eine der tragenden Säulen in der deutschen Wirtschaft mit ausgezeichneten Wachstumsprognosen“. Das Land Niedersachsen unterstützt diese Branche nachhaltig durch die Logistik - Initiative, erläuterte Prof. Dr. Ludger Overmeyer, VDI Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen, auf der CeMAT 2005 in Hannover.
Dort drehte sich Mitte Oktober alles um die Intralogistik. Die Steuerungstechnik bewirke in Zusammenhang mit der Informationstechnik nachhaltige Veränderungen in der Intralogistik, erklärte Overmeyer. Dabei müssen die Entwicklungen in der Mikrosystemtechnik und der Werkstofftechnologie beachtet werden.
Auf dem Messestand seines Instituts, Institut für Transport- und Automatisierungstechnik, empfing Professor Overmeyer den niedersächsischen Finanzminister Herrn Hartmut Möllring und erläuterte einen Förderkreislauf mit Warenerkennung, ein Beitrag zur RFID - Technik in der Produktion und Logistik.
VDI Nordlichter - Der Norden rückt zusammen
Austausch, Abstimmung und gemeinsames Vorgehen ist das erklärte Ziel der VDI Landesvertretungen des Nordens. Anfang des Jahres trafen sich die VDI Vorsitzenden der Landesverbände Overmeyer (Niedersachsen), Teifke (Schleswig-Holstein) und Winkelmann (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem Erfahrungsaustausch bei ihrem Kollegen Kolbe in Hamburg. Hesse (Bremen) entsendete Spieß zur Vertretung.
„Die Nordlichter des VDI positionieren sich nach außen als Einheit!“ stellt Kolbe fest. „Ein Novum für die politische Arbeit des VDI.“ Als Sprecher der Ingenieurinnen, der Ingenieure und der Technik suchen die Landesverbände das norddeutsch abgestimmte Gespräch mit Politik und Gesellschaft.
Vor dem Hintergrund des 7. Forschungsrahmenprogramms gewinnen regionale Exzellenzstrukturen und deren Platzierung im Europäischen Forschungsraum zunehmend an Bedeutung. Norddeutschland bietet mit einer engen Vernetzung von Industrie, Forschung und Hochschule herausragende Strukturen in vielen Bereichen. Information, Hintergrundsgespräche und Platzierung von VDI-Experten gehören zur politischen Öffentlichkeitsarbeit. Veranstaltungen für das Jahr 2005 und die Weiterentwicklung der regionalen Struktur des VDI standen im Vordergrund des Gesprächs.
Die Zusammenarbeit im Norden hat Tradition. Als Sprecher des VDI Verbund Nord - entstanden aus den alten Regionen Nord und Hannover - moderiert Knaack (BV Lübeck) zwei mal im Jahr seit vielen Jahren den Austausch der im VDI aktiven norddeutschen Mandatsträger. Gern greifen die im Amt neu berufenen ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden der Landesverbände auf den Erfahrungsschatz ihrer Vorgänger zurück. 1997 wurde Schüler neben seinem Amt als Vorsitzender des Hannoverschen Bezirksvereins als einer der ersten in das Amt eines Vorsitzenden eines Landesverbandes berufen. Nach erfolgreicher Erprobung der Landesverbände übernahm in den Jahren 2000 bis 2004 in Hamburg Knoop als Vorsitzender des Bezirksvereins zusätzlich die politisch ausgerichtete Aufgabe eines Vorsitzenden eines Landesverbandes in dieser Hansestadt. In stellvertretender Funktion stehen beide weiterhin den amtierenden Vorsitzenden des Landesverbandes zur Seite.
Sylvia Harre, Technik und Leben, Ausgabe 01/2005, Seite 10




