Landesverband Niedersachsen
IGS ist erste JeT-Partnerschule in Schaumburg
Naturwissenschaftlicher Unterricht in der IGS Rodenberg macht jetzt dank neuer Möglichkeiten so viel Spaß, dass die Schüler freiwillig länger in der Schule bleiben wollen. Und mit dem neuen Potenzial soll auch noch dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft entgegengewirkt werden.
Rodenberg (bab). Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Landesverband Niedersachsen, hat zusammen mit der Landesschulbehörde und mit Unterstützung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums vor elf Jahren die Initiative „JeT – Jugend entdeckt Technik“ ins Leben gerufen. Diese lege besonderen Wert auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft, heißt es in einem Info-Faltblatt. In der Region Hannover sei das Projekt bereits in einige Schulen getragen worden, berichtet Uwe Groth, Vorsitzender des VDI- Landesverbands. Die Rodenberger IGS sei die erste Partnerschule in Schaumburg.
Diese Kooperation bringt der Schule neue Unterrichtsmaterialien im Wert von 6000 Euro von „JeT“. Förderverein und die Bürgerstiftung Schaumburg haben jeweils noch mit 1000 Euro aufgestockt. Zu verdanken ist die Zusammenarbeit dem IGS-Lehrer Jochen Göhler- Jetschmann. Dieser hatte bereits an der IGS Kronsberg in Hannover Kontakt mit Groth. „Er kann die Schüler motivieren“, ist die Erfahrung des VDI-Vorsitzenden. „Herr Göhler Jetschmann ist jemand, der das auch nachhaltig macht.“
Die Forschergeister in einem Wahlpflichtkurs und einer AG zu wecken, ist dem Pädagogen nicht schwer gefallen. „Die Schüler wollen gar nicht aufhören“, sagt Göhler-Jetschmann. Denn die Technik zum Anfassen besteht aus der „Mindstorms education“-Reihe von Lego. Aus einem Satz mit Technikelementen, an dem jeweils zwei Schüler arbeiten können, lassen sich Roboter konstruieren. Mit Applikationen wie Sensoren und diversen Programmiermöglichkeiten können die Schüler komplexe Problemlösungen erarbeiten.
Adrian, Felix und Nico aus der siebten Klasse sind bereits Feuer und Flamme für ihre fahrbaren Roboter, denen sie bestimmte Aufgaben einprogrammiert haben. Die kleinen Fahrzeuge bewegen sich auf Kommando so, wie die Schüler zuvor festgelegt haben. Im Prinzip funktioniere die Robotik in der Industrie ebenso, sagt der Vertreter von „JeT“. Ziel der Partnerschaft mit den Schulen sei, die Schüler für Technik zu begeistern. Nicht nur Akademiker mit naturwissenschaftlicher Ausbildung seien Mangelware. Auch in Handwerksberufen und an qualifizierten Facharbeiter herrsche Mangel, so Groth.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. rer. pol. Uwe Groth
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