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Politische Arbeit

Technikwissen für die Politik

Shutterstock: Neirfy
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Der VDI ist die größte technisch-wissenschaftliche Vereinigung in Deutschland und muss daher in
politischen Prozessen und gesellschaftlichen Debatten eine relevante Rolle spielen.

Christian Krause, Leiter Berliner Büro

Politische Arbeit: Technikwissen beeinflusst politische Entscheidungen

Der VDI e.V. verfügt als eine der größten technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands über eine einzigartige Breite an Expertise. Durch die wachsende Bedeutung von Technik und Innovation kommt dem VDI auch durch seine Unabhängigkeit eine zentrale Aufgabe zu: Politik und Gesellschaft benötigen kompetente Beratung und mehr Dialog über unterschiedliche Lösungswege, um zu nachhaltigen Entscheidungen zu kommen. Der VDI spielt daher sowohl in politischen Entscheidungsprozessen als auch gesellschaftlichen Debatten eine relevante Rolle.

Ob es die gesellschaftlichen Herausforderungen in der Mobilität oder der Energieversorgung der Zukunft sind, die digitale Transformation der Industrie oder der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, neue Einsatzformen der Künstlichen Intelligenz oder die Voraussetzungen einer modernen Ingenieurausbildung: Überall müssen politische Entscheidungen faktenbasiert und im Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft getroffen werden. Hierbei setzt der VDI seine Kompetenz zum Wohl der Gesellschaft ein.

Ihre Expertisen sind deshalb auch im politischen Umfeld gefragt. Das Wissen von rund 150.000 Mitgliedern und etwa 12.000 ehrenamtlich tätigen Experten macht den VDI e.V. zu einem wichtigen Ratgeber. Im Mittelpunkt stehen die Themenfelder Energie-, Umwelt-, Verkehrs-, Bildungs- und Innovationspolitik sowie die Sicherung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland.

Einsatz für eine Politik voll Innovationspotential

In Berlin bietet der VDI den Dialog mit der Politik in unterschiedlichen Formaten an: So stehen vertrauliche VDI RoundTable-Veranstaltungen und Hintergrundgespräche mit Spitzenpolitikern und Abgeordneten des Bundestages neben offenen VDI InnovationTalks mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Der Bedarf nach unabhängiger Expertise und Dialogen wächst und der VDI bringt seine Kompetenz zielgerichtet ein.

Das VDI-Technologiezentrum in Düsseldorf sowie die Berliner VDI/VDE-IT sind führend auf dem Gebiet der anwendungsorientierten Forschungsförderung. Als Projektträger arbeiten sie eng mit verschiedenen Bundesministerien zusammen. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit arbeitet das VDI-Zentrum Ressourceneffizienz, kurz ZRE, in Berlin.

Politik

Kefer neuer VDI-Präsident

Dr.-Ing. Volker Kefer ist neuer Präsident des VDI Verein Deutscher Ingenieure. Kefer wurde am 13. Dezember 2018 von der Vorstandsversammlung des VDI mit großer Mehrheit gewählt. „Ich freue mich auf diese ehrenvolle Aufgabe. Eines der wesentlichen Ziele meiner Arbeit wird es sein, die wichtige Rolle von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Gesellschaft herauszustellen“, so Kefer kurz nach der Wahl in Düsseldorf. Der 62-jährige ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DB AG tritt sein Amt zum 1. Januar 2019 an.

Kefer schloss sein Maschinenbaustudium 1982 an der TU München als Diplom-Ingenieur ab und promovierte dort 1989 zum Dr.-Ing. 1983 bis 2006 war er in verschiedenen Geschäftsleitungspositionen bei der Siemens AG im In- und Ausland tätig, in denen er für mehr als 1 Mrd. Euro Umsatz und 2.700 Mitarbeiter an sieben Standorten, u. a. in den USA und China, verantwortlich war. 

Von 2006 bis 2016 war er bei der Deutschen Bahn AG beschäftigt. Zuletzt agierte er dort als Konzernvorstand des Ressorts Infrastruktur, Dienstleistungen und Technik, sowie als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DB AG. Einer seiner maßgeblichen Erfolge war die Vertretung des Projektes Stuttgart 21 in der Öffentlichkeit mit positivem Ausgang der Volksabstimmung im November 2011.

Seit 2017 ist er Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Kefer Consulting und Kefer Invest GmbH sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei der Vossloh AG.

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer wird zum 31. Dezember 2018 nach sechs Jahren als VDI Präsident satzungsgemäß ausscheiden. Themen wie technische Bildung, Nachwuchsförderung, einheitlicher akademischer Grad für Ingenieurinnen und Ingenieure, Interdisziplinarität vor dem Hintergrund der Digitalisierung sowie das Streben um ein mehr fakten- und sachorientierte Diskussion über Technik prägten seine Amtszeit. Die Vorstandsversammlung bedankte sich sehr bei Prof. Ungeheuer für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit. 

Marco Dadomo
Ihr Ansprechpartner

Marco Dadomo

Dr. Volker Brennecke
Ihr Ansprechpartner

Dr. Volker Brennecke

Abteilungsleiter Politik und Gesellschaft