Wir verbinden Kompetenz
Verein Deutscher Ingenieure
 
Verein Deutscher Ingenieure
Folgen:  FacebookTwitterGoogleXingLinkedInYoutube
19.12.2017
Wie Chemiker, Chemieingenieure und Verfahrensingenieure in naher Zukunft arbeiten werden
 

Chemieindustrie 4.0

Wie werden sich die Tätigkeiten von Chemikern und Ingenieuren weiterentwickeln, wenn die Digitalisierung in der deutschen Chemieindustrie in 5 bis 10 Jahren Alltag sein wird? (Bild: Wolfram Keller Management Consulting)

Wie werden sich die Tätigkeiten von Chemikern und Ingenieuren weiterentwickeln, wenn die Digitalisierung in der deutschen Chemieindustrie in 5 bis 10 Jahren Alltag sein wird? (Bild: Wolfram Keller Management Consulting)

Der Beruf dieser Akademiker wird in wenigen Jahren nicht mehr derselbe sein. Laut Dr. Wolfram Keller (VCW), Projektleiter der Gemeinschaftsinitiative von GDCh-VCW mit DECHEMA, Hochschule Fresenius, PROCESSNET, VDI-GVC und Wiley VCH stellen sich zwei wesentliche Fragen: „Wie werden sich die Tätigkeiten von Chemikern und Ingenieuren weiterentwickeln, wenn die Digitalisierung in der deutschen Chemieindustrie in 5 bis 10 Jahren Alltag sein wird und wie werden die Akademiker auf die veränderten Anforderungen an ihre künftigen Tätigkeiten vorbereitet?“

 

Rund 60.000 Chemiker, Chemieingenieure und Verfahrensingenieure arbeiten heute allein in der deutschen chemischen Industrie, z.B. in Forschung, Produkt- bzw. Verfahrensentwicklung, Design und Bau chemischer Anlagen, Einkauf, Produktion, Wartung und Instandhaltung, Marketing und Vertrieb. Auch in Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation, Patentwesen, Controlling oder Personalabteilung sowie in Universitäten, Instituten, Behörden und Verbänden nehmen sie eine Vielfalt von Aufgaben wahr, von denen ein Großteil von Digitalisierung beeinflusst wird, wenn auch in stark unterschiedlichem Maß.

 

Berufe 4.0 in der Chemie

Die nicht auf Fragen, sondern auf Hypothesen basierende Online-Erhebung "Berufe 4.0 in der Chemie" unter Chemikern und Ingenieuren soll, so Dr. Keller, "nicht ein weiteres Mal den Status Quo der Industrie 4.0 und - gerade für den Mittelstand - wenig fassbare Visionen beschreiben, sondern in konkreten Handlungsempfehlungen für Universitäten, Unternehmen und die Akademiker selbst münden“.

 

Dazu sind nach der Datenerhebung zwischen 01. Dezember 2017 und 31. Januar 2018 unter dem Link der GDCH rund 100 Experteninterviews, z.B. mit Verfahrenstechnikern und Chemieingenieuren, zur Validierung und Plausibilisierung der Ergebnisse vorgesehen. Die Ergebnisse unserer Gemeinschaftsinitiative, die u.a. auch von der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und dem FDP Bundesvorsitzenden, Christian Lindner unterstützt wird, werden im III. Quartal 2018 vorliegen.

      

Quelle: Wolfram Keller Management Consulting  

Zugehörige Dateien
Statements zur Datenerhebung "Berufsbilder 4.0"848 Ki