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01.12.2015
Workshop der VDI-Initiative SACHEN MACHEN
 

„Diversity Management braucht den Support von oben“

(Bild: VDI)

(Bild: VDI)

Welchen Mehrwert hat das generationenübergreifende Arbeiten? Wie können Mitarbeiter mit einer Behinderung effektiv eingebunden werden? Wie profitieren Unternehmen von interkulturellen Teams und welche Maßnahmen werden ergriffen, um Frauen in Führungspositionen zu fördern? Fragen wie diese wurden beim zweiten SACHEN-MACHEN-Workshop zum Thema „Diversity Management“ diskutiert. Für einen offenen Erfahrungsaustausch kamen im November zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft im VDI-Haus zusammen.

 

Nach einem theoretischen Einblick in den Ingenieursarbeitsmarkt unter Berücksichtigung verschiedener Diversity-Dimensionen (Gender, Internationalität, Alter und Behinderung) ging es im Workshop schnell in die Praxis. ThyssenKrupp, Ford, Daimler und Breuers Presentation Service stellten beispielhaft vor, wie sie Diversity im Unternehmen konkret umsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Aktivitäten verfolgen sie das gemeinsame Ziel, Vorurteile abzubauen und Heterogenität innerhalb der Belegschaft gewinnbringend zu nutzen.

 

Einigkeit bestand im Workshop darin, dass Vielfalt professionell gemanagt werden muss. Zum Beispiel spielt der demografische Wandel auch im Arbeitsleben mehr und mehr eine wichtige Rolle. „Wir werden älter und arbeiten länger. Damit gibt es deutlich mehr Jahre des gemeinsamen Arbeitens. Wir nutzen Ressourcen im Team bestmöglich und greifen dabei auch auf den Erfahrungsschatz unserer Rentner zurück“, so eine Stimme aus dem Teilnehmerkreis. Auf diese Weise könnten fünf Arbeitsgenerationen gemeinsam miteinander lernen. Ein wichtiger Ansatz mit Vorbildcharakter.

 

Entscheidend für ein funktionierendes Diversity-Management ist vor allem, dass die Programme von der oberste Führungsebene des Unternehmens mitgetragen und strategisch eingebettet werden müssen. Klare Forderungen und Zielvereinbarungen sind dabei unabdingbar. So waren die im Workshop vorgestellten Maßnahmen zu den vier Diversity-Dimensionen zwar unterschiedlich, aber immer vom jeweiligen Management initiiert und in den Human-Resources-Prozessen verankert. Wichtig ist es außerdem, die Mitarbeiter regelmäßig in die Programme miteinzubinden, um sie für Diversity zu sensibilisieren und die ökonomischen Vorteile von Vielfalt sichtbar zu machen. Nur so kann sich Diversity Management in einem Unternehmen erfolgreich etablieren und die Heterogenität gewinnbringend genutzt werden.

 

Das „Voneinander Lernen“ und die Möglichkeit zur Vernetzung fanden großen Anklang bei den SACHEN-MACHEN-Partnern. Die Teilnehmenden nahmen viele neue Ideen und Anregungen für ihre Arbeit mit. Geleitet wurde der Workshop von Michael Spiekerkötter und Tina Lackmann. Sie stehen auch für Rückfragen zur Workshop-Reihe zur Verfügung.

 

Tina Lackmann

Projektleiterin MINTalente

Telefon: +49 211 62 14-463

E-Mail: lackmann@vdi.de

 

Michael Spiekerkötter

Projektleiter VDI-Initiative SACHEN MACHEN

Telefon: +49 211 6214-612

E-Mail: spiekerkoetter@vdi.de

 

www.sachen-machen.org