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13.06.2018
Nachbarschaft mit großem Nutzen
 

VDI ZRE-Kurzanalyse zu Effizienzpotenzialen von Gewerbegebieten

Neue VDI ZRE-Kurzanalyse Nr. 22: "Ressourceneffizienzpotenziale von Gewerbegebieten"  (Bild: VDI ZRE)

Neue VDI ZRE-Kurzanalyse Nr. 22: "Ressourceneffizienzpotenziale von Gewerbegebieten" (Bild: VDI ZRE)

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat eine neue Kurzanalyse zu Ressourceneffizienzpotenzialen von Gewerbegebieten veröffentlicht. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erfahren, wie sie im Unternehmen selbst, in Kooperation mit anderen Betrieben sowie durch die Vernetzung mit umgebenden Wohngebieten ihre Effizienzpotenziale ausschöpfen können.

 

Wärme, Kälte oder Strom – die verarbeitende Industrie und der Gewerbe-, Handel- sowie Dienstleistungssektor verbrauchen 44 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland. Zusätzlich werden weitere Ressourcen wie Material, Wasser oder Fläche in großem Umfang benötigt. Die neue VDI ZRE-Kurzanalyse „Ressourceneffizienzpotenziale in Gewerbegebieten“ zeigt Möglichkeiten auf, wie benachbarte Unternehmen in überbetrieblichen Kooperationen zusammenarbeiten können, um natürliche Ressourcen einzusparen. Da Gewerbeflächen und Wohnsiedlungen zunehmend zusammenwachsen, birgt auch die Vernetzung mit Wohngebieten ein hohes Effizienzpotenzial: Unternehmen können beispielsweise ihre Abwärme zur Energieversorgung an die umgebenden Privathaushalte weitergeben. Weiterhin können Materialien überbetrieblich weiterverwendet und Abfälle gemeinsam entsorgt werden. Auch Tausch- und Leihsysteme sowie gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen wie Kantinen oder Seminarräume steigern die Ressourceneffizienz.

Die VDI ZRE-Kurzanalyse enthält Informationen und praktische Beispiele zur Effizienzsteigerung in Unternehmen, zur Umsetzung industrieller Symbiosen und zur Vernetzung mit Wohngebieten. Darüber hinaus zeigt die Kurzanalyse neben den ökologischen auch die ökonomischen Vorteile von Ressourceneffizienzpotenzialen in Gewebegebieten. Dazu zählt neben Kosteneinsparungen für den Ressourceneinkauf und die Entsorgung von Abfällen, Reststoffen sowie Abwasser auch das Erschließen neuer Absatzmärkte für eigene Nebenprodukte. Ein weiterer Pluspunkt ist neben der gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit und mehr Nachhaltigkeit ein besseres Unternehmens-Image.

„Maßnahmen zur Emissionsreduktion können dazu beitragen, die gesellschaftliche Akzeptanz von Industrie und Gewerbe im urbanen Umfeld zu verbessern. So können Arbeitsplätze in die Stadt zurückgeholt werden“, betont Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE. Mit Blick auf die Zukunft wird das Zusammenwachsen der Lebensbereiche Arbeiten und Wohnen eine immer größere Rolle spielen. Lassen sich Symbiosen innerhalb eines Gewerbegebiets bzw. zusammen mit Wohngebieten nutzen, können Ressourcen geschont und Emissionen gemindert werden.

Die Kurzanalyse „Ressourceneffizienzpotenziale in Gewerbegebieten“ steht kostenfrei auf der Website des VDI ZRE zur Verfügung.

 

Ihre Ansprechpartnerin im VDI ZRE:
Evelyn Schönsee
Telefon: +49 30 2759506-22
Telefax:  +49 30 2759506-30
E-Mail: schoensee@vdi.de