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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

25.10.2018
Zum kostenlosen Download
 

Trends und Perspektiven der Life Sciences 2018

Die VDI-TLS fördert die Erweiterung, Verbreitung und Anwendung technischen Wissens in den Life Sciences (Bild: VDI )

Die VDI-TLS fördert die Erweiterung, Verbreitung und Anwendung technischen Wissens in den Life Sciences (Bild: VDI )

Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS) hat im Oktober 2018 die neue Publikation "Life Sciences – Trends und Perspektiven" herausgegeben und zum kostenlosen Download bereitgestellt. In einem Vorwort des BMBF betont MinR Dr. Peter Schroth, Leiter des Referats 523 "Werkstoffinnovationen, Batterie; HZG, KIT", dass die Natur mit einer Vielzahl spezialisierter biologischer Einzel- und Systemlösungen fasziniert und inspiriert.

 

Er erläutert, dass die Erschließung dieser biologischen Systeme für die Technik bereits in einigen Schlüsseltechnologien neue Entwicklungen ermöglicht hat. Trotz wichtiger Erfolge würde gegenwärtig nur ein Bruchteil des Know-hows der Natur technologisch genutzt. Die bisherigen BMBF-Förderaktivitäten in den Schlüsseltechnologien bieten ideale Voraussetzungen, um das Potenzial der "Biologisierung der Technik" zu erschließen, so Schroth.

 

Zur Lösung der Herkulesaufgaben des 21. Jahrhunderts:

  • Sicherung der Grundbedürfnisse des Menschen
  • Ernährung und Gesundheit
  • demografischer Wandel
  • Bevölkerungswachstum
  • Achtung und Respekt vor der Natur als Basis eines verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgangs mit moderner Technik und natürlichen Ressourcen

sind grundlegend neue Erkenntnisse gefragt, die einzig durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gewonnen werden können.

     

Der VDI-Statusbericht "Trends und Perspektiven der Life Sciences" steht für Interessierte hier zum kostenlosen Download bereit. VDI-Mitglieder finden diesen Statusbericht und andere Publikationen im geschlossenen Mitgliederbereich "Mein VDI".

     

Agrartechnik:
Die Agrartechnik widmet sich verstärkt der Nachhaltigkeit, u.a. durch eine optimierte Prozessführung (z.B. "Precision Farming") von Maschinensystemen ("Producing more with less"), um Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Mobile Maschinen könnten beispielsweise in Schwärmen die Felder bearbeiten. Zusätzlich sollen Treibhausgase reduziert und regenerative Energien eingesetzt werden.

  

Biodiversität:
Die biologische Vielfalt bietet die Grundlage der lebenserhaltenden Systeme der Erde. Laut dem ersten regionalen Zustandsbericht von März 2018 für Europa und Zentralasien gehen die biologische Vielfalt und die damit verbundenen Ökosystemleistungen massiv und kontinuierlich zurück. Der Insektenschwund in den mitteleuropäischen Industriestaaten ist nur eines von vielen Beispielen. Obwohl wesentliche Probleme wie Luftverschmutzung, Flächenverbrauch und hoher Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bekannt sind, wurden bisher nicht genügend Gegenmaßnahmen ergriffen. Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS) nutzt ihr gebündeltes Know-how, um Standards für nachhaltige Lösungen zu entwickeln, um die biologischen Vielfalt zu erhalten und zu steigern.

 

Bionik:
Die Bionik zieht die durch Evolution bestmöglich angepassten Tiere und Pflanzen als Vorbilder für technische Entwicklungen heran. Bionische Anwendungen sind komplex, innovativ und können zur treibenden Kraft für die Entwicklung neuer Industrien werden. In den VDI-Richtlinien zur Bionik werden standardisierte Vorgehensweisen in folgenden Bereichen vorgestellt:

  • Konzeption und Strategie
  • Bionische Oberflächen
  • Bionische Roboter
  • Bionische Materialien
  • Bionische Optimierung
  • Bionische Informationsverarbeitung
  • Bionische Architektur und Industriedesign

 

Biotechnologie:
Die Biotechnologie bereitet u.a. den Weg für neuartige Biopharmazeutika und für modernste Behandlungsverfahren, wie Immuntherapien in der Onkologie. Neben der Medizin machen auch nachhaltig hergestellte, biobasierte Produkte die Bedeutung der Biotechnologie für den Menschen immer deutlicher. Innovative Stämme von Mikroorganismen, auch von Algen sowie modernste Prozesstechnik, Sensorik und Miniatur-Bauteile sorgen für eine nachhaltige und kosteneffiziente Produktion. Eine flexible Vor-Ort-Produktion könnte z.B. schon bald für die Antikörperherstellung in Epidemie-Gebieten möglich sein.

 

Medizintechnik:
Die Medizintechnik erlaubt frühere und sichere Diagnosen, die eine erfolgreichere Behandlung bewirken. Technische Geräte und Instrumente ermöglichen Eingriffe mit immer geringerer Belastung des Patienten. Die durch Medizintechnik unterstützte Diagnostik und Therapie macht sich im Interesse eines möglichst langen und gesunden Lebens selbst immer notwendiger. Die prägende Entwicklung der Medizintechnik kann sechs Trends zugeordnet werden, die eng ineinander verflochten sind:

  1. Miniaturisierung
  2. Computerisierung und Vernetzung
  3. Molekularisierung - Signalgebende und therapeutisch wirksame Moleküle werden lokal und selektiv eingesetzt
  4. Biologisierung, z.B. Bioimplantate
  5. Personalisierung - die individuell auf einen Patienten bezogene Behandlung
  6. Automatisierung - befasst sich mit selbsttätig arbeitenden Maschinen und Anlagen

 

Die fünf Fachbereiche der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS)

tauschen Erfahrungen aus und bereiten den Boden für innovative Lösungen vor. Die VDI-TLS fördert die Erweiterung, Verbreitung und Anwendung technischen Wissens in den Lebenswissenschaften. Dabei prüft sie mögliche Auswirkungen neuer Technologien auf Mensch, Umwelt und Natur für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

    

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:

Dr. rer. nat. Ljuba Woppowa

VDI-Gesellschaft Technologies of

Life Sciences (VDI-TLS)

Telefon: +49 211 6214-266

Telefax: +49 211 6214-97314

E-Mail: tls@vdi.de

 

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