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VDI-Fachbereich Biotechnologie

08.08.2018
Gründruck erschienen
 

VDI 4330 Blatt 10: Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) – Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten

VDI 4330 Blatt 10 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) –  Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten" (Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de)

VDI 4330 Blatt 10 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) – Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten" (Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de)

Die floristische Kartierung ermöglicht in Verbindung mit molekularbiologischen Nachweisverfahren Aussagen zur Häufigkeit und räumlichen Verbreitung von GVP und deren Kreuzungsprodukten in der Umwelt. Mit der in der Richtlinie beschriebenen standardisierten Kartierungsmethode werden spontan auftretende – nicht kultivierte – GVP sowie deren wild wachsenden potenziellen Kreuzungspartner und Kreuzungsprodukte aus GVP und diesen Partnern erfasst.

 

Gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) bzw. deren Samen kommen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen zum Einsatz. Keimfähige Samen von GVP werden für die Verarbeitung in der Industrie sowie für die Herstellung von Futtermitteln in die EU und nach Deutschland importiert. Bei Verwendung, Verarbeitung oder dem Transport von GVP kann es zu Verlusten keimfähigen Materials von GVP in die Umwelt kommen. Über mit gentechnisch veränderten Samen kontaminiertes konventionelles Saatgut können GVP unbeabsichtigt auf Felder ausgebracht werden. In der Folge können GVP sich in der Umwelt ausbreiten, sich in wild wachsende potenzielle Kreuzungspartner auskreuzen und die Kreuzungsprodukte mit Eigenschaften von GVP können sich in der Umwelt etablieren. Im Rahmen eines Monitorings der Umweltwirkungen von GVP gemäß den Vorgaben der Richtlinie (EU) 2001/18/EG und der Entscheidung 2002/811/EG sollen diejenigen Gebiete kartiert werden, in denen spontan auftretende GVP, wild wachsende potenzielle Kreuzungspartner sowie deren Kreuzungsprodukte zu erwarten sind.


Die Richtlinie liefert Angaben zur erforderlichen Grundausstattung, Vorbereitung und Durchführung der Geländearbeit, Wahl des Zeitpunkts und Festlegung des Untersuchungsgebietes einer floristischen Kartierung. Die Datenerhebung mithilfe von Kartierungsbögen, die Auswertung und Dokumentation werden ausführlich beschrieben. Des Weiteren sind die in Deutschland vorkommenden bekannten Kreuzungspartner von Raps, Weizen und Lein aufgeführt.


Herausgeber der Richtlinie VDI 4330 Blatt 10 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) –  Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten" ist die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (TLS). Die Richtlinie ist im Juli 2018 als Gründruck erschienen und ersetzt die Ausgabe vom Oktober 2011. Sie kann ab sofort zum Preis von EUR 54,80 beim Beuth Verlag in Berlin unter +49 30 2601-2260 bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 % Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de möglich. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (tls@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 30.09.2018. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:

Dr.-Ing. Uwe Delfs
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences TLS
Tel:  +49 211 6214-521
Fax: +49 211 6214-97521
E-Mail: delfs@vdi.de 

 

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