Direkt zum InhaltDirekt zum Formular
Bild: Harald Langguth
Unterzeichnen den Kooperationsvertrag - Schulleiter der Humboldtschule Hannover Christian Steinert und Uwe Groth vom VDI

Bundesweit einmalig: VDI-JeT-Kompetenzzentrum

„Robotik trifft Handwerk“ an der Humboldtschule    

Hannover.  Das Gymnasium Humboldtschule Hannover und der VDI-Bezirksverein Hannover haben am 12. März einen Kooperationsvertrag für das neue Projekt „Robotik trifft Handwerk“ unterzeichnet. Es ist Teil des neuen VDI-JeT-Kompetenzzentrums an der Humboldtschule, das ebenfalls eingeweiht wurde. JeT steht für „Jugend entdeckt Technik“. Ziel für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an der dauerhaften Projekt AG unter Leitung von Studiendirektor Bastian Eickelmann ist es, einen Roboter zu bauen, der Wände für Kabelkanäle aufschlitzen kann. Dazu gibt es mit Mathias Otto, Geschäftsführer der Firma riera Elektrotechnik, einen ersten Kooperationspartner auf Unternehmensseite, der genau diese Technik benötigt.
„Das Projekt ist bundesweit einmalig. Theorie und Praxis gehen an einem Gymnasium Hand in Hand“, erläutert Projektinitiator Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins Hannover. Er unterzeichnete gemeinsam mit Schulleiter Christian Steinert den Kooperations-Vertrag. Mit im Boot ist auch die nahegelegene Hochschule Hannover mit dem Hochschulbereich Robotik und ihrer MINT-Kontaktstelle.


Projektplanung seit fast einem Jahr

„Gemeinsam mit den VDI und dem Handwerksunternehmen riera Elektrotechnik aus der Region planen wir seit fast einem Jahr dieses Projekt. Es ist Anfang Februar als Arbeitsgemeinschaft mit 20 interessierten Schülern und Schülerinnen gestartet. Dabei sind diese nicht nur an Programmierung interessierte Lernende der Humboldtschule, sondern auch Tüftler und kreative Köpfe. Gemeinsam wollen wir neben Einblicken ins Handwerk auch moderne Lösungen für Tätigkeiten im Handwerk entwickeln.“ Das sagt Bastian Eickelmann, Studiendirektor, Mathematik- und Erdkundelehrer an der Humboldtschule Hannover. Er ist zusammen mit Studiendirekor i.R. Claus-Hinrich Schöder Projektleiter von ‚Robotik trifft Handwerk‘.

Die Teilnehmenden kommen aus den Jahrgängen 5 bis 11 und haben unterschiedliche bis keine Erfahrungen im Umgang mit Robotik, aber eben viel Interesse. Aus diesem Grund arbeiten Lehrer und Schüler gerade zielorientiert an einem gemeinsamen Grundverständnis. Dazu dienen aktuell die Legoroboter der Humboldtschule, um an ihnen das autonome Zusammenspiel von Sensoren und Motoren zu entwickeln. Den ersten Teams gelingt es, nach drei Treffen einen Roboter autonom entlang einer Linie fahren zu lassen oder ein Blatt Papier zu umfahren. „In etwa 1,5 Jahren hoffen wir dann, dass ein Robotermodell an der Wand arbeiten kann. Hierzu sind noch viele Teilaufgaben kreativ zu lösen, die Freiheit und unterschiedliche Erfahrung benötigen“, weiß Bastian Eickelmann.  Aus diesem Grund ist das Projekt als Arbeitsgemeinschaft für unterschiedliche Altersgruppen angelegt, um ohne äußere Zwänge wie Curricula und Zensuren die Lernenden zu begleiten und am gemeinsamen Ziel zu arbeiten. „Herr Schröder und ich verstehen uns dabei als Berater und lernen auch selbst. Wir geben nur die Leitlinie, unser Ziel, vor: „Da ist die Wand – da muss der Roboter dran und hoch.“


VDI finanziert Projektmaterialien in Höhe von 8.000 Euro

Bastian Eickelmann und Claus-Hinrich Schröder werden bei der AG neben dem VDI und dem Handwerksunternehmen auch von der Hochschule Hannover unterstützt. Die Projekt-Materialien in Höhe von 8.000 Euro finanzierte der VDI. „Wir gehen auch auf Baustellen und Messen mit den Schülern, um sie mit Beispielen aus der Praxis aufzuschlauen“, berichtet Projektleiter Eickelmann weiter. Ihm ist keine Schule bekannt, die so ein Projekt an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Gymnasium macht. „Da sind wir als Projekt ein Novum“.

Auch Christian Steinert, Schulleiter des Gymnasiums Humboldtschule, steht voll hinter dem Projekt und sieht darin gleich mehrere Vorteile: „Die Humboldtschule versteht sich als breit aufgestelltes Gymnasium. Daher gehört es selbstverständlich zu unserem Bildungsauftrag, nicht nur auf ein Hochschulstudium vorzubereiten, sondern jungen Menschen auch praktische Einblicke in die Arbeit von Handwerk und Unternehmen zu ermöglichen. Dies geschieht nicht nur im Sinne der Berufsorientierung und damit im Unterricht und in Form von Praktika, sondern nunmehr auch durch die Kooperation mit dem VDI und dem Projekt Robotik trifft Handwerk.“

Mehr junge Menschen für das Handwerk und Ingenieurberufe begeistern

Einen anderen Ansatz verfolgt der Kooperationspartner VDI. „Mit dem VDI-Jet-Kompetenzzentrum Robotik trifft Handwerk wollen wir möglichst früh mehr junge Menschen über die Technik zum Anfassen für das Handwerk und Ingenieurberufe begeistern. Aus der Theorie in die Praxis ist dabei das Motto“, sagt Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins Hannover.
Er weiß: Das Ingenieurswesen zählt zu den am stärksten wachsenden Branchen in Deutschland. Es werden dringend Spezialisten in Energie- und Elektroberufen, in der Fahrzeugtechnik und im Bauingenieurwesen benötigt. Das Problem: In den kommenden Jahren gehen rund 45 Prozent der Ingenieurinnen und Ingenieure in den Ruhestand. 

„Wir haben bewusst die Firma riera Elektrotechnik als Kooperationspartner gewonnen und wünschen uns die Teilnahme weiterer Unternehmen aus diesen Branchen", informiert Uwe Groth.

Marcus Wiethölter
Nutzung einer Drohne für den Eigenbedarf

Multikopter – die modernen Multitalente für Jedermann

„Viele Jugendliche kaufen sich einen Multikopter ohne sich über die möglichen Gefahren die mit einem solchen Fluggerät verbunden sind bewußt zu sein. Dieser Artikel gibt umfassende Hinweise was alles zu bedenken ist“, so Prof. Dr. Uwe Groth, Vorstand VDI- BV Hannover und Mitglied im Fachausschuss für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAV).

Da hat man mal mehr, mal minder lang gespart und jetzt steht „Er“ oder „Sie“ endlich da. Das Tutorial vom Hersteller mit dem Sicherheits- und Einstellungen hat man mal angesehen aber das meiste auch Übersprungen – denn die ganzen Videos machen ja den Eindruck, dass dieser Drohnentyp, der vor einem steht – sicher und einfach zu fliegen ist. Stimmt ja auch ! bereits im Wohnzimmer hat man das erste Mal die Motoren angelassen – und das sah dann auch alles gut aus..... Darum gleich mal inden Garten oder die Anlage vor dem Haus....und dann auf zum ersten Rundflug...

Viele „Hobbypiloten“ verkennen allerdings hier, dass sie dank ausgefeilter bezahlbarer Technik auch zum Teilnehmer des allgemeinen Luftverkehrs geworden sind. Dabei gilt prinzipiell Eines: Die Sicherheit im Luftraum ist oberstes Gebot...und natürlich gibt es Rechte und Pflichten....Was ist nun für den Privatmann zu beachten und wo kann der sich verbindlich einlesen oder nachfragen ? - nicht abschließend – Homepage der Landesluftfahrtbehörde besuchen !!!

Ein Multikopter bis 250 Gramm maximale Abflugmasse wird, einfach gesagt, als Spielzeugklassifiziert. Darüber gilt für jeden Betreiber, seine Drohne mit einer sogenannten Halterplaketteauszustatten. Überschreitet der Multikopter das Abfluggewicht von 2 kg wird zusätzlich bereits auchfür den Privatmann ein Kenntnisnachweis gem. § 21e LuftVOseitens des Gesetzgebers eingefordert.Dieser kann beim DMFV oder DAEC (näheres auf deren Homepages) auch online inklusive Prüfungabgelegt werden. Fliegt man nun vom „Acker hinterm Dorf“ – benötigt man neben der Erlaubnis desEigentümers für Start und Landung auch eine Aufstiegserlaubnis (örtliches Luftamt), wenn die Drohneschwerer als 2 kg ist. Generell gilt: Drohnen von mehr als 250 Gramm Masse haben innerhalb derOrts- und Stadtgrenzen nichts zu suchen ! (Hier geht’s zum LuftA Niedersachsen mit vielen Infos undhier zum Luftfahrtbundesamt und zur EASA Poster/Flyer). Fliegt man auf einem zugelassenenModellflugplatz, muss man sich an den Flugleiter, zumindest an die Flugplatzordnung halten.

Parallel wird eine entsprechende Haftpflichtversicherung benötigt (ab 250 Gramm Abflugmasse).Diese frägt man bei seinem Versicherer an bzw. schließt sie über Anbieter wie DMO oder andereAnbieter ab.

Seit dem 01.10.2017 gibt es mit Einführung der ugs. Drohnenverordnung im Luftrecht folgendeRegelungen (hier geht’s zu weiteren Infos)

So gibt es generelle Flugverbotszonen wie An- und Abflugbereiche von Flughäfen bzw. näher als1,5 km Abstand zum Flugplatzzaun (nicht höher als 30 m über Grund), Krankenhäuser (Vorsicht !Rettungshubschrauber fliegen hier tief an und ab), Naturschutzgebiete, Näher als 100 m zuMenschenansammlungen, Industrieanlagen, Militärische Sicherheitsbereiche, Einrichtungen vonBundes- oder Landesbehörden, Einsatzorte von Rettungskräften oder der Polizei, Hauptverkehrswegewie Autobahnen und vielbefahrene Verkehrswege und wichtig ! Wohngebiete bzw. Grundstücke ohneausdrückliche Genehmigung des Eigentümers. Infos und Übersichten des BMVI hier auch und DFS hier.

Das Wichtigste steht jedoch nirgendwo geschrieben: Meldet Euch im Zweifelsfall auch schlichtweg beiden entsprechenden Stellen vor Ort und klärt einen beabsichtigten Flug einfach VOR Durchführungab. Dies gilt auch für die Persönlichkeitsrechte bzgl. Aufnahmen von Personen und Objekten. Außeran Modellflugplätzen mit Flugleitern, darf generell nicht höher als 100 m über Grund geflogen werden.Wer höher oder Nachts (dann mit Beleuchtung an der Drohne) fliegen möchte, kann dies beimzuständigen Luftamt beantragen.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum FPV-Fliegen (Race) / Fliegen per VideobrilleGrundsätzlich sind Drohnen und Copter unterhalb 5 kg auf Sichtweite des Bedieners zu fliegen. Flügemit einer Videobrille sind nur dann erlaubt, wenn das Fluggerät nicht schwerer als 250 g ist und diemaximale Flughöhe 30 m beträgt oder wenn eine zweite Person die Drohne in Sichtweite beobachtet

und den Bediener am Sender auf drohende Gefahren aufmerksam macht. In diesem Fall gilt das alsBetrieb in Sichtweite des Drohnensteuerers (Bedieners).

In diesem Sinn: Many happy landings.....!

Herr Handwerker
VDI-Bild: Schüler/Innen im Projekt VDI -JeT -Projekt „Robotik“

VDI - JeT - Robotik - ein starkes Team!

Gestützt durch engagierte Eltern und Lehrer findet an der Albert-Schweitzer-Schule Grundschule in Hannover praktischer und theoretischer Robotik - Unterricht statt. „Das Interesse der Schülerinnen und Schüler wurde geweckt, nachdem im Juni 2019 mit 20 Kindern des 3. Jahrgangs ein „Robotik“ Thementag nach dem Roberta Konzept des Fraunhofer Instituts IAIS durchgeführt wurde“, so Frau Eva Kalix, Ingenieurin und engagierte Mutter. Mit Hilfe von selbstgebauten Modellen, einer kindgerechten Software und praktischen Aufgabenstellungen können die Grundschüler/Innen Themen aus dem MINT-Bereich erforschen und mit Problemstellungen aus der Realität verknüpfen. Beim gemeinsamen Experimentieren und Problemlösen wird nicht nur das kritische Denken und die Kreativität gefördert, sondern auch Fähigkeiten wie Kommunikation und Zusammenarbeit trainiert.Projektziel ist es, im regulären Mathematikunterricht der Grundschule Inhalte des Lehrplans durch Robotik Aufgaben zu vermitteln.Um dieses Ziel zu ermöglichen, stattete der VDI - Düsseldorf die Schule mit finanziellen Mittel aus. Die Schule hat hiervon einen Klassensatz mit„Lego Mindstorm –Robotern“ erworben. „Um die Begeisterung für das Thema „Robotik“ zu erreichen, müssen wir möglichst frühzeitig ansetzen. Dieses ist hervorragend gelungen. DieBegeisterung der jungen zukünftigen „Ingenieurinnen und Ingenieure“ ist deutlich zu sehen“, so Prof. Uwe Groth, stellv. Vorsitzender des VDI-BV Hannover.

Hier noch ein paar kurze Zusatzinfos zum dramatisch verlaufenden Rennen am Stand der Hochschule Hannover in der IdeenArena 9:

Das Sieger-Team Los hannovas customs überzeugte die Jury durch seine gute Dokumentation des Autobaus, an dem die Elftklässler seit August 2018 tüftelten. Die technische Abnahme des Autos verlief bis auf einen fehlenden Stoßdämpfer gut. Das Auto ging zunächst bei einer Testfahrt in die Brüche. Dank Ersatzbodenplatte und schnellem Handeln der Schüler konnte das Elektrofahrzeug mit der neuen Platte die Jury auch im Energieeffizenz-Rennen überzeugen. Hierbei geht es darum, dass das Auto möglichst sparsam fährt und wenig Strom verbraucht. Im direkten Rennen gegen die anderen Teams wurden  Auto und Bodenplatte bei einem Frontalzusammenstoß wieder zerstört. Dank des Vorsprung in den anderen drei Kategorien siegte das Team der Schillerschule Hannover dennoch und holte insgesamt verdient den JeT-Challenge Cup. 

VDI/JeT beteiligt sich an Stratosphärenflug

Hoch hinaus ging es am 14.02.2019, an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen-Westerfeld: Um 10 Uhr startete vom Sportplatz eine von Schülern des 10. Jahrgangs konstruierte Ballonsonde etwa 40 Kilometer hoch bis in die Stratosphäre. Für zahlreiche naturwissenschaftliche Experimente war eine kältegeschützte Videokamera an Bord, ein Tracker zum Wiederauffinden der Sonde nach ihrer Landung und sogar eine kleine Büste des Namenspatrons der Schule, Carl Friedrich Gauß.

Die rund 1300 Gramm schwere Sonde mit ihrem Styroporgehäuse und Inhalt war etwa drei Stunden zwischen Start und Landung unterwegs und landete auf einem Feld bei Sangerhausen in Sachsen-Anhalt.

Über 1000 Schüler/Innen und Eltern sowie zahlreiche Hemminger Unternehmer/innen  beobachteten den geglückten Start. Mit rund 6 m pro Sekunde stieg der Ballon in die Höhe. 

31 Schüler/Innen der Klasse 10G 2 hatten die Konzeption von Größe, Form und Transportgut der Sonde definiert. Die Schüler/Innen testeten außerdem im Vorfeld des Fluges in einem Versuch auf dem Schulgelände, ob der Tracker zum Auffinden der Sonde nach ihrer Landung auf das dafür eingesetzte Smartphone metergenau abgestimmt ist.

„Das Projekt macht Naturwissenschaft erlebbar“, sagt KGS-Leiter Gregor Ceylan. Das „Klassenzimmer am Rande des Weltalls“ fördere interdisziplinäres Arbeiten der MINT-Fächer“. „Experimente im Weltall um die Themen Luftdruck und Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Radioaktivität und UV-Strahlung sowie Auswirkungen auf Sämereien, Krebseier, Hefebakterien und Flechten“ gehören dazu.

„Das VDI/JeT –Projekt zeigt wie aufregend es sein kann, „Technik“ in Ihren unter-schiedlichen Facetten anschaulich zu machen. „JeT-Jugend entdeckt Technik wird sich zukünftig verstärkt um das Thema „Fliegen“ kümmern“, so Dr. Uwe Groth, JeT - Gründer und Stellvertretender Vorsitzender VDI –BV Hannover.

Nach der erfolgreichen Bergung der Sonde werden die Schüler die Experimente auswerten und am Tag der offenen Tür am 08.03. mit einem Videofilm vom Flug der Ballonsonde vorstellen.

Gymnasiasten vom MDG Nienburg schicken Sonde ins Weltall

Mit einem Countdown kündigten die rund 1.200 Anwesenden das Ereignis an: Schüler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Nienburg (MDG) haben am 8. Dezember eine Sonde ins All geschickt. Ziel war es, neben dem Bau und Flug der Sonde, Daten und Fotos beim Flug in die Stratosphäre zu sammeln und auszuwerten.

32 Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, waren an dem Projekt beteiligt, das nicht nur den Bau der Sonde, sondern auch die Vermarktung und reibungslose Umsetzung des Projektes beinhaltete. Es wurden mehrere Gruppen gebildet: Sondenbau, Technik/Einladung, Marketing, Catering, Moderation, Sicherheit und Wetterbeobachtung. 

Vor dem Start erfolgten die finalen Checks an der Sonde. Rund 35 Kilometer hoch sollte der Wetterballon mit dem Messgerät steigen – bis in die Stratosphäre. Mit an Bord waren auch drei Kameras und der erste Nienburger Astronaut: Teddybär „Berry“.

 „3, 2, 1 - Start“ – Nachdem die Teammitglieder und Besucher runtergezählt hatten, ging es los. Nach dem Kommando stieg der Wetterballon rasant hoch und zog das selbstgebaute Gerät mit in die Höhe. Die jeweiligen Klassensprecher der anwesenden Schulklassen hielten Schilder hoch und bildeten so die Buchstaben MDG. Nun hieß es abwarten, wo die Sonde landen würde. 

Mit dem gelungenen Start endete der Weltraumtag des MDG noch nicht. Schüler und Gäste waren im Anschluss noch zu einer Expertenrunde eingeladen. Nach der Begrüßung ging es im Forum des Gymnasiums mit der Expertenrunde los, bei der rund 125 Gäste – auch aus anderen Schulen – anwesend waren.

Dr. Micha Gryschka von der Leibniz Universität in Hannover verdeutlichte den theoretischen Ansatz des Projektes. Dabei traf der Dozent der Meteorologie am Freitagmittag auch eine Vorhersage mit Bezug auf die aktuelle Wetterlage: „Nach meinen Berechnungen sollte die Sonde in der Nähe von Ludwigslust landen. Als nächstes gab es einen Projektmanagement-Vortrag von Dr. Uwe Groth, Unternehmensberater und Vorsitzender des VDI BV Hannover e.V. Er lobte die Schüler immer wieder, denn um so ein großes Projekt auf die Beine zu stellen, bedarf es einer ganzen Menge Organisation: „Ihr habt das so gut gemacht, ich würde euch direkt einstellen.“. 

Thomas Reiter berichtete den Schülerinnen und Schülern von seinem Werdegang, der europäischen Weltraumorganisation (ESA) und seinen zwei Raumflügen. Sein erster Raumflug war dann im Jahr 1995 zur Raumstation Mir. Im Juli 2006 startete Reiter seine Expedition zur ISS, wo er ein halbes Jahr arbeitete.

Per GPS meldete abschließend die zur Erde zurückgekehrte Sonde - diese war tatsächlich nicht weit vom bereits prognostizierten Landeort Ludwigslust gelandet. Das Signal kam aus der Nähe des niedersächsischen Ortes Trebel. Die Hoffnung war groß, dass die von ihnen selbst zusammengebaute Sonde am Ende viele Daten – Luftdruck und Temperatur und Fotos beim Flug in die Stratosphäre sammeln würde. 

Weitere Informationen: www.jet-online.net  

Bild: VDI
Technikevent „Technik verbindet“ im November der Wissenschaft

Wenn Badeanzüge leuchten – Schüler präsentierten spannende Technikprojekte

Technikevent „Technik verbindet“ im November der Wissenschaft – rund 30 Schülergruppen stellten aus

Von lila zu weiß - kann ein Badeanzug durch Farbwechsel anzeigen, wann er wieder trocken ist? Kann man mit einem imprägnierten Badeanzug schneller schwimmen? Und kann ein Badeanzug im Dunkeln leuchten? Zu diesen Fragen haben sich 16 Schülerinnen der IGS Linden spannende Mitmachexperimente ausgedacht, die sie auf der Technik-Messe „Technik verbindet“ präsentiert haben. Dazu hängen sie Mini-Badeanzug-Modelle auf eine Wäscheleine und trocknen sie per Föhn. Tatsächlich wechselt der Badeanzug die Farbe. Das Geheimnis ist die Beschichtung des Stoffes mit thermochromer Farbe, die auf Temperaturwechsel reagiert. Projektleiterin Juliane Schäfer ist Lehrerin für Mathematik und Naturwissenschaften an der IGS Linden und freut sich, dass ihre Schülerinnen so eifrig bei der Sache sind. „Normalerweise sind es die Jungen, die sich in Technik AGs eher mit ihren Ideen durchsetzen“, hat sie beobachtet. „Bei uns sind die Mädchen unter sich und können selbst bestimmen, forschen und erfinden – das ist toll zu sehen.“ 

Die Schülerinnen der IGS Linden gehörten zu den etwa 30 Ausstellern von „Technik verbindet“ im Lichthof der Leibniz Universität. Die Veranstaltung fand bereits zum neunten Mal statt. An zwei Tagen bestaunten mehr als 1.200 Schüler als Besucher die vorgeführten Projekte ihrer Altersgenossen. 

Veranstaltet wird die „Technik verbindet“ alle zwei Jahre vom Arbeitskreis „Lust auf Technik“, der sich zusammensetzt aus dem VDI-Landesverband Niedersachsen, der Stiftung NiedersachsenMetall, der Ingenieurkammer Niedersachsen, dem VDE und dem ZVEI. „Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Schülerinnen und Schüler unserer Einladung gefolgt sind und es den Besuchern offensichtlich Spaß gemacht hat, hier zu sein“, resümiert Dr. Uwe Groth, Landesvorsitzender des VDI für den Arbeitskreis „Lust auf Technik“. 

Auch die Wirtschaft ist von der Technikmesse überzeugt. „Derartige Projekte tragen dazu bei, den Nachwuchs in den gewerblich-technischen Berufen sicherzustellen“, sagt Olaf Brandes von der Stiftung NiedersachsenMetall. „Wer sich bereits in der Schule mit Naturwissenschaften und Technik auseinandergesetzt hat, entscheidet sich auch eher für einen Beruf in der Branche.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.technikverbindet.de  

Ansprechpartner:

Verein Deutscher Ingenieure (VDI )

Dr. Uwe Groth, Dipl.-Ing. Insa Hanebuth

Hanomagstraße 12 | 30449 Hannover
Tel.: 0511 169 799 - 33 | Fax: 0511 169 799 - 31
hanebuth@lv-niedersachsen.vdi.de

Stiftung NiedersachsenMetall 

Barbara Schneider

Lister Damm 2 | 30163 Hannover
Tel.: 0511 961 6742 | Fax: 0511 961 6720
barbara.schneider@bnw.de

Launch der Plattform ingenieurregion.de

Junge Menschen für einen Beruf im Ingenieurbereich zu begeistern und Fachkräfte für die Region zu sichern – das ist die Mission von ingenieurregion.de. Am 31. März 2020 geht die interaktive Plattform live. Sie ist das Herzstück eines Gemeinschaftsprojekts der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften mit den Bezirksvereinen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) Braunschweig und Hannover. Das Projekt wird gefördert durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Unterstützt wird es durch die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg sowie über 20 regionale Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Authentische Einblicke in den Alltag von (werdenden) Ingenieur*innen

Die Plattform bietet spannende und authentische Einblicke in verschiedenste Projekte der Ingenieurregion: Schüler*innen zeigen begeistert Einsatz in einem Wettbewerb zur E-Mobilität, u.a. mit dem von der Agentur für Arbeit und der Region Hannover unterstützten Projekt JeT - Challenge - Cup, MINT-Studierende berichten von ihrem Alltag abseits von Klausuren und Vorlesungen, VDI-Mitglieder nehmen die Besucher*innen der Website in einem Motorflugzeug mit auf 1.200 Meter Höhe und erzählen enthusiastisch von ihrem ehrenamtlichen Engagement – natürlich digital. Deutlich wird, dass das Ingenieurwesen unheimlich vielfältig ist. Es verbirgt sich mehr dahinter als die Stereotypen, die viele im Kopf haben.

Projektleiter und Vizepräsident der Ostfalia, Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, meint: „Um junge Menschen für den Ingenieurberuf und die digitalen Technologien zu interessieren, müssen wir sie in ihrer Gemeinschaft und ihren Formaten abholen. Unter dem Motto ‚Ingenieur*in werden und sein‘, ist es dem Projektteam gelungen, eine genau passende interaktive Plattform aus Webpräsenz und Social-Media-Kanälen zu starten.“

„Endlich eine Plattform in der insbesondere junge Menschen ihre Zukunft digital aktiv mitgestalten können“, so Prof. Dr. Uwe Groth, VDI -Vorstand in Hannover und Mitglied im Kernteam.

Entspannt in Kontakt treten – auch in den sozialen Medien

Neben redaktionellen Inhalten bietet ingenieurregion.de die Möglichkeit, direkt mit Profis der Region in Kontakt zu treten. In sogenannten Guru Profilen stellen sich (werdende) Ingenieur*innen vor und stehen für Fragen über ein integriertes Kontaktformular zur Verfügung.

Auf den Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook, Twitter und YouTube wird bereits seit Mitte Februar regelmäßig gepostet, geliked, abonniert und getweeted. Es lassen sich sowohl spannende Live Stories als auch informative Beiträge finden, um junge Menschen für die Plattform zu begeistern und eine größere Reichweite zu erzielen.

Auch nach dem Go-live wird ingenieurregion.de weiterentwickelt, verändert sich, wird optimiert und ergänzt – nicht nur vom Projektteam der Ostfalia und dem VDI, sondern auch durch das aktive Mitwirken vieler weiterer Menschen aus der Metropolregion!

Worauf warten Sie noch? Schauen Sie vorbei unter www.ingenieurregion.de!

Ansprechpartner für Hannover: Prof. Dr. Uwe Groth,drgroth57@web.de, Handy:01725427279

Ansprechpartner Zukunfspiloten, Bereich Jugend und Technik allgemein

Dr. rer. pol. Uwe Groth

Vorsitzender

Unsere Veranstaltungen