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"Hier ist Technik im Spiel"

Willkommen beim VDIni-Club Rheingau!

Der Kontakt zur Technik wird auf verschiedene Art und Weise hergestellt. Als besonders wirksam hat sich das Konzept zur technischen Frühförderung in Kindergärten und Schulen auf herausgestellt. Hierzu werden nach entsprechender Schulung der Erzieherinnen und mit Unterstützung engagierter VDI-Mitglieder in kleinen Gruppen Experimente, zum Beispiel aus der Elektrotechnik, durchgeführt. Die Kinder dürfen dabei geeignete Bauelemente zusammenschalten und können danach erleben, wie sich etwas bewegt oder leuchtet, was sie selbst aufgebaut haben. Die Inhalte der Experimente und Spiele berücksichtigen das Alter und die unterschiedlichen Lernweisen der Kinder und stellen für diese motivierende Erlebnisse dar. Bei Ausflügen zu technischen Museen oder zu produzierenden Firmen sehen die Kinder die reale Technik und erfahren die Gemeinschaft eines Clubs.

Aller Anfang ist schwer

10 Jahre Blockhäuser in den Weilbacher Kiesgruben

Im Jahr 2007 wurde Wolfgang Truss, damaliger Vorsitzender unseres BV, zur Hauptgeschäftsstelle in Düsseldorf eingeladen, um zu besprechen, ob Kinder/Jugendliche in den VDI aufgenommen werden sollten. Sofort begeistert gründete er in unserem Bezirksverein den bundesweit ersten VDIni Club. Nachdem sich die ersten Kinder/Schüler als Mitglied bei uns gemeldet hatten, wollte er eine Möglichkeit schaffen, diese mit Experimenten für Technik zu begeistern. So entstand 2010 die Idee, eigene Holzhäuser für Experimente zu errichten. Nach Gesprächen mit dem Landrat des Main-Taunus-Kreises und dem Naturschutzhaus der Weilbacher Kiesgruben, fand man Plätze dafür.

Im Juni 2015 war es soweit, die Planungen und Vorbereitungen waren abgeschlossen und ein LKW lieferte die Bausätze der Blockhäuser vor Ort in die Weilbacher Kiesgruben an.

Die Mannschaft für das große Projekt bestand aus Gottfried Gunsam, Claus Meyer, Günter Sachs, Frieder Schnaith, Manfred Schneider und Wolfgang Truss. Über einige Wochen war nun Einsatz gefordert, auch wenn das Thermometer mittags über die 30°C Marke kletterte.

Zuerst mußte noch die Basis für die Häuser erstellt werden. Ein selbst gefertigter Rahmen wurde mit Stahlankern in den Boden einbetoniert. Das Graben der Fundamentlöcher mit Spaten und Erdbohrer war eine strapaziöse Herausforderung.

Nachdem die Aufstellfläche geebnet und der Beton ausgehärtet war, konnte mit dem Aufbau gestartet werden. Die Bausätze der Blockhäuser waren von guter Qualität, sodass fast keine Nacharbeit an den Teilen notwendig war. Nachdem die unterste Reihe der Wandbretter auf dem Basisrahmen befestigt war, mußten nun die weiteren Bretter aufgesteckt werden. Dazu hatten wir auch eine Schulklasse angeheuert, um sie zur Abwechslung zum Schulunterricht mit handwerklicher Arbeit vertraut zu machen. Bald konnte das Gebälk errichtet und damit ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen werden.

Das Richtfest Haus 1 wurde am 14. Juli 2015 begangen; traditionell mit einem bunt geschmückten Birkenbäumchen am Giebel.

Auch der Bau des Hauses 2 ging zügig voran, so konnten man schon eine Woche später die beiden Blockhäuser fix und fertig mit regenfestem Dach mit Dachpappe und Schindelauflage aus rötlicher gesandeter Teerpappe bestaunen. Etwas später erfolgte der Anstrich in skandinavienrot und grau abgesetzten Eckverbindungen.

Mit dem Rohbau der beiden Blockhäuser waren die Aktivitäten noch lange nicht abgeschlossen, denn es soll eine Einheit entstehen, die unseren VDIni/ZP Kindern „Technik zum Anfassen“ bietet. Es folgte der Aufbau eines Windrads, einer Fotovoltaik Anlage, einer Sonnenuhr, eines künstlichen Bachlaufs (kombinierbar mit einem Hochbehälter und Wasserrad), einer Zisterne zum Sammeln des Regenwassers und einer Wetterstation.

In den Sommermonaten finden monatlich an den VDIni/ZP Blockhäusern Veranstaltungen und Workshops mit Schulklassen statt, um in freier Natur Technik zu erleben.

Wolfgang Truss / Manfred Schneider

Jahresabschluss VDIni Team

Das VDIni Team war auch im Jahr 2024 wieder vielseitig aktiv. Neben den regelmäßigen Unterstützungen in Kitas und Schulen bei technischen Aktivitäten war wieder die Großveranstaltung "Experimentiertag" ein Höhepunkt des Jahresprogramms.

Als kleines Dankeschön für das zeitintensive Engagement der ehrenamtlichen Helfer spendierte der Bezirksverein ein geselliges Beisammensein mit Ehepartnern in einer gemütlichen Weinstube in Hochheim. Bei lockerer Atmosphäre entwickelten sich angeregte Gespräche und Erfahrungen wurden ausgetauscht.

Foto: H. Engelter

Experimentiertag 2025

Der Rheingau-Bezirksverein veranstaltete am 6. September zusammen mit der Stadt Flörsheim den 13. Experimentiertag für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren in der Stadthalle.
„Mach was mit Technik! “ ist das Motto der alljährlichen Veranstaltung mit anschaulischen Experimenten aus Naturwissenschaft und Technik. Viele Schulen und Kitas innerhalb der Region nutzen das ganzjährige Angebot, von den ehrenamtlichen Mitarbeitern kostenlos Unterricht und AG´s in Technik zu erhalten und nahmen die Einladung zu dieser Veranstaltung gerne an.

Einzelheiten können Sie dem Regional-Magazin 4/2025 entnehmen

Kinderuni - Hochschule Geisenheim

KINDERUNI: Die Mega-Batterie

Wie wir die Energie unserer Sonne nutzen können.

Woraus besteht eine Solarzelle? Und warum kann man damit Strom erzeugen? Die Antworten auf diese Fragen lernten knapp 20 Schülerinnen und Schüler zwischen 9-13 Jahren am 29. Juni 2023 in der KINDERUNI zum Thema Solarenergie. Nach einem kleinen Exkurs zu sich bewegenden Elektronen durften die Kinder selbst experimentieren. Die Kollegen des VDI hatten mehrere Solarkoffer dabei, so dass die Kinder zu zweit oder zu dritt Verbindungen stecken, Töne erzeugen und die Unterschiede zwischen einer Parallel- und einer Serienschaltung entdecken konnten. Gerade die kleineren Kinder fanden es aber auch unheimlich spannend anhand eines Strommessers zu schauen, wo sie mit einer kleinen Solarzelle am meisten Strom erzeugen können: im Hörsaal, am Fenster oder doch draußen?

Zum Schluss der Veranstaltung waren Kinder wie Eltern dazu eingeladen, sich das Thema Solarenergie direkt im Weinbau anzuschauen. Die Hochschule Geisenheim hat im vergangenen Jahr den ersten Solarweinberg Deutschlands gebaut: hier steht eine Photovoltaikanlage über den Reben. Neben der Energiegewinnung, die zum Beispiel für autonom fahrende Hackroboter im Weinberg genutzt wird, werden in der Anlage auch weinbauliche Fragen untersucht: zum Beispiel ob die Agri-Photovoltaik eine Anpassungsstrategie des Weinbaus an den Klimawandel sein kann oder ob die Reben in der Anlage besser vor Spätfrost und Sonnenbrand geschützt sind.

Die Hochschule Geisenheim hat die KINDERUNI im Rahmen ihres Jubiläumsjahres anlässlich des 150-jährigen Bestehens gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Rheingau ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kinder für Natur- und Ingenieurwissenschaften zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass Wissenschaft spannend und Teil des Alltags ist. Die KINDERUNI findet alle zwei Monate statt. Bisher ging es in den Vorlesungen bereits ums Energiesparen, CO2-Kreisläufe, DNA und Insekten. Die nächste KINDERUNI findet nach der Sommerpause Ende September zum Thema Geschmackssinn und Sensorik statt. Die Termine werden auf dieser Seite angekündigt:

https://www.hs-geisenheim.de/index.php?id=2758&no_cache=1

Den Film über den Solarweinberg gibt es hier zu sehen: https://youtu.be/riewQZ7c_k0

Arbeitskreisleiter VDIni-Club Rheingau

Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Truss

Geschäftsstelle Flörsheim

Ansprechpartner VDIni-Club Rheingau

Dipl.-Ing. (FH) Manfred Schneider

Ingelheim

Ansprechpartner VDIni-Club Rheingau

Dipl.-Ing. Gerd Munder

Wiesbaden