
Technikgeschichte
VDI-Technikgeschichte beleuchtet technische Entwicklungen, Innovationen und deren gesellschaftliche Bedeutung – fundierte Einordnung für Ingenieur*innen.
Jetzt bewerben: Conrad-Matschoß-Preis 2027
Gerade gestartet: Die Ausschreibung für den Conrad-Matschoß-Preises 2026/2027. Der Preis zielt darauf, die historische Analyse und Darstellung von Technik, Industrie und Ingenieurwesen zu fördern, deren historische Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt zu verstehen und solche technikhistorischen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu erschließen.
Alle zwei Jahre würdigt der VDI herausragende technikhistorische Arbeiten mit diesem Preis. Dieser ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert und prämiert mit je 2.000 Euro Preisgeld zwei Ausrichtungen: die populärwissenschaftliche Vermittlung von Technikgeschichte sowie die fachwissenschaftliche Erarbeitung neuer Erkenntnisse.
Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Eigenbewerbungen oder Vorschläge bis zum 1. September 2026 vollständig einreichen.
VDI fördert Technikgeschichte
Ingenieurinnen und Ingenieure blicken üblicherweise in die Zukunft. Weshalb braucht es dann Technikgeschichte? Für Ingenieure und Ingenieurinnen wie für alle Berufstätigen ist es außerordentlich wichtig, ihr Fachgebiet einmal „im Rückspiegel" zu betrachten. Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen, technische Errungenschaften nicht vergessen: Das sind Ansprüche aus Sicht des VDI im Themenfeld Technikgeschichte.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für Technikgeschichte gibt der VDI die Zeitschrift „Technikgeschichte“ heraus.
Technikgeschichte nimmt in der Wissenschaft eine Sonderstellung ein: Sie ist ein interdisziplinäres Brückenfach zwischen den Geistes- und Kulturwissenschaften auf der einen sowie den Ingenieur- und Naturwissenschaften auf der anderen Seite. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Technikgeschichte als Disziplin der Wissenschaft an Technischen Hochschulen und Universitäten und beschäftigt sich mit der historischen Analyse technischer Innovationen im Zusammenspiel mit Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Technikgeschichte erklärt, warum bestimmte technische Wege beschritten wurden und eröffnet so auch Möglichkeitskorridore für die Technik von morgen – dafür setzt sich der VDI ein!
Projekt „Zukunft braucht Herkunft"
Die Geschichte des VDI zeigt, wie technologische Innovationen, gesellschaftliche Herausforderungen und organisatorische Anpassungen zu einem nachhaltigen Wandel führen. Mit der Initiative „Zukunft braucht Herkunft“ wird nicht nur die Vergangenheit dokumentiert, sondern auch die Rolle des VDI als dauerhafter Mitgestalter von Technik und Gesellschaft sichtbar gemacht.
Ziele des Projekts:
- Historische Lücken schließen: Aufarbeitung der Vereinsgeschichte seit den 1970er-Jahren.
- Selbstverständnis festigen: Verständnis der eigenen Identität und Rolle in der Technikentwicklung.
- Öffentliche Wahrnehmung stärken: Darstellung des VDI als dauerhafter Mitgestalter von Technik und Gesellschaft.
- Mitglieder einbinden: Transparenz schaffen und Mitglieder über das Erreichte informieren.
Hier geht es zur Projektseite Zukunft braucht Herkunft
Die Arbeitskreise in den VDI-Bezirksvereinen
Technikgeschichte vor Ort
Technikgeschichte vor Ort und spannende Veranstaltungen: Dies findet in den regionalen Arbeitskreisen statt, die von zahlreichen Bezirksvereinen eingerichtet wurden. In diesem Rahmen finden sich Interessierte zusammen, besichtigen technikhistorische Bau- und Industriedenkmäler, halten Vorträge zu diversen technikhistorischen Themen. Bei ihren Jahrestreffen tauschen sich die Arbeitskreisleitungen regelmäßig aus.
Conrad-Matschoß-Preis des VDI für Technikgeschichte
Der Preis wurde 2007 gestiftet und wird alle zwei Jahre vom Interdisziplinären Gremium für Technikgeschichte (IGTG) im Rahmen der Technikgeschichtlichen Tagung des VDI als Auszeichnung verliehen. soll die technikhistorische Forschung und das Interesse der Öffentlichkeit für die Technikgeschichte fördern. Die Dotierung beträgt 4.000 Euro und prämiert mit je 2.000 Euro Preisgeld zwei Ausrichtungen: die populärwissenschaftliche Vermittlung sowie die fachwissenschaftliche Erarbeitung neuer Erkenntnisse. Er würdigt deutschsprachige Beiträge zur Technikgeschichte, welche in Druckmedien, bildgebenden Medien oder im Hörfunk veröffentlicht wurden und seit der letzten Preisverleihung entstanden sind. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils eine Urkunde, den Geldpreis und eine Skulptur.
Preisträgerinnen und Preisträger des Conrad-Matschoß-Preises
Alwin Cubasch erhielt den Preis für sein Buch „Zu Gast im Automaten. Gastrotechnik im Berlin der Jahrhundertwende“, in dem er den Aufstieg und den Niedergang von Automatenrestaurants, ausgehend vom Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet.
Jonas Schädler erhielt den Preis ebenfalls für ein Buch: „Der Stromzähler. Elektrische Energie als Konsumgut, 1880–1950“. Darin verdeutlichte er, wie am Ende des 19. Jahrhunderts der Verkauf des neuen Produktes Strom geregelt wurde und wie sich durch geschickte Expansionspolitik ein kleines schweizerisches Unternehmen zum Weltmarktführer entwickelte.
Timothy Moss und Pauline Münch: Digitale Tour der Infrastrukturgeschichte Berlins, 1920-2020
Michael Homberg: Digitale Unabhängigkeit. Indien und der Computer. Eine internationale Geschichte, 1947-2020
Daniela Mysliwietz-Fleiß: Die Fabrik als touristische Attraktion
Anke Woschech: Ingenieure auf der Leinwand
Thomas Schuetz: Die Leinenwarenherstellung im Königreich Württemberg
Peter Payer: Auf und Ab – Eine Kulturgeschichte des Aufzugs in Wien
Christian Zumbrägel: Viele Wenige machen ein Viel – Eine Kleingeschichte der Wasserkraft im 19. und 20. Jahrhundert
Marcel Hänggi: Fortschrittsgeschichten – Für einen guten Umgang mit Technik
Anke Hertling: Eroberung der Männerdomäne Automobil
Dr. Catarina Caetano da Rosa: Operationsroboter in Aktion. Kontroverse Innovationen in der Medizintechnik
Dr. Marcus Popplow: Technik im Mittelalter
Ralf Krauter: Als der Welt ein Licht aufging-50 Jahre Laser-Geschichte
Dr. Sonja Petersen: Vom „Schwachstarktastenkasten“ und seinen Fabrikanten
Frederike Müller und Lars Wendt: Der Architekt Antoni Gaudi - Mythos und Wirklichkeit
Veranstaltungen zur Technikgeschichte
News

Die bewegte Reise des VDI-Denkmals zwischen 1931 und heute

Tschernobyl 1986 und die Folgen für den VDI

Frauen im VDI: Zwischen „leistungsfähigem Anderssein“ und allgemeiner Akzeptanz

Zeitschrift für Technikgeschichte
TECHNIKGESCHICHTE ist die deutschsprachige Fachzeitschrift für technikhistorische Forschung, herausgegeben von der gtg (Gesellschaft für Technikgeschichte) und dem VDI.
Im Jahr 1909 als „Jahrbuch Technikgeschichte“ begründet, ist die Zeitschrift heute das traditionsreichste deutsche Fachperiodikum, das sich dem gesamten Fachgebiet der Technikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart widmet.
TECHNIKGESCHICHTE veröffentlicht Originalbeiträge über die geschichtliche Entwicklung der Technik in ihren wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.
Mehr Informationen unter: www.tg.nomos.de
Interessante Links
Ihr Ansprechpartner

Dr.-Ing. Christoph Sager M. Techn.
- +49 211 6214-404
- technikgeschichte@vdi.de

