Direkt zum Inhalt

Arbeitskreis „Produktion und Logistik“ stellt sich vor

Die Gestaltung einer digitalen Produktion ist zur Aufgabe vieler Produktionsbetriebe geworden. Welche Auswirkungen und Vorteile die Digitalisierung in Unternehmen bringt, damit beschäftigen sich Ingenieure des Arbeitskreises Produktion und Logistik des Mittelrheinischen Bezirksvereins im VDI e.V.  Ein Ziel der Digitalisierung ist die Einsparung von Ressourcen. Dies ist aber nicht immer einfach umzusetzen und ein Austausch mit anderen Unternehmen oder Lehreinrichtungen kann hilfreich sein.

Eine der Aufgaben des VDIs und damit des Arbeitskreises Produktion und Logistik ist es, eine Plattform zu schaffen auf der sich Verantwortliche aus den verschiedenen Produktionsbereichen informieren können um in ihren Projekten in den Unternehmen weiteren Input zu generieren. Dazu ist des Weiteren ein Austausch der Teilnehmer untereinander von großem Mehrwert.

Eine dieser Plattformen stellte die Ende März 2019 durchgeführte Vortragsveranstaltung dar, welche von VDI-Arbeitskreisleiter Torsten Buchstäber M.Eng. gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Wincheringer und Prof. Dr. Leyendecker an der Hochschule Koblenz organisiert und von rund 90 Teilnehmern besucht wurde. Die Zuhörer konnten dabei einen Einblick in moderne Fabrik- und Produktionsplanungen gewinnen. 

Wenn Methoden wie "Smart Factory" und "Lean Management" an ihre Grenzen stoßen, weil die Komplexität der Fertigungsprozesse zugenommen hat, dann bietet die Digitalisierung komfortable Möglichkeiten, Zusammenhänge zu analysieren und neue Wege zu entwickeln. 

Herr Buchstäber zeigte am Beispiel einer Blechfertigung, dass sich mit einer digital unterstützten Planung nicht nur benötigter Platz in der Produktionshalle, sondern vor allem die Transportstrecken innerhalb der Fabrik verringern lassen. "Jährlich können 1000 km an Transportstrecken in der Halle eingespart werden, was einer Reduzierung von 45 % entspricht", so Buchstäber. Möglich sind solche Ergebnisse durch eine virtuelle Darstellung und Simulation des Produktionsablaufs, bevor die reale Umsetzung erfolgt.

Neben Kurzvorträgen von Studenten, stellte Herr Prof. Dr. Wincheringer das "Digitale Produktions-labor" vor, in dem er sich seit Jahren mit der Optimierung von Produktionsprozessen beschäftigt und Lösungen für die betriebliche Praxis bietet. Ebenso erläuterte Prof. Dr. Leyendecker zusammen mit Patrick Pötters, wie mithilfe der "Modellfabrik" Geschäfts- und Produktionsabläufe simuliert und reflektiert werden können, um so die gesamte Wertschöpfungskette zu verbessern. 

Am Schluss hatten die Teilnehmer Zeit, die Digitalisierung in der Produktion zu diskutieren
und sich darüber auszutauschen, welche bedeutende Rolle der Mensch in diesem neuen Prozess einnimmt.

Wenn wir Ihr Interesse am Arbeitskreis „Produktion und Logistik“ ein wenig wecken konnten, freut uns dies sehr und Herr Torsten Buchstäber steht Ihnen für weiterführende Informationen sehr gerne zur Verfügung (E-Mail: buchstaeber.torsten@vdi.de).