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Dr.-Ing. Lea König - Leitung Arbeitskreis Frauen

Im Blick auf die Statistiken zeigt sich selbst im Jahr 2020, dass Ingenieursberufe immer noch männlich dominiert sind und dies auch noch einige Zeit so bleiben wird. Nur 23% der eingeschriebenen Student*Innen eines Ingenieursstudiengangs im Wintersemester 2017/2018 waren weiblich. Neben der Diversität am Campus wirkt sich dies jedoch auch stark auf Neuentwicklungen und das tägliche Leben von Frauen auf. Durch die Mehrzahl an männlichen Entwicklern wird häufig schlichtweg vergessen, dass Frauen andere Ansprüche an ein Produkt haben als Männer. Und nein, ich rede jetzt nicht davon, dass ein Produkt auch in pink erhältlich ist. Frauen tauchen in den Statistiken weniger bis gar nicht auf und die Bedürfnisse werden weniger beachtet. So kann es dann auch vorkommen, das Siri, Alexa oder das Navigationssystem Anweisungen von Frauen nicht versteht und tiefer gesprochen werden muss, da dies mehr den Stimmen gleicht, auf die das System trainiert wurde, männlichen Stimmen.

Die Arbeitsgruppe Frauen in Ingenieursberufen setzt genau hier an. Durch das Netzwerk soll Frauen die Möglichkeit geboten werden, sich auszutauschen, Rat einzuholen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu stärken und so zu einer diverseren Entwicklungslandschaft führen. Austauschthemen könnten sein:

  • Privates wie Vereinbarkeit von Kindern und Beruf

  • Nächste Karriereschritte: Wie gehe ich eine Beförderung an? Ist mein Anschreiben gut?

  • Gehaltsverhandlung. Was bin ich und meine Arbeit wert?

Zudem soll die Möglichkeit geboten werden, Kontakte zu anderen Frauen zu knüpfen, ihre spannenden Lebensgeschichten zu hören und sich inspirieren lassen und sich gegenseitig zu empowern, sodass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Zum Jahreswechsel wird die Leitung von Martina Becker an mich, Dr.-Ing. Lea König übergeben. Nach meinem Diplom in Biotechnologie und meinem Master in Bio-und Umweltverfahrenstechnik habe ich während meiner Doktorarbeit an der Universität Stuttgart ein biotechnologisches Verfahren adaptiert und auf die Trennung von Seltenen Erden übertragen. Seit mehr als drei Jahren arbeite ich nun beim DECHEMA e.V. als Projektmanagerin und betreue dort neben der Projektarbeit im Bereich Bioökonomie verschiedene Gremien, u.a. in Kooperation mit einer Kollegin das Managerinnen-Netzwerk des VBUs (Vereinigung biotechnologischer Unternehmen). In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn habe ich kennenlernen dürften, wie stark Netzwerke von Frauen sein können, wie motivierend es ist, Frauen mit ihrem individuellen Weg kennen zu lernen und wie inspirierend ihre Geschichten sein können. Diesen tollen Erfahrungen würde ich auch gerne in das VDI Netzwerk mit einbringen und freue mich schon sehr auf das kommende Jahr.

Das Programm wird zu Ihrem eigenen Schutz zu Beginn digital stattfinden und das erste digitale Treffen wird ganz im Zeichen von gegenseitigem Kennenlernen stehen. Neben einer Vorstellung der Anwesenden und den Programmangeboten, die ich Ihnen anbieten möchte steht auch möchte ich auch gerne Ihre Erwartungen an das Netzwerk kennenlernen, sodass das Programm an Ihre Bedürfnisse und Wünsche angepasst werden kann. Bisher sind Stammtische zum Netzwerken angedacht sowie fachliche Vorträge als auch Softskilltrainings. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit, den Austausch und darauf Sie alle Kennenzulernen.

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