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Förderpreis-Verleihung des Vereins Deutscher Ingenieure in der Hochschule Offenburg an Nicolas Schandl aus Lahr-Friesenheim

Preisträger Nicolas Schandl (links) und Rainer Kätzlmeier VDI BV Schwarzwald Bildrechte: VDI BV Schwarzwald

Den Förderpreis in  Höhe von 1.500 EUR konnte Nikolas Schandl von Vorstandsmitglied Rainer Kätzlmeier vom Verein Deutscher Ingenieure im Rahmen einer Feierstunde in der Hochschule Offenburg entgegen nehmen.

Der Förderpreis beinhaltet auch eine 12-monatige kostenlose Mitgliedschaft im Verein Deutscher Ingenieure mit seinem weltweit reichenden Netzwerk, so Kätzlmeier in seiner Laudatio. Dabei können alle Vorteile des größten technisch-wissenschaftlichen Vereins mit rund 150.000 Mitgliedern genutzt werden.

Dem Förderpreis mit dem  besten Abschluss im Ingenieursstudiengang Master Mechanical Engineering liegt die Gesamtnote: 1,19 zugrunde.

Vor dem Master hatte Nicolas Schandl neben dem Bachelor of Engineering, den er mit einer  Durchschnittsnote von 1,4 abschloss,  zahlreiche praktische Erfahrungen in namhaftesten Firmen der Region gesammelt.

Dazu gehören die Tesa Werke, die Herrenknecht AG, die LMT Kieninger GmbH sowie die Seidel Display GmbH.

Thema der Master-Arbeit bei PORSCHE AG in Weissach war:

„Konstruktion und Erprobung eines universellen Getriebeentlüfters“

Die Arbeit umfasste die Entwicklungsschritte für ein neuartiges Entlüftungssystem für Fahrzeuggetriebe von der Ideenfindung bis hin zur Umsetzung.

Dabei waren die Ideenansätze durch Versuche abzusichern.

Folgendes Problem sollte gelöst werden: wird ein Getriebe in Bewegung gesetzt, kommt es zu Reibungsverlusten, welche zur Erwärmung des Aggregats führen.

Gleichzeitig beginnt sich die Luft im Inneren des Aggregats auszudehnen.

Dabei kommt es zum Stoffaustausch in beide Richtungen. Neben der ausströmenden bzw. einströmenden Luft kann Wasser und Schmutz in das Getriebe oder im anderen Fall Öl in die Umgebung gelangen.  Diesen Effekten wird durch unterschiedlichste Ansätze entgegengewirkt.

Die erarbeiteten Ansätze wurden durch Vorversuche auf deren Funktion untersucht und bei Porsche kontinuierlich optimiert.

Die abschließenden Prüfstands- und Fahrzeugversuche dienten als Grundlage für die Projektbewertung der entwickelten Lösung.

Das Endergebnis wurde als Lösungskatalog für die verschiedenen Anforderungen bzw. als Vorarbeit für ein serienreifes Bauteil angenommen.

Ein Teil des Lösungskonzeptes wurde erfolgreich im Fahrzeugversuch getestet und diente als Grundlage für die Anmeldung eines Patents.

Der Verein Deutscher Ingenieure wünscht Herrn Schandl mit diesem tollen Ergebnis alles Gute für die weitere Zukunft.