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Künstliche Intelligenz (KI)
Enquete-Kommission KI

Ihre Meinung zur künstlichen Intelligenz ist gefragt

Im Auftrag des Bundestags diskutiert eine Enquete-Kommission Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI). Bis zum 05. April bietet sich Bürger*innen sowie Expert*innen die Gelegenheit, online mitzudiskutieren.

Die Deutschen kennen sich aus in Sachen KI – so jedenfalls empfinden sie es. In einer am 12. März veröffentlichten repräsentativen Studie der Digitalagentur Arithnea schätzen 52 Prozent der online Befragten ihre KI-Kenntnisse mit eher gut bis sehr gut ein. Boris Bohn, Geschäftsführer bei Arithnea, sieht diese Zahl allerdings skeptisch: "Die Diskrepanz zwischen eigener Einschätzung und nachweisbarem KI-Wissen zeigt allerdings, dass hier dringender Informations- und Aufklärungsbedarf besteht."

Denn der Einfluss, den KI auf die Wirtschaft, das gesellschaftlichen Leben und die Arbeitswelt zukünftig hat, ist beträchtlich. Dies untersucht derzeit die Enquete-Kommission "Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale" im Auftrag des Deutschen Bundestags. Zusammengesetzt aus Mitgliedern des Bundestags und externen Experten, beschäftigt sie sich mit allen Aspekten der KI, mit Chancen und mit Risiken. Auf Basis ihrer Erkenntnisse formuliert sie dann Handlungsempfehlungen für die Politik, damit "KI bestmöglich in Gesellschaft und Wirtschaft eingesetzt werden kann und Risiken minimiert werden können".

Jetzt hat die Enquete-Kommission eine Online-Befragung zur KI gestartet und lädt Bürger*innen und Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein, mitzudiskutieren. Auf der Website https://enquetebeteiligung.de/ können sich Interessierte zunächst registrieren und dann in fünf Bereichen ihre Diskussionsbeiträge einstellen. Es geht um die folgenden Themen:

  • Vertrauen und Transparenz
  • Beruf und Alltag
  • Datennutzung und Datenschutz
  • Wissen und Forschung sowie
  • allgemein: Weitere Anregungen zur KI

Geöffnet ist die Beteiligung bis zum 05. April. Die gesammelten Beiträge aus der Online-Befragung werden danach ausgewertet und Argumente sowie zentrale Tendenzen herausgefiltert. Die Ergebnisse werden dann in einem Symposium präsentiert, das voraussichtlich im Frühsommer in Berlin stattfinden soll. Außerdem fließen die Ergebnisse in ein Gutachten ein, das über die Enquete-Kommission dann in den Deutschen Bundestag eingebracht wird.

Autor: Jens D. Billerbeck

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