Direkt zum Inhalt
Bildung Politik

VDI appelliert an Bund und Länder: Digitalpakt Schule jetzt umsetzen

Der Bundesrat entscheidet heute über die Grundgesetzänderung, die es dem Bund ermöglicht, die Länder durch den so genannten Digitalpakt Schule finanziell besser zu unterstützen. Nachdem sich Bund und Länder nach mehr als zwei Jahren endlich auf den Digitalpakt geeinigt hatten, kritisieren viele Bundesländer die geplante Grundgesetzänderung wieder. Vermutlich wird der Bundesrat den Vermittlungsausschuss anrufen, um das Gesetz grundlegend überarbeiten zu lassen.

„Der Digitalpakt Schule muss jetzt endlich umgesetzt werden“, fordert VDI-Direktor Ralph Appel. „Bund und Länder tragen auf dem Rücken unseres Nachwuchses seit mehr als zwei Jahren Kompetenzstreitigkeiten aus. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass unser Bildungssystem aktuell nicht in der Lage ist, Schülerinnen und Schüler auf das digitale Zeitalter vorzubereiten“, so Appel weiter.

Der VDI hatte sich in der Vergangenheit bereits für eine digitale Bildungs- und Qualifizierungsoffensive ausgesprochen und den Digitalpakt Schule als längst überfällig begrüßt. „Der Digitalpakt Schule darf nicht scheitern. Bund und Länder müssen sich im Vermittlungsverfahren so schnell wie möglich einigen“, mahnt der VDI-Direktor. 

Eines der Ziele des VDI ist es, in der derzeitigen digitalen Transformation die technische Grundkompetenz von jungen Menschen zu stärken. „Mit unseren Initiativen, wie dem VDIni-Club, den VDI-Zukunftspiloten oder der VDI-GaraGe wollen wir den Nachwuchs für Technik begeistern und fördern, um den Technikstandort Deutschland langfristig zu sichern“, erklärt Appel. Um den Einsatz technischer Bildung maßgeblich zu unterstützen, hat der Verein darüber hinaus den VDI Technikfonds ins Leben gerufen.
Dieser leistet unbürokratisch Hilfe, indem er Schulen, Lehrkräfte und Bildungsinitiativen finanziell unterstützt, die sich der technischen Allgemeinbildung von Kindern und Jugendlichen widmen.

Stephan Berends
Ihr Ansprechpartner

Stephan Berends