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Vortragsreihe: Wärme in 2030 – Heizen 2030 – und wie nun?

Foto: © Silke Reimer-Ben Youssef
Von links nach rechts: Bastian Pfarrherr (Stromnetz Hamburg), Udo Bottländer (Gasnetz Hamburg), Sven Warnck (VDI Hamburg), Rüdiger Siechau (Stadtreinigung Hamburg), Martin Kaltschmitt (TUHH), Björn Dietrich (Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg)

Nach drei Abenden zu den Themen Heizen in 2030 – 1. mit Strom, - 2. mit Brenngasen und – 3. mit Nah-/Fernwärme ging diese Vortragsreihe mit der abschließenden Frage „Heizen in 2030 – und wie nun?“ zu Ende.

Zwischen 70 und 120 Fachleute und Interessierte waren der Einladung der VDI Arbeitskreise Energietechnik, Technische Gebäudeausrüstung und Umweltschutztechnik jeweils gefolgt und so war das Forum Finkenau wieder gut gefüllt, um gemeinsam dieser Frage nachzugehen.

Nach einleitenden Worten vom VDI Arbeitskreisleiter Energietechnik Prof. Kaltschmitt startete Karsten mit seinem Vortrag. Anhand von Ein- und Zweifamilienhäusern stellte er die verschiedenen Heizmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Beschaffungskosten und Co2 Reduktionszielen gegenüber. „Zukünftig wird der Trend zu Hybridheizungen gehen“ so der für die Entwicklung von alternativen Energieträgern bei der Shell AG zuständige Innovationsmanager. Eine Erkenntnis auch: der Energieverbrauch dieser Haushalte hat sich in den vergangenen Jahren, trotz vieler Bemühungen, nicht verringert.

Für die anschließende Diskussion war das Podium hochkarätig besetzt. Den Fragen stellten sich: Bastian Pfarrherr (Stromnetz Hamburg), Udo Bottländer (Gasnetz Hamburg), Rüdiger Siechau (Stadtreinigung Hamburg), Martin Kaltschmitt (TUHH) und Björn Dietrich (Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg). Moderiert wurde der Abend von Sven Warnck (VDI Hamburg).

Nach Vorstellung der aktuellen Situation und der zurzeit laufenden Projekte in den jeweiligen Bereichen wurde diskutiert wohin die Reise gehen sollte.

Abschließend kann man sagen; wir werden alle drei Netze im Mix auch zukünftig brauchen, da kein Teilnehmer den gesamten Energiebedarf Kurz- bzw. Mittelfristig an die Haushalte liefern kann und jeder Energieträger seine Vorteile hat. Wichtig dabei ist, dass zunehmend klimaneutrale Energieträger in die Netzte eingespeist werden. Eine große Aufgabe für die Zukunft wird die Frage sein, wie die drei Netze (Strom, Gas und Wärme) gekoppelt werden können um Synergien zu erzeugen. Doch hier sind nicht nur die Energieerzeuger, Netzbetreiber, Wissenschaftler und die Politik gefragt, auch die Heizgeräte beim Endverbraucher müssen zukunftstauglich sein und von gut ausgebildeten Fachleuten exakt aufeinander abgestimmt werden.  Beim Endverbraucher sollte außerdem auf intelligente Lösungen gesetzt werden, um z.B. elektrische Spitzen zu vermeiden. Ein weiteres Fazit an diesem Abend: Hybridsysteme können helfen Co2 Reduktionsziele zu erreichen. 

Silke Reimer-Ben Youssef, VDI Hamburg