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27.03.2018
Zukunft der maritimen Branche
 

Neue VDI-Agenda „Schiffbau und Schiffstechnik“

Die deutschen Werften haben nach wie vor eine starke Position im Weltmarkt, wenn es um komplexe Technik oder um Spezialschiffbau geht. Kreuzfahrer, Megayachten und Spezialschiffe wie Fähren, Offshore Vessel oder Hybridschiffe werden in Deutschland erfolgreich gefertigt. Damit die maritime Branche in Deutschland auch weiter zukunftsfähig bleibt, befasst sich die neue VDI-Agenda „Schiffbau und Schiffstechnik“ speziell mit den Themen Schiffseffizienz, Automatisierung bzw. Digitalisierung, Antriebstechnik und Infrastruktur.

 
Neue VDI-Agenda „Schiffbau und Schiffstechnik“  (Bild: Thomas Ernsting)

Neue VDI-Agenda „Schiffbau und Schiffstechnik“ (Bild: Thomas Ernsting)

Wenn über die Maritime Industrie geredet wird, zeigt sich diese Branche aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Es gibt in Deutschland reine Schiffbauwerften und spezialisierte Reparaturwerften, dann die Schifffahrt betrieben durch Reeder und eine erfolgreiche maritime Zulieferindustrie, die als Nr. 1 im Weltmarkt agiert. Bei dem Blick auf den Warentransport oder den Personenverkehr wird zwischen See- und Binnenverkehr unterschieden.

In der Touristik ist das Geschäft mit den Kreuzfahrtschiffen nach wie vor ein stark wachsender Markt. Dieser Markt fordert eine immer anspruchsvollere Technik an Bord. Kreuzfahrtschiffe sind autarke große schwimmende Städte, die von der Energieerzeugung, modernen Antriebssystemen, ausgeklügelter Entertainment-Einrichtung, einem Hotelbetrieb für mehrere tausend Menschen, umfangreiche Gastronomie und Erlebnisangebote bis zur Abfallaufbereitungsanlage für inzwischen 5.000 Passagiere alles an Bord haben.

Für viele Güter ist die Binnenschifffahrt ein wichtiger Verkehrsträger. Die Straßen sind für einen termingerechten Warentransport eigentlich schon an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen. Die deutschen Wasserstraßen bieten kostengünstige und ausreichende Kapazitäten. Prognosen sehen ein Wachstum des Güterverkehrs auf den Flüssen und Kanälen von 20 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Die Agenda ist ein Ausblick auf die relevanten Themenfelder, mit denen sich der neue VDI-Fachbeirat Schiffbau und Schiffstechnik primär auseinandersetzen wird. Gerade im interdisziplinären Wissenstransfer aus anderen Branchen und anderen Technologien sieht der Fachbeirat ein hohes Potenzial, die anspruchsvollen und getriebenen Veränderungen in der maritimen Industrie kompetent zu unterstützen. Zusätzlich hat er sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Arbeit junge Menschen für die maritime Branche zu begeistern.

Die Agenda steht in unserer Publikationsdatenbank zu kostenfreien Verfügung. Weitere Informationen unter www.vdi.de/schiffstechnik

Fachliche Ansprechpartner im VDI:

Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff 

VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (FVT)

Telefon: +49 211 6214-645 

Telefax: +49 211 6214-97645 

E-Mail: fvt@vdi.de